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Der schöne Schein (eBook)

Chefarzt Dr. Norden 1298 – Arztroman

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025
100 Seiten
Blattwerk Handel GmbH (Verlag)
978-3-69049-315-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Der schöne Schein - Jenny Pergelt
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Jenny Behnisch, die Leiterin der gleichnamigen Klinik, kann einfach nicht mehr. Sie weiß, dass nur einer berufen ist, die Klinik in Zukunft mit seinem umfassenden, exzellenten Wissen zu lenken: Dr. Daniel Norden! So kommt eine neue große Herausforderung auf den sympathischen, begnadeten Mediziner zu. Das Gute an dieser neuen Entwicklung: Dr. Nordens eigene, bestens etablierte Praxis kann ab sofort Sohn Dr. Danny Norden in Eigenregie weiterführen. Die Familie Norden startet in eine neue Epoche! »Stimmt es? Der große Star ist schon angekommen?« »Ja, leider. Er kam sogar schon vier Stunden vor der verabredeten Zeit hier an. Dadurch hat er bereits jetzt für allerlei Aufregung gesorgt.« Dr. Daniel Norden, der Chefarzt der Behnisch-Klinik war am Schreibtisch seiner Assistentin stehen geblieben. Er kam gerade von der chirurgischen Station zurück, wo er den bekannten Schauspieler Rick Mataro willkommen geheißen hatte. »Bitte sagen Sie nicht, dass Sie auch eine Schwäche für ihn haben und heimlich für den Mann schwärmen.« »Keine Sorge.« Katja Baumann schüttelte lachend den Kopf, »Ich bin kein verrückter Fan und werde mich nicht in sein Zimmer schleichen, um mir ein Autogramm von ihm zu holen.« Katja senkte ihre Stimme. »Um ganz ehrlich zu sein: Ich mag seine Filme überhaupt nicht. Sie sind mir zu seicht und oberflächlich. Und ich halte ihn auch nicht für einen besonders begnadeten Schauspieler. Ich denke, dass er seinen Erfolg nur seinem guten Aussehen verdankt. Damit kann er vor allem bei den Frauen punkten.« »Also auch bei Ihnen?«, fragte Daniel schmunzelnd. »Auf gar keinen Fall!«

»Stimmt es? Der große Star ist schon angekommen?«

»Ja, leider. Er kam sogar schon vier Stunden vor der verabredeten Zeit hier an. Dadurch hat er bereits jetzt für allerlei Aufregung gesorgt.« Dr. Daniel Norden, der Chefarzt der Behnisch-Klinik war am Schreibtisch seiner Assistentin stehen geblieben. Er kam gerade von der chirurgischen Station zurück, wo er den bekannten Schauspieler Rick Mataro willkommen geheißen hatte. »Bitte sagen Sie nicht, dass Sie auch eine Schwäche für ihn haben und heimlich für den Mann schwärmen.«

»Keine Sorge.« Katja Baumann schüttelte lachend den Kopf, »Ich bin kein verrückter Fan und werde mich nicht in sein Zimmer schleichen, um mir ein Autogramm von ihm zu holen.« Katja senkte ihre Stimme. »Um ganz ehrlich zu sein: Ich mag seine Filme überhaupt nicht. Sie sind mir zu seicht und oberflächlich. Und ich halte ihn auch nicht für einen besonders begnadeten Schauspieler. Ich denke, dass er seinen Erfolg nur seinem guten Aussehen verdankt. Damit kann er vor allem bei den Frauen punkten.«

»Also auch bei Ihnen?«, fragte Daniel schmunzelnd.

»Auf gar keinen Fall!« Katja schüttelte sich im gespielten Entsetzen. »Rick Mataro könnte mein Vater sein! Altersmäßig liegt zwischen uns bestimmt ein Vierteljahrhundert. Für mich ist der Mann viel zu alt, als dass ich mich für ihn interessieren könnte!« Ihre Wangen nahmen plötzlich einen kräftigen Rotton an. Womöglich war ihr gerade eingefallen, dass sich ihr Chef beleidigt fühlen könnte. Erschrocken sah sie ihn an. »So meinte ich das natürlich nicht!«, rief sie hastig aus. »Das kam jetzt wirklich total falsch rüber! Ich sprach nur von mir, also von meiner persönlichen Meinung. Die meisten Frauen sehen das sicher ganz anders als ich. Weil … weil Männer über fünfzig ja noch lange nicht alt sind. Und Sie schon mal gar nicht! Das wissen Sie hoffentlich, also ich … nun, wie ich schon sagte …« Sie verhaspelte sich immer mehr, und Daniel schaffte es nicht, noch länger ernst zu bleiben. Er lachte schallend los.

»Schon gut, Katja. Sie können aufhören. Ich nehme es Ihnen nicht übel, dass Sie mich für einen alten Mann halten.«

Erschrocken schnappte Katja nach Luft. »Das tue ich doch gar nicht! Bitte, das dürfen Sie nicht glauben! Ich …« Sie brach ab, als die Tür aufging und Fee hereinkam.

Daniel freute sich immer über den Besuch seiner Frau und er hätte sie gern gebührend mit einer kurzen Umarmung oder einem kleinen Kuss begrüßt, doch dazu musste er erst seinen Heiterkeitsausbruch in den Griff bekommen.

Fee schaute verwundert von ihm zu Katja, die nicht verbergen konnte, wie schrecklich peinlich ihr die Situation war. »Was ist denn hier los? Habe ich etwas verpasst?«

»Ach, Fee, ich bin so froh, dass du kommst und mich rettest«, jammerte Katja. »Ich rede mich hier noch um Kopf und Kragen.«

»Nein, Katja, das tun Sie nicht.« Daniel lachte vergnügt. »Sie haben nichts Falsches gesagt und es gibt keinen Grund, sich deswegen zu schämen.«

»Was hast du denn gesagt?«, fragte Fee neugierig.

Katja hatte schon den Mund geöffnet, als ihr Daniel zuvorkam. »Katja findet, dass alle Männer über fünfzig steinalt sind und keine Chancen mehr bei den Frauen haben dürften«, sagte er lässig.

»Nein! Niemals! So meinte ich das doch gar nicht!«

»Katja, lass es gut sein«, versuchte Fee, ihre Freundin zu beruhigen. »Siehst du denn nicht, dass er sich gerade einen großen Spaß daraus macht, dich ein bisschen aufzuziehen?«

»Tut mir leid, Katja, meine Frau hat recht. Ich habe mir wirklich nur einen Scherz erlaubt.«

»Das war aber nicht besonders nett gewesen«, beschwerte sich Katja, allerdings recht kleinlaut.

»Ja, das gebe ich zu. Sehen Sie es mir bitte nach. Vielleicht habe ich das gebraucht, um nach meinem Besuch bei Herrn Mataro auf andere Gedanken zu kommen.« Er stieß hörbar die Luft aus. »Ich muss sagen, es hat mir richtig gutgetan, mal herzhaft zu lachen, und mir geht es jetzt tatsächlich etwas besser.«

»Lachen ist nun mal die beste Medizin«, stimmte ihm Fee zu. »Nur schade, dass Katja dabei nichts zu lachen hatte.«

Katja winkte ab. »Schon gut, Fee. Ich bin froh, dass ich zur Erheiterung meines Chefs beitragen konnte.« Sie sah nun Daniel an. »War es denn so schlimm bei unserem berühmten Patienten, dass Sie eine kleine Lachtherapie nötig hatten?«

»Ja, Dan, erzähl!«, wollte Fee es nun auch wissen. »Es hat sich schon im ganzen Haus herumgesprochen, dass auf der Chirurgie eine Berühmtheit zu Gast ist. Alle sind sehr aufgeregt. Vor allem weil die meisten noch nicht zu wissen scheinen, um wen es sich dabei handelt. Aufgenommen wurde er ja unter seinem bürgerlichen Namen – Richard Maschke.«

»Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das große Geheimnis gelüftet wird und jeder weiß, dass Richard Maschke der Filmstar Rick Mataro ist. Ich kann nur hoffen, dass sich alle an ihre Schweigepflicht halten und nichts an die Öffentlichkeit dringt. Ich habe nämlich keine Lust, mich vor Herrn Mataro oder seinen Anwälten rechtfertigen zu müssen.«

»Du weißt ja selbst, wie so etwas läuft«, sagte Fee. »Irgendein Mitarbeiter erzählt es ganz im Vertrauen dem Partner, der es wiederum bei einem Freund ausplaudert und der spricht dann mit seiner Schwester darüber, die es im Anschluss an ihre Nachbarin weitergibt und …«

»Schon gut, Fee«, stoppte Daniel seine Frau. »Ich denke, wir haben verstanden, wie das laufen wird. Unser Geheimnis wird also nicht lange ein Geheimnis sein. Zum Glück bleibt Herr Mataro nur eine Woche hier. Deshalb habe ich die Hoffnung, dass die Öffentlichkeit erst von ihm erfährt, wenn er schon wieder entlassen wurde.«

»Ich will dir die Hoffnung nicht nehmen, mein Lieber, aber in der heutigen Zeit verbreiten sich Neuigkeiten viel schneller als früher. Gerade durch das Internet ist jeder über jeden und alles informiert. Nichts bleibt mehr geheim.« Fee strich ihm mitfühlend über den Oberarm. »Tut mir leid, so ist nun mal die raue Wirklichkeit. Und jetzt berichte endlich, wie die Ankunft unseres Stars verlief. Was war los?«

»Das, was ich erwartet hatte.« Als Daniel nun die kleine Sitzgruppe des Vorzimmers ansteuerte, startete Katja Baumann den Kaffeeautomaten. Ihr Chef sah so aus, als könnte er eine Stärkung gebrauchen. Fee Norden sowieso. Die Frau des Chefarztes war dafür bekannt, eine große Schwäche für Kaffee zu haben. Sie sagte nur sehr selten Nein, wenn sich die Gelegenheit für eine Extra-Tasse bot. So auch jetzt.

Es dauerte nicht lange, bis alle zusammen am Tisch saßen. Die beiden Frauen sahen Daniel ungeduldig an. Sie wollten endlich die Neuigkeiten zu Rick Mataro, dem berühmten Film-Schauspieler, hören.

»Ich war von Anfang an dagegen gewesen, dass wir ihn hier aufnehmen«, begann Daniel mit einer Tatsache, die allen bekannt war.

»Denkst du, das wissen wir nicht?«, fragte Fee. »Niemand hat vergessen, wie oft du deswegen mit dem Verwaltungsrat diskutiert hast. Am Ende hast du dein Einverständnis dann doch gegeben. Immerhin bringt der schöne Rick der Klinik einen Haufen Geld ein und die Anschaffung des Hochleistungs-MRT-Geräts ist nun gesichert.«

»Der schöne Rick«, kicherte Katja. »Wenn er wirklich so schön ist, verstehe ich nicht, warum er die Schönheitsoperation nötig hat.«

»Nötig hat er sie ganz sicher nicht. Es spricht nämlich nichts dagegen, in Würde und erhobenen Hauptes älter zu werden.« Daniel zwinkerte Katja grinsend zu. »So mache ich es jedenfalls. Deswegen stört es mich auch nicht, von meiner Assistentin als alt bezeichnet zu werden.«

In Katjas Wangen schoss erneut das Blut ein. »Das stimmt überhaupt nicht! So denke ich gar nicht und ich würde niemals …«

»Katja, bleib locker«, mahnte Fee erneut. »Es gibt keinen Grund, sich aufzuregen. Mein Mann übertreibt es heute nur ein bisschen mit seinen Scherzen.«

»Stimmt«, gestand Daniel mit einem reumütigen Grinsen. »Ich konnte einfach nicht widerstehen, aber ich verspreche Ihnen, dass damit jetzt endgültig Schluss ist. Ich glaube, ich habe Sie genug geärgert.«

»Was im Übrigen ziemlich unklug war, mein Lieber«, sagte Fee grienend zu ihm. »Wenn du es dir mit Katja verscherzt, besorgt sie dir nie wieder diese leckeren Schokoladenkekse, an denen dein Herz so hängt.«

»Mein Herz hängt vor allem an dir, meine liebe Fee«, erwiderte Daniel mit einem weichen Lächeln. »Wenn du bei mir bist, sind mir die Kekse egal.«

Katja räusperte sich vernehmlich und erinnerte die beiden daran, dass sie nicht allein waren. Und Daniel fiel wieder ein, dass er Katja und Fee von Rick Mataro berichten wollte.

»Es hatte sich ja schon vorher abgezeichnet, dass wir es mit ihm nicht leicht haben würden«, sagte er kopfschüttelnd. »Wenn ich an diese lange Liste mit seinen Sonderwünschen denke, die wir in der letzten Woche bekommen haben, kann ich immer noch nicht verstehen, warum wir diesen Unsinn mitmachen.«

»Warum?«, fragte Fee mit einem leisen Lachen. »Natürlich wegen des neuen MRT-Geräts. Mich würde jetzt interessieren, weshalb Herr Mataro unbedingt hier absteigen wollte und nicht in der Privat-Klinik von Dr. Birkner. Immerhin wird er von ihm operiert und nicht von unseren Chirurgen.«

»Er hat Angst, dort gesehen zu werden«, ging Daniel auf die Worte seiner Frau ein. »Sobald jemand erfährt, dass er da aufgenommen wurde, könnten sich alle zusammenreimen, warum er in einer Schönheitsklinik ist. Herr Mataro fand es sicherer, in einer ganz normalen Klinik einzuchecken, wo niemand einen plastischen Eingriff vermuten würde. Dr. Birkner führt die Operation hier durch und wir kümmern uns um den...

Erscheint lt. Verlag 10.6.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Arzt • Chefarzt • Doktor • Dr. Daniel • Dr. Laurin • Fortsetzungsroman • Klinik • Krankenhaus • Krankenschwester • Landdoktor • Martin Kelter Verlag
ISBN-10 3-69049-315-3 / 3690493153
ISBN-13 978-3-69049-315-4 / 9783690493154
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