Julia Arztroman Band 35 (eBook)
384 Seiten
CORA Verlag
978-3-7515-3338-6 (ISBN)
DAS MEER, DIE LIEBE UND DR. RANDALL von JOANNA NEIL
In Florida beginnt ein neues Leben, und zwar ohne Männer - das hat die hübsche Notfallärztin Lacey Brewer sich geschworen. Doch vom ersten Tag an knistert es zwischen ihr und Jake, ihrem attraktiven Nachbarn. Ein Playboy? Ein Schatzsucher? Ein Mann mit einem Geheimnis!
SOS - ICH LIEBE DICH! von ALISON ROBERTS
Wie ein Blitz trifft sie die Liebe! Die junge Sanitäterin Lia würde brennend gern mehr mit Inselarzt Sam Taylor tun, als nur mit ihm Hand in Hand zu arbeiten. Doch selbst nach gefährlichen Rettungseinsätzen auf Wildfire Island bleibt Sam zurückhaltend ...
MEINE AFFÄRE MIT DR. BALLANTYNE von ANNE FRASER
Die geheimnisvolle Kinderärztin Cassie reizt Dr. Leith Ballantyne unglaublich. In Afrika kann er sie zu zärtlichen Liebesnächten verführen. Doch nach nur zwei Wochen trennt sie sich ohne Grund wieder von ihm. Da bekommt er nur wenig später überraschend eine zweite Chance, sie zu erobern ...
Joanna Neil startete ihre Karriere als Autorin von Liebesromanen auf ganz unkonventionellem Wege. Alles begann damit, dass Joanna Neil einen Werbespot für Liebesromane sah und von diesem Zeitpunkt an wie verzaubert war. Sie fing an, die Romane zu verschlingen, und war überwältigt. Je mehr sie las, umso mehr hatte sie auch das Bedürfnis selbst Liebesromane zu verfassen. Damals arbeitete sie als Lehrerin für Vorschulkinder, und bis heute liebt sie ihren Job, aber nach ihrem Erfolg als Liebesroman-Autorin hatte sie kaum noch Zeit dafür. Jetzt widmet sie sich ausschließlich ihrer schriftstellerischen Tätigkeit. Joanna Neil versetzt sich bei jeder Liebesgeschichte, die sie schreibt, in ihre Charaktere hinein und erschafft so gefühlvolle und einzigartige Momente in ihren Romanen. Ihre Leidenschaft zu lehren erfüllt sie sich weiterhin als Dozentin für kreatives Schreiben.
2. KAPITEL
Gedankenversunken schlenderte Lacey die felsige Küste entlang. Ihr Blick schweifte über die Linie der Koralleninseln, die vor der Küste lagen. Ein wunderbarer Anblick, aufgereiht wie Edelsteine an einem Armband über den Florida Straits. Als es langsam heißer wurde, schien im Westen ein blauer Nebel über dem sonnengesprenkelten Golf von Mexiko zu liegen.
Zum ersten Mal seit langer Zeit war Lacey zufrieden, und vielleicht fand sie jetzt endlich, was sie brauchte, um mit allem zurechtzukommen, was vor ihr lag. Einige Wochen waren seit ihrer Ankunft hier und dem Abend, an dem sie ihren neuen Nachbarn kennengelernt hatte, vergangen, aber einschätzen konnte sie Jake immer noch nicht richtig. Eine Stunde in seiner Gesellschaft hatte ausgereicht, um ihr klarzumachen, dass er ihrem inneren Frieden sehr gefährlich werden konnte. Und den brauchte sie im Moment am meisten.
Seit dem ersten Tag hatten sie sich nicht wieder getroffen, was wahrscheinlich daran lag, dass sie selbst viel unterwegs gewesen war, die Insel erkundet und ihre neue Freiheit genossen hatte. Noch immer leckte sie ihre Wunden nach dem Beziehungsende mit Nick. Und auch der Verkauf des Elternhauses beschäftigte sie weiterhin. Sie hatte Zeit gebraucht, ihre Gedanken zu ordnen. Jake dagegen war eine Ablenkung, die sie nicht brauchte.
„Hallo … Lacey, warte!“
Sie drehte sich um. Es wirkte beinahe, als hätte sie Jake durch ihre Gedanken heraufbeschworen. Er kam aus dem Wald, der sich hinter den Häusern Richtung Landesinnere erstreckte, auf sie zu.
Lacey ging langsamer, damit er aufholen konnte. „Habe ich dich endlich gefunden“, meinte er lächelnd. Seine tiefe Stimme klang lebhaft und energiegeladen. „Ich hab dich die letzten Tage gesucht. Und jetzt endlich hier unten entdeckt.“ Jake passte sich ihrem Schritttempo an und warf ihr einen Seitenblick zu, der ihr lockeres Baumwolloberteil und die weißen Shorts, die ihre langen, wohlgeformten Beine betonten, erfasste. „Du siehst gut aus“, murmelte er. „Sonnengebräunt, und du strahlst richtig. Dieser Ort scheint dir gut zu bekommen.“
„Das Klima ist auf jeden Fall besser als zu Hause“, stimmte Lacey ihm zu. „Da musste ich einfach viel rausgehen, solange ich noch Zeit dazu habe.“
„Hmm. So oft, dass du kaum zu Hause bist. Ich dachte schon, du gehst mir aus dem Weg.“
Lacey verzog den Mund. So ganz falsch lag er damit nicht. „Ich habe die Zeit genutzt, um das alles hier wieder kennenzulernen oder mir neu zu erschließen. Es hat sich so viel verändert. Ich habe das Gefühl, als könnte ich hier einen Blick ins Paradies werfen.“
Während sie das sagte, entdeckte sie eine Schwarzscharbe, die ihre Flügel zum Trocknen ausbreitete. Der Vogel hob seinen orange gefärbten Hals in Richtung Sonne, als würde er sich strecken und den Tag genießen.
Jake folgte ihrem Blick. „Davon gibt es hier an der Küste viele. Reiher sieht man auch oft, aber sie sind sehr scheu und fliegen sofort weg, wenn sie gestört werden.“
„Ich weiß, deshalb bin ich auch ganz vorsichtig“, entgegnete Lacey lächelnd. „Reiher sind so grazile, wunderschöne Vögel.“ Unauffällig musterte sie ihn von der Seite. Jake trug legere Cargohosen und ein blaues T-Shirt. Er wirkte diesmal sehr entspannt.
Jake sah sie an. „Aber man kann das Leben hier auch anders genießen, weißt du?“ Seine Stimme wurde weicher. „Ich veranstalte morgen Abend bei mir eine kleine Party. Es wäre schön, wenn du vorbeikommst. Irgendwann ab halb acht.“
Laceys Blick traf den von Jake. Das mit der Party war bestimmt keine gute Idee. Allein seine Nähe ließ in Laceys Kopf alle Alarmglocken schrillen. Sie spürte die Wärme seines Körpers, und ihr Puls begann sich zu beschleunigen.
„Danke für die Einladung“, murmelte sie, „aber ich kann leider nicht. Ich fange morgen meinen neuen Job an, und ich arbeite die ganze Woche in der Spätschicht. Ich werde kaum vor Mitternacht zu Hause sein.“
„Du könntest trotzdem noch vorbeikommen“, versuchte er, sie vorsichtig zu überreden. „Die Nacht ist zu der Zeit in den Keys immer noch jung.“
„Für manche vielleicht.“ Lacey lächelte ihn an.
„Hmm …“ Jake runzelte die Stirn.
War es für ihn eine neue Erfahrung, abgewimmelt zu werden? Es kam bestimmt nicht oft vor, dass Frauen ihm einen Korb gaben. Er hatte eine ziemlich überzeugende Art an sich und sah noch dazu überaus attraktiv aus. Zu schade, dass sie dagegen immun war … oder eher allergisch? In ihrer Beziehung mit Nick hatte sie alles gegeben, und trotzdem war es schiefgegangen. Warum sollte sie das Risiko noch einmal eingehen?
Als sie einen Mangrovenhain erreichten, der am und im Wasser stand, blieb Lacey stehen. Die roten, knorrigen und verschlungenen Wurzeln der Bäume steckten teilweise im Salzwasser, sodass es aussah, als würden die Bäume über das Wasser gehen. Kleine Vögel suchten an der Wasserkante nach Futter. Als Lacey aufsah, entdeckte sie Braunpelikane, die in den Ästen ihr Nest gebaut hatten. In diesem Augenblick tauchte einer von ihnen ins Wasser ein und kam einen Moment später wieder mit einem Fisch im Schnabel heraus.
„Hier geht es wohl nicht weiter“, bemerkte sie und wandte ihre Aufmerksamkeit wieder Jake zu. „Aber ich sollte mich auch langsam auf den Heimweg machen. Ich möchte noch in die Stadt und ein paar Dinge einkaufen, sonst muss ich den Rest der Woche mit altem Brot und Wasser auskommen.“
Jake nickte, und gemeinsam gingen sie zurück. „Robs Vorräte sind wohl inzwischen aufgebraucht?“ Lacey nickte, und Jake fügte hinzu: „Er ist ja auch schon eine ganze Weile weg. Du erwartest du ihn jeden Tag zurück, oder?“
Nachdenklich schüttelte sie den Kopf. „Ich weiß nicht genau, wann er wiederkommen wollte, aber langsam mache ich mir Sorgen. Er ist losgefahren, um für einen lokalen Fernsehsender eine Dokumentation zu drehen, danach wollte er zurückkommen und einige seiner Sachen abholen, bevor er seine Familie besucht. Er sollte schon vor einigen Tagen hier gewesen sein.“
„Meinst du, ihm ist etwas passiert?“
„Ich weiß nicht so recht. Es ging ihm in letzter Zeit nicht so gut – nichts Ernstes, hat er gesagt, aber ich weiß, dass er in den letzten Monaten regelmäßig beim Arzt war.“ Lacey runzelte die Stirn. „Außerdem sieht es ihm nicht ähnlich, sich nicht zu melden.“ Dann zuckte sie die Schultern. „Wahrscheinlich mache ich mir aber nur unnötig Sorgen. Er kann gut auf sich selbst aufpassen. Nur: Die Everglades können gefährlich sein.“
„Vielleicht hat er seine Pläne geändert und ist direkt zu seiner Familie gefahren.“
„Möglich. Aber er hätte mich normalerweise trotzdem angerufen. Ich konnte ihn komischerweise auch nicht erreichen in letzter Zeit.“ Im Reden stolperte Lacey über eine unebene Stelle am Boden.
Sofort griff Jake nach ihrem Arm und stützte sie. „Alles okay?“
Sie nickte erschrocken. „Alles in Ordnung. Danke.“ Lacey wünschte, ihre Stimme würde sicherer klingen, aber seine Berührung brachte sie unerwartet durcheinander. Die Wärme seiner Finger verbrannte beinahe ihre Haut, und ihr ganzer Körper reagierte auf seine Nähe, als er sie festhielt. Plötzlich war Laceys Mund ganz trocken, und ihr Herz hämmerte wie verrückt, als sein Oberschenkel ihren streifte. Sie konnte nicht mehr denken, so wie er sie hielt. Seine Hand lag auf ihrer Hüfte, und sie spürte seine Wärme durch ihr dünnes Baumwolloberteil. Es fiel ihr schwer, sich zusammenzureißen. „Alles okay“, wiederholte sie.
„Bist du sicher? Der Boden hier ist ziemlich uneben.“
„Ganz sicher.“ Sie straffte die Schultern, als wollte sie ihren Worten Nachdruck verleihen. Als Jake sie losließ, konnte Lacey langsam wieder klar denken.
„Du hast gesagt, Rob wollte einige Sachen holen – heißt das, er zieht hier weg?“
Lacey nickte. „Obwohl er bestimmt ab und zu wieder herkommt, weil er hier viele Bekannte hat. Er hat eine Wohnung in Miami gefunden, in der Nähe der Filmgesellschaft und nicht weit von seinen Eltern und seinem Bruder entfernt. Alles in allem denke ich, passt das gut für ihn.“
„Vermutlich.“ Jake wirkte nachdenklich. „Du hast gesagt, dass ihr schon lange befreundet seid … Wie habt ihr euch denn eigentlich kennengelernt?“
„Während meines Studiums. Er hat Medienwissenschaften studiert, aber wir sind beide dem Filmklub beigetreten und haben uns so im Laufe der Zeit angefreundet. Rob hatte Heimweh, vermute ich, und da ich hier in Florida öfter meine Ferien verbracht habe, hatten wir gleich ein gemeinsames Thema. Das hat uns wahrscheinlich verbunden. Er wollte nach dem Studium in die Staaten zurück, weil es hier so gute Möglichkeiten in der Fernseh- und Filmbranche gibt. Und natürlich ist seine Familie hier.“
Sie erreichten Laceys Haus und verabschiedeten sich. „Per Boot kann man die Keys am besten erkunden“, erklärte Jake ihr. „Du solltest irgendwann mal mit mir aufs Wasser kommen. Das wird dir eine vollkommen neue Welt eröffnen.“ Schelmisch und herausfordernd sah er sie an, gespannt, ob sie sein Angebot annehmen würde.
„Vielleicht ein anderes Mal. Ich denke darüber nach“, versprach sie.
Jake schenkte ihr ein kleines Lächeln. Vermutlich durchschaute er ihre Ausflüchte.
Lacey kümmerte es nicht, was er darüber dachte....
| Erscheint lt. Verlag | 2.8.2025 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Julia Arztroman |
| Übersetzer | Michaela Rabe, Katharina Illmer |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook liebesroman • Frauenroman • Liebesgeschichte • Liebesroman • Romantische Bücher |
| ISBN-10 | 3-7515-3338-9 / 3751533389 |
| ISBN-13 | 978-3-7515-3338-6 / 9783751533386 |
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