Boston Tigers - Rebound Heart (eBook)
343 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-7517-8257-9 (ISBN)
Sara hat es geschafft, den heißbegehrten Job als Physiotherapeutin bei den Boston Tigers zu ergattern. Doch was wie ein Traum beginnt, wird schnell komplizierter als gedacht. Denn zwei Männer aus dem Team wirbeln ihre Welt durcheinander: Nick, ihre erste große Liebe, der plötzlich als neuer Spieler auftaucht und mit seiner bloßen Anwesenheit alte Wunden aufreißt. Und Greg, auf den sie schon lange ein Auge geworfen hat.
Als Nick Sara nach all den Jahren gegenübersteht, trifft ihn die Vergangenheit mit voller Wucht. Er hat nie aufgehört, sie zu lieben - und bereut es nach wie vor, sie damals verlassen zu haben. Doch ihm entgeht nicht, dass sich etwas zwischen Sara und Greg zu entwickeln scheint.
Felsenfest davon überzeugt, dass Sara zu ihm gehört, heckt er einen Plan aus, um ihr die Augen zu öffnen und seinen Fehler von damals wiedergutzumachen.
Ein heißer Basketballer und eine ambitionierte Physiotherapeutin mit gemeinsamer Vergangenheit - die perfekte Mischung für eine spicy Second-Chance Liebesgeschichte! Band 3 der Basketball-Romance-Reihe von Sasha Reed.
Weitere Titel der Reihe:
Boston Tigers - Fast Break Kiss
Boston Tigers - Defense Desire
Boston Tigers - Play Off for Love
Boston Tigers - Christmas Touch
Boston Tigers - Crossover Feelings
Bei diesem Roman handelt es sich um eine vollständig überarbeitete Ausgabe des Titels »Overtime«.
ebooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.
<p>Sasha Reed wurde 1997 in Oberfranken geboren und lebt zusammen mit ihrem Freund und diversen Fellnasen immer noch dort. Die Leidenschaft zum Schreiben entdeckte sie bereits in ihrer Kindheit, mittlerweile sind die Pferdegeschichten jedoch spicy Liebesromanen gewichen. Neben allem, was mit Büchernzu tun hat, liebt die studierte BiologinGewitter und Escape Rooms.</p>
Kapitel 1
Sara, heute
Es gibt Momente im Leben, in denen man sich fragt, wie zum Geier bin ich hierhergekommen? Das hier war einer davon. In meiner engsten Leggings, den Hintern in die Höhe gestreckt mit zwölf stöhnenden verschwitzten Männern in einem Raum. Einer davon war mein überfürsorglicher Bruder, zu seiner Linken meine erste große Liebe aus der Highschool und zu seiner Rechten der Mann, dem ich seit Monaten hinterherlief. Klingt nach Chaos? Ihr habt ja keine Ahnung.
Ich ahnte noch nichts von alldem, als ich im Dezember auf den Spielerparkplatz des Wing Stadiums fuhr. Ich war in den letzten Jahren schon unzählige Male hier gewesen, wann immer ich in Boston zu Besuch war, um meinen Bruder vom Training oder einem Spiel abzuholen. Er war Spieler bei den Boston Tigers, und seit ich denken konnte, war Basketball das, was unsere Familie zusammenhielt. Corbin spielte schon jahrelang in der Liga und je älter ich geworden war, desto besser hatte ich seine Mitspieler kennengelernt, ob nach den Spielen, vor den Trainings oder bei offiziellen Veranstaltungen. Ich kannte die Jungs und fühlte mich wohl bei ihnen, aber heute war ich zum ersten Mal nervös, als ich aus meinem Auto stieg und auf die große verglaste Doppeltür zuging. Diesmal holte ich nicht Corbin ab. Diesmal war ich meinetwegen hier.
Statt, wie sonst immer, den Gang entlang in die verworrenen Katakomben des Stadions in Richtung der Kabinen zu gehen, stieg ich mit einem ganzen Hummelnest im Hintern in den Aufzug neben der Tür und fuhr nach ganz oben. Zu meinem hoffentlich letzten Bewerbungsgespräch.
In den letzten Wochen war ich den reinsten Marathon gelaufen, um bei den Tigers auch nur in Erwägung gezogen zu werden. Ich hatte bis in die letzte Runde durchgehalten und war der Meinung, dass ich allein dafür schon eine riesige Portion Eiscreme verdiente. Mit Sahne. Und einer saftigen Kirsche obendrauf. Oder einem ganzen Kirschbaum. Ich glaubte mittlerweile, dass es schwieriger war, bei der NBA unterzukommen als Präsident der Vereinigten Staaten zu werden.
Physiotherapeutin bei der aktuell besten Mannschaft in der NBA zu sein, war für viele ein Traum, und zugegeben, Geld dafür zu bekommen, muskulöse junge Typen zu betatschen, klang verdammt gut. Aber der Gedanke, für das Team zu arbeiten, in dem mein Bruder spielte, bereitete mir Magenschmerzen. Wahrscheinlich war es ohnehin anmaßend, mich direkt nach meinem Abschluss für ein NBA Team zu bewerben. Aber ich war gut, hatte meinen Bachelor und meinen Doctor of Physical Therapy mit Bestnoten abgeschlossen. Ich hatte zehn verschiedene Empfehlungsschreiben von Professoren, Physiotherapeuten und Ärzten. Die Footballer in Pittsburgh hatten mich während meiner Assistenzzeit liebevoll ihren Zauberzwerg genannt. Das alles sprach für mich und trotzdem hatte ich Sorge, dass nur meine Verwandtschaft zu einem der Spieler ausschlaggebend war.
Jeder im Team wusste, dass ich Corbins kleine Schwester war, auch wenn wir nicht unterschiedlicher hätten sein können. Die Aufteilung der Erbanlagen unserer Eltern war, optimistisch ausgedrückt, sehr einseitig. Vielleicht lag es daran, dass zwischen Corbins und meiner Geburt zwölf Jahre lagen und die Gene unserer Eltern sich in der Zwischenzeit komplett umgepolt hatten. Corbin war gigantisch, ich konnte aufrecht unter Tischen durchlaufen. Corbin war ruhig und handelte überlegt, ich konnte die Klappe nicht halten und meine Impulskontrolle war praktisch nicht vorhanden. Corbin war schon in der Highschool ein unglaubliches Talent gewesen, ich hatte zu meiner Schulzeit so viel Mist gebaut, dass mein Vater nicht mehr gewusst hatte, wie er mit mir umgehen sollte. Ein guter Job würde diesen Ärger meiner Vergangenheit vielleicht wettmachen.
Ich war erst frisch mit meiner Assistenzzeit in Pittsburgh fertig und seitdem auf Jobsuche. Noch hatte ich nichts Passendes gefunden, und vielleicht konnte ich es mir nicht erlauben, so wählerisch zu sein. Luxusprobleme wie Miete zahlen, essen und überleben sprachen dagegen. Ganz zu schweigen von den fetten Studienschulden, die ich mir die letzten Jahre über angelacht hatte. Aber ich hatte nicht ein stressiges Jahr meines Lebens für die Footballstars der University of Pittsburgh geopfert, um jetzt Rentnern am Knie rumzufummeln.
Mit dem Öffnen der Aufzugtüren im obersten Stock sprach ich mir Mut zu. Ich verdiente diesen Job, egal, ob ich mit einem Spieler verwandt war oder nicht.
Fast drei Stunden später kam ich zurück in die kleine Wohnung, die ich mir mit meiner besten Freundin Rachel teilte. Dieses letzte Gespräch war so praxisorientiert gewesen, dass es mich nicht gewundert hätte, wenn der Personalchef sich währenddessen das Karohemd vom Oberkörper gerissen und nach einer Demonstration meiner Künste verlangt hätte. Vielleicht hätte ich ihm doch eine Nippelmassage anbieten sollen, um das Ganze zu beschleunigen.
Rachel wartete direkt hinter der Tür auf mich, in einer Hand eine Flasche Sekt, in der anderen eine Flasche Wodka. Auf meine fragend hochgezogene Braue hin zuckte sie mit den Schultern.
»Ich wollte für alle Eventualitäten gewappnet sein. Also, welche Flasche brauchen wir?«
Ich hängte meinen Mantel an die Garderobe. »Ich weiß nicht, was trinkt man denn, wenn man gerade einen Traumjob ergattert und den Vertrag unterschrieben hat, aber sich nicht sicher ist, ob das eine gute Entscheidung war?«
Rachel hielt die Flaschen auf Augenhöhe, schaute von einer zur anderen und schnalzte schließlich mit der Zunge. »Beides, schätze ich.«
»Ich hole die Gläser.«
Wir trafen uns in der Küche wieder und ich wartete, bis Rachel jeweils zwei Gläser Sekt und zwei Gläser Wodka eingeschenkt hatte und kippte als Erstes den Schnaps.
»Du bist bei der besten Basketballmannschaft des Landes untergekommen und das direkt nach deinem Abschluss. Mit deinem bevorstehenden Gehalt kannst du dir eine eigene Wohnung leisten, die weniger einer Bruchbude gleicht, und du wirst dafür bezahlt, den ganzen Tag in Jogginghose herumzulaufen und muskulöse Kerle anzufassen. Warum wirkst du alles andere als glücklich?«
Ich griff nach dem Sekt und trotz meiner verworrenen Gedanken musste ich lächeln. Rachel hatte alle Vorteile dieses Jobs auf den Punkt gebracht. Aber es gab einen riesigen Haken an der Sache.
»Hast du in letzter Zeit etwas von den Transfergerüchten mitbekommen?«
Rachel warf sich die dunklen Haare über die Schultern. »Du weißt, dass ich mich nicht die Bohne für Sport interessiere.«
»Den Gerüchten zufolge will Bostons Cheftrainer, Luis Alvarez, unbedingt Nick verpflichten.«
Ihr Blick zuckte zu meinem und ihre braunen Augen weiteten sich. Ich sah das Entsetzen darin, das mich überkommen hatte, als ich zum ersten Mal von diesen Gerüchten erfahren hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich schon längst bei den Tigers beworben und war zu den ersten Gesprächen eingeladen worden. Ein Rückzug aus der Situation war nicht mehr möglich gewesen, ohne das Gesicht zu verlieren.
»Nick? Nick Parker?«
Ich nickte und nippte an meinem Sektglas, während jetzt Rachel ihren Kurzen kippte. Rachel und ich waren zusammen mit Nick in die gleiche Klasse gegangen und sie hatte unsere Eskapaden und alles, was danach passiert war, direkt miterlebt. Sie war nach der Highschool für mich da gewesen, im Gegensatz zu Nick. Ich hatte mich stundenlang bei ihr ausgeheult, meilenweit von allen entfernt, und als ich mein Zertifikat der University of Pittsburgh in den Händen gehalten hatte, hatte mich nichts davon abhalten können, nach Boston zu kommen, wo Rachel als Fotografin arbeitete.
»Aber es sind nur Gerüchte«, sagte sie. »Nur weil der Trainer Nick unbedingt will, heißt das nicht, dass er ihn auch bekommt.«
»Hast du überhaupt eine Ahnung, wie Transfers funktionieren?«
»Nein, aber ich stelle mir vor, dass es wie Onlinedating ist.«
»Sie können sich nur unterhalten, wenn beide nach rechts gewischt haben?«
Rachel nickte. »Und selbst dann kann es sein, dass der, den du am meisten willst, nicht antwortet.«
Ich lachte auf. »Coach Alvarez ist im NBA-Tinder derjenige, dem alle ein Super-Like geben. Glaub mir, ihm würde jeder antworten.«
»Aber vielleicht nur für einen One-Night-Stand, weil es für mehr nicht passt.«
Ich schnaubte in meinen Sekt. »Nick und die Boston Tigers sind das Traumpaar, das nach zwei Monaten Beziehung heiratet und fünf Kinder in die Welt setzt.«
»Das wusstest du, und trotzdem hast du den Vertrag unterschrieben?«
»Deswegen ja auch Sekt und Wodka.« Ich prostete ihr zu und trank mein Glas aus.
»Schöne Scheiße.«
Ich wusste selbst nicht, warum mich dieser Fakt so beschäftigte. Das mit Nick war Ewigkeiten her. Wir waren in der Highschool gewesen, verdammt noch eins. Jugendliebe, nichts weiter. Ich hatte damals geglaubt, dass wir etwas ganz Besonderes hatten, aber es war wohl doch nur der Fall gewesen, dass Nick mein erster richtiger Freund war und er dieses kleine Örtchen an der Grenze zu Kanada, in dem ich die elfte Klasse verbracht hatte, irgendwie aufregend wirken ließ.
Nick lebte mittlerweile seinen Traum und das auch noch unfassbar erfolgreich. Er war nach seinem Abschluss vom College gedraftet worden und hatte gleich nach seiner ersten Saison in der NBA den Rookie of the Year Award gewonnen. Ein paar Verletzungen waren ihm in die Quere gekommen, aber im letzten Jahr hatte er sich bei seinem Team in L.A. so gut entwickelt, dass mittlerweile alle Mannschaften an ihm interessiert waren.
Ich weiß, was ihr jetzt denkt, und nein, ich habe ihn nicht gestalkt, weil ich insgeheim noch Gefühle für ihn habe. Das kam eben davon, wenn man eine...
| Erscheint lt. Verlag | 1.9.2025 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Basketball-Sports-Romance |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | Basketball Romance • buch für freundin • heiße Sportler • Liebesgeschichte mit Happy End • Romance • Romance in USA • Romance Reihe • Second Chance • Sport Romance • Sports Romance |
| ISBN-10 | 3-7517-8257-5 / 3751782575 |
| ISBN-13 | 978-3-7517-8257-9 / 9783751782579 |
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