Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de

Familiengeschichte der Freiherrn von Pelkhoven 1245-1960 (eBook)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
142 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-8192-1743-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Familiengeschichte der Freiherrn von Pelkhoven 1245-1960 -  Dr. Susanne von Linden
Systemvoraussetzungen
7,99 inkl. MwSt
(CHF 7,80)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
  • Download sofort lieferbar
  • Zahlungsarten anzeigen
Dies ist eine fast wortgetreue Abschrift der handgeschriebenen Pelkhoverischen Familienchronik. Sie wurde nach alten Urkunden und einem beglaubigten Extrakt 1777 aus dem bischöflichen Archiv in Freising geschrieben und zusammengestellt 1816 von Joseph Simpert Freiherr von Pelkhoven (1793-1827). Weitergeführt wurde sie bis 1903 von Maximilian Freiherr von Pelkhoven auf Schloss Teising und von weiteren Familienangehörigen. Zusätzlich wurden Daten aus einem alten gezeichneten Stammbaum hinzugefügt. Diese Zusammenstellung soll keine Wissenschaftliche fungierte Arbeit sein, sondern einfach zusammenstellen, was an Aufzeichnungen in der Familie noch vorhanden ist, damit dieses Wissen nicht verloren geht.

Susanne von Linden, geboren in München 1964 lebt derzeit in der Nähe von Hamburg

IV. DIE PERSONEN:


Abbildung 9: Stammbaum Nr. 1-18

1 Zimillion um 1230


od. Cimillion od. Quimillion de Polnkhouer

Kommt zuerst in Bayern, in einem urkundlichen Briefe vor, welchen König Ottocar von Bömen und Bischof Conrad von Freising ausgestellt hatten um 1245. Dieser König Ottocar war der nämliche, welcher mit dem Herzog von Bayern, Otto dem Erlauchten, und auch noch mit seinem Sohn Heinrich von Niederbayern als anno 1246 den österreichischen Mannesstamm mit Friedrich dem Streitbaren erlosch, der Erbschaft wegen Händel anfing, durch letzten aber von 1258 bei Mühldorf ohne ein Schwert gezückt zu haben zum Frieden gezwungen wurde. Conrad Bischof von Freising, welcher ein beständiger Feind Herzogs Otto dem Erlauchten war, indem er sich wegen Grenzstreitigkeiten des Bistums mit ihm ertrug, anno 1237, dem Herzog und in der Folge noch öfters mit dem Bann belegte, beschloss auf diesen Gründen den Bund mit König Ottocar III, dessen Vater König Wenzeslaus gewesen ist. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass der König in Böhmen und der Bischof von Freising zwischen sich Urkunden wechselten, in welchen einer derselben, dieser Zimillion de Polnkhouen als Gezeuge aufgeführt wird, unter einem dieser beiden fürstlichen Herren Gefolge er eine Charge begleitet haben muss. Ich habe mir zwar alle Mühe gegeben, den Inhalt jener Urkunden wörtlich zu erhalten, von welcher der Freisinger Extrakt unser Familiengeschichte sagt, dass ein Zimillion de Polhkhouer als Zeuge unterschrieben haben sollte5, allein da das Freisinger Archiv seit der Aufhebung mit mehreren anderen in München vereinigt ist, so verursacht diese Hervorsuchung dem königlichen Archivar zu viel Mühe, und wir müssen uns folgsam schon mit diesem Extract begnügen.

(Ich fand auch in Falkensteiner bayrischen Geschichte eine Urkunde von 1212, gemäß sich Herzog Ludwig der Kehlheimer zu Frankfurt mit Kaiser Otto IV. gegen den nun erwähnten Kaiser Friedrich .IL. verbindet unter anderen adeligen Männern die als Zeugen unterschrieben stehen (Seite 61 zweiter Teil) einen Grimald Bullenkufen, kann aber auch selbst nicht mit geringster wahrscheinlich erörtern, inwiefern er zu unserem Geschlechte gezählt werden könnte. Ich möchte daher über den ersten (Nr.1) als ursprünglichen Stammvater umso mehr erkennen, als dem Freisinger Archiv weit mehr Glauben beizumessen ist.)6

In der Voraussetzung dessen wäre also dieses bewiesen, dass unsere Familie anno 1245 schon dem Ritterstande einverleibet worden ist, indem kein Minderbürtiger zu Zeugenunterschriften in fürstlichen Dokumenten zugelassen wurden.

2 Otto I. von Polenkhover oder Pollnkouver um 1246


∞ 1246 Siguna Semaninn

Abbildung 10: Ausschnitt aus dem Stammbaum

Um das Jahr 1246 findet man einen Otto Polenkhover in dem Dorfe Polnkhouver späterhin Pelkhoven, welches das heutige Seemannshausen nächst Ganghoven ist, wohnhaft, welcher dort selbst mit seiner Gemahlin Siguna Seemännin seinen Rittersitz hatte. Diese Siguna Seemännin, sagt das freisingerische Extrakt, sei eine leibliche Schwester zu dem damaligem Domherrn Heinrich Seemann gewesen, welcher, sowohl dieser Nachricht als auch anderen Quellen zufolge, welche ich weiter anführen werde, das Dorf Pelkhouen oder Pelkhoven, auf welche Art ist unbewusst, wieder an sich brachte und daraus das Kloster, dass nun bei der allgemeinen Säkularisation gleichfalls aufgehoben wurde, Seemannshausen gestiftet hatte anno 1255.

Zimmermans Kirchenkalender sagt hierüber, dass dieser Ort ehedem Pelkhoven genannt, den Grafen von Leonsberg eigentümlich angehört habe, von welchen er an die Familien Seemann gekommen sei, welche da selbst ein Augustinerkloster unter dem Namen Seemannshausen erbauten und das Dorf demselben als Dadaktion7 einverleibten. Angenommen, dass dem Freisinger Extrakt Glauben beizumessen sei, so kann meiner Mutmaßung nach der Aussage des Herrn Zimmermanns am ehesten auf folgende Weise vereinigt werden: dass Otto Polnkhouen und das Fräulein Siguna Seemännin das Dorf Polnkhouen erheiratet oder selbe Familie schon früher in Gemeinschaft oder zur Hälfte besessen, von diesem Augenblick an seinen ursprünglichen Familiennamen, den wir nicht wissen, in diesen Ortsnamen verwandelt hatte. Es war damals sehr allgemein, dass Edelleute zur selbigen Zeit ihren Familiennamen häufig abänderten und diesen immer nach der Burg oder dem Bewohnten oder dem Orte, das ihnen eigentümlich gehörte, nannten. Herrman und Heinrich Seemann des Schwagers Otto's scheint seiner Frömmigkeit wegen gemacht (?) und ihn zur Mitstiftung des Klosters oder vielmehr zur Abtretung seiner Besitzung mittels Kaufs oder Tausch bewogen oder auch die Vormundschaft über den selben hinterlassenen Sohn Sighardt (3) dazu benutzt zu haben; denn um 1284 war das Dorf Pelkhoven schon nicht mehr in unserer Familie. Als ich kürzlich auf einer Reise nach Teising beflissentlich durch Seemannshausen kam und da selbst ein paar Stunden verweilte, fand ich in einem Gange des Klostergebäudes unter mehreren Familienwappen, welche Stiftungen zum Kloster machten, auch das der Familie Seemann. Unseren Namen jedoch konnte ich nicht finden. Es wäre zwar möglich, dass es in einem der beiden übrigen Gängen der nun abgebrochenen Gebäude zu finden gewesen wäre, wenigstens versicherte mir der Hauswirt, dass deren noch zwar viele existiert hätten. Da aber unser Wappen nicht in der Gegend des Seemanschen, wo die Wappen aller gleichzeitigen zur Mitvondatores8 angebracht sind, ersehen werden konnte, so ist mir, dass zu dem Schluss hinreichend, dass unsere Familie an das Klosterstift schwerlich mit ihrem Willen einen Teil hatte. Das ehemalige Schloss, wovon gar keine Spur mehr anzutreffen ist, soll unfern des kleinen Sees respektive Teiches vom Fuß des Berges, auf welchem nun das Klostergebäude steht, existiert haben. Das Dorf. welches ungefähr zehn bis zwölf Häuser zählte und eigentlich noch heutzutage Pelkhoven heißt, ist an dem See hingebreitet.

Dermalen9 ist dieses Klostergebäude, das noch Spuren seines einzigen Wohlstandes trägt, ein Bräu und Wirtschaft und die Kirche der heiligen Magdalena geweiht war, selbst ein beträchtlicher Teil des Klosters, ein Schutthaufen. Dieser mag einst der Nachwelt als sprechender Beweis zum Kontrast unseres humanen Zeitalters dienen, dessen Schriften voll an Geschmack für Kunst und Schönheit in den begeistertsten Ausdrücken ununterbrochen, des alten Schlendrians fluchend, doch nur zu Last werden. Das Kloster war den Patris Augustinern geweiht, welcher ein Primor vorstand. Obwohl ihrer Wohlhabenheit sich zwar nicht dem Glanze näherte, so grenzte sie doch auch nicht an Armut und ihre Ökonomie belief sich immer nächst Bräuhaus auf 14 Taler.

3 Sighardt um 1284


∞ circa 1284 Beatrix Trenböhinn v Trenbach

Wird anno 1284 als der Sohn obigen Otto I. aufgeführt. Er vermählte sich mit Beatrix von Trenbach, welche Familie schon damals hohen alten Adels war. Das freisingerische Extrakt behauptet, dass unter diesem, erst das Dorf Pelkhoven zu dem Kloster Seemanshausen mit hin, aus unserer Familie gekommen sei. Auch schreibt sich dieser Sighardt noch aus Pelkhoven. Von seiner Nachfolge kennt man nur den einzigen Sohn, Otto II (4).

Abbildung 11: Ausschnitt aus dem Stammbaum

4 Otto II. Pelkhover von Hackerskoven10 um 1313


∞ 1313 Agnes von Ahaim an der Vils

Abbildung 12: Ausschnitt aus dem Stammbaum

Der Sohn obigen Sighardt (3) kommt in einer Urkunde unter diesem Namen vor, in welchem er Bischof Friedrich von Regensburg anno 1348 einen Hofe der außerhalb dem Markte Frontenhausen, der Hirschhof genannt, gelegen ist verkaufte11. Dieses nämliche Bauerngut ist in der Folge an Herzog Heinrich von Landshut gekommen, welcher es an Egloffen Schermer zu Schermau um 42 Regensburger Pfennige versetzte, von welchem es endlich Otto Eckard zu Prum um dem Pfandschilling um 1407 eingelöst hatte. Hackerskoven, auch Aggershoven, woran sich unser Otto schreibt, liegt unweit Dingolfing. Die Beschreibung der altbayrischen Hofmärkte von Michael Wenning kann die früheren Besitzer von Hackerskoven nicht über unsere Familie zurückerweisen. Nach unserer Familie nennt sich die Goderischen Eckker von Kapfing, die staudingerischen und hochholzerischen, welche noch 1798, darin Eigentümer waren und der letzte hiervon, den mein Vater noch gut gekannt, Regierungsrat mit ihm in Straubing gewesen ist. Eine alte Landtafel von anno 1561, weist Hans Christophen Godern als Herrn von Hackerskoven aus, anno 1588 aber Karl Staudinger. Übrigens ist vom Schloss von Hackerskoven schon längst nichts weiteres mehr als ein alter zerfallener Burgstall übrig gewesen, welcher erst um 1620 von schwedischen Kriegern völlig zerstört und abgebrannt wurde.

Abbildung 13: Ausschnitt aus dem Stammbaum Kinder des Otto II (4)

5 Aus der Prager Staatsbilothek: Unter dem 1. Mai 1262, Wien, Privileg ausgestellt für Henrico de Lichtenstein, Nicolspurg wegen Besitz- und Rechtsverhältnissen. 35 Zeugen sind genannt, nach "Ländern aufgeführt: de Austria, de Stiria, de Moravia ect. Unter Moravia...

Erscheint lt. Verlag 8.5.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Biografien / Erfahrungsberichte
Sachbuch/Ratgeber Geschichte / Politik Allgemeines / Lexika
Sozialwissenschaften Pädagogik Sozialpädagogik
Schlagworte Adel • Pelkhover von Hackerskoven • Polnkhouer • Teising • von Pelkoven
ISBN-10 3-8192-1743-6 / 3819217436
ISBN-13 978-3-8192-1743-2 / 9783819217432
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
EPUBEPUB (Wasserzeichen)

DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasser­zeichen und ist damit für Sie persona­lisiert. Bei einer missbräuch­lichen Weiter­gabe des eBooks an Dritte ist eine Rück­ver­folgung an die Quelle möglich.

Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belle­tristik und Sach­büchern. Der Fließ­text wird dynamisch an die Display- und Schrift­größe ange­passt. Auch für mobile Lese­geräte ist EPUB daher gut geeignet.

Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise

Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.

Mehr entdecken
aus dem Bereich
Vom Mittelalter bis zur Gegenwart

von Walter Demel

eBook Download (2024)
C.H.Beck (Verlag)
CHF 9,75

von Maria Montessori; Jürgen Overhoff

eBook Download (2024)
Klett-Cotta (Verlag)
CHF 19,50