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Starpussy - Joy Wixxx

Starpussy (eBook)

& die Sex-Tentakel aus dem Weltraum

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1
200 Seiten
Elysion Books (Verlag)
978-3-96000-365-6 (ISBN)
Systemvoraussetzungen
3,99 inkl. MwSt
(CHF 3,90)
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Sex, Science fiction & Sternenstaub - Willkommen in der Galaxie der Lust! Gestatten? Professor Doktor Piussia Prengel. Bestsellerautorin, Sexologin, Biologin - und mit einem Namen gesegnet, der jeden Kindergeburtstag zum Trauma macht. Wer 'Pussy' heißt, der hat zwei Möglichkeiten: sich verstecken oder das Universum erobern. Ich habe mich für Letzteres entschieden - mit der Kraft der Wissenschaft und einer unersättlichen Neugier auf alles, was Fortpflanzung heißt. An Bord des Forschungsschiffs Daedalus 6 reise ich durch die unendlichen Weiten des Weltalls, immer auf der Suche nach neuen Spezies, wilden Paarungsritualen und der ultimativen Wahrheit über Lust und Liebe. Doch nicht nur fremde Galaxien sind voller Überraschungen ... Eine galaktisches Weltraumabenteuer voller scharfer Erkenntnisse, interstellarer Eskapaden und dem unwiderstehlichen Drang, das Universum zu lieben.

1. Vorbesprechungen


 

Ich hasste den Raumhafen. Ich weiß, ein starkes Wort für ein Gefühl, das für jemanden meines Ranges auch noch vollkommen unangemessen war.

Schließlich war das mein Job. Oder gehörte zumindest in ganz entscheidender Weise dazu. Ohne Raumhafen keine Raumschiffe, ohne Raumschiffe keine Erkundungs- und Forschungsflüge, ohne diese Flüge kein Job. Eine einfache Gleichung, die leider nur in sofern aufging, dass ich nicht auf der Stelle kehrtmachen konnte, da ich mich in einem viel zu engen, leicht stickigen und unbequemen Transitgleiter für kurze interstellare Reisen befand. Also einem weiteren furchtbaren Ort auf der Reise – ohne Möglichkeit zu fliehen.

Die meisten anderen Reisenden, vermutlich zukünftige Kollegen, wirkten jedoch, als hätten sie gerade den Apfel vom Baum der Erkenntnis vernascht. Mindestens.

»Kennst du die Insel der Glückseligkeit?«, erkundigte sich Herb, der eigentlich Herbert hieß. Ein blasser, leicht versnobter Milchbart, der mir auf unserer kurzen, gemeinsamen Reise zwischen all diesen abenteuerlichen Düften aus Testosteron, Moschus, Schweiß und Desinfektionsmitteln beinahe sein ganzes Leben erzählt hatte. Er war ziemlich penetrant, aber auf eine niedliche Art und Weise. Wie ein Welpe, der gerade erst stubenrein geworden war, dem man aber aufgrund seiner großen Augen und der kleinen Nase trotzdem jedes kleine Malheur verzieh. Ich hatte es noch nicht übers Herz gebracht, ihm zu erzählen, dass ich ihm vorgesetzt sein würde, da er sich so sehr an seinem Rang erfreute, dass es beinahe schon peinlich war. Eben ein heißer Jungspund, der darauf brannte, sich zu beweisen.

»Ja, habe ich schon einmal gehört«, gab ich zurück. Dabei ließ ich mir mein Unwohlsein durchaus anmerken. Herb wirkte zwar kurz irritiert, schien aber bereits zu glückselig, um meinem Unmut nähere Aufmerksamkeit zu schenken. »Ist das nicht diese Insel in der griechischen Mythologie, auf der Leute gegen ihren Willen gefangen gehalten werden, indem sie permanent unter Drogen gesetzt werden?«, präzisierte ich deswegen. Diese Metapher hatte schon etwas für sich. Schließlich war ich hier irgendwie auch gegen meinen Willen. Aber mein Vorschlag, mich einfach an meinen neuen Arbeitsplatz beamen zu lassen, war wegen der Versicherungskosten abgelehnt worden. Außerdem wäre ich ja dann kein Teamplayer und ein Spielverderber. Waren ziemlich exakt die Worte, die mein neuer Chef gewählt hatte. Oder in der Übersetzung: Wenn alle litten, sollte ich auch. Nur, dass außer mir niemand litt.

»Oh, du bist eine Spaßbremse?!«, lachte Herb. »Die meisten Leute wollen doch dahin – und sich dauerhaft amüsieren. Für die Ewigkeit.«

»Deswegen sind sie vor gut einem Jahrhundert nach Las Vegas gefahren und haben dort Haus und Hof verloren.« Ich löste mich vom Fenster des Transitschiffes und von dem Anblick des grell glitzernden dreidimensionalen Weltallstadtmonsters, dass andere Leute als den schönsten Hafen der Welt anpriesen. Hätte man mich nicht auch in einem Ein-Mann-Shuttle von zu Hause abholen können? Per Anhalter durch die Galaxie und so? Wo war bloß der Service-Gedanke geblieben? Ein Handtuch hatte ich schließlich.

Ich seufzte laut, was einen weiteren der Jünglinge dazu brachte zu behaupten: »Das ist besser als jeder Orgasmus!« Anscheinend hatte er meinen Schnaufer vollkommen falsch gedeutet und wollte nun entweder eine gemeinsame Gesprächsgrundlage aufbauen oder flirten – oder beides.

Leider musste ich ihn augenblicklich enttäuschen, denn ob der Umstände mit dem Raumhafen und dem Kaleidoskop an Gerüchen und Geräuschen im Gleiter war meine Libido gerade untergetaucht. Quasi im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn es so etwas wie eine Minus-Erregung gab, dann war ich gerade mittendrin, statt nur dabei.

Ich presste meine Lippen aufeinander. Die im Gesicht selbstverständlich, um nicht abermals einen frustrierten Laut von mir zu geben. Das passierte mir sonst nie. Ich war allzeit bereit und hatte auch eigentlich immer Bock. Ein Zustand, den man gut und gerne mit dauergeil umschreiben konnte. Aber so ein Raumhafentrubel ... das was mein Kryptonit, ein buntes, beleuchtetes und vor allem quirliges Anti-Aphrodisiakum, das ich irgendwie dank meiner Steuergelder auch noch mitbezahlte.

Nachdem ich vier Einladungen zum Abendessen und eine zu heißem, unverbindlichen Sex ausgeschlagen hatte, schienen die Jünglinge, die allesamt frisch von der Akademie kamen, begriffen zu haben, dass ich gerade kein Interesse hatte. Was natürlich für so erfolgreiche Karrieretypen gar kein Egoproblem darstellte. Würden sie einfach losziehen, und sich die nächste attraktive Tussi aufreißen. Das waren ihre leise geflüsterten Worte, nicht meine.

Kurz stieg meine Laune wieder ein wenig, dann holte mich die Realität ein. Die Tür glitt auf und damit der Lärm und die allgemeine Trubeligkeit hinein in den Transportraum. Beinahe konnte man die Hektik und das Durcheinander greifen und die ganzen Emotionen aller Bewohner und Arbeiter einatmen. Ich fühlte mich geradezu erschlagen von den Eindrücken, die ungefiltert auf mich einprasselten.

Scheiße! Das war noch schlimmer, als ich es in Erinnerung hatte.

»Schon mal hier gewesen?«, erklang es hinter mir. »Ganz schön geil, oder?«

Na hoppla, dachte ich, kaum dass ich mich umgedreht hatte – und kurz regte sich sogar meine Libido. Dich hatte ich ja vorher noch gar nicht gesehen.

Groß, dunkelhaarig und mit Augen, so verführerisch dunkel wie eine gute Schokolade. Wetten, der war genauso zart wie eine? Innerlich leckte ich mir die Lippen. Nur um festzustellen, dass mein Körper doch keine Lust hatte.

»Nein, kein bisschen geil«, konterte ich doppeldeutig und betrat die Gangway, um mich meinem Schicksal zu stellen.

 

*

 

Nennt mich schnell gelangweilt, aber meine Aufmerksamkeitsspanne tendierte gegen null. Was zugegebenermaßen auch daran lag, dass ich so eine Ansprache inzwischen schon mehr als fünfmal gehört hatte. Ich war die Jüngste jemals zugelassene Offizierin und im wahrsten Sinne des Wortes frühreif gewesen. Und wenn es um Raumexpeditionen ging, war ich in der Crew sozusagen das Tüpfelchen auf dem »i«.

Es hatte sich herumgesprochen, dass ich dabei sein würde, Professor Doktor ... mit gleich drei verschiedenen Professuren und fünf Bestsellern zu verschiedenen Sachbuchthemen galt ich als beinahe unbezahlbare Koryphäe. Ich weiß, es klingt ziemlich unbescheiden, aber das waren meine guten Eigenschaften. Also Schlauheit und das genaue Wissen darum dass ich so schlau war. Ungeduld war wie gesagt eine von den nicht so Guten. Behaupteten zumindest die anderen. Aber was soll ich sagen ...? Die waren ja auch nicht ganz so schlau und langweilten sich deswegen vielleicht auch nicht so schnell.

Ich lehnte mich an die Wand und grinste leicht bei dem Gedanken. Den hatte ich jetzt aber auch wirklich gebraucht, um hier durchzuhalten.

»Aufregend, oder?«, flüsterte mir der Dunkelhaarige zu, der den Raumhafen echt geil fand. Wahrscheinlich genauso geil, wie die Ansprache des Captains. Ich musterte ihn, wobei ich mir keine Mühe gab, mein Interesse zu kaschieren. Weil er genau dasselbe tat.

»Was ist Ihre Position auf der Fahrt?«, erkundigte er sich und zwinkerte mir bei der Doppeldeutigkeit tatsächlich zu. Ego hatte er also schon einmal. Das war gut. Schließlich sollte er ja in Zukunft mit mir mithalten können. Außerdem mochte ich Doppeldeutigkeiten. Und da er sich inzwischen nicht mehr dazu herabließ mich zu duzen, zeigte mir, dass er vielleicht auch nicht ganz blöde war.

»Wird sich noch herausstellen«, flüsterte ich zurück und musste mir nicht einmal Mühe dabei geben, zu erröten. Ich konnte die verräterische Hitze auf meinen Wangen spüren, noch bevor mir mein Gegenüber einen Blick zuwarf, der fast schon triumphierend war. So als hätte ich bereits zugestimmt, das Bett mit ihm zu teilen – oder irgendetwas anderes, wo man in Ruhe vögeln konnte.

Während der Captain weiter von dem ersten Forschungsteam schwärmte – wir hatten insgesamt zwölf an Bord und wenn er in diesem Tempo weitermachte, würde ich zu Staub zerfallen sein, bevor er überhaupt bei meinem Fachgebiet ankam – beugte sich Mister Lecker vor und meinte verschwörerisch: »Ich habe gerüchteweise gehört, dass Professor Doktor Prengel uns begleitet.«

Er ließ kurz eines meiner bekanntesten Bücher aus seiner Tasche gleiten. »Ich hol mir auf jeden Fall ein Autogramm.« Mit leicht roten Ohren ließ er das Machtwerk wieder verschwinden und bevor er sich suchend umsah, meinte er: »Wer es wohl ist?«

Ich folgte seinem Blick, der erst zu den aufgeregten Kadetten ging, dann zu dem aufdringlichen jungen Weibsvolk, das ganz dicht vor dem Captain Position bezogen hatte und dann zu den älteren, beinahe schon herrschaftlichen Damen, die sich ganz weit hinten hielten.

Wieder einmal war ich froh darüber, dass ich bei jedem meiner Flüge auf Verschwiegenheitsklauseln bestanden hatte und nie mit meinem Gesicht an die Öffentlichkeit gegangen war. Die meisten normalen Leser wussten nicht einmal, ob Professor Doktor ein Mann oder eine Frau war.

»Starpussy soll angeblich Abteilung elf leiten«, meinte mein Gesprächspartner leise und verschwörerisch.

Starpussy?! Ich starrte ihn an und es dauerte einige Sekunden, bis mein Gehirn das Gehörte verdaut und beschlossen hatte, dass es sich hier um einen eher zutreffenden Spitznamen handelte. Zumindest war er auf jeden Fall nicht schlimmer als mein echter Name. Gestatten? Mein Name ist Piussia und kommt von Pius. Jetzt mag der werte Leser fragen, warum meine Eltern dann nicht Pia gewählt haben. Eine Frage, die ich mir berechtigterweise auch seit meiner Geburt...

Erscheint lt. Verlag 30.5.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Science Fiction
Schlagworte Hentai • Science Fiction • SciFi • SciFi Erotik • Sex mit Außerirdischen • Sexologie • Tentakel
ISBN-10 3-96000-365-X / 396000365X
ISBN-13 978-3-96000-365-6 / 9783960003656
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