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Strophen für übermorgen

Gedichte

(Autor)

Buch | Hardcover
205 Seiten
2007 | 2. Auflage
Suhrkamp (Verlag)
978-3-518-41908-3 (ISBN)
CHF 38,90 inkl. MwSt
Durs Grünbeins neues Gedichtbuch ist ein poetisches Erinnerungswerk, zugleich ein Buch der Übergänge und Verwandlungen. In sieben Abteilungen und einer Vielzahl von Versformen entfaltet sich hier ein Bilderbogen zum Weltbild. Gedichte zur Herkunft stehen am Anfang, bevor sich, just im Reisegedicht, die Unheimlichkeit moderner Mobilität erweist. Ein Interludium, Strophen für übermorgen, führt zu jenem zentralen Ort, an dem der Dichter seit einem Vierteljahrhundert zu Hause ist: Transit Berlin. Genau in der Mitte der Metropole (und des Buches) findet sich auf der Museumsinsel die konzentrierte Durchdringung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Doch erneut übt die Ferne ihre Magie. Eine Folge seltsam irreal angelegter 'Charakterstücke' von liedhaftem Sprechgestus begleitet die Überquerung der Alpen in Richtung einer imaginären Antike und führt zur eigentlichen Frage dieser Lyrik: Was ist Imagination? Eine persönliche Bilanz in einer der strengsten lyrischen Formen, im Sonett, zieht der Dichter am Schluß des Bandes: Liebesgedichte und Lebensstudien.

Durs Grünbein wurde am 9. Oktober 1962 in Dresden geboren. Er ist einer der bedeutendsten und auch international wirkmächtigsten deutschen Dichter und Essayisten. Nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs führten ihn Reisen durch Europa, nach Südostasien und in die Vereinigten Staaten. Er war Gast des German Department der New York University und der Villa Aurora in Los Angeles. Für sein Werk erhielt er eine Vielzahl von Preisen, darunter den Georg-Büchner-Preis, den Friedrich-Nietzsche-Preis, den Friedrich-Hölderlin-Preis, den polnischen Zbigniew Herbert International Literary Award sowie den Premio Internazionale NordSud der Fondazione Pescarabruzzo. Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Er lebt in Berlin und Rom.

Spruchtäfelchen
Russischer Sektor
Für die limbischen Archive
Kleine Ode zum Dank
Kindheit im Diorama
Turnstunde
Fetisch
Tschaikowski-Allee
Hippocampus
Glockenblumen
Die Wachtel
Gotha
Vieux Saxe (Eine Phantasmagorie)
Vocis Imago
Pariser Euphorie
Warum wir in Turin sind
Rhapsodie in Midtown
Die Logik von Nova Saxonia
East Anglia
Am Baltischen Meer
Tokyo-Kopenhagen
Siebzehnhundert Gramm
Von den Flughäfen
Strophen für übermorgen
Noch eine Regung
Irrealis
Unbesungen
Berliner Rapport
Komma und Kolon
Realito
Jan Six
Blandus
Wandbild am Ministerium
Transit Berlin
Ostbahnhof
De bello Gallico
Beim Vietnamesen
Audienz in Charlottenburg
Bayerischer Platz
Hundstage
Klimagipfel
Museumsinsel
Winterfliege
Der Krieg aus der Nähe
Das große Weichei
Eiswürfel
Sieben gegen Theben
Redakteurin
Drei Vokalisen aus der Krisenzeit
Unfertiges Gedicht
Was ich bin
Überquerung der Alpen
Villen am Comer See
In den Schweizer Bergen
Bismarck
Sacro Monte
Verzweiflung in moderatem Ton
Spielerei nach Petronius
Raketen unterm Empyreum
Sortilegium
Syrakus
Aus den Tagen der Galanterie
Tanzschritte zu einer jeden künftigen Revolution
Der Astronom
Bolschewik und Giraffe
Martialische Audienz
Fern von Versailles
Regatta
Exaltationen im Schlaf
Konversation gegen drei
Remora
Aus den Arktischen Kiegen
Ligurische Kohorte
Kopie in Zement
Ein Kolonist in Octodurus
An der Tiberiusbrücke
Fanum Fortuna
»Si me amas«
Aktiv
Epiphanie
Achillessehne
Echo sagt nun ein paar Takte
Von der Seelenwanderung
Auf der Akropolis
Repoussoir
Calamaretti
Venezianische Sarkasmen
Petrarca
Pheromone
Fleisch und Stein
Mimosen
Ballade von der Arrhythmie der Herzen
Mesalliance
Nibelungentreue
Unverschämtheit
Horoskop
Bidet
Sonett
Ventilator
Lärchen und Sägen

»Dieses Gedicht ist eine Vergänglichkeitsklage, doch wunderbar unangestrengt, von einer schwebenden Eleganz von Reim zu Reim.« Joachim Sartorius Frankfurter Allgemeine Zeitung 20100529

»Dieses Gedicht ist eine Vergänglichkeitsklage, doch wunderbar unangestrengt, von einer schwebenden Eleganz von Reim zu Reim.«

»Kaum ein anderer zeitgenössischer Poet der mittleren Generation versteht es, sein Nachdenken über Weltzusammenhänge durch ein Ich darzustellen, das hört, sieht, fühlt, riecht und schmeckt. Die wohl geformten Sonette und Oden, Elegien und freien Versen erspüre die Atmosphäre im ›fragilen Monstrum Gesellschaft‹.Ein Lyrikband, der sein dichterisches Können bestätigt.«

Erscheint lt. Verlag 19.9.2007
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Maße 154 x 225 mm
Gewicht 432 g
Themenwelt Literatur Anthologien
Literatur Lyrik / Dramatik Lyrik / Gedichte
Schlagworte Anthologie • Auswahl • Blütenlese • Gedichtband • Gedichte • Georg-Büchner-Preis 1995 • Georg-Büchner-Preis 1995 • Lyrik • Lyrik/Gedichte • Lyrisch • Poesie • poetisch • Premio Internazionale NordSud 2023 • Sammlung • Tranströmer-Preis 2012 • Zbigniew Herbert Literary Award 2020 • Zusammenstellung
ISBN-10 3-518-41908-0 / 3518419080
ISBN-13 978-3-518-41908-3 / 9783518419083
Zustand Neuware
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