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Fremdwörterbuchsonette

Gedichte

(Autor)

Buch | Softcover
165 Seiten
2007 | 8. Originalausgabe
Suhrkamp (Verlag)
978-3-518-12497-0 (ISBN)
CHF 17,90 inkl. MwSt
Mit wenig Assoziationen beschwert; künstlich, neu oder nur vorübergehend im Sprachgebrauch - Fremdwörter scheinen sich für ihre Existenz zu entschuldigen: »Ich erfülle hier nur Begriffsfunktion, habe einen Arbeitsplatz inne, für den es im Moment keinen qualifizierten Deutschen gibt.«

Können sie das ernst meinen? Ann Cotten baut sie in die ratternden Denkmaschinen ihrer Gedichte ein: jugendliches Ungestüm im sonettischen Gewand, das klipp und klar Gedachte, die Liebe mit ihren Rückkopplungen. Pete Doherty, Patti Smith und Sappho geistern mit unbekannten DJs und freundlichen Allegorien durch die nächtlichen Verse und wachen am anderen Tag in einem Sprachsubstrat auf, das ihnen ganz fremd vorkommen muß.

Ann Cotten ist Schriftstelly, Übersetzy und Theorie-Fuzzy, derssen Spaß mit sprachlichen Genderingmethoden (Phettbergsches Entgendern, »polnisches Gendering«) in der medialen Wahrnehmung die seihrner zahlreichen Werke ernsthaften Inhalts überschattet. Cotten arbeitet seit 2021 an einer materialistischen Poetik als PhD-Projekt an der FU Berlin und gibt seit 2023 in Wien die jährlich erscheinende Zeitschrift Triëdere für literarische Essayistik mit heraus. Cottens Arbeit wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Rompreis der Villa Massimo.

»Ann Cotten ist die avancierteste junge deutschsprachige Lyrikerin unserer Zeit.« Volker Weidermann DER SPIEGEL

»Ann Cotten ist die avancierteste junge deutschsprachige Lyrikerin unserer Zeit.«

»Wie ein DJ arbeitet Cotten mit lyrischen Samplern und mischt den Bodensatz der deutschen Lyrik auf. Durch die Sonettform wird Rhythmus und Struktur unterlegt und darüber hin agogisch gescratcht, im schnoddrigen Ironieton Heines, im rilkeschen Einsamkeitspathos, mit Nietzsche-Euphorie, hölderlinschem Fahnengeklirre oder schillerschem Balladenton, darunter aber pocht ostinat die jugendliche Vehemenz.«

»Dichtung als Sprachspiel, dessen Sinn im Vorführen und Durchexerzieren von Strukturen liegt und nicht im hypersensiblen Abtuschen einer äußeren oder inneren Landschaft.«

»Cotten ist unbequem. Und das meint nun gerade nicht ›unbequem‹ im landläufigen Sinn von aufsässig, protestierend, originell, sondern schlicht: Das Bequeme interessiert sie nicht, nicht das Gelungene, nicht der Kunstverstand. Nicht um etwas auszudrücken, was irgendwo in ihrem Innern schlummern würde, sondern, um Welt zu befragen und zu gestalten.«

Erscheint lt. Verlag 2.5.2007
Reihe/Serie edition suhrkamp ; 2497
Zusatzinfo Mit zahlreichen Abbildungen
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Maße 106 x 176 mm
Gewicht 112 g
Themenwelt Literatur Anthologien
Literatur Lyrik / Dramatik Lyrik / Gedichte
Schlagworte Anthologie • Auswahl • Blütenlese • Christine Lavant Preis 2024 • Clemens-Brentano-Förderpreis • Clemens-Brentano-Preis • edition suhrkamp 2497 • ES 2497 • ES2497 • Gedichtband • Gedichte • Gert-Jonke-Preis 2021 • Hugo-Ball-Preis 2017 • Klopstock-Preis 2015 • Lyrik • Lyrik/Gedichte • Lyrisch • Poesie • poetisch • Sammlung • Taschenbuch • Zusammenstellung
ISBN-10 3-518-12497-8 / 3518124978
ISBN-13 978-3-518-12497-0 / 9783518124970
Zustand Neuware
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