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Passion or Penalty (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Aufl. 2025
159 Seiten
Lyx.digital (Verlag)
978-3-7363-2497-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Passion or Penalty - Leah Brunner
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Es scheint ewig her. Doch nichts hat sich geändert ...

Seit sie denken kann, waren West, Melanie und ihr großer Bruder die besten Freunde. Doch das änderte sich schlagartig, nachdem Melanie West ihre Liebe gestand. Denn dieser hatte einen Pakt mit Melanies Bruder geschlossen: niemals die Schwester des anderen zu daten. Und obwohl West schon immer Gefühle für Melanie hatte, kämpft er nicht für ihre Liebe, sondern bricht ihnen beiden das Herz. Seitdem haben die beiden kaum noch Kontakt - bis sie sich schließlich bei einem von Wests Eishockeyspielen treffen. Ein Augenblick reicht, und all die Gefühle von damals sind wieder da, auch wenn Melanie noch immer tief verletzt ist. Kann West ihr Herz und vor allem ihr Vertrauen noch einmal gewinnen?

Für alle, die sich gefragt haben, wie die Geschichte von West und Melanie begann! Die Novella zur D.C. EAGLES-Reihe von Bestseller-Autorin Leah Brunner



<p><strong>Leah Brunner</strong> ist eine Amazon-Bestseller-Autorin, die Liebesromane mit explosiver Chemie und liebenswerten Charakteren schreibt. Wenn sie nicht arbeitet, verwöhnt sie ihre Maine-Coon-Katzen oder schaut mit ihren Kindern <strong>The Office</strong>. Obwohl sie aus dem Mittleren Westen stammt, ist sie mit ihrem Mann, der bei der <strong>Air Force</strong> ist, und ihren drei Kindern durch die ganzen Vereinigten Staaten gezogen.</p>

Prolog


MELANIE

Könnte es einen besseren Moment als den jetzigen geben, um dem besten Freund meines Bruders eine Video-Nachricht zu schicken, in der ich ihm meine unsterbliche Liebe gestehe?

»Natürlich nicht. Tu es«, beantworte ich flüsternd meine eigene Frage.

Ich rede mit mir selbst? Wow, was zum Teufel ist in diesen Schmerzmitteln, die der Arzt mir verabreicht hat? Ich drücke auf die Foto-App meines Handys und dann auf Aufnahme, bevor mich der Mut verlässt.

»Heeeeeey, West«, sage ich zum Display. Ich merke, dass mein normalerweise sorgfältig frisiertes Haar in alle Richtungen absteht, und streiche es mit der Hand glatt.

Für gewöhnlich würde mich zerwühltes Haar in Panik versetzen, aber im Moment fühle ich mich so entspannt wie seit Jahren nicht mehr.

»Danke für die Nachricht zu meinem Geburtstag! Am Geburtstag Blinddarmentzündung zu bekommen, ist echt doof … aber als ich von dir gehört habe, ging es mir gleich besser.« Ein lauter Schluckauf bahnt sich seinen Weg aus meinem Mund, aber ich ignoriere ihn und rede weiter. »Ich vermisse Harrison und dich soooooo sehr.

Sag es Harrison nicht weiter, aber dich vermisse ich noch mehr als ihn. Ich will seine Gefühle nicht verletzen … mein Bruder ist VIEL sensibler, als man meinen sollte«, flüstere ich den letzten Teil des Satzes.

Ich fühle mich gerade außerordentlich mutig, vielleicht weil ich heute achtzehn geworden bin und das bedeutet, dass ich reifer und so bin … vielleicht ist es aber auch nur die Narkose, die nach meiner Notoperation noch nachwirkt.

»Jedenfalls war alles besser, als du nebenan gewohnt hast. Ich hasse es, dass Harry und du jetzt im College seid.« Eine Mischung aus Schluckauf und Lachen endet in einem lauten Quietschen, und wieder fange ich an zu kichern.

»Sag ihm nicht, dass ich ihn Harry genannt habe.« Ich lege die Hand vor den Mund, als stünde jemand neben mir und ich wollte nicht, dass derjenige von meinen Lippen abliest, dabei bin ich ganz allein im Zimmer. Mom glaubt, ich wäre nach der Narkose noch einmal eingeschlafen.

Ich schaue auf das große Korkpinboard an meiner Wand, an dem sauber aufgereiht Konzertkarten-Kontrollabrisse und Fotos hängen. Einige meiner Freunde haben ähnliche Pinnwände, aber bei ihnen sind die Fotos und Zeitungsausschnitte wild und chaotisch durcheinander. Nicht bei mir. Meine Fotos hängen gerade und nach dem Datum der Aufnahme sortiert. Die meisten zeigen Harrison, West und mich. Die drei Musketiere. Ich gähne. Allmählich bin ich so müde, dass ich schon schwanke.

»Ich schicke dir dieses Video, weil …« Schweigend starre ich einen Moment lang in Wests Augen – die Fotoversion an meiner Pinnwand – und tue so, als stünde er direkt vor mir. Ich bin jetzt eine mutige Achtzehnjährige. Ich schaffe das.

»Weil ich dich liebe.« Ich versuche, ihm zuzublinzeln, aber ich fürchte, es sah eher aus, als wäre mir ein Insekt ins Auge geflogen.

»Es fühlt sich an, als würde etwas Besonderes zwischen uns passieren. So etwas, worüber One Direction in jedem ihrer Songs singen.« Ich kneife die Augen zusammen und versuche verzweifelt, mich an einige der Textstellen meines Lieblingssongs von One Direction zu erinnern, »One Thing«. Ich singe dem Foto von West vor, dass er mein Kryptonit ist, und schmettere den Song voller Leidenschaft, zumindest die Zeilen, an die ich mich erinnern kann.

Obwohl ich derart weggetreten bin, klingt meine Stimme erstaunlich makellos.

»Also, zu meinem Geburtstag … wünsche ich mir, nicht mehr die drei Musketiere zu sein. Ich möchte West und Melanie sein.« Ich lächle, dann schnappe ich laut nach Luft, weil mir gerade der beste Ship Name überhaupt eingefallen ist. »WESANIE! Gefällt dir das? Oh, Wahnsinn, das ist doch perfekt, oder?«

Ich lächle den Bildschirm an, dann küsse ich ihn und stelle mir vor, es wäre Wests Mund und nicht das kalte Display meines Handys. Als ich die Lippen vom Telefon löse, ist es voller Sabber, und ich putze ihn mit der Gewichtsdecke auf meinem Bett ab. Mir fällt nichts ein, was ich sonst noch sagen könnte, deshalb beende ich die Aufnahme. Ohne sie noch mal abzuhören, schicke ich sie an Wests Nummer.

Er wird sie lieben. Ich weiß, dass Harrison und er diesen blöden Pakt geschlossen haben, niemals die Schwestern des jeweils anderen zu daten, aber das ist Jahre her! Ich bin jetzt quasi eine Erwachsene. Ich darf wählen, mir ein Tattoo machen lassen und rauchen (nicht dass ich das jemals tun würde). Den besten Freund meines Bruders zu daten, liegt also durchaus im Bereich des Möglichen.

Ich bin erwachsen, und die Welt steht mir offen.

»Melanie? Schätzchen?« Die Stimme meiner Mutter reißt mich aus einem äußerst seltsamen Traum. Sie reibt mir den Rücken und lächelt.

Ich blinzele ein paarmal, weil sie so unscharf ist, dass es aussieht, als stünden da fünf von ihr. Meine Augen scheinen nicht zu funktionieren. Ich kneife sie gegen das helle Licht zusammen, das durch meine Fenster fällt; soweit ich mich erinnere, war es beim letzten Aufwachen noch dunkel draußen.

»Was für ein Tag ist heute?« Meine Stimme ist kaum mehr als ein Krächzen.

Mom lacht leise, und allmählich kann ich ihr schulterlanges Haar und die großen runden Augen besser erkennen. »Du musstest gestern operiert werden, und von der Narkose warst du ziemlich daneben. Aber es war sehr unterhaltsam.«

Ich setze mich im Bett auf, stöhne aber, weil mir der Bauch dermaßen wehtut.

»Du Ärmste, lass mich dir helfen.« Mom fasst behutsam meinen Arm und hilft mir, mich aufzusetzen und an das Kopfteil meines Betts zu lehnen.

Sie dreht sich zur Seite und greift nach ein paar Tabletten und einem Glas mit Wasser, die sie mitgebracht haben muss. »Hier, nimm die. Sie helfen gegen die Schmerzen. Der Arzt sagt, die werden dir noch die ganze Woche erhalten bleiben.«

Ich reibe mir die Schläfen und versuche, mich an die Ereignisse des Vortags zu erinnern. »Es ist echt seltsam. Ich habe tatsächlich geglaubt, ich hätte das Ganze mit der Blinddarmoperation geträumt.« Ich schließe die Augen und rieche den Duft des ätherischen Lavendelöls, das aus meinem Luftverteiler kommt. Vermutlich hat Mom ihn angestellt, während ich geschlafen habe. »Moment mal, die Schmerzen werden die ganze Woche anhalten? Was ist mit Schwimmen?«

Mom seufzt. »Es tut mir wirklich leid, aber der Arzt sagt, du darfst zwei Wochen nicht schwimmen.«

Mir treten Tränen in die Augen. Schwimmen gehört zu den Aktivitäten, die, wie ich herausgefunden habe, am besten gegen meine Panikattacken helfen. Meine Therapeutin hatte mir empfohlen, mich meiner Angst vor Wasser zu stellen und mehrmals die Woche zu schwimmen. »Aber Mom …«, hebe ich an, doch sie unterbricht mich.

»Ich weiß, das ist hart, aber dein Körper muss heilen.« Sie streichelt die Decke an der Stelle, an der sich meine Knie befinden, und sieht mich liebevoll an. Sie versucht mich zu trösten, als wäre ich ein kleines Mädchen.

Ich schlucke die Tränen hinunter und auch den Kloß in meiner Kehle. »Wenn ich doch bloß normal wäre!«

Sanft legt sie die Hand unter mein Kinn und zwingt mich, sie anzuschauen. »Melanie, da ist nichts verkehrt an dir. Du bist perfekt, so wie du bist. Es gibt niemanden auf dieser Welt, der nicht mit irgendwelchen Eigenheiten zu kämpfen hat.«

»Ich bezweifle, dass eine Posttraumatische Belastungsstörung als Eigenart bezeichnet werden kann«, erwidere ich und grinse sie frech an.

Sie zieht die Nase kraus. »Stimmt … aber du könntest stattdessen auch Reizdarmsyndrom haben, wie dein Vater.«

Ich lache, dann schneide ich eine Grimasse. »Bring mich nicht zum Lachen! Und bitte sprich niemals mit mir über Daddys Darm, das ist eklig.«

Sie lacht ebenfalls. »In Ordnung, ich gebe mir Mühe. Soll ich dir Frühstück machen?«

Ich nicke, denn ich merke, dass ich tatsächlich einen Bärenhunger habe.

Sie grinst, und um ihre Augen herum bilden sich leichte Fältchen. Meine Mom hat eine zeitlose Schönheit, die ich immer bewundert habe. Diese Art Schönheit, die auch im Alter bleibt. Mit ihrem glänzenden dunklen Haar und ihren großen blauen Augen erinnert sie mich ein bisschen an Zooey Deschanel. Von meiner Mom habe ich die Augen geerbt, aber ich habe das hellbraune Haar meines Vaters. Wenn ihr mich fragt, ist das so eine mausbraune Farbe. Ich habe mir immer gewünscht, ich hätte, wie Harrison, Moms dunkelbraunes Haar abgekriegt.

»Ich bin gleich mit dem Frühstück wieder da«, sagt sie, steht auf und verlässt das Zimmer in Richtung Küche.

Mir tut der Kopf ganz schön weh. Wieder reibe ich mir die Schläfen, dann greife ich nach meinem Handy. Ich schaue nach, ob ich E-Mails habe, und gehe auf Facebook, und erst da wird mir richtig bewusst, dass die Blinddarmoperation kein Traum, sondern Realität war – und wenn der Rest des Traums nun auch Realität war?

»Himmel, bloß nicht!« Ich rufe meine Nachrichten auf und klicke die an West an.

»NEIN. Nein, nein, nein!« Ich lasse das Video laufen, das ich ihm gestern spätabends geschickt habe, und sehe es mir an. Vor Scham wird mein Gesicht ganz heiß. Rasch schaue ich nach, ob er es bereits gesehen hat; vielleicht schläft er ja noch. Ich richte den Blick auf die obere Ecke meines Handys, wo die Zeit steht: 8.30 Uhr. Mist, Harrison und er dürften bereits aufgestanden sein.

Und tatsächlich: gesehen um 6.45 Uhr.

WEST

»Alles okay, West? Du verhältst dich seltsam.«

Ich...

Erscheint lt. Verlag 1.8.2025
Reihe/Serie D.C. Eagles
Übersetzer Katrin Mrugalla
Sprache deutsch
Original-Titel Passion or Penalty (DC Eagles 0,5)
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Bestseller • Bookstagram • Booktok • BookTok Community • BookTok Germany • brother's best friend • brothers best friend • Childhood Bestfriend • dramatisch • Eishockey • Emotional • Große Gefühle • Hannah Grace • hockey romance • Hype • Icebreaker • Instagram • Leidenschaft • Liebe • Liebesgeschichte • Liebesroman • Nähe • NHL • Romance • Romantik • romantisch • Second Chance • Sports Romance • sweet: • TikTok • TikTok books • TikTok Germany • tiktok made me buy it
ISBN-10 3-7363-2497-9 / 3736324979
ISBN-13 978-3-7363-2497-8 / 9783736324978
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