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Blutrote Seelen (eBook)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Aufl. 2025
511 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-7517-8671-3 (ISBN)
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9,99 inkl. MwSt
(CHF 9,75)
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Die Dunkelheit ruft nach ihr. Er ist ihr einziges Licht ...

Emeline findet keine Ruhe. Seit sie von einem Meistervampir gezwungen wurde, sein Blut zu trinken, wird sie von unerträglichen Schmerzen gequält. Er sucht sie in ihren Gedanken heim und versucht unerbittlich, sie in seine Dunkelheit zu ziehen. Nur ein Seelengefährte kann sie retten.

Der Karpatianer Dragomir tut alles, um die Schatten aus Emelines Vergangenheit zu besiegen. Zwischen ihnen entbrennt eine Leidenschaft, die stärker ist als alles andere zuvor. Wird er es schaffen, die Verbindung zu diesem übermächtigen Feind zu zerstören?

Dunkel, gefährlich und extrem heiß - Blutrote Seelen ist der 31. Band der umfangreichen NEW YORK TIMES und SPIEGEL-Bestsellerserie Die Karpatianer.

»Diese fesselnde Reihe hat ein ganzes Genre definiert. Ich liebe alles, was Christine Feehan schreibt.« J.R. Ward

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.



<p><strong>Christine Feehan</strong> lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihren elf Kindern in Kalifornien. Sie schreibt seit ihrer frühesten Kindheit. Ihre Romane stürmen regelmäßig die amerikanischen Bestsellerlisten, und sie wurde in den USA bereits mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Auch in Deutschland erfreut sich die Autorin einer riesigen Fangemeinde.</p> <p>Auf Christine Feehans englischsprachiger Homepage www.christinefeehan.com erhalten Sie weitere Informationen über die Autorin.</p>

1


Emeline Sanchez sah den Kindern beim Rumtollen auf dem großen Spielplatz direkt gegenüber ihrem viktorianischen Häuschen zu. Sie saß gern draußen auf der breiten umlaufenden Veranda, wo ihr der Wind über das Gesicht streifen konnte. Manchmal war diese leichte Berührung die einzige Erleichterung von dem furchtbaren Schmerz, der sich unentwegt durch ihren Körper wand.

Regen hatte der Luft einen frischen, sauberen Geruch verliehen. Die Welt sah glänzend und neu aus, jedes Blatt an den Bäumen leuchtete lebhaft grün oder silbern. Kleine Vögel sangen sich gegenseitig zu, während sie von einem Zweig oder knorrigen Ast zum nächsten hüpften. Sie waren leuchtend rote Farbtupfer, die zu der Schönheit des Anwesens beitrugen. Es gehörte Tariq Asenguard, dem Mitbesitzer einer Reihe edler Nachtclubs. Das Grundstück war einzigartig, und Emeline würde liebend gern hier leben, wenn die Dinge anders lägen. Tariq war Karpatianer, eine uralte Rasse mit erstaunlichen Gaben, aber sie mussten Blut trinken, um zu überleben. Sie waren gezwungen, tagsüber in der Erde zu schlafen und nur nachts herauszukommen. Wenn sie nicht rechtzeitig ihre Seelengefährtin fanden, dann erlagen viele der Versuchung, etwas zu empfinden, indem sie sich in die abscheulichsten Kreaturen verwandelten – Vampire.

»Emeline.« Eine große Frau mit langen dunklen Haaren und waldgrünen Augen winkte ihr vom Spielplatz zu. »Heute ist ein wunderschöner Tag.«

Genevieve Marten war umwerfend. Schlank wie ein Model. Groß, mit endlos langen Beinen. Mit ihren engen Jeans und Lederstiefeln sah sie viel zu elegant aus, selbst in dieser Aufmachung, um das Kindermädchen für fünf Kinder zu spielen. Emeline wusste, dass Genevieve finanziell unabhängig war und die ganze Welt bereist hatte, und doch war sie so lieb, wie man nur sein konnte, und sie hatte sich der Aufgabe angenommen, auf die Kinder aufzupassen, wenn Tariq und Charlotte es nicht konnten. Emeline war überzeugt davon, dass Genevieve durch und durch gut war.

»Ja, nicht wahr?«, rief sie zurück. In diesem einen Augenblick fühlte Emeline sich normal, als habe sie eine Freundin und als teilten sie einen fröhlichen Moment miteinander, einfach nur, weil es ein so schöner Tag war.

Als sie winkte, fiel ihr eine lange Strähne ihres blauschwarzen Haars ins Gesicht. Während sie sie zurückstrich, dachte sie kurz, dass sie es sich bald würde schneiden lassen müssen. Sie hatte ihr Haar schon immer geliebt, denn es war das Einzige, was sie an sich attraktiv fand. Aber es fiel ihr bis über die Taille, und sie war einfach zu erschöpft, um es zu pflegen. Allein die Arme zu heben, um es zu bürsten, geschweige denn zu waschen, kostete sie viel Mühe. Seufzend stützte sie das Kinn in die Hand, den Blick auf die fünf herumtollenden Kinder gerichtet.

Sie liebte es, den Kindern zuzusehen. Sie wusste eigentlich nicht mehr, was echtes Glück war, aber am nächsten kam sie ihm bei einer Gelegenheit wie dieser. Die Jungs und Mädchen wirkten völlig sorglos und unbeschwert. Sie waren am Leben, weil Emeline sich willentlich geopfert hatte. Der Klang ihres Lachens, sie auf den Schaukeln und Rutschen zu beobachten und normale Dinge tun zu sehen, war jeden schrecklichen Moment wert, den Emeline erlitten hatte. Sie waren am Leben. Zwar traumatisiert, aber dennoch am Leben und hoffentlich auf dem Weg der Besserung.

»Komm doch zu uns«, rief Genevieve.

Emeline wollte zu ihnen gehen. Sie brauchte es sogar, doch sie konnte das Risiko nicht eingehen. Sie glaubte nicht, dass Genevieve sich gegen sie wenden würde, aber da gab es noch andere …

»Ich trinke gerade Tee«, antwortete sie. »Du solltest lieber zu mir kommen. Ich habe Kekse gebacken.«

Die Kinder hatten bemerkt, dass sie auf ihrer Veranda saß, etwas, das sie tagsüber oft tat, selbst mitten während eines heftigen Gewitters, allerdings niemals nachts. Nachts blieb sie im Haus, während ihr Herz viel zu heftig schlug, aus Angst, er würde sie holen kommen. Sie wusste, dass Vadim auftauchen würde, es war nur eine Frage der Zeit. Manchmal flüsterte er ihr zu, wenn sie nicht stark genug war, ihn aus dem Kopf zu bekommen. Diese Gelegenheiten wurden immer häufiger. Emeline hatte oft prophetische Träume. Sie konnte sie immer wieder durchspielen und dabei vereinzelt Details variieren, um zu versuchen, den Ausgang der Geschehnisse zu verändern. Vadim hatte sie in diesen Träumen und somit eine Möglichkeit gefunden, sie in die Falle zu locken und gefangen zu nehmen. Sie hatte entkommen können, aber er war jetzt nach wie vor in ihren Gedanken bei ihr, unmöglich zu vertreiben.

»Emeline!«, rief der Chor aus Kinderstimmen nach ihr. Fröhlich. Liebevoll. Obwohl sie ihre Veranda selten verließ, wussten sie, dass sie auf sie zählen konnten. Sie hatte sie mehr als einmal gerettet, auch wenn sie das teuer zu stehen kam. Sie waren sich nicht darüber im Klaren, wie hoch dieser Preis war, und Emeline hoffte, dass sie es nie erfahren würden. Sie waren zu jung, um noch mehr Bürden zu tragen, als sie es bereits taten.

»Schaukle mit uns, Em«, rief Danny. Mit seinen fünfzehn Jahren war er groß und schlaksig, seine Figur begann gerade erste Anzeichen davon zu zeigen, wer er einmal werden würde. Emeline wusste, dass er sehr mutig war und seine Geschwister über alles liebte. Er hatte sie zusammengehalten, nachdem ihre Eltern gestorben waren, und als die Mädchen von den monsterhaften Männern entführt und in das Labyrinth unter der Stadt gebracht worden waren, war er ihnen gefolgt. Sie konnte nicht anders, als Danny zu bewundern.

»Jetzt nicht, aber ich habe einen Teller voll mit warmen Schokoladenkeksen hier. Und, Genevieve, ich habe auch frische mit weißer Schokolade überzogene Cranberry-Pistazien-Biscotti.«

Tariq Asenguard hatte die Kinder bei sich aufgenommen und war gewissermaßen ihr Pflegevater geworden, bis die Adoption rechtskräftig wurde. Er beschützte sie zusammen mit seinen Freunden und einem einzigartigen Sicherheitssystem – genau wie er Emeline beschützte. Sie war ihm dankbar dafür, aber sie wusste, dass sie nicht viel länger bleiben konnte.

Danny rannte zur Veranda, beugte sich zu Emeline herunter, um ihren Scheitel mit einem Kuss zu streifen, schnappte sich eine Handvoll Kekse und war wieder bei den Schaukeln, bevor eine der beiden Dreijährigen, Bella oder Lourdes, protestieren konnte. Bella war seine jüngste Schwester, Lourdes die verwaiste Nichte von Tariqs Frau Charlotte.

»Danke, Em!«, rief Danny, während er sich einen ganzen Keks in den Mund stopfte. »So lecker!« Die kleinen Mädchen hielten sofort die Hände auf, und Danny gab ihnen etwas ab.

Trotz seiner Jugend wachte Danny mit erbittertem Beschützerinstinkt über seine Familie. Ebenso passte er auf die kleine Lourdes, Emeline und deren beste Freundin Blaze auf. Sie hatten ihm geholfen, als er geglaubt hatte, alles wäre verloren. Er war ein kluger Junge, unbeschreiblich mutig, und er hatte angefangen, die karpatianischen Männer zu imitieren, die sie alle aufgenommen hatten. Sein Haar war ein bisschen zu lang, weil er es wachsen ließ, damit er es zu einem langen Pferdeschwanz zusammennehmen konnte, wie es die karpatianischen Männer oft trugen. Er bewunderte Tariq und ahmte sogar seinen Gang nach.

Sie waren Waisen gewesen, die auf der Straße gelebt und versucht hatten, zusammenzubleiben, als die Mädchen gekidnappt worden waren. Danny hatte sich geweigert, seine Schwestern aufzugeben, und war ihnen gefolgt, tief hinunter in ein riesiges Labyrinth aus Tunneln und Räumen, eine Stadt unterhalb der Stadt. Emeline erschauderte, als sie sich daran erinnerte. Sie versuchte sehr angestrengt, nicht daran zu denken, die Tür zu den Schrecken, die dort unten gewesen waren, zu schließen. Zuerst war sie Danny in einem Traum begegnet, und dann, später, in der Realität, als seine Schwestern entführt worden waren. Obwohl sie wusste, was ihr zustoßen würde, hatte sie ihm dabei geholfen, die Mädchen in Sicherheit zu bringen. Sie hatte ihr Schicksal oft genug in Träumen gesehen, aber irgendjemand musste die Kinder dort herausholen, sonst wären sie an diesem düsteren, stinkenden Ort gestorben.

Emeline verstand Straßenkinder, schließlich war sie selbst eines gewesen und wusste daher, wie sehr sie sich nach der Stabilität einer intakten Familie sehnten. Sie sah sich auf dem riesigen Anwesen um, den Gebäuden, den Gärten, mit dem See als Begrenzung auf einer Seite und dem hohen Zaun, der das Grundstück auf den anderen drei Seiten umgab, und all den Annehmlichkeiten, die es bot. Trotzdem war es ein Gefängnis. Ganz gleich, wie schön es auch war, keiner von ihnen konnte es gefahrlos verlassen. Nicht einmal die Kinder. Vielleicht ganz besonders nicht die Kinder.

»Cranberry-Pistazien-Biscotti?« Genevieve legte ihr Buch nieder. Sie war zur Bank unter der großen Eiche gegangen, wo sie ein Auge auf die Kinder haben konnte. »Hast du die gebacken?«

»Heute Vormittag«, lockte Emeline. Sie wollte Genevieves Gesellschaft. Sie brauchte es, sich normal zu fühlen, selbst wenn es nur für ein paar Minuten war. Manchmal, wenn ihr Blickwinkel sich änderte, dann konnte sie dem Schmerz länger widerstehen, sich nur ein paar Minuten lang nicht fürchten und so tun, als habe sie ein Leben wie jeder andere. Sie brauchte das heute – einer der Gründe, warum sie den ganzen Vormittag damit verbracht hatte, zu backen.

»Du kannst auf meinem Drachen reiten«, schlug Amelia ihr vor. Sie war vierzehn, und ihr Körper entwickelte sich bereits zu dem einer Frau. Ihr Haar war dick und oft zerzaust, weil sie sich ständig mit ihrem Bruder balgte. Sie hatte wunderschöne Augen und ein Wahnsinnslächeln. Emeline bewunderte sie und die Art, wie sie ihre Geschwister...

Erscheint lt. Verlag 1.6.2025
Übersetzer Anita Nirschl
Sprache deutsch
Original-Titel Dark Legacy
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Fantasy
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Anastasia Steele • besitzergreifender Mann • Carpathian • Dark • Ekstase • EL James • Erotischer Liebesroman • erotischer Roman • Fantasy • Fantasyerotik • Gefährte • grey • J.R. Ward • Karpatianer • Kresley Cole • Lara Adrian • Leidenschaft • Liebe • Liebesroman • Paranormal • Paranormal Romance • Passion • Romance • Romantic Fantasy • Romantische Fantasy • Seelenverwandte • Sehnsucht • Sex • Shades • Shades of Grey • Soul Mates • Steele • Vampir • Vampirerotik • Vampirliebesroman • Verführung • Verlangen • Werwolf
ISBN-10 3-7517-8671-6 / 3751786716
ISBN-13 978-3-7517-8671-3 / 9783751786713
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