Eine Prinzessin für den Milliardär? (eBook)
144 Seiten
CORA Verlag
978-3-7515-3487-1 (ISBN)
Eine Ehe ohne Liebe? Prinzessin Anastacia hat keine Wahl! Um nach ihrer gescheiterten Verlobung einen Skandal abzuwenden, muss sie schnellstens heiraten. Nur wen? Da kommt es gerade recht, dass der attraktive Milliardär Aston Lane dringend eine Ehefrau braucht, damit er sein Erbe nicht verliert. Ihre Blitzverlobung ist ein reiner Deal. Bis Aston sie auf seine Luxusjacht einlädt und zu einer unvergesslichen Nacht der Leidenschaft verführt. Wird Anastacias Traum vom Glück doch noch wahr? Oder hofft sie vergeblich auf die magischen drei Worte?
<p>Als Kali Anthony mit vierzehn ihren ersten Roman las, wurde ihr einiges klar: Es kann nie zu viele Happy Ends geben, und eines Tages würde sie diese selbst schreiben.Wie in einer perfekten Liebesromanze heiratete sie ihren eigenen großen, dunklen und gutaussehenden Helden, dann wagte sie den Sprung ins kalte Wasser und machte sich an ihren ersten Roman, der auch direkt veröffentlicht wurde. Seitdem ist das Schreiben ihre große Leidenschaft.</p><p>Wenn sie nicht gerade mit ihrer Katze um die Computertastatur kämpft, kann man Kali dabei antreffen, wie sie sich mit Vintage-Kleidung herausputzt, im Garten arbeitet oder sich mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in den Regenwäldern von South East Queensland durchs Dickicht schlägt.</p><p></p>
PROLOG
Unzählige Lichterketten ließen die Bäumchen, die in Kübeln den Ballsaal des Palastes schmückten, festlich erstrahlen. Der Frühlingsball der Königsfamilie von Halrovia war berühmt für seine Opulenz. In diesem Jahr hatten die Veranstalter sich ein besonders packendes Thema einfallen lassen: ein Mittsommernachts-Maskenfest.
Anastacia blickte zur Decke hinauf, die glitzerte, als wäre der gesamte Raum mit Glühwürmchen angefüllt. Das gedimmte Licht und die leuchtenden Käfer verliehen dem Saal eine zauberhaft geheimnisvolle Atmosphäre. Mit den Gästen darin – allesamt maskiert, in farbenprächtigen Kostümen und zwitschernd wie tropische Vögel – sah es aus wie im Märchenland.
Als mittleres Kind der Königsfamilie von Halrovia war Anastacia gründlich darin unterwiesen worden, dass sie sich als die „vollkommene Prinzessin“ des Landes zurückhaltend zu benehmen hatte. „Die vollkommene Prinzessin“ – diesen Namen hatten die Medien ihr verliehen.
Ihre Mutter hielt sich in einer anderen Ecke des Saales auf und unterhielt offizielle Gäste, unter anderem den Kronprinzen von Isolobello. Man erzählte sich, er werde heute Abend schon um Anastacias Hand anhalten. Doch so würde es nicht kommen, sie wusste es. Denn sie erkannte, was andere nicht sehen wollten: Prinz Caspar hatte nicht das geringste Interesse an ihr.
Ihre Eltern würden zweifellos enttäuscht sein, aber Ana war es nicht. Caspar sah gut aus und war freundlich – ein sympathischer Mann, mit dem sie sich gern anfreunden würde. Sie beide hatten gemein, dass sie sich für wohltätige Zwecke einsetzten, etwa dafür, den Analphabetismus bei Kindern zu bekämpfen. Ana war bereit, ihre Pflicht zu tun. Doch sie gab sich keinen Illusionen hin. Caspar würde nie mehr für sie sein wollen als ein Freund.
Was ihre Schwester Priscilla betraf, lagen die Dinge offenbar ganz anders. Ana war aufgefallen, dass Caspar ihre Schwester jedes Mal wie verliebt anstarrte, wenn er sie traf.
Würde jemals ein Mann sie so ansehen – so voller Sehnsucht und mit einem alles verzehrenden Verlangen? Ana hoffte es. Schließlich wollte sie mit dem Mann, der ihr Ehemann werden sollte, nicht nur gut befreundet sein …
Doch sich mehr zu wünschen, war gefährlich für eine Frau, an die man seit ihrer Geburt die höchsten Erwartungen stellte. Sie würde jemanden heiraten, den ihre Eltern für sie aussuchten, weil er Halrovia Vorteile bringen sollte.
Dennoch träumte Ana schon ihr ganzes junges Leben lang von mehr – viel mehr.
Doch warum fühlte sie sich immer so ausgehungert? Niemand wusste davon. Die Leute achteten nur auf ihre äußere Erscheinung, als hätte sie keine Persönlichkeit. Es gab endlose Berichte über ihr makelloses blondes Haar, man bewunderte ihre berühmten hellblauen Augen – ein Merkmal der Königsfamilie. Jeder sah in ihr, was er sehen wollte – meistens die stets lächelnde, vollkommene Prinzessin. Aber wer war sie wirklich, Anastacia Montroy, Prinzessin von Halrovia?
Sie atmete tief durch und schloss einen Moment die Augen, während sie sich vom berauschenden Duft der exotischen Blumen bezaubern ließ. Heute Abend wollte sie nicht wie sonst Zurückhaltung an den Tag legen. Sie sehnte sich nach Magie. Die Erwartungen der anderen an sie wie eine Haut abstreifen, aus der sie längst herausgewachsen war, wie sie fand. Und ging es beim Frühling nicht genau darum: um Erneuerung?
Sie hatte sich dementsprechend gekleidet. Unter normalen Umständen hätte Mama dieses Kleid niemals zugelassen. Aber heute Abend sollte sie einen Prinzen einfangen, also war man nachsichtiger gewesen. Ihre Frisur war nicht ordentlich, das Haar fiel ihr in wilden, mit Blumen geschmückten Wellen auf die Schultern. Und das Kleid: Sie hatte eine ganz bestimmte Vorstellung davon gehabt, als sie es in Auftrag gegeben hatte. Es sollte eine Mischung aus Botticellis berühmten Gemälden Geburt der Venus und Primavera wiedergeben.
Ihre Schneiderin hatte sich selbst übertroffen. Der Stoff bestand aus schierem, mit Seidenblumen bedecktem Tüll, und der hautfarbene Futterstoff schmiegte sich eng an ihren Körper. Das Kleid vermittelte die Illusion, sie würde nichts tragen als geschickt angebrachte Blüten, die sich liebevoll um sie zu ranken schienen. Ihre Maske war atemberaubend, ein Kunstwerk mit Schmetterlingen aus Federn.
Ana fühlte sich verwegen, verführerisch. Und sie dachte nicht an einen Prinzen, dessen Aufmerksamkeit sie an diesem Tag erregen wollte.
„Eure Hoheit.“
Diese Stimme.
Ihr Herz klopfte wild, sie spürte ein Flattern im Bauch.
Dunkel und sinnlich war diese Stimme, wie ein Fondue aus dunkler Schokolade. Sie würde am liebsten darin eintauchen und ertrinken. Der Akzent war eine Mischung aus Französisch, der Sprache seines Geburtslandes, und Australisch, dem Land, aus dem sein Vater stammte.
Sehr langsam wandte Ana sich langsam um, um den Moment auszukosten, in dem sie diesen Mann heute Abend zum ersten Mal zu Gesicht bekommen würde. Würde sie dabei wieder außer Atem geraten?
Sie sah zu ihm auf. Aston Lane war hochgewachsen, kräftig, umwerfend attraktiv und der Erbe des Champagner-Vermögens der Familie Girard. Der Geschäftsmann und Milliardär war für seinen Wagemut beim Segeln und Bergsteigen bekannt. Er schreckte vor keiner Herausforderung zurück.
Aston Lane war die Fleisch gewordene Versuchung.
„Mr. Lane.“
Sie streckte die Hand aus, damit er sie berühren konnte – die einzige Berührung, die zwischen ihnen erlaubt war. Ihre Hand verschwand völlig in seiner, die sich rau und hart anfühlte, wie die eines Mannes, der keine Arbeit scheute. Die Wärme, die er ausstrahlte, durchzuckte sie wie ein Stromschlag. Aston beugte sich über sie. Seine Lippen berührten ihre Finger nicht, aber sie spürte seinen Atem auf dem Handrücken, und augenblicklich bekam sie eine Gänsehaut. Mit einem kaum merklichen Zittern atmete sie ein.
„Sie sehen wie immer unvergleichlich aus.“
Er überragte sie mühelos. Dabei war sie nicht klein, und doch kam sie sich neben ihm immer schwach und kostbar vor. Er trug einen tiefschwarzen Anzug, der seinen eindrucksvollen Körper sehr gut zur Geltung brachte. Seine Weste war nicht schwarz oder weiß, sondern von einem dunkelgrünen, mit Goldfäden durchzogenen Stoff mit Blattmuster. Die lebhaften blauen Augen schienen zu lächeln hinter der glänzenden Maske, von der zwei goldene Hörner abgingen.
„Danke“, brachte sie mit Mühe hervor.
Dies war der Mann, nach dem sie gesucht hatte – der Mann, der ihr den Atem raubte, wann immer sie ihn sah. Das erste Mal war sie ihm begegnet, als er gekommen war, um den Wein seiner Familie anzupreisen. Dann hatte er Halrovias höchsten Gipfel bezwungen. Und sie, Ana, hatte er mit einem einzigen Lächeln erobert.
„Ich hatte gehofft, Sie heute Abend zu sehen“, sagte er leise.
Am liebsten hätte sie geantwortet: Und ich Sie. Aber natürlich konnte sie das nicht tun. Ihre Erziehung erlaubte ihr nicht, sich so weit gehen zu lassen. Außerdem wusste sie, dass nichts daraus werden konnte. Der Mann war für seine vielen Affären berüchtigt, wenn sie auch nie länger zu halten schienen als sechs Monate.
„Wen stellen Sie dar?“, fragte sie.
„Was denken Sie?“
Die Hörner und das Glitzern seiner blauen Augen wiesen auf Luzifer selbst hin. Aber sie wollte sein zweifellos robustes Selbstwertgefühl nicht noch stärken.
„Ein Satyr.“
Sein Mund verzog sich amüsiert. „Und wollen Sie meine Nymphe sein und mir in den Wald folgen?“
Seine tiefe Stimme war leise, sodass niemand ihn hören konnte außer Ana. Sie spürte, wie ihr heiß wurde. Es kam ihr so vor, als würde sie gleich in Flammen aufgehen. Was würde sie darum geben, ihm in den Wald zu folgen oder wohin er sonst wollte … Aber ein kleiner Flirt musste ihr reichen.
„Sie irren sich in mir. Ich bin die Göttin Flora.“
„Ah.“ Dieser Laut sagte so viel aus, während Aston den Blick anerkennend über sie gleiten ließ. Wo er sie berührte, war ihr, als würde sie seine Finger spüren. „Sie irren sich auch in mir. Ich bin ein Gott.“
Das bezweifelte sie nicht. „Welcher?“
Wieder das amüsierte Schmunzeln, dann seufzte er scheinbar betrübt. „Sie enttäuschen mich, Eure Hoheit. Ich dachte, Sie hätten es erraten. Denken Sie an die Geschichte meiner Familie.“ Er verbeugte sich. „Bacchus.“
Jetzt war es an ihr, ihn schamlos von oben bis unten zu mustern. Sein Abendanzug schien ihm direkt auf den Leib geschneidert worden zu sein, denn er umschloss seine Schultern und Schenkel auf eine Weise, dass Ana sich unwillkürlich fragte, wie er wohl ohne jede Kleidung aussehen würde. Sie atmete schneller. Wenn sie nicht aufpasste, würde ihr noch schwindlig werden.
„Die fehlende Toga hat mich wohl verwirrt.“
Ein Kellner mit einem Tablett in der Hand kam an ihnen vorbei, und Aston nahm schnell zwei Gläser Champagner herunter. Es war der Grand Cru der Girards – einer der Gründe, weswegen Aston eingeladen worden war. Ana nahm einen Schluck, um sich abzulenken.
„Ich glaube, Bacchus wird meist …“ Er beugte sich vor, und sie neigte sich ihm zu. „… nackt abgebildet.“
Eine feine Röte überzog ihre Wangen....
| Erscheint lt. Verlag | 10.6.2025 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Julia |
| Übersetzer | Eleni Nikolina |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora julia • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • cora romane julia • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook liebesroman • Frauenroman • Liebesgeschichte • Liebesroman • Romantische Bücher |
| ISBN-10 | 3-7515-3487-3 / 3751534873 |
| ISBN-13 | 978-3-7515-3487-1 / 9783751534871 |
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