In den Armen des Kronprinzen (eBook)
144 Seiten
CORA Verlag
978-3-7515-3496-3 (ISBN)
'Ich will den Playboy-Prinzen nicht heiraten!' Doch Jemima weiß, dass ihr Schicksal längst entschieden ist. Fünf Jahre lang wurde sie am Hof darauf vorbereitet, den Thronfolger von Thalassos zu ehelichen. Nun ist er verunglückt, und sein Bruder, der rebellische Prinz Adonis, muss seinen Platz einnehmen. Als Thronerbe und als Jemimas Verlobter! Der Mann, der ihr einst das Herz brach, der Mann, dessen Nähe sie noch stets erregt! Aber kann sie für ihn jemals mehr als Pflicht bedeuten? Oder wird sie für immer seine ungeliebte Königin sein?
<p>Tara schreibt sexy Romanzen mit anbetungswürdigen Helden und sexy Heldinnen. Ihre Heldinnen sind manchmal laut und rebellisch und manchmal schüchtern und nerdig, aber jede von ihnen findet ihren perfekten Helden. Denn jede Frau verdient eine Liebesgeschichte! Tara lebt in Texas mit ihrem ganz persönlichen Helden und zwei Heldinnen in der Ausbildung. Wenn sie nicht gerade schreibt oder liest, kann man sie beim Versagen in der Küche oder beim Netflix-Serienmarathon antreffen.</p>
1. KAPITEL
„Du sollst dich doch nicht hier oben verstecken!“, erklang die erzürnte Stimme ihres Vaters.
Jemima Nasar schoss aus ihrer Nische auf dem Palastbalkon hervor und gab dem Kindermädchen schnell ein Zeichen. Das Kindermädchen, das die Vorliebe von Jemimas Vater für scharfe Worte schon mehrfach miterlebt hatte, eilte mit ihrem Schützling davon.
Jemima, die sich ohne ihren kleinen Bruder in ihren Armen plötzlich verlassen fühlte, atmete tief ein. Zwar war ihr Vater Aziz Nasar, der mächtige Leiter des Kronrats, nie besonders liebevoll gewesen, aber der Anblick von Zayn – das Kind aus der Affäre ihrer Mutter, die jedoch bei der Geburt gestorben war – machte ihn immer furchtbar wütend. Kaum ertrug Aziz Nasar den kleinen Jungen, dem er seinen Namen gegeben hatte. Als ein meisterhafter Stratege hatte er jedoch schnell herausgefunden, dass der kleine Zayn ein wirkungsvolles Werkzeug war, um Jemima zu kontrollieren.
„Ich verstecke mich nicht, Papa. Ich trauere“, erwiderte sie.
Unter ihnen lag der Schlosshof. Ein Meer aus schwarzgekleideten Trauernden hatte sich versammelt, um dem verstorbenen Kronprinzen Adamos Vasilikos – Jemimas Verlobten – die letzte Ehre zu erweisen. Von ihrem Aussichtspunkt konnte Jemima die Reihen staatlicher Würdenträger sehen und den mit Kerzen und Blumen geschmückten Traueraltar. Vor dem Palasttor standen Hunderte von Menschen, die aus allen Gegenden des Königreichs gekommen waren, um ihrem Kronprinzen die letzte Ehre zu erweisen.
Die Spätnachmittagssonne sandte goldenes Licht aus, das von Adamos’ glänzendem Mahagonisarg reflektiert wurde. Nach fünf Jahren anstrengender Ausbildung war Jemima an einem einzigen Abend von einer künftigen Königin einfach zu … nichts geworden.
„Die Öffentlichkeit sollte dich neben Königin Isadora stehen sehen“, sagte ihr Vater neben ihr. „Die Leute müssen sich daran erinnern, dass deine Verbindung mit der königlichen Familie nicht mit dem Kronprinzen endet.“
Jemima biss sich auf die Lippen, um eine scharfe Erwiderung zurückzuhalten. Aber ihren Vater zu reizen, würde nur dazu führen, dass das Leben für sie schwierig wurde.
Nicht, dass er in diesem Fall recht hatte. Zwischen der Königin und ihr hatte sich eine gegenseitige Zuneigung und, wie sie hoffte, Respekt füreinander entwickelt. Königin Isadoras Trauer war in diesem Moment jedoch zu heftig, und sie war real. Jemima wollte sie nicht herabwürdigen, indem sie vortäuschte, ebenso zu empfinden.
„Du hast recht, Papa“, sagte sie ruhig. „Aber ich möchte unsere Familie nicht in Verlegenheit bringen, indem ich in der Öffentlichkeit die Fassung verliere. Ich fühle mich zu … verletzlich.“
Na bitte, Schwäche geltend zu machen, sollte ihn besänftigen.
In der Ferne erstreckten sich die glitzernden Gewässer der Ägäis bis zum Horizont, ihre azurblauen Tiefen schimmerten unter der Maisonne. Möwen kreisten und schrien in der Luft. Ihre klagenden Rufe trugen zur Feierlichkeit des Anlasses bei.
Jenseits der Palastmauern lagen die Straßen von Thalassos still da. Die Hauptstadt hielt in Trauer den Atem an. Jemima war durch Adamos’ plötzlichen Tod bei einem Flugzeugunglück ebenso am Boden zerstört wie ganz Thalassos, denn er hätte wirklich einen guten König abgegeben. Aber ihre Trauer und ihr Verlustgefühl waren nicht halb so persönlich, wie die Welt annahm.
Wenn überhaupt, wurde ihre Trauer durch eine sehr reale selbstsüchtige Angst hinsichtlich ihrer eigenen Zukunft angeheizt. Denn Adamos hatte nicht mehr Interesse an ihr gehabt als an einem Sessel. Aber distanzierte Höflichkeit und Komfort in ihrer bevorstehenden Ehe waren ihr zugesichert worden. Jetzt musste Jemima wieder einmal der Tatsache ins Auge sehen, dass ihr Nutzen für ihren Vater nur in den Verbindungen lag, die sie ihm durch Heirat einbrachte.
Wenn sie nicht herausfand, wie sie für ihn wichtig bleiben konnte, würde er Zayn in einen gottverlassenen Winkel des Landes verbannen und sie zwingen, irgendeinen alten Freund von ihm zu heiraten. Ihr schauderte bei dem Gedanken.
„Du kannst mich nicht für dumm verkaufen, Jemima. Ich weiß, dass Adamos im letzten Jahr immer unruhiger geworden ist. Wenn du deine Pflicht getan und ihn mit deiner Gesellschaft bei Laune gehalten hättest, hätte er nicht woanders nach Unterhaltung gesucht.“
Auch wenn sich Jemima für dieses Gespräch gewappnet hatte, traf die Kritik sie schwer. Umso mehr, weil etwas Wahres dran war. Obwohl sie ihr Schicksal kannte, seit sie zwanzig geworden war, hatte sich Jemima nicht besonders zu Adamos hingezogen gefühlt.
Sie hatten sich verlobt, als sie einundzwanzig geworden war. In den fünf Jahren ihrer Verlobung war Adamos reserviert gewesen, pflichtbewusst und unerschütterlich höflich. Er hatte sie noch nicht einmal geküsst.
Das höfliche, keusche Arrangement war ihr sehr recht gewesen. Aber jetzt war der Zweifel gesät. Hatte ihr Vater recht? Wäre Adamos weniger … unruhig gewesen, wenn sie ihn näher an sich herangelassen hätte? Wenn sie geflirtet, romantische Spiele gespielt und ihn verführt hätte? War sie zu lesewütig und streng gewesen, fehlte ihr jede Wärme, wie gelegentlich im Palast gemunkelt wurde?
Wie immer, wenn sie in die Enge getrieben wurde, kam ihr die Logik zu Hilfe.
„Du hast mir doch eingebläut, um Königin zu werden, müsse ich meine Impulsivität zügeln und mich tadellos benehmen. Ich konnte Adamos wohl kaum durch die Palastflure verfolgen und ihn verführen, wenn er doch so gut wie nie Blickkontakt mit mir aufgenommen hat.“
Die dreisten Worte hallten auf dem Balkon nach. Ihre Kühnheit erfüllte Jemima mit Angst. „Es tut mir leid, Papa“, sagte sie schnell. „Ich bin traurig, dass ich Adamos verloren habe, und meine Selbstbeherrschung reicht nicht für die Menschenmenge und die Kameras. Der eine öffentliche Auftritt heute Morgen war schon zu viel.“
Jemima fand nie heraus, ob ihr Vater ihre Entschuldigung glaubte oder nicht, denn ein Raunen ging plötzlich durch den Schlosshof, und sie blickten beide nach unten. Vor dem Palasttor geriet das Meer schwarz gekleideter Leute in Bewegung. Die Menge teilte sich, und ein großes schwarzes Motorrad war zu sehen. Auf der Maschine saß, in schwarzer Ledermontur, der Playboy-Prinz von Thalassos.
Ein wohliger Schauer lief Jemima über den Rücken, als sie von Erinnerungen gepackt wurde. Erinnerungen an den einen Abend in ihrem Leben, als sie eine noch nie dagewesene Freiheit gekostet und ihre Weiblichkeit genossen hatte.
Ein verbotener Abend auf einem Maskenball.
Als Mutprobe hatte Jemima dem Playboy-Prinzen unter einem sternenübersäten Himmel einen Kuss geraubt. Ihr erster Kuss, voller glühender Leidenschaft, die sich Jemima nicht einmal erträumen konnte. Es war der schönste Abend ihres Lebens gewesen.
Und jetzt war er hier, eine überlebensgroße Persönlichkeit, verstieß mit seiner respektlosen Ankunft gegen jedes Hofprotokoll und nahm keinerlei Rücksicht auf die Sicherheitsvorkehrungen. Auch trug er nicht die dunkelblaue Uniform, wie es sich bei diesem Anlass für seinen Rang als Luftwaffenkommandant gehörte, sondern eine schwarze Lederjacke, ein weißes Hemd und eine schwarze Lederhose, die sich an seine langen Beine schmiegte.
Sein zerzaustes dunkelblondes Haar umrahmte ein atemberaubend schönes Gesicht. Selbst aus einiger Entfernung konnte Jemima die hohe Stirn sehen, die Adlernase und die breiten, sinnlichen Lippen, über die Frauen auf der ganzen Welt ins Schwärmen gerieten. Unter dichten dunklen Brauen wirkten seine blauen Augen überraschend hell.
Alles an ihm war ein umwerfender Kontrast, bis zu seiner fast engelhaften Schönheit und seiner draufgängerischen Art. Adonis Vasilikos, der Playboy-Prinz von Thalassos und Abenteuersport-Milliardär, gab eine imposante Figur ab, als er vom Motorrad stieg, selbstbewusst durch den Schlosshof ging und bei der allein dastehenden Königin ankam.
Für eine Sekunde verlor Königin Isadora bei seinem Anblick die Fassung. Der Prinz schirmte ihren winzigen Körper mit seinem kräftigen ab, bevor die Fotografen oder die Staatsgäste ihren Zusammenbruch mitbekommen konnten.
Früher einmal – als ein Teenagermädchen, dessen Leben von morgens bis abends von einem autokratischen Vater durchgeplant wurde, und das in der Hoffnung, mit Zuneigung und Freundlichkeit belohnt zu werden, ständig gespurt hatte – war Adonis Vasilikos für Jemima der Gegenstand höchster Faszination geworden.
Es lag nicht nur an seiner Furchtlosigkeit oder seinen riskanten Heldentaten. Sondern vor allem daran, dass er sich von niemandem, nicht einmal vom König selbst, hatte verbiegen lassen. Sogar als rebellischer Teenager war Adonis völlig er selbst gewesen. Dazu sein göttlich gutes Aussehen. Jemima war so hin und weg von ihm gewesen wie der Rest von Thalassos.
Abgesehen von dem Kuss hatte sie aber nur sehr wenig mit ihm interagiert. Allerdings hatte sie jede kleine Information über ihn gesammelt.
In den letzten Jahren hatte sie bemerkt, was für eine hohe Meinung die Königin von ihrem Sohn hatte. Sogar Adamos hatte seinen Bruder immer gerühmt. Trotzdem: Was für ein Mann blieb sieben Jahre lang ohne einen einzigen Besuch weg von seiner Familie und seinem Land, das ihn verehrte? Was hatte ihn ferngehalten? Und noch wichtiger: Was würde Adonis Vasilikos jetzt wählen, sein Abenteuersport-Imperium und seinen...
| Erscheint lt. Verlag | 22.7.2025 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Julia |
| Übersetzer | Susanne Hartmann |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora julia • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • cora romane julia • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook liebesroman • Frauenroman • Liebesgeschichte • Liebesroman • Romantische Bücher |
| ISBN-10 | 3-7515-3496-2 / 3751534962 |
| ISBN-13 | 978-3-7515-3496-3 / 9783751534963 |
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