G. F. Unger Western-Bestseller Sammelband 82 (eBook)
192 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-7517-8181-7 (ISBN)
3 spannende Westernromane lesen und sparen!
G.F. Unger ist der erfolgreichste deutschsprachige Western-Autor. Mit einer Rekordauflage von über 250 Millionen Exemplaren gehört er zur internationalen Spitzenklasse der Spannungsliteratur. Und das zu Recht!
Niemand vermag es wie er, die unermesslichen Weiten des amerikanischen Westens und die Stärke der unerschrockenen Männer, die sie erschlossen, zu beschreiben. Erleben Sie den amerikanischen 'Wilden Westen', wie nur G.F. Unger ihn schildern kann: hart, authentisch, leidenschaftlich.
Dieser Sammelband enthält die Folgen 2593 bis 2595:
2593: Gunfighter Story
2594: Die böse Horde
2595: Gold-Lady
Der Inhalt dieses Sammelbands entspricht ca. 192 Taschenbuchseiten.
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Wir hatten nun den nördlichen Randbezirk der Stadt erreicht.
Der kleine Mann neben mir deutete auf ein Licht in der Nacht.
»Dieses Haus dort«, sagte er. »Ja, das kleine rötliche Licht. Da wohnt die schöne Eleonora. Bei ihr bekommt jeder, der genug Geld mitbringt, das Paradies. Mit Bat Cannon gibt sie sich besondere Mühe. Entweder hat er genug Geld – oder er gefällt ihr so sehr, dass er bei ihr ohne Geld alles bekommt, was sich ein Mann von solch einer Katze wünscht. Das wär's also, Mister Kane. Damit hätte ich meinen Auftrag erledigt, ja? Bat Cannons Pferd steht hinter Eleonora Hopkins' Schuppen. Sie ist je zur Hälfte Mexikanerin und Irin. Ein tolles Weib, sag ich Ihnen, Kane. Sie lässt sich auch nicht mit jedem ein. Das ist ein Flittchen für Burschen mit dicken Brieftaschen.«
Ich nickte und gab dem Mann den Rest der versprochenen Prämie.
Er zählte nicht nach, denn er kannte mich gut genug. Er dankte und ging. Was jetzt noch zu tun war würde ich selbst erledigen.
Ich setzte mich in Bewegung.
Denn ich wollte mir Bat Cannon holen, der dort im Haus mit einer schönen Frau im Bett lag.
Zuerst ging ich in den Stall, in dem sich auch der zweirädrige Wagen der Frau befand.
Ich sattelte Bat Cannons Pferd. Es war leicht von dem kleineren Tier zu unterscheiden, welches gewiss der Frau gehörte.
Als ich fertig war, ging ich hinüber.
Die Tür von der Veranda ins Haus war offen. Mondlicht fiel ins Wohnzimmer. Oben im ersten Stock brannte das Licht.
Die Treppe führte vom Wohnzimmer direkt nach oben.
Ich war bei aller Hagerkeit ein schwergewichtiger Bursche. Das lag an meinen starken Knochen und an meiner Körpergröße. Dennoch konnte ich mich so geschmeidig bewegen wie ein Wolf. Deshalb knarrte auch die Treppe nicht unter meinem Gewicht.
Als ich oben war, sah ich Licht durch die Ritzen einer Tür schimmern.
Ich trat näher und hörte eine Frauenstimme sagen:
»Hätte ich mich nur nicht mit dir eingelassen, du Hurensohn. Du bist doch der allerletzte Dreck, mit dem ich es jemals zu tun bekam. Hau endlich ab, du Frauenschläger!«
Sie war gewiss keine Lady, diese Eleonora Hopkins.
Und dennoch übertrieb sie nicht. Dieser Bursche bei ihr im Zimmer war der allerletzte Dreck.
Ich hörte ihn lachen.
»Du musst mich doch die ganze Zeit für blöd gehalten haben. Ich hab noch nie einem Honey Geld bezahlt – noch nie. Denn der Spaß ist doch immer gegenseitig – oder? Dass du meinen Geldgürtel erleichtern wolltest, war dumm von dir. Vielleicht hätte ich dir zum Abschied ein kleines Geschenk gemacht, zur Erinnerung. Aber ausplündern lass ich mich nicht. Eh, ich hielt dich bis jetzt nicht für eine Puta. Doch du bist eine. He, ich hätte dir vielleicht die Kette gelassen. Vielleicht! Na, ich gehe jetzt. Du wirst schon wieder einen Dummkopf finden, dem du die Taschen leeren kannst. Nur bei mir bist du an den falschen Mann geraten. Leg dir ein rohes Steak aufs Auge.«
Ich hörte ihn zur Tür kommen.
Als er sie öffnete, war ich sehr im Vorteil.
Denn ich stand im Dunkeln. Seine Augen waren nicht an die Lichtverhältnisse hier draußen auf dem kleinen Gang gewöhnt. Drinnen im Zimmer brannte eine Lampe.
Überdies trug er Gepäck, seine Sattelrolle, die Satteltaschen und das Gewehr.
Als er mich sah, war es für ihn schon zu spät.
Ich traf seinen Gurgelknoten, dann seinen Magen – und endlich mit einem Aufwärtshaken das Kinn.
Er ließ alles fallen, marschierte drei Schritte rückwärts und krachte dann rücklings auf den Teppich. Dort streckte er Arme und Beine von sich und rührte sich nicht mehr.
Ich holte mir erst seinen Colt.
Aber dabei beobachtete ich die Frau im Bett.
Sie war nackt, hatte aber die Decke bis über die Brüste hochgezogen. Rotes Haar fiel über die nackten Schultern.
Ja, sie war rassig. Sie hatte schwarze Augen, die etwas schräg gestellt waren.
Nur eines störte.
Das rechte Auge. Es hatte schon eine tiefrote Farbe, schwoll immer noch an und würde morgen dunkelblau sein. Ja, so sah ein Auge aus, das von einer harten Faust getroffen wurde.
Sie nickte mir zu.
»Gut gemacht, Großer«, sagte sie kehlig. »Das ist ein schöner Moment für mich. So etwas habe ich mir in den letzten zehn Minuten von ganzem Herzen gewünscht.«
Sie sprach es zuletzt richtig feierlich.
»Wenn du ihn noch ein wenig kleiner machst, werde ich sehr lieb zu dir sein.«
Sie erhob sich aus dem Bett, stand einen Moment nackt vor mir. Ja, ihr Körper war makellos. Dann warf sie sich einen Morgenmantel um. Das sich verfärbende Auge bildete einen unglücklichen Kontrast zu ihrer Schönheit.
Sie sagte hart: »Gib es ihm noch ein wenig. Mach ihn noch kleiner, diesen Hundesohn. Denn er ist ein Revolvermann. Wenn du ihn nicht richtig klein machen solltest, wird er erst wieder Ruhe finden, wenn er dich getötet hat. Du musst ihn richtig erledigen!«
Nach diesen Worten griff sie zum Handspiegel, der neben dem Bett auf dem Frisiertisch lag. Sie betrachtete sich im Lampenschein und fauchte wie eine Wildkatze.
»Was war da mit der Kette?«
Sie starrte mich seltsam an, so als wunderte sie sich, dass ich gar nicht auf ihr Angebot reagierte. Dann aber sagte sie: »In der rechten Tasche seiner Lederweste ist die Kette. Sie ist aus Türkissteinen.«
Ich holte die Kette aus der Westentasche des bewusstlosen Mannes.
Diese Steine kannte ich. Sie waren kunstvoll gefasst von einem erstklassigen Silberschmied drüben in Mexiko.
Diese Kette hatte ich meiner Peggy geschenkt – und nicht nur die Kette. Dazu gab es auch noch Ringe, Armbänder, Ohrringe. Alles passte zusammen. Und überall war der Name »Peggy« eingraviert.
Das war mein Hochzeitsgeschenk gewesen.
Nun also hielt ich die Kette in meinen Händen. Auf der Rückseite des Verschlusses las ich das Wort »Peggy«.
Ich hatte den ersten ihrer Mörder gefunden.
Eleonora fragte merkwürdig sanft: »Mister, was ist mit der Kette?«
Ich sah zu ihr hin. Und nun wirkte sie anders, nicht mehr aufreizend, nein, jetzt strömte sie etwas anderes aus – Teilnahme.
Sie musste mir alles, was ich tief in meinem Kern fühlte, angesehen haben. Für ein oder zwei Sekunden hatte ich es beim Anblick der Kette nicht verbergen können.
Ich stieß den Burschen mit der Stiefelspitze an. Doch er rührte sich nicht. Er hatte ein hochrotes Gesicht. Wahrscheinlich war er fast erstickt an meinem ersten Schlag.
Ich sah zu Eleonora Hopkins hinüber.
»Die Kette gehörte meiner Frau. Sie wurde von Banditen ermordet, als sie allein auf unserer Ranch war. Die Banditen brauchten frische Pferde. Peggy wollte die Tiere nicht hergeben. Verstehst du, Eleonora?«
Sie nickte heftig.
»Dann gib es ihm doch, dem Hundesohn«, sagte sie.
Ich nickte. »Darauf kannst du dich verlassen. Aber erst muss er mir noch verraten, wo ich seine Kumpane finde. Denn nur er wurde erkannt. Ich aber will auch die anderen. Verstehst du, Honey?«
O ja, das verstand sie.
»Ich habe sein Pferd schon gesattelt«, sagte ich. »Wenn ich ihn hinaustrage, willst du mir dann sein Gewehr und auch sein Gepäck in den Schuppen bringen?«
»Sicher«, sagte sie, »das tue ich gern. Was ist mit dem Geld in seinem Gürtel?«
»Es gehört zu der Beute, die sie machten, als sie in unserer Stadt die Bank ausraubten«, sagte ich. »Wenn die Bank das Geld nicht zurückbekommt, wird sie ihre Zahlungen einstellen müssen. Dann geht nicht nur die Bank Pleite, sondern werden noch einige andere Geschäftsleute, Rancher und Siedler aufgeben müssen. Ich muss das Geld zurückschicken. Sie warten in Mesa City darauf.«
✰✰✰
Als die Sonne aufging, hatte ich einen guten Platz gefunden, an dem wir sicherlich nicht gestört wurden.
Es gab hier zwischen Felsen und grünen Büschen auch eine Quelle.
Ich ließ dem Kerl Zeit. Dieser Bat Cannon wurde im ganzen Südwesten gesucht.
Als er wieder einigermaßen beieinander war, setzte er sich auf. Denn ich hatte ihn einfach vom Pferd gestoßen, nachdem wir im Morgengrauen hier ankamen. Er starrte mich an.
»Wer bist du eigentlich?«, fragte er merkwürdig sanft, ja fast unterwürfig.
»Du hast verdammt schlechte Karten«, sagte ich. »Nur wenn du klug bist, kannst du vielleicht damit heil aus diesem Spiel kommen.«
In seinen schrägen Wolfsaugen glitzerte es. Der sanfte Tonfall seiner Stimme war gewiss nur ein Bluff. Dieser Bursche war noch nicht klein gemacht. Der gab noch nicht auf. Nachdem er seine anfängliche Not überwunden hatte, erholte er sich jetzt schnell. Er war hart und zäh. Ich hatte ihm ja auch reichlich Zeit gelassen.
»Erklär mir alles«, murmelte er. »Ich bin nicht gerade dumm. Also werde ich es schließlich begreifen.«
Nun wurde er also schon dreist.
»Die Kette in deiner Westentasche – sie gehörte meiner Frau. Und überdies bist du beim Überfall auf die Bank in Mesa erkannt worden.«
Nun wusste er Bescheid.
»Oh«, sagte er, »dann hab...
| Erscheint lt. Verlag | 5.7.2025 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Krimi / Thriller / Horror |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | 2017 • 2018 • Abenteuer-Roman • alfred-bekker • Anthologie • Bestseller • Box • bud-spencer • buffalo-bill • Bundle • Cassidy • Chaco • clint-eastwood • Collection • Country • Cowboy • Deutsch • eBook • E-Book • eBooks • e-bundle • eBundle • Erwachsene • Exklusiv • für • GF • g f barner • Großband • Indianer • jack-slade • Jugend • Karl May • kelter-verlag • Kindle • Klassiker • Krimi • Laredo • larry-lash • Lassiter • lucky-luke • Männer • martin-wachter • Paket • pete-hackett • peter-dubina • Reihe • Ringo • Roman-Heft • Sammelband • Sammlung • Serie • sonder-edition • Staffel • Western-roman • Wilder Westen • Wilder-Westen • Winnetou • Wyatt Earp • Wyatt-Earp |
| ISBN-10 | 3-7517-8181-1 / 3751781811 |
| ISBN-13 | 978-3-7517-8181-7 / 9783751781817 |
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