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Flucht aus dem Dschungel von Guyana (eBook)

eBook Download: EPUB
2025
296 Seiten
BoD - Books on Demand (Verlag)
978-3-8192-2014-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Flucht aus dem Dschungel von Guyana - Hans-Peter Ackermann
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Andreas Thaler, Pilot auf Fernflügen und sein Co-Pilot Steffen Urban, finden ein altes Buch aus dem Jahr 1940. Darin wird beschrieben, dass der Engländer Allan Windhorst von Surinam kommend, in den Bergen von Guyana mit einer wertvollen Fracht Edelsteine mit seinem Flugzeug abgestürzt sei. Zahllose Versuche das Flugzeug zu finden waren in der Folge ergebnislos verlaufen. Die beiden Piloten und ihre Ehefrauen wollen einen Urlaub in Guyana nutzen, um sich auf die Suche nach diesen Edelsteinen zu machen. Und tatsächlich finden sie die Steine, werden aber fortan von Gaunern verfolgt. In einer über zwei Wochen dauernden Flucht durch den Dschungel suchen sie eine Möglichkeit zum Heimflug. Da aber der Flughafen von Guyana wegen Unruhen gesperrt ist, versuchen sie in mehrfachen Anläufen über Venezuela, Trinidad, Surinam und Französisch-Guyana wieder aus dem Land zu kommen. Werden alle Vier gesund die Heimat erreichen?

Hans-Peter Ackermann, Jahrgang 44, bringt mit diesem Buch seinen 13 Roman heraus. Der Autor hat sich seit 2007 mit verschiedenen Themen befasst. Angefangen mit dem Wenderoman "Freiheit und was nun?" bis hin zu dem Abenteuerroman "Die Rückkehr der Götter" 2012 aus Anlass des zu Ende gehenden 3000 Jahre alten Kalenders der Maya. Mit der Kriminalkommissarin Susi Ludwig schuf er die Hauptfigur für die Reihe "Königssee-Krimi". Historische Liebesromane ergänzen sein Repertoire. Der in Ostdeutschland geborene Hans-Peter Ackermann lebt heute in der Oberpfalz/Bayern.

Ein verrückter Plan entsteht


Die Augustsonne meinte es in diesen Wochen wirklich gut. Vom frühen Morgen bis in den Abend hinein strahlendblauer Himmel über München. Und in dieses wunderschöne Abendrot hinein schwebte die Boeing 747 der Lufthansa mit einer Linkskurve auf die Einflugschneise des Flughafens München ein.

Chefpilot Andreas Thaler und sein Co-Pilot Steffen Urban waren ein eingespieltes Team und hatten schon viele tausend Flugmeilen zusammen bewältigt. Und so war im Laufe der Jahre eine Freundschaft zwischen beiden entstanden. Thaler sah zur Seite.

„Du, ich habe diese Woche ein Buch in die Hände bekommen, das lohnt sich zu lesen.“ Der 45-Jährige mit den kurzgeschnittenen graumelierten Haaren kontrollierte noch einmal die Seitenruder. Und mit Blick auf die Instrumente meinte er plötzlich zu seinem Co-Pilot Steffen Urban:

„Ich habe in einem alten Buch aus dem Jahre 1948 über einen französischen Forscher Henry Duping gelesen, der in Guyana nach einem alten Flugzeug gesucht hatte, welches 1942 im Dschungel abgestürzt war. Diese zweimotorige Maschine hatte den beiden Brüdern Windhorst aus Seattle gehört, die im nahen Brasilien nach Diamanten gesucht und offenbar auch welche gefunden hatten. Aber auf dem Rückflug war ihre Maschine während eines Gewitters über dem Regenwald von Guyana abgestürzt. Und niemand hat je wieder etwas von ihnen und ihrer brisanten Fracht gehört oder gelesen.“ Steffen Urban lachte.

„Was denn für ein Buch? Du weißt, ich bin kein großer Leser.“ Er schaltete die Automatik aus und manövrierte die 333,4 Tonnen der Boeing 747 nun eigenhändig in Richtung Landebahn.

„Willst du jetzt deswegen da unten Urlaub machen?“ Der schmächtige 1,80 Mann schüttelte den Kopf. „Du hast vielleicht Ideen, mein lieber Mann. Weiß deine Lieblingsfreundin schon davon?“ Thaler winkte ab und schaltete sein Mikro ein.

Meine Damen und Herren! Wir befinden uns im Landeanflug auf den Flughafen München. Bitte stellen Sie das Rauchen ein und schnallen Sie sich an.

Und gerade, als er seinem Co-Pilot antworten wollte, klopfte es plötzlich an der Kabinentür und Urban drückte den Türöffner.

Eine schlanke, langbeinige junge Frau mit pechschwarzen Haaren, die zu einen Pferdeschwanz gebunden waren, steckte den Kopf durch die Tür.

„Hört mal, ruft bitte einen Krankenwagen! Ich habe hinten eine Schwangere, bei der vor zwanzig Minuten die Wehen eingesetzt haben. Die sollen gleich an die Landebahn fahren!“

Andreas Thaler lachte die Stewardess an, die auch seine Verlobte war, und meinte:

„Na, ein Glück, dass du das nicht bist!“. Nadine Glauber tippte mit dem Zeigefinger an ihre Stirn, streckte ihm die Zunge heraus und meinte dann:

„Von wem sollte ich denn schwanger werden, he?“ Sie und schloss schnell die Tür und enthob ihn so einer Antwort. Lachend konzentrierten sich die beiden Piloten auf den Landeanflug. Die Boeing 747 senkte langsam die Nase, die Landeklappen fuhren knatternd aus und dann streckte der riesige Vogel seine Nase der Landebahn entgegen und setzte sanft rumpelnd auf. Andreas steuerte die Boeing auf die Ankunft – Arrival zu, wo man bereits dabei war, die Gangway heranzufahren, während die vordere Tür des Flugzeuges von der Chef-Stewardess geöffnet wurde.

Auf dem Ausrollfeld stand bereits ein Krankenwagen mit zwei Sanitätern und einer fahrbaren Trage. Der Lift brachte die Schwangere und ihren aufgeregten Ehemann nach unten zum Krankenwagen.

Andreas Thaler schaltete die Systeme ab und lehnte sich gähnend zurück. Sie waren sechs Stunden und fünf Minuten nonstop geflogen und damit zwanzig Minuten eher als geplant gelandet. Er sah auf die Uhr und nickte.

„Steffen, wir sind gute zwanzig Minuten schneller als beim letzten Mal.

„Na klar, heimwärts hatten wir ja auch Rückenwind!“, lachte der blonde Lulatsch und stand auf.

Nachdem sie den Check Inn verlassen hatten, warteten sie noch auf Nadine. Steffen kam nochmal auf das Buch zurück. „Sag mal, hast du das mit dem Urlaub ernst gemeint? Und hast du schon mit Nadine darüber gesprochen?“ Steffen Urban sah Andreas Thaler fragend an, der den Kopf schüttelte.

„Nee, mit meiner Mausi habe ich noch nicht darüber geredet. Aber ich gebe dir mal das Buch und du liest es bis Freitag durch. Dann reden wir nochmal darüber. Vielleicht machen wir dieses Jahr den Urlaub da unten und schauen uns mal ein bisschen um. Also rede schon mal mit deiner Carmen darüber.“

Als Nadine mit ihrem Trolley bei ihnen ankam, verabschiedeten sie sich. „Bis Freitag, in alter Manier! Genieß die drei freien Tage und grüß Carmen von uns!“

So hatten sie sich schon mehrere hundert Male voneinander verabschiedet. Doch diesmal war das ein wenig anders, und daran schuld war ein kleines Büchlein mit 135 Seiten. Die Erinnerungen von zwei Brüdern aus England, die mitten im Zweiten Weltkrieg das große Geld machen wollten und über deren Verbleib Thaler nun nachdachte. Und vor allem darüber, wie er es seiner Verlobten beibringen sollte, dass er nach Guyana wollte.

Auf der Heimfahrt vom Flughafen München nach Berchtesgaden brauchten sie kaum knappe anderthalb Stunden, weil die Autobahn erstaunlich leer war um diese Zeit. Zuhause angekommen gingen sie zusammen schnell noch was einkaufen, weil der Kühlschrank ziemlich leer war. Doch Nadine hatte ihre Einkaufsliste dabei und so ging auch das relativ schnell vonstatten, und sie freuten sich endlich wieder zu Hause zu sein.

Gelegentlich gingen sie an ihren freien Tagen zwar auch manchmal in ein Restaurant zum Essen. Doch Andreas hatte mal wieder Appetit auf ein Rindersteak.

Eine Stunde später saßen sie auf der Couch, den Teller auf den Beinen und schauten Fernsehen. Die schlanke Schwarzhaarige, der die Haare bis über die Schulterblätter reichten, hatte sich bequem neben Andreas in die Kissen eingekuschelt. Das war ihre Art nach einem stundenlangen Flug die Ruhe und die Zweisamkeit zu nutzen, bis Andreas das Gespräch auf das Buch brachte und Nadine ihn skeptisch anschaute. Sie ahnte wohl bereits das nahende Unheil, doch Andreas lächelte nur. Er sah seiner Verlobten, die mit einer Decke über den Schultern auf dem Sofa saß und noch einen Joghurt löffelte, in die braunen Augen.

„Was hältst du eigentlich von einem heißen Bad, Lieblingsfrau?“ Sie sah ihn aus ihren dunkelbraunen Augen an und nickte lächelnd.

„Ja gerne. Kommst du mit rein, dann sparen wir Wasser!“, meinte sie kess blinzelnd. Andreas setzte sich auf ihre Oberschenkel und umarmte sie.

„Willst du damit sagen, dass ich fett bin?“, fragte er sie ganz leise und begann die vor ihrer Brust zusammengefaltete Decke zu öffnen, um danach auch die ersten der beiden Blusenknöpfe zu überwinden. Er küsste die so frei gelegten Brustansätze. Doch sie schloss schnell wieder die Decke.

„Stopp, Senor! Erst Wasser einlassen, Heizung im Bad anschalten, dann sehen wir weiter!“ Mit einem Kuss auf die Nasenspitze stieg er wieder von seinem Sitzplatz herunter und ging folgsam ins Bad.

Als er Nadine etwa zehn Minuten später rief und sie in das Bad eintrat, blieb sie einen Moment überrascht stehen. Etwa 20 Teelichter erleuchteten den Raum, dazu zauberte eine rotierende Lampe mit rotem Schirm einen Farbwechsel wie aus Tausend und einer Nacht und auf einem Brett in der Mitte der Wanne standen zwei Gläser und eine Flasche Sekt. Und so wurde es dann doch noch ein ausgiebiges Bad und Andreas kam nicht mehr dazu, mit Nadine weiter über dieses Buch zu sprechen. Das holte er aber dann am nächsten Morgen im Bett nach und Nadine schüttelte zunächst fassungslos den Kopf.

„Was habt ihr euch denn da wieder ausgedacht. Wenn ich Urlaub mache, möchte ich doch ans Meer, das weißt du genau. Und nicht durch einen Dschungel pilgern Auge in Auge mit wilden und giftigen Tieren.“

Sie sah ihren Freund an, der neben ihr lag und sie mit seinen blauen Augen musterte und grinste.

„Und was wäre, wenn wir die Diamanten finden würden, und mit einem Schlag reich wären? So reich, dass wir nie wieder arbeiten müssten?“ Das machte Nadine nachdenklich und so meinte sie:

„Okay, aber ich will das Buch auch mal lesen. Am besten fange ich heute noch an. Du kannst ja in der Küche was zaubern, das machst du doch so gerne, oder?“

Etwa drei Kilometer weiter in Schönau am Königssee war auch Steffen Urban in seiner Wohnsiedlung eingetroffen. Als er in die offenstehende Einfahrt einfuhr, sah er, dass im Haus kein Licht brannte, und auch Carmens BMW X2 war nicht da. Verwundert darüber, dass sie ihn nicht empfing, schloss er die Haustür auf und betrat die Diele. In der Küche auf dem Tisch stand ein Zettel an eine Tasse gelehnt, darauf stand:

„Hallo Steffen! Entschuldige, dass ich nicht da bin, wenn du kommst. Musste überraschend noch schnell ins Krankenhaus und eine erkrankte Kollegin für ein paar Stunden vertreten. Bin gegen 20.00 Uhr zurück. Küsse! Deine Carmen. Ich liebe dich!“ Steffen sah missmutig und etwas enttäuscht auf...

Erscheint lt. Verlag 19.6.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Abenteuerroman • Dschungel von Guayana • Spannung • Überleben • Wildnis
ISBN-10 3-8192-2014-3 / 3819220143
ISBN-13 978-3-8192-2014-2 / 9783819220142
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