Julia Arztroman Band 36 (eBook)
384 Seiten
CORA Verlag
978-3-7515-3339-3 (ISBN)
ALLE WOLLEN DR. FINELLI von LOUISA GEORGE
Ein wunderschöner nackter Männerpo auf ihrem Computermonitor? Offensichtlich wurde Dr. Matteo Finelli heimlich beim Anziehen fotografiert. Nun soll Rechtsanwältin Ivy Leigh den sexy Arzt aus Italien über die Gefahren des Internets aufklären. Doch sie kann nur an das Foto denken ...
EMMAS SÜSSES GEHEIMNIS von FIONA MCARTHUR
Ein Schatten liegt über Emmas Leben: Leidet sie an einer gefährlichen Erbkrankheit? Nur ein Test kann Gewissheit schaffen. Und so lange darf sie nicht schwanger werden - eigentlich, denn genau das passiert, als der italienische Arzt Gianni Bonmarito sie erobert!
EIN HEIRATSANTRAG FÜR SCHWESTER JENNA von ALISON ROBERTS
Jennas Glück scheint vollkommen, als der angesehene italienische Chirurg Paolo Romano um ihre Hand anhält. Doch dann erfährt sie durch Zufall den wahren Grund für seinen überraschenden Antrag. Will er sie womöglich nicht aus Liebe heiraten?
<p>Fiona MacArthur ist Hebamme und Lehrerin. Sie ist Mutter von fünf Söhnen und ist mit ihrem persönlichen Helden, einem pensionierten Rettungssanitäter, verheiratet. Die australische Schriftstellerin schreibt medizinische Liebesromane, meistens über Geburt und Geburtshilfe.</p>
1. KAPITEL
„Was in aller Welt…?“ Ivy Leigh starrte auf das Foto, das sich Pixel für Pixel auf ihrem Bildschirm aufbaute. Ein … Hintern? Ein wunderschöner, perfekt geformter, sonnengebräunter nackter Po. Zwei straffe Schenkel, ein Rücken wie gemeißelt … Ein nackter Männerkörper, offensichtlich in einem Männerumkleideraum. Neben dieser delikaten Rückansicht war zu lesen:
Dr. Delicious. Perfekt wie ein Pfirsich. Komm … nimm einen Bissen.
Sie musste heftig schlucken und fächelte ihren glühenden Wangen Luft zu. Auch wenn sie keine Beziehungen eingehen wollte, wusste sie einen schönen Anblick durchaus zu schätzen. Und das hier war ein schöner Anblick. Aber warum in aller Welt landete so etwas auf ihrem Firmencomputer? Vielleicht war die Firewall des Krankenhausservers nicht auf dem neuesten Stand. Sie fügte der To-do-Liste ihres Smartphones die Notiz „IT-Abteilung anrufen“ hinzu und stieß einen Seufzer aus, der weniger mit ihrem bescheidenen Sexualleben als mit ihrer neuen Arbeit zu tun hatte. Sie war gerade mal zwei Wochen dabei und musste schon die zweite Abteilung auf Vordermann bringen. Ihr Job war es, die Klinik ins 21. Jahrhundert zu befördern und das tat sie, egal, wem sie dabei auf die Füße treten musste. Sie drehte sich so auf ihrem Bürostuhl, dass niemand, der zufällig an ihrer offenen Bürotür vorbeikam, einen Blick auf den entblößten Hintern werfen konnte. Sie beugte sich vor, um das Foto etwas genauer zu betrachten, und ihr Blick fiel auf einen Stapel Kleidung, der auf einer Bank lag. Nein, nicht direkt Kleidung … Krankenhauskittel? Bitte nicht. Dunkelgrüne OP-Kittel, auf der man das gestickte Logo der St.-Carmen-Klinik erkennen konnte. Sie schnaufte. Was ihr eben noch unterhaltsam schien, wurde jetzt zu einem besorgniserregenden Problem und ihr bislang eher ereignisloser Tag nahm eine unerfreuliche Wendung. Also wer? Was? Warum? Warum ich? Sie schloss die Augen und weigerte sich, die dazugehörige Nachricht zu lesen.
Okay, jetzt nur nicht kneifen.
Sie öffnete ein Auge, atmete tief durch und las.
Von Albert Pinkney. Der Geschäftsführer der St.-Carmen-Klinik. Sie konnte seine vornehme und perfekte Aussprache förmlich aus den Zeilen heraushören.
„Miss Leigh, was um Himmels willen ist das? Unsere neue Werbekampagne? Seit wann ist die St.-Carmen-Klinik eine schmuddelige Cabaret-Show? Das verbreitet sich im Internet wie ein Hautausschlag und entspricht sicher nicht dem Bild, das wir repräsentieren wollen. Unsere Förderer wollen Köpfe rollen sehen. Wir sind ein Kinderkrankenhaus. Sie sind Anwältin – tun Sie etwas. Lassen Sie das verschwinden. Biegen Sie das wieder gerade.“
Wenn alle anderen mit einem Problem nicht mehr fertigwerden, rufen sie einen Anwalt, der das wieder geradebiegt, indem er den Verursachern ein paar antiquierte Paragrafen um die Ohren haut. Ja, verdammt, sie würde es wieder geradebiegen. Obwohl, das Verschwindenlassen könnte ein bisschen schwieriger werden. War Pinkney denn nicht klar, dass etwas, das einmal im Netz war, immer dort bleiben würde? Zweifellos gehörten das Internet und die sozialen Netzwerke nicht zu seinen Kernkompetenzen. Jetzt musste sie erst einmal herausfinden, zu wem dieses … Prachtstück gehörte. Das würde eine interessante Aufgabe werden.
„Becca?“
„Ja, Miss Leigh?“ Ihre Assistentin erschien in der Tür und setzte ihr übermotiviertes Grinsen auf. „Wie kann ich Ihnen helfen?“
„Delikate Angelegenheit … Sie sind schon lange hier und haben ihre Ohren überall. Sie wissen sicher eine Menge über die Angestellten. Haben Sie eine Idee, wer das sein könnte?“ Ivy ging einen Schritt zur Seite und präsentierte den Bildschirm – tadaaa – mit einer theatralischen Geste. „Oh, mein …“ Becca fächelte sich mit den Prospekten, die sie in der Hand hielt, Luft zu. „Wollen wir einen Happen essen? Ich habe plötzlich Hunger bekommen.“ Ich auch, dachte Ivy. „Das ist jetzt nicht der Punkt. Erkennen Sie unser Logo? Da. Wir können so etwas nicht gebrauchen, das schadet unserem Ruf.“
„Nicht, wenn wir einen Haufen neuer Krankenschwestern suchen … Uups. Falsche Antwort? Entschuldigung.“ Beccas Schulterzucken zeigte, dass es ihr überhaupt nicht leidtat, tatsächlich war sie ganz schön beeindruckt. „Der Hintern ist sehr schön. Er ist fast schon perfekt. Und er gehört zu einem Arzt – das heißt also, wir können es eingrenzen. Wir könnten es wie bei einer Polizeiermittlung tun, wir stellen die Hauptverdächtigen an die Wand und …“ Sie blickte noch einmal auf das Foto und sagte mit schriller Stimme: „Ich werde mich sehr gern darum kümmern.“
„Ich bitte darum.“ Im Ernst, wie lange hatte sie Jura studiert? Für so etwas? Dafür hatte sie so hart gearbeitet? Dafür hatte sie auf jegliches Privatleben verzichtet? Eigentlich wollte sie Menschen dabei helfen, für ihre Fehler nicht ein Leben lang büßen zu müssen. Und jetzt sollte sie einen nackten Mann bestrafen. Aber immerhin konnte niemand behaupten, ihr Job sei nicht abwechslungsreich. „Ich will es nicht bloß eingrenzen, Becca, ich möchte, dass es verschwindet. Wir dürfen das jetzt nicht an die große Glocke hängen und müssen das PR-Team anweisen, größeren Schaden zu verhindern. Und wer immer dafür verantwortlich ist, wird den Zorn einer Ivy Leigh zu spüren bekommen.“
Es war schon spät. Er hatte gerade eine schwierige Transplantation bei einem zehnjährigen Jungen hinter sich. Es hatte ziemlich lange gedauert, doch er hatte es geschafft, und die Prognose war gut. Die Operationsliste für morgen war lang und er musste noch einiges vorbereiten. Und nun das. Eine dringende Vorladung einer Abteilung, von deren Existenz er gar nichts gewusst hatte. Es hatte ihn bislang auch nicht interessiert. Die Rechtsabteilung? Um halb sieben abends? Müssten diese Schreibtischhengste nicht längst zu Hause sein? Matteo Finellis Stimmung war alles andere als gut. Er klopfte an die geschlossene Tür und ging hinein, ohne eine Antwort abzuwarten. „Sie wollten mich sprechen?“
„Ja.“ Die Frau vor ihm saß aufrecht an einem großen Schreibtisch aus Mahagoni, der von zwei Aktenschränken flankiert war. Das große Fenster dahinter gab den Blick auf eine lebhafte Londoner Hauptstraße frei. Es war sonnig und er stellte sich vor, jetzt vor einer Bar oder einem Café zu sitzen und bei einem kühlen Bier in der Abendsonne zu entspannen. Stattdessen stand er jetzt hier.
Außer einem Kalender war nichts weiter in diesem Raum. Nichts Persönliches, keine Fotos, keine Stifte, keine Heftklammer. Nichts. Entweder hatte sie eine Persönlichkeitsstörung oder sie war zumindest kurz davor. Das würde auch erklären, warum er bislang noch nichts von ihr gehört oder sie gesehen hatte. Sie fuhr mit der Hand durch ihre kurzen blonden Haare, mit denen sie jünger aussah. Zumindest jünger als sie in einer Position, in der man in so einem Büro sitzen durfte, tatsächlich sein müsste. Aus kühlen grünen Augen sah sie ihn an. Ihre Bluse hatte fast das gleiche Grün – er hatte keine Ahnung, warum ihm das jetzt aufgefallen war. Ihr Mund, den man landläufig als hübsch bezeichnen würde, war zu einem schmalen Strich zusammengepresst. Ihr verkniffener Gesichtsausdruck ließ vermuten, dass sie nicht viel Spaß in ihrem Leben hatte. Sie sah ihn selbstbewusst an. „Mr. Finelli, nehme ich an? Nehmen Sie bitte Platz.“ Er blieb stehen. „Ich habe keine Zeit. Sie wollten mich dringend sprechen? Worum geht es?“
„Okay, keine Floskeln. Umso besser, dann komme ich gleich zum Punkt. Sagen Sie …“ Ihre Augen wurden schmaler und sie schluckte hörbar. Ihre Finger mit den grün lackierten Nägeln huschten über die Tastatur, und auf dem Bildschirm erschien ein Foto. „Sind Sie das?“ Er versuchte gar nicht erst, sein Lachen zu unterdrücken. Wer immer dieses Foto gemacht hatte, hatte auf jeden Fall eine ziemlich gute Perspektive erwischt. Er sah gut aus. Mehr als gut. Er stieß einen anerkennenden Laut aus. „Gefällt es Ihnen?“
„Darum geht es nicht.“ Ihre Augen funkelten, und ihre Wangen wurden rot.
„Es gefällt Ihnen. Es ist beeindruckend, oder? Sie lassen mich von der anderen Seite der Klinik hierherkommen, um mir Nacktfotos zu zeigen? Interessant.“ Er drehte sich um und wollte hinaus. „Kann ich jetzt gehen? Ich habe zu arbeiten.“
„Nicht so schnell, Mr. Finelli.“
Ma che diavolo?
„Nennen Sie mich bitte Matteo.“
Sie funkelte ihn an. „Mr. Finelli, warum haben Sie dieses Foto gepostet? Wenn Sie gehofft haben, dass es viral geht – Glückwunsch, das ist gelungen. Es sieht so aus, als könnte das Internet nicht genug bekommen von Ihren … Vorzügen. Ist Ihnen klar, was es für den Ruf der Klinik bedeutet, dass auf diesem Foto unser Logo für alle Welt sichtbar ist?“
„Alle nennen mich Matteo, ich reagiere nicht auf Mr. Finelli. Das klingt so förmlich. Ich habe dieses Foto nirgendwo hochgeladen. Und bei allem Respekt, Miss …“ Sein Blick glitt über ihr Gesicht, das sich von einem hübschen Rosa zu Dunkelrot verfärbt hatte, zu ihrem Namensschild. An ihrer linken Hand war kein Ehering. Also Miss. „Miss Ivy Leigh. Ich habe nichts hochgeladen.“
„Sie leugnen also, dass dies ihr Hin… äh – Musculus gluteus maximus ist?“ Es war nicht fair, wieder zu grinsen. Aber er tat es. „Natürlich leugne ich es nicht. Ich habe ja schon zugegeben, dass es meiner...
| Erscheint lt. Verlag | 30.8.2025 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Julia Arztroman |
| Übersetzer | Martina Karaczko |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook liebesroman • Frauenroman • Liebesgeschichte • Liebesroman • Romantische Bücher |
| ISBN-10 | 3-7515-3339-7 / 3751533397 |
| ISBN-13 | 978-3-7515-3339-3 / 9783751533393 |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasserzeichen und ist damit für Sie personalisiert. Bei einer missbräuchlichen Weitergabe des eBooks an Dritte ist eine Rückverfolgung an die Quelle möglich.
Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belletristik und Sachbüchern. Der Fließtext wird dynamisch an die Display- und Schriftgröße angepasst. Auch für mobile Lesegeräte ist EPUB daher gut geeignet.
Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise
Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.
aus dem Bereich