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Der Fitness-Koch - Carmen von Lindenau

Der Fitness-Koch (eBook)

Die neue Praxis Dr. Norden 73 – Arztserie
eBook Download: EPUB
2025
100 Seiten
Blattwerk Handel GmbH (Verlag)
978-3-69049-401-4 (ISBN)
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3,49 inkl. MwSt
(CHF 3,40)
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Die neue Praxis Dr. Norden - So war es nicht geplant, doch Dr. Danny Norden betrachtet es als Chance. Äußere Umstände zwingen ihn zu einem Neustart. Und diesen nimmt Danny tatkräftig in Angriff, auch, wenn er mit Abschied, Trennung, Wehmut verbunden ist. Dr. Danny Norden praktiziert jetzt in seiner neuen, modernen, bestens ausgestatteten Praxis. Mit Kompetenz, Feingefühl und Empathie geht er auf seine Patienten zu und schafft ein Klima, das die Genesung fördert: eben Dr. Danny Norden, wie er leibt und lebt, und er wird immer besser! »Was ist denn heute los?«, wunderte sich Lydia und sah Sophia an, die neben ihr hinter dem Empfangstresen der Praxis Norden stand und ebenso erstaunt, wie sie, durch das Fenster neben der Eingangstür schaute. Obwohl sie die Tür erst in zehn Minuten, um Punkt halb neun wie an jedem Morgen, öffnen würden, warteten an diesem Montag bereits ungewöhnlich viele Patienten draußen vor dem Eingang. Es gab immer einige, die es eilig hatten und gern die Ersten waren, weil sie nach ihrem Praxisbesuch zur Arbeit mussten oder andere Verpflichtungen hatten, die meisten ihrer Patienten trafen aber nicht vor halb neun ein, weil sie die Zeit im Wartezimmer gern für einen kleinen Plausch mit den Nachbarn nutzten. An diesem Morgen waren offensichtlich besonders viele Patienten in Eile. »Ich kann nur Angehörige des weiblichen Geschlechts sehen«, stellte Lydia gleich darauf fest. »Stimmt«, gab Sophia ihrer Freundin und Kollegin recht. »Ich bin gespannt, was wir gleich hören werden, warum sie alle so früh hier sind.« »Weißt du was, wir öffnen heute einfach ein paar Minuten eher«, schlug Lydia vor. »Gute Idee, dann müssen wir uns nicht länger fragen, ob es einen besonderen Grund für diese Versammlung gibt. Ich gehe dann mal öffnen«, sagte Sophia. »Guten Morgen, zusammen«, begrüßte sie die Patientinnen, nachdem sie die Tür aufgezogen hatte und zur Seite trat, damit alle die Praxis betreten konnten. Die ersten Patientinnen, die zu Lydia an den Tresen kamen, waren die Wiesenberg-Zwillinge, zwei ein wenig rundliche Mittsechzigerinnen, die beide die gleichen hellgrünen Dirndl trugen. »Was können wir für Sie tun?«, fragte Lydia, nachdem sie Margot und Mechthild Wiesenberg begrüßt hatte.

»Was ist denn heute los?«, wunderte sich Lydia und sah Sophia an, die neben ihr hinter dem Empfangstresen der Praxis Norden stand und ebenso erstaunt, wie sie, durch das Fenster neben der Eingangstür schaute.

Obwohl sie die Tür erst in zehn Minuten, um Punkt halb neun wie an jedem Morgen, öffnen würden, warteten an diesem Montag bereits ungewöhnlich viele Patienten draußen vor dem Eingang. Es gab immer einige, die es eilig hatten und gern die Ersten waren, weil sie nach ihrem Praxisbesuch zur Arbeit mussten oder andere Verpflichtungen hatten, die meisten ihrer Patienten trafen aber nicht vor halb neun ein, weil sie die Zeit im Wartezimmer gern für einen kleinen Plausch mit den Nachbarn nutzten. An diesem Morgen waren offensichtlich besonders viele Patienten in Eile.

»Ich kann nur Angehörige des weiblichen Geschlechts sehen«, stellte Lydia gleich darauf fest.

»Stimmt«, gab Sophia ihrer Freundin und Kollegin recht. »Ich bin gespannt, was wir gleich hören werden, warum sie alle so früh hier sind.«

»Weißt du was, wir öffnen heute einfach ein paar Minuten eher«, schlug Lydia vor.

»Gute Idee, dann müssen wir uns nicht länger fragen, ob es einen besonderen Grund für diese Versammlung gibt. Ich gehe dann mal öffnen«, sagte Sophia. »Guten Morgen, zusammen«, begrüßte sie die Patientinnen, nachdem sie die Tür aufgezogen hatte und zur Seite trat, damit alle die Praxis betreten konnten.

Die ersten Patientinnen, die zu Lydia an den Tresen kamen, waren die Wiesenberg-Zwillinge, zwei ein wenig rundliche Mittsechzigerinnen, die beide die gleichen hellgrünen Dirndl trugen.

»Was können wir für Sie tun?«, fragte Lydia, nachdem sie Margot und Mechthild Wiesenberg begrüßt hatte.

»Wir möchten zum Herrn Doktor, es geht um unsere Figur«, ließ Mechthild sie wissen.

»Wir denken, wir könnten ein bissel abspecken und wollten unseren Herrn Doktor fragen, ob er uns ein paar Tipps geben könnt, damit es schneller vorangeht«, fügte Margot leise hinzu.

»Er hat sicher ein paar hilfreiche Tipps«, sagte Lydia und trug die beiden in die Patientenliste für diesen Vormittag ein. Bisher hatte sie nicht den Eindruck gehabt, dass die Zwillinge unter ihrem leichten Übergewicht litten, das ohnehin für Frauen ihres Alters nicht problematisch war. Warum also sollten sie sich eine Diät aufzwingen?

»Vielleicht haben sie sich verliebt«, raunte Sophia ihr zu, die offensichtlich derselben Meinung war wie Lydia.

»Gute Erklärung, aus Liebe tun wir viele verrückte Dinge«, entgegnete Lydia ebenso leise. »Guten Morgen, Frau Ludgenbauer«, wandte sie sich der Mittfünfzigerin in dem roten Strickkleid zu, die die Stoffabteilung des Kaufhauses in der Fußgängerzone leitete.

»Guten Morgen, die Damen, ich bräuchte ein bissel Unterstützung bei meiner Diät, deshalb würd ich gern mit Doktor Norden sprechen«, sagte Marlene Ludgenbauer.

»Nehmen Sie bitte im Wartezimmer Platz, Frau Ludgenbauer«, bat Lydia Marlene und tauschte einen kurzen Blick mit Sophia, die an diesem Morgen Telefondienst hatte, die Anrufe der Patienten entgegennahm, während sie sich um die Patienten kümmerte, die in die Praxis kamen. »Guten Morgen, Frau Wachtelmeier«, wandte sie sich der Mittsechzigerin in dem blauen Dirndl zu, die nach Frau Ludgenbauer an den Tresen kam.

»Guten Morgen, miteinander, ich möcht gern mit dem Herrn Doktor über eine Diät sprechen, ich fühl mich augenblicklich ein wenig zu kompakt«, sagte Frau Wachtelmeier, die ein paar Pfund mehr auf den Hüften hatte, als es die Idealmaße verlangten, aber nicht wirklich eine Diät brauchte.

»Warum wollen denn alle plötzlich abnehmen?«, wandte sich Lydia Sophia zu, nachdem alle Patientinnen, die schon vor der Öffnung der Praxis vor der Tür gestanden hatten, im Wartezimmer saßen und jede von ihnen sich Hilfe für einen schnellen Abnehmerfolg von Daniel erhoffte.

»Ich habe keine Ahnung«, antwortete Sophia und zuckte ratlos die Schultern. »Es können sich ja nicht alle zur selben Zeit neu verliebt haben. Davon abgesehen sind die meisten dieser Damen doch glücklich verheiratet, zumindest waren sie es bisher.«

»Aber irgendeine Gemeinsamkeit muss es geben.«

»Vielleicht wird uns diese Gemeinsamkeit gleich offenbart.«

»Könnte sein«, antwortete Lydia schmunzelnd und wandte sich Gusti Meier zu, die in diesem Moment in die Praxis kam. Gustis Familie wohnte schon seit mehreren Generationen in diesem Teil der Stadt, sie kannte fast jeden in der Nachbarschaft. Wenn jemand etwas über diesen allgemeinen Wunsch wusste, dann war es Gusti.

»Guten Morgen, Madl, alles gut bei euch?«, begrüßte Gusti Sophia und Lydia mit einem freundlichen Lächeln.

»Uns geht es gut, Frau Meier«, antwortete Lydia. »Und Ihnen?«

»Alles bestens, ich bin nur wegen des Rezeptes für meinen Mann da. Er braucht wieder die Salbe gegen seine Gelenkschmerzen.«

»Dann planen Sie keine Diät?«, fragte Lydia.

»Geh, ich bin so, wie ich bin, eine schnelle Diät führt doch nur dazu, dass danach die Pfunde doppelt so schnell wieder haften bleiben. Es sei denn, jemand stellt seine Ernährung auf Dauer um. Aber darum geht es den Damen nicht«, stellte Gusti fest, während sie schmunzelnd auf das Wartezimmer mit den gelben Sesseln und den hochgewachsenen Grünpflanzen schaute, das nur durch eine Glaswand von der Empfangsdiele getrennt war.

»Um was geht es denn dann?«, wollte Sophia wissen.

»Es geht um den Backwettbewerb.«

»Sie meinen den Backwettbewerb, den die Bäckerei Listner veranstaltet. Ich habe das Plakat gesehen, das an der Ladentür hängt.«

»Es ist nicht nur irgendein Backwettbewerb, es ist das Ereignis des Jahres. Und die Damen dort im Wartezimmer werden daran teilnehmen.«

»Weil hier alle so gern backen?«, wunderte sich Sophia, die diesem Wettbewerb bisher nicht so viel Bedeutung zugestanden hatte.

»Geh, nicht wegen des Backens, es geht um unseren Stargast, der die Kuchen beurteilen wird. Die Listners haben in den letzten zwei Wochen bereits eine Vorauswahl getroffen. Wer an dem Wettbewerb teilnehmen wollte, konnte sich eine mit einer Nummer beschrifteten neutralen Verpackung in der Bäckerei abholen, einen Kuchen hineinpacken, der an dem Wettbewerb teilnehmen sollte, und ihn in der Bäckerei abgeben. Vorgestern wurden die dreißig Gewinner bekanntgegeben, die es in den Wettbewerb geschafft haben. Und diese Gewinner sind jetzt mächtig aufgeregt.«

»Das verstehe ich, aber wer ist der Stargast?«, wollte Lydia wissen, die Sophia und Gusti zugehört hatte.

»Theobald Kirschner.«

»Okay, habe ich schon gehört, der tritt hin und wieder in einer Kochshow im Fernsehen auf, richtig?«

»Er tritt nicht nur hin und wieder auf, er hat eine eigene Show. Er ist ungemein sympathisch und sieht beeindruckend gut aus. Die Damenwelt liebt ihn und diejenigen, die ihm persönlich begegnen dürfen, wollen natürlich möglichst hübsch aussehen, deshalb wollen sie sich alle noch ein bissel aufbrezeln, ein paar Pfund weniger können da hilfreich sein«, erklärte Gusti Lydia und Sophia, worum es den Damen ging, die an dem Backwettbewerb teilnehmen wollten.

»Alles klar, vielen Dank für die Info«, bedankte sich Lydia bei Gusti und reichte ihr das Rezept, das sie inzwischen vorbereitet hatte.

»Sie sind im Moment ein bissel wie aufgeregte Teenager, die auf ihren Schwarm warten«, sagte Gusti.

»An so einer kleinen Abwechslung ist nichts verwerflich«, entgegnete Lydia lächelnd.

»Freilich nicht, so ein bissel Euphorie hält jung. Also dann, einen schönen Tag noch«, verabschiedete sich Gusti und verließ schmunzelnd die Praxis.

»Schon alle Plätze belegt«, wunderte sich Daniel, der gleich darauf in die Praxis kam und ins Wartezimmer schaute.

»Es geht um eine Art kollektiven Liebesrausch«, sagte Lydia und erzählte Daniel, was sie gerade von Gusti erfahren hatten.

»Dann sollte ich am besten mit der Diätberatung beginnen«, entgegnete Daniel lächelnd und machte sich auf den Weg zu seinem Sprechzimmer.

»Die Entscheidung, wer den Backwettbewerb gewinnt, findet im Bürgerhaus statt. Falls es noch Karten für dieses Event gibt, sollten wir uns Plätze sichern«, schlug Sophia Lydia vor, nachdem sie sich kurz die Seite der Bäckerei Listner im Internet angesehen hatte.

»Ich kümmere mich darum. Wie du weißt, habe ich gute Beziehungen zur Polizei und zur Feuerwehr, die bekommen immer ein paar Freikarten für örtliche Veranstaltungen.«

»Wie gut, dass ich eine Freundin mit so vielen Beziehungen habe«, antwortete Sophia und klopfte Lydia lächelnd auf die Schulter.

»Die Beziehung ist ausgeglichen, immerhin habe ich durch dich Zugang zum Hochadel, Gräfin«, entgegnete Lydia.

»Da ist was dran«, stimmte Sophia ihr lachend zu. »Die Arbeit ruft«, sagte sie, als weitere Patienten die Praxis betraten.

*

»Wie viel wollen Sie denn abnehmen?«, fragte Daniel die Wiesenberg-Zwillinge, die ihm ein paar Minuten später an seinem Schreibtisch gegenübersaßen und ihm von ihrem Diätwunsch erzählten.

»Fünf Kilo wären recht gut, weil wir dann eine Kleidergröße kleiner tragen könnten«, antwortete ihm Mechthild.

»Was aber nicht heißt, dass wir unsere komplette Garderobe ersetzen wollen, weil das mit dem Gewichthalten nach einer Diät ja meistens nicht wirklich funktioniert«, stellte Margot mit einem bedauernden Achselzucken fest.

»Richtig, es funktioniert nur unter der Voraussetzung, dass wir unsere Ernährung dauerhaft umstellen«, stimmte Daniel ihr zu.

»So ist es, Herr Doktor, vielleicht gelingt es uns ja dieses Mal, dass wir auf Dauer...

Erscheint lt. Verlag 8.7.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Arzt • Chefarzt • Doktor • Dr. Daniel • Dr. Laurin • Fortsetzungsroman • Klinik • Krankenhaus • Krankenschwester • Landdoktor • Martin Kelter Verlag
ISBN-10 3-69049-401-X / 369049401X
ISBN-13 978-3-69049-401-4 / 9783690494014
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