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Die Schatten von Lindenhall (eBook)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
150 Seiten
epubli (Verlag)
978-3-8197-3152-5 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Die Schatten von Lindenhall -  Fiona Cianaigh
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Als Clara das verfallene Herrenhaus Lindenhall erbt, ahnt sie nicht, dass sie damit ein düsteres Vermächtnis antritt. Die alten Mauern verbergen längst vergessene Geheimnisse und dunkle Kräfte, die seit Jahrhunderten auf ihre Freilassung warten. Während unheimliche Vorfälle Clara immer tiefer in die Vergangenheit ihrer Familie ziehen, entdeckt sie ein Tagebuch, das von einer tragischen Liebe im 19. Jahrhundert erzählt. Elias von Linden, einstiger Herr des Anwesens, und seine Geliebte standen vor einem schicksalhaften Ritual, das alles veränderte. Die Vergangenheit scheint sich zu wiederholen, als Clara und der geheimnisvolle Alexander dem Fluch auf den Grund gehen, der Lindenhall seit Jahrhunderten in Dunkelheit hüllt. Doch je tiefer sie graben, desto gefährlicher wird es - nicht nur für ihre Leben, sondern auch für ihre Herzen. In zwei Zeitebenen entfaltet sich eine Geschichte von Liebe, Verrat und der tödlichen Macht des Hauses. Werden Clara und Alexander den uralten Fluch brechen, oder werden sie wie Elias und seine Geliebte von den Schatten von Lindenhall verschlungen?

Fiona Cianaigh ist eine leidenschaftliche Geschichtenerzählerin mit irischen Wurzeln und einem besonderen Gespür für Magie, Natur und tiefe Emotionen. Aufgewachsen an der rauen Westküste Irlands, fließen keltische Mythen, das Meer und starke Frauenfiguren in ihre Werke ein. Ihre Romane sind eine Hommage an die leise Kraft der Intuition und die wilde Schönheit des Lebens. Wenn sie nicht schreibt, streift Fiona barfuß durch Wälder, sammelt Kräuter oder lauscht dem Wind. Mit ihren Geschichten möchte sie Leserinnen daran erinnern, dass sie ihre eigene Wahrheit leben dürfen - voller Mut, Gefühl und Magie.

Fiona Cianaigh ist eine leidenschaftliche Geschichtenerzählerin mit irischen Wurzeln und einem besonderen Gespür für Magie, Natur und tiefe Emotionen. Aufgewachsen an der rauen Westküste Irlands, fließen keltische Mythen, das Meer und starke Frauenfiguren in ihre Werke ein. Ihre Romane sind eine Hommage an die leise Kraft der Intuition und die wilde Schönheit des Lebens. Wenn sie nicht schreibt, streift Fiona barfuß durch Wälder, sammelt Kräuter oder lauscht dem Wind. Mit ihren Geschichten möchte sie Leserinnen daran erinnern, dass sie ihre eigene Wahrheit leben dürfen – voller Mut, Gefühl und Magie.

Die Begegnung mit Alexander


Clara saß am alten, hölzernen Küchentisch und starrte auf die Teetasse in ihren Händen. Der warme Dampf kräuselte sich in der kühlen Morgenluft, doch sie konnte sich nicht auf den sanften Geruch des Tees konzentrieren. Ihre Gedanken kreisten unaufhörlich um die Ereignisse des Vortages – die merkwürdigen Briefe, das seltsame Poltern aus dem Obergeschoss und der zerbrochene Spiegel. Irgendetwas stimmte nicht mit Lindenhall, und das nagende Gefühl in ihrem Bauch wurde mit jeder Stunde stärker.

Die Stille des Hauses um sie herum war beinahe ohrenbetäubend, und Clara fühlte sich, als würde sie langsam erdrückt. Sie hatte das Gefühl, beobachtet zu werden, als würde das alte Gemäuer seine Augen auf sie richten, neugierig, was sie als Nächstes tun würde. Sie schüttelte den Gedanken ab. Das war doch verrückt. Es war nur ein Haus. Ein altes, verlassenes Haus, das schon lange keine Menschen mehr beherbergt hatte. Aber trotzdem – diese unterschwellige Präsenz, die sie nicht abschütteln konnte, verunsicherte sie.

Plötzlich klopfte es an der Tür. Clara fuhr zusammen und starrte auf die schwere Holztür, als hätte sie einen Geist gesehen. Sie hatte keine Besuche erwartet, und wer würde schon zu einem so abgelegenen Anwesen kommen? Das Dorf war einige Kilometer entfernt, und es hatte in den letzten Tagen keine Anzeichen gegeben, dass sich jemand in der Nähe von Lindenhall aufgehalten hatte.

Das Klopfen wiederholte sich, diesmal etwas lauter, aber immer noch gemessen und ruhig. Clara stand zögernd auf, ihr Herzschlag beschleunigte sich. Sie ging zur Tür, während sie versuchte, ihre Nervosität zu verbergen. Mit einem letzten Atemzug öffnete sie langsam die Tür und spähte vorsichtig hinaus.

Vor ihr stand ein Mann, vielleicht Mitte dreißig, mit scharf geschnittenen Gesichtszügen und dunklen, geheimnisvollen Augen. Sein Haar war dicht und ein wenig zerzaust, als hätte der Wind es durchwühlt. Er trug einen dunklen Mantel, der ihm bis zu den Knien reichte, und darunter einen groben Pullover, der darauf hindeutete, dass er oft draußen unterwegs war. Er hatte etwas Unnahbares an sich, etwas, das sie sofort spüren ließ, dass er nicht hierher gehörte – oder vielleicht gehörte er genau hierher, mehr als sie es jemals könnte.

„Guten Morgen“, sagte er in einer tiefen, ruhigen Stimme und lächelte leicht, aber das Lächeln erreichte seine Augen nicht. „Entschuldigen Sie, wenn ich störe, aber ich bin in der Gegend unterwegs und wollte mich vorstellen.“

Clara runzelte die Stirn. „Vorstellen?“ fragte sie, ihre Stimme vorsichtig. „Ich wusste nicht, dass hier jemand lebt.“

„Oh, ich lebe nicht hier. Nicht mehr jedenfalls“, sagte er und fügte nach einer Pause hinzu, „Ich bin Alexander. Und Sie müssen Clara sein.“

Sie erstarrte. Wie konnte er ihren Namen kennen? Sie hatte niemandem erzählt, dass sie nach Lindenhall gekommen war. Die Anwältin, die sich um das Erbe gekümmert hatte, war die Einzige, die wusste, dass sie hier war, und selbst sie hatte keinen Grund, es weiterzugeben.

„Woher wissen Sie, wer ich bin?“ fragte Clara, während sie einen Schritt zurück trat. Ihre Finger umklammerten die Türklinke, bereit, die Tür zu schließen, falls sie sich bedroht fühlen sollte.

„Das Dorf ist klein. Neuigkeiten verbreiten sich schnell“, sagte Alexander, als wäre es die selbstverständlichste Sache der Welt. „Und Lindenhall – es hat immer Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Die Leute reden, wenn jemand hierherzieht.“

„Ich war noch nicht im Dorf“, entgegnete Clara. „Ich habe mit niemandem gesprochen.“

Er zuckte mit den Schultern. „Vielleicht haben Sie es noch nicht bemerkt, aber in diesen Teilen gibt es wenige Geheimnisse. Zumindest nicht die, die verborgen bleiben.“ Ein seltsamer Ausdruck huschte über sein Gesicht, aber bevor Clara ihn deuten konnte, war er verschwunden. Stattdessen neigte er leicht den Kopf und sah sie aufmerksam an. „Darf ich hereinkommen? Ich kann Ihnen ein wenig über die Gegend erzählen, wenn Sie möchten. Vielleicht helfen Ihnen ein paar Informationen über Lindenhall.“

Claras Instinkte schrien ihr zu, vorsichtig zu sein, aber gleichzeitig verspürte sie den Drang, mehr über Alexander zu erfahren. Irgendetwas an ihm zog sie an, obwohl sie sich nicht sicher war, ob es klug war, ihn in das Haus zu lassen. Doch vielleicht wusste er etwas, das sie nicht wusste – etwas, das ihr helfen konnte, die merkwürdigen Ereignisse und die unheimliche Stimmung in Lindenhall zu verstehen.

„In Ordnung“, sagte sie schließlich und öffnete die Tür ein Stück weiter. „Kommen Sie rein.“

Alexander trat ein, und die kühle Luft, die er mitbrachte, schien den Raum noch düsterer zu machen. Er sah sich kurz um, während Clara die Tür hinter ihm schloss. „Es hat sich nicht viel verändert, seit ich das letzte Mal hier war“, murmelte er, fast mehr zu sich selbst als zu ihr.

Clara stutzte. „Sie waren schon einmal hier?“

„Vor langer Zeit“, antwortete Alexander. „Lindenhall ist... sagen wir, es hat eine Art Magnetwirkung auf Menschen, die mit seiner Geschichte verbunden sind. Es ist schwer, diesem Ort zu entkommen, wenn man erst einmal hier gewesen ist.“

Seine Worte trafen einen Nerv bei Clara. „Was wissen Sie über das Haus?“, fragte sie und setzte sich wieder an den Küchentisch, wobei sie ihn beobachtete, wie er sich in der Küche umsah, als wäre er auf vertrautem Terrain.

„Lindenhall hat eine lange, komplizierte Geschichte“, begann Alexander, während er sich ihr gegenüber an den Tisch setzte. „Es wurde im 18. Jahrhundert erbaut und war im Besitz vieler Familien. Die meisten von ihnen sind längst vergessen, aber einige Namen sind geblieben – Namen wie Elias und Ihre Familie.“

Clara spürte, wie ihr Herz schneller schlug. „Elias? Sie meinen den Mann, von dem die Briefe handeln?“

Alexander hob eine Augenbraue. „Sie haben die Briefe gefunden?“

„Ja“, antwortete sie vorsichtig. „Sie deuten darauf hin, dass irgendetwas Unheimliches hier vor sich ging. Ein Fluch oder etwas in der Art. Und Elias scheint eine Schlüsselrolle zu spielen.“

Alexander lehnte sich zurück und verschränkte die Arme vor der Brust. „Das ist eine gute Zusammenfassung“, sagte er, aber in seiner Stimme lag ein Hauch von Bitterkeit. „Elias war mehr als nur ein gewöhnlicher Mann. Er war besessen von dem Haus, von dem Land und – so heißt es – von dunkleren Kräften, die hier lebten. Einige sagen, dass er einen Pakt geschlossen hat, um Macht zu erlangen. Andere glauben, dass er einfach wahnsinnig wurde.“

Clara schaute ihn lange an, während sie seine Worte verarbeitete. „Und was glauben Sie?“, fragte sie schließlich.

Er hielt ihrem Blick stand. „Ich glaube, dass hier mehr vor sich geht, als man auf den ersten Blick sieht. Dass das Haus, das Land, die Geschichte – all das – miteinander verwoben ist. Und dass niemand, der hierherkommt, ungeschoren davonkommt.“

„Das klingt, als hätten Sie Erfahrung damit“, bemerkte Clara, ihre Stimme ein wenig schärfer, als sie beabsichtigt hatte. Sie spürte, dass Alexander ihr nicht alles sagte. Da war mehr, viel mehr, was er über Lindenhall wusste, aber er hielt es zurück.

„Ich habe meine eigene Geschichte mit diesem Ort“, gab er zu, seine Augen wurden dunkel. „Aber das ist eine Geschichte für einen anderen Tag.“

Clara wollte mehr wissen, sie wollte ihn drängen, aber bevor sie die Gelegenheit dazu hatte, veränderte sich die Atmosphäre im Raum. Es war, als hätte die Temperatur plötzlich einen weiteren Sprung nach unten gemacht, und sie spürte eine seltsame Energie, die durch die Wände des Hauses kroch.

„Fühlen Sie das?“ flüsterte sie, während sie unwillkürlich den Kopf wandte, als würde sie jemanden erwarten, der im Raum auftauchte.

Alexander nickte langsam. „Ja. Die Schatten regen sich. Es beginnt.“

„Was beginnt?“ Clara fühlte sich zunehmend unwohl, als der Druck in der Luft immer greifbarer wurde.

„Das, wovor Sie geflohen sind. Und das, was Sie unbewusst gesucht haben.“ Seine Worte ließen ihre Nackenhaare aufstellen.

„Ich bin nicht hier, um irgendetwas zu suchen“, widersprach sie. „Ich wollte nur das Haus erben und verstehen, was es damit auf sich hat.“

„Es ist nicht nur das Haus“, entgegnete Alexander ruhig. „Es ist die Geschichte, die mit Ihrer Familie verbunden ist. Und jetzt, wo Sie hier sind, können Sie nicht einfach umkehren. Sie sind ein Teil davon geworden.“

Clara spürte, wie ihr Magen sich verkrampfte. „Ein Teil...

Erscheint lt. Verlag 11.6.2025
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Herrenhaus • Horror • Krimi • Mystic • Thriller
ISBN-10 3-8197-3152-0 / 3819731520
ISBN-13 978-3-8197-3152-5 / 9783819731525
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