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Pizza, Pasta und Amore (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
200 Seiten
MORE by Aufbau Digital (Verlag)
978-3-96797-771-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Pizza, Pasta und Amore - Claudia Romes
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Neuanfang mit Meerblick - und einer Prise Chaos.

Elisabeth hat sich auf Korfu ein neues Leben aufgebaut: ein eigenes Café, Sonne im Gesicht, Mops Barnabas an ihrer Seite - und Ilias, den verschlossenen Griechen, der ihr Herz längst erobert hat. Alles scheint perfekt. Doch sobald es um gemeinsame Pläne geht, zieht sich Ilias zurück. Als ihre Eltern sie nach Capri einladen, sieht Elisabeth darin die Chance auf eine Auszeit und hofft, dass Ilias sie begleitet. Doch kurz vor der Abreise verschwindet er spurlos.

In Italien angekommen, kämpft sie mit Enttäuschung, Zweifeln - und ihrer eigenen Unsicherheit. Zum Glück stehen ihre schlagfertige Schwester Bina, die lebenskluge Kellnerin Lucia und eine ordentliche Portion Pasta, Vino und Sonne bereit, um sie daran zu erinnern, wer sie wirklich ist ...

Eine sommerleichte Komödie über das Loslassen, Wiederfinden und die Liebe zum Leben - mit viel Herz, Humor und italienischem Flair.

Der Roman ist vormals unter dem Titel 'Liebe lieber italinisch' erschienen.



Claudia Romes wurde 1984 als Kind eines belgischen Malers in Bonn geboren. Mit neun Jahren begann sie, ihre eigenen Geschichten zu erzählen, und fasste den Entschluss, eines Tages Schriftstellerin zu werden. Nach einigen beruflichen Umwegen widmete sie sich ganz dem Schreiben und lebt heute ihren Traum. Die Autorin wohnt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Vulkaneifel.
Im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane »Das Geheimnis der Hyazinthen«, »Beethovens Geliebte«, »Die Fabrik der süßen Dinge - Helenes Hoffnung«, »Die Fabrik der süßen Dinge - Helenes Träume« und »Das Wunder der Tannenbäume« erschienen.

Kapitel eins


Es war der Sommer der Liebe. Um genau zu sein, war es bereits der dritte in Folge für mich. Und dieser versprach ausgesprochen heiß zu werden. Die Temperaturen auf Korfu, meiner Wahlheimat, am Ionischen Meer, überschritten täglich die dreißig Grad-Marke. Ich schwitzte, und die Saison boomte. Für Verschnaufpausen blieb aber keine Zeit. Hatte ich mir bei meinem Ex-Mann noch regelmäßige Wellnessanwendungen gegönnt, kam ich jetzt nicht einmal dazu, darüber nachzudenken. Jeglicher Luxus war in den Hintergrund gerückt, doch das kümmerte mich kaum noch.

Seitdem ich vor drei Jahren mit meiner Schwester Bina und meinem Mopsrüden Barnabas Deutschland verlassen hatte, war vieles anders geworden. Ich selbst eingeschlossen. Das Sissis, unser gemütliches Café auf Acharavis Promenade, das zwischen Souvenirläden, Restaurants und Tavernen lag, lief gut. Trotz Griechenlands Wirtschaftskrise hatten wir es geschafft, unser Geschäft aufzubauen. Wir konnten davon leben. Sicher, es waren keine großen Sprünge möglich. Wir mussten klug haushalten, sparsam sein. Doch das hatte ich in Kauf genommen, als ich nach Korfu ausgewandert war. Obwohl ich schon lange kein Geld mehr für etwas ausgegeben hatte, was nichts mit dem Café zu tun hatte, fehlte mir nichts. Wir lebten in unserem Idyll, und es fühlte sich an wie damals, als Bina und ich mit Oma Inge in den Ferien hergekommen waren. Ich wohnte dort, wo andere sich hinträumten. Abgeschieden von schlechtem Wetter und der miesen Laune der Menschen in der deutschen Großstadt.

Mit Persephone, der Straßenhündin, hatte unsere Familie Zuwachs bekommen. Sie und mein Mops waren unzertrennlich, weshalb wir ihr ein Heim, ein Halsband und eine umfangreiche Wurm- und Impfkur verpasst hatten. Alles war so, wie es sein sollte. Und ich sehnte mich nicht zurück in mein altes, verplantes Leben. Wer hätte das gedacht? Meine Mutter Brigitte sicher nicht. Ebenso wenig wie Paul, mein Ex-Mann. Aber der interessierte mich ohnehin schon längst nicht mehr. Nach zehn Jahren Ehe, in der ich ständig zurückgesteckt hatte, war ich nun dran. Und bei all dem Streben nach einer eigenen Existenz hatte ich ihn gefunden: meinen Traummann. Den Mann, der mich so liebte, wie ich war. Mit all meinen Eigenarten. Ich musste mich nicht mehr verstellen, niemand sein, der ich nicht war. Bei Ilias war ich ein völlig neuer Mensch. Eine Frau, die von ihrem Partner begehrt und geschätzt wurde. Mit genügend Freiraum, sich zu entfalten. Zum ersten Mal erfuhr ich, was es hieß, ein Team zu sein. In jeder Lebenslage. Und endlich wusste ich, dass ich kein Sexmuffel war. Es hatte nie an mir gelegen, dass ich keinen Spaß an Intimität verspürt hatte. Mit Paul hatte ich schlichtweg den falschen Mann gehabt. Ilias überraschte mich ständig aufs Neue. Mit ihm war es jedes Mal ein Feuerwerk der Leidenschaft. Wir waren so vernarrt ineinander, dass uns jeder Ort recht war. Wenn uns die Lust überkam, ließen wir uns fallen – ganz egal wo. Was auch der Grund war, weshalb ich beim Anblick des Küchentischs jedes Mal grinsen musste, weil mich ein ziemlich plastischer Flashback überkam. Ilias und ich waren wie füreinander geschaffen. Er war kein Mann der vielen Worte und neigte nach wie vor zur Skepsis, aber damit kam ich zurecht. Unsere Beziehung beruhte ohnehin eher auf Taten. Ilias besaß viel Einfühlungsvermögen. Er war ein sensibler Mann, eine zarte Seele, die sich hinter einer überaus attraktiven männlichen Aura verbarg.

»Hast du die Fischabfälle entsorgt?« Ilias steckte den Kopf durch den Türspalt, und ich unterbrach mein gedankenverlorenes Kartoffelschälen.

»Noch nicht«, antwortete ich und legte das Messer auf der Arbeitsplatte ab. Obwohl ich die Landessprache mittlerweile gut beherrschte, unterhielten Ilias und ich uns nach wie vor meistens auf Deutsch – so auch jetzt.

»Hast du das mit Greta gehört?«, schlug er ein völlig neues Thema an.

»Nein, was ist mit ihr?« Gretas kleiner Souvenirladen lag direkt neben unserem Café. Sie war eine alte, freundliche Dame, lebte allein und war erst vor einem Jahr vom Festland nach Acharavi gekommen. Jeden Morgen holte sie sich einen Kaffee bei uns.

»Ihr Mann ist gestorben«, fuhr Ilias fort.

»Was? Ich dachte, er wäre längst tot.« So wie sie immer von ihrer Liebe gesprochen hatte, ging ich davon aus, dass sie ihn vor Jahren verloren hatte.

»Sie lebten wohl nur getrennt.«

»Hm … verstehe.« Manchmal hielt man es einfach nicht zusammen aus, obwohl noch Gefühle füreinander da waren. »Wie geht es ihr denn?« Heute Morgen hatte ich sie noch nicht gesehen. Jetzt machte ich mir ein wenig Sorgen.

»Sie ist zur Beerdigung nach Athen geflogen.«

Ich ließ ein Seufzen hören, weil ich mir nicht sicher war, wie sie zurückkehren würde. Oft hatte ich das Gefühl, dass sie unter dem Alleinsein litt. So manchen Sonntag hatte sie ganz im Sissis verbracht.

»Sie wird schon zurechtkommen«, sagte Ilias und ließ seinen Blick durch die Küche wandern. Blubbernde Töpfe standen auf dem Herd, zwei große Auflaufformen mit Moussaka waren im Ofen, überall stapelte sich das schmutzige Geschirr. Die Spülmaschine funktionierte nicht. Seit einer Woche warteten wir auf die Handwerker. Ärgerlich! Ich hatte bereits gestern nachhaken wollen, wann sie es endlich schaffen würden vorbeizukommen, doch in Café und Restaurant war zu viel los gewesen. Letztes Jahr haben wir es gewagt, Binas und mein Café und Ilias’ Restaurant von nebenan zusammenzulegen. Im Grunde betrachteten wir es als einen Laden. Deshalb hatten wir uns auch für einen gemeinsamen Namen entschieden: Bei Sissis und Ilias. Das Schild war auf dem Bordstein, zwischen beiden Häusern, angebracht. Ein gemeinsamer Hof verband beide Gaststätten miteinander. Es war selbstverständlich, dass wir einander unterstützten. Auch wenn wir manchmal das Gefühl hatten, dass uns dadurch die Arbeit über den Kopf wuchs. Besonders wenn wir mit unvorhergesehenen Schwierigkeiten konfrontiert wurden. Heute war so ein Tag.

Ich wischte mir die Hände an meiner Schürze ab und rührte die Tomatensuppe um. Noch eine Stunde, bis die Geburtstagsgesellschaft im Restaurant eintreffen würde. Ich war heilfroh, dass Binas Freundin Andrea kurzfristig im Café eingesprungen war. Die beiden waren bereits genauso lange zusammen wie Ilias und ich. Damit hatte ebenfalls niemand gerechnet. Obwohl sie es nie ausgesprochen hatte, wusste ich, dass meine Mutter gehofft hatte, dass Andrea für ihre jüngste Tochter nur ein Abenteuer war. Das Forschungsobjekt einer Neugierigen. Von der Toleranzdemonstration auf unserer Einweihungsfeier war keine Rede mehr. Die Kontaktanzeige, die meine Mutter für Bina deutschlandweit sowie in sämtlichen korfiotischen Zeitungen geschaltet hatte, hatte das Fass schließlich zum Überlaufen gebracht.

Junge, unsichere Auswanderin (sportlich-schlank, leicht maskulin, in den besten Jahren), sucht Ihn (25–55 Jahre), um auf den richtigen Weg zurückzufinden und zwecks Familiengründung

Wobei mich die Altersangaben im Inserat am meisten irritiert hatten. Umsichtig, wie unsere Mutter war, hatte sie Binas Privatnummer gleich mit öffentlich gestellt. Als das Telefon zum zwölften Mal innerhalb eines Nachmittags klingelte und Bina gefragt wurde, ob sie auch Nacktselfies verschickte, war der Riesenkrach vorprogrammiert. Zugegeben, diese Idee, die unsere Mutter ungeniert als ihre bewarb, war nicht die beste gewesen. Weshalb es mich nicht wunderte, dass es das Ende des hart erkämpften Familienfriedens bedeutete. Bina hatte meine Mutter beschuldigt, Vorurteile zu haben. Die beteuerte, es täte ihr leid, verteidigte sich aber damit, dass sie nur das Beste für Bina gewollt hatte. Durch die Anzeige hätte sie ihr lediglich mehr Optionen bieten wollen. Ein weiteres Indiz dafür, dass sie darauf spekulierte, Bina sei in einer notdürftigen Ausprobierphase. Meine Schwester machte das nur noch wütender. Sie verkündete wutentbrannt, dass Brigitte für sie gestorben sei. Ein Satz, der meine Mutter in Tränen ausbrechen ließ. Sie hätte es schließlich nur gut gemeint. Bina wäre nicht vorrausschauend genug und undankbar. So ging das ewig weiter. Das Verhältnis der beiden war schlimmer als zuvor, und ich hatte keine Idee, wie sich das je wieder hinbiegen lassen würde. Abgesehen von dem brodelnden Krieg, erlebte ich meine Schwester zum ersten Mal so richtig glücklich. ...

Erscheint lt. Verlag 15.7.2025
Reihe/Serie Liebe mit Meerblick
Sprache deutsch
Original-Titel Liebe lieber italienisch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Capri • Happy End • Italien • Jenny Colgan • Julie Caplin • kleines Café • Korfu • Liebe • Liebesroman • Manuela Inusa • Meer • Neuanfang • Petra Hülsmann • Romance • Strand • Susan Mallery • Trennung • Urlaub • Urlausbliebe
ISBN-10 3-96797-771-4 / 3967977714
ISBN-13 978-3-96797-771-4 / 9783967977714
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