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Verbotene Liebe (eBook)

Die neue Praxis Dr. Norden 69 - Arztserie
eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
100 Seiten
Blattwerk Handel GmbH (Verlag)
978-3-69049-273-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Verbotene Liebe -  Carmen von Lindenau
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Die neue Praxis Dr. Norden - So war es nicht geplant, doch Dr. Danny Norden betrachtet es als Chance. Äußere Umstände zwingen ihn zu einem Neustart. Und diesen nimmt Danny tatkräftig in Angriff, auch, wenn er mit Abschied, Trennung, Wehmut verbunden ist. Dr. Danny Norden praktiziert jetzt in seiner neuen, modernen, bestens ausgestatteten Praxis. Mit Kompetenz, Feingefühl und Empathie geht er auf seine Patienten zu und schafft ein Klima, das die Genesung fördert: eben Dr. Danny Norden, wie er leibt und lebt, und er wird immer besser! »Das sieht super aus, bleib so«, bat Cindy ihre Freundin Fiona, die sich bereits zum dritten Mal umgezogen hatte und jetzt in einem schmalgeschnittenen roten Kleid vor dem Spiegel stand, der an der Innenseite ihrer Zimmertür angebracht war. »Denkst du wirklich, ich kann so gehen?«, fragte Fiona unschlüssig und zupfte an den langen Ärmeln des Kleides, das ihr bis zu den Knien reichte. »Wir gehen nur auf eine Studentenparty, Süße, nicht auf den Opernball«, entgegnete Cindy lachend. »Oder denkst du, ich sollte mich auch noch mal umziehen?«, fragte die kleine, ein wenig mollige Blondine mit den kinnlangen Locken, die einen rosa Wollpullover und eine weiße Jeans trug. Sie saß auf dem Bett mit der gesteppten blau-weißen Tagesdecke, das mit dem Kopfende neben dem großen Fenster stand, und betrachtete Fiona, die ihr langes dunkles Haar sorgfältig kämmte. »Vielleicht begegnet mir heute der Mann fürs Leben«, entgegnete Fiona schmunzelnd und schlüpfte in die schwarzen Stiefel, die neben der Tür standen. »Okay, das könnte natürlich sein. Aber weißt du was, du siehst immer gut aus, egal, was du anziehst. Bei mir ist das leider nicht ganz so einfach«, seufzte Cindy. »Doch ist es, du bist blond und hast verträumte blaue Augen, du hast sehr gute Chancen bei den Jungs«, versicherte ihr Fiona. »Ja, vielleicht bei unseren Studienkollegen. Philosophen stehen auf innere Werte, weil sie gern über alles und jeden diskutieren, so wie wir auch. Das Problem ist nur, unter unseren Mitstudenten ist keiner, zu dem ich mich auf diese romantische Weise hingezogen fühle.«

»Das sieht super aus, bleib so«, bat Cindy ihre Freundin Fiona, die sich bereits zum dritten Mal umgezogen hatte und jetzt in einem schmalgeschnittenen roten Kleid vor dem Spiegel stand, der an der Innenseite ihrer Zimmertür angebracht war.

»Denkst du wirklich, ich kann so gehen?«, fragte Fiona unschlüssig und zupfte an den langen Ärmeln des Kleides, das ihr bis zu den Knien reichte.

»Wir gehen nur auf eine Studentenparty, Süße, nicht auf den Opernball«, entgegnete Cindy lachend. »Oder denkst du, ich sollte mich auch noch mal umziehen?«, fragte die kleine, ein wenig mollige Blondine mit den kinnlangen Locken, die einen rosa Wollpullover und eine weiße Jeans trug. Sie saß auf dem Bett mit der gesteppten blau-weißen Tagesdecke, das mit dem Kopfende neben dem großen Fenster stand, und betrachtete Fiona, die ihr langes dunkles Haar sorgfältig kämmte.

»Vielleicht begegnet mir heute der Mann fürs Leben«, entgegnete Fiona schmunzelnd und schlüpfte in die schwarzen Stiefel, die neben der Tür standen.

»Okay, das könnte natürlich sein. Aber weißt du was, du siehst immer gut aus, egal, was du anziehst. Bei mir ist das leider nicht ganz so einfach«, seufzte Cindy.

»Doch ist es, du bist blond und hast verträumte blaue Augen, du hast sehr gute Chancen bei den Jungs«, versicherte ihr Fiona.

»Ja, vielleicht bei unseren Studienkollegen. Philosophen stehen auf innere Werte, weil sie gern über alles und jeden diskutieren, so wie wir auch. Das Problem ist nur, unter unseren Mitstudenten ist keiner, zu dem ich mich auf diese romantische Weise hingezogen fühle.«

»Heute Abend kommen auch Studenten aus anderen Studienfächern. Das Ende eines Semesters ist für alle ein Grund, mal wieder richtig Spaß zu haben.«

»Danke für deine aufmunternden Worte.«

»Gern, ich wäre dann so weit«, sagte Fiona und sah sich kurz in dem Zimmer um, einem der vier Räume, die zu der Wohnung in dem renovierten Altbau gehörten, die sie sich mit Cindy und Lotta, die Biologie studierte, teilte.

Die Wohnung im obersten Stockwerk des vierstöckigen Hauses lag auf der Hofseite mit den hochgewachsenen alten Kastanien. Fionas Schreibtisch stand unter dem Fenster mit Blick auf die prächtigen Baumkronen. Ein hellblauer Kleiderschrank und ein hellblaues Bücherregal standen an der Wand gegenüber. Das weiße Sofa in der Mitte des Zimmers ließ sich aufklappen und als Gästebett benutzen.

Als sie vor zwei Jahren gemeinsam mit David, ihrem Zwillingsbruder, ihren Heimatort im Schwarzwald verlassen hatte, um in München zu studieren, hatten sie für ein paar Wochen gemeinsam in diesem Zimmer gewohnt. Dann boten ihm zwei seiner Kommilitonen, die mit ihm im selben Semester Astronomie studierten, ein Zimmer in ihrer WG an und er zog zu ihnen.

Seitdem sah sie David nur noch selten. Seit einem halben Jahr hatte sie ihn gar nicht mehr gesehen. Er hatte sein Studium für ein Semester unterbrochen, um Teleskopanlagen in Chile zu besuchen.

Die Anden mit ihren hochaufragenden Gipfeln, der geringen Luftverschmutzung, der trockenen Luft und dem an den meisten Tagen des Jahres klaren Himmel waren der ideale Ort, um das Universum zu beobachten. Fiona gönnte ihm diese Reise von ganzem Herzen, aber sie vermisste ihn, und sie freute sich darauf, ihn wiederzusehen. Er hatte ihr vor ein paar Tagen eine Nachricht geschickt, dass er versuchen wollte, rechtzeitig zu der Semesterparty zurück zu sein. Bisher wusste sie aber nicht, ob er es schaffen würde.

»Alles gut?«, fragte Cindy, die ihr die Tür zu der weiten Diele mit der roten Kommode, den roten Garderobenhaken und den Palmen in den weißen Töpfen aufhielt.

»Ja, warum fragst du?«, wunderte sich Fiona.

»Du sahst gerade so nachdenklich aus.«

»Ich habe mich gefragt, ob mein Bruder wieder in der Stadt ist.«

»Du vermisst ihn, ich weiß«, sagte Cindy und streichelte Fiona über den Rücken.

»Es ist das erste Mal, dass ich so lange von ihm getrennt bin. Es ist eine ganz neue Erfahrung für mich.«

»Zwillinge eben«, sagte Cindy. »Würden Lottas Eltern heute nicht ihre Silberhochzeit feiern, wäre sie noch nicht zu ihnen nach Garmisch gefahren. Sie wäre hiergeblieben, in der Hoffnung, deinen Bruder auf der Party zu treffen. Er gefällt ihr, das weißt du.«

»Ich denke, da ist sie nicht die Einzige.«

»Nein, ist sie nicht«, stimmte Cindy Fiona schmunzelnd zu.

Irgendwann wird er mir seine große Liebe vorstellen, dachte Fiona, während sie und Cindy die Treppe ins Erdgeschoss hinunterliefen. Natürlich würde sie sich für ihn freuen, auch wenn sie ihn dann mit dieser Frau teilen musste. David war nicht nur ihr Bruder, er war auch ihr bester Freund, mit dem sie all ihre Geheimnisse teilte. Es war ihr klar, dass sie nicht auf Dauer an erster Stelle in seinem Leben stehen würde, aber diese Vorstellung, dass er einer anderen Frau näher sein könnte als ihr, tat weh. Zugeben würde sie das allerdings nicht, schließlich lag ihr Davids Glück am Herzen. Das bedeutete, sie würde alles daransetzen, dass sie und diese Frau, mit der er sein Leben teilen wollte, beste Freundinnen wurden.

»U-Bahn oder Taxi?«, fragte Cindy, als sie gleich darauf das Haus verließen.

»Heute leisten wir uns ein Taxi«, entgegnete Fiona und winkte dem freien Taxi, das in die Straße einbog.

*

Für das Treffen zum Semesterende hatten die Philosophiestudenten eine Eventlocation am Stadtrand gemietet. Der mit blauem Neonlicht beleuchtete Raum lag im Erdgeschoss eines roten Backsteingebäudes, das zu einer vor zehn Jahren stillgelegten Kartonagenfabrik gehörte.

Die Wände waren mit weißem Rauputz gestrichen, auf dem Boden lag schwarzer strapazierfähiger Vinylboden. Am Ende des Raumes war die Bar, ein langer Tresen, der genau wie die Regale mit den Getränken, die an der Wand befestigt waren, von blauen und roten Strahlern beleuchtet wurde. Am Rand der großen Tanzfläche standen hohe runde Tische mit jeweils vier weißen Barhockern. Rockmusik tönte aus den Lautsprechern, die an der hohen Decke des Raumes angebracht waren.

»Schon ziemlich gut besucht, das sind bestimmt mehr als hundert Leute«, raunte Cindy Fiona zu, als sie den Raum betraten und auf die Tanzfläche schauten.

»Eher hundertfünfzig«, entgegnete Fiona.

»Wie auch immer, stürzen wir uns ins Vergnügen. Holen wir uns erst einmal etwas zu trinken«, sagte Cindy und hakte sich bei Fiona unter.

Hinter der Bar standen drei junge Frauen in bunten Kleidern und zwei junge Männer in Jeans und orangenen Hemden. Die fünf, die genau wie sie Philosophie studierten, hatten sich freiwillig für den Dienst hinter der Bar gemeldet. Nachdem sie ihre Kommilitonen begrüßt hatten, ließen sie sich von Gina, der zierlichen Blondine hinter der Bar, zwei Gin-Tonic auf Eis mit einer Scheibe Limone bringen und setzten sich an einen der Tische neben der Tanzfläche.

Während sie die Leute um sich herum beobachteten, wechselten sie immer mal wieder ein paar Worte mit den Kommilitonen und Kommilitoninnen, die an ihrem Tisch vorbeikamen. Es dauerte nicht lange, bis sie zwei Studienkollegen, die sie mit einem charmanten Lächeln um einen Tanz gebeten hatten, zur Tanzfläche folgten. Bald darauf verlor Fiona Cindy aus den Augen, die irgendwo in der Menge verschwand.

Sie tanzten jetzt zu etwas ruhigerer Musik, als plötzlich alle Frauen um sie herum zum Eingang des Raumes schauten. Als sie ihren Blicken folgte, wusste sie gleich, wem sie galten. Auch sie war von dem Anblick des großen schlanken Mannes in dem weißen Hemd und der schwarzen Jeans gefesselt, der im Eingang der Halle stand.

Das Licht fiel auf das schmale Gesicht mit den hohen Wangenknochen, ließ seine hellen Augen strahlen und sein Lächeln, als er sich durch sein dichtes dunkles Haar fuhr, war unglaublich anziehend. Es dauerte ein paar Sekunden, bis ihr klar wurde, dass es David, ihr Bruder, war, den sie gerade anstarrte.

Sie verließ die Tanzfläche, ging zur Bar und trank ein Glas Wasser. Offensichtlich hatte der Alkohol ihr die Sinne vernebelt. Sonst hätte sie ihren Bruder sicher nicht auf diese Weise angesehen. Nachdem sie das Wasser getrunken hatte, wollte sie sich auf die Suche nach Cindy machen, als sie eine Hand auf ihrer Schulter spürte.

»Hallo, Schwesterchen, ich bin zurück«, hörte sie David sagen.

»Ich freue mich, dich zu sehen«, antwortete sie leise, drehte sich langsam um und versank in seinen hellen blauen Augen.

»Schön, wieder hier zu sein«, sagte er und nahm sie in seine Arme. »Ich hoffe, du hast mich ein bisschen vermisst.«

»Ja, habe ich«, entgegnete sie lächelnd, als er sie losließ und liebevoll anschaute.

»Du hast mir gefehlt. Ich kann wohl nicht lange ohne meine Zwillingsschwester sein«, gestand er ihr und hauchte ihr einen Kuss auf das Haar. »Komm, lass uns tanzen«, bat er sie.

»Wenn du mit mir auf die Tanzfläche gehst, wirst du einige Mädchen enttäuschen.«

»Darüber mache ich mir keine Gedanken«, sagte er und nahm sie an die Hand.

Mit dem Tanzen klappte es zunächst nicht. David wurde gleich von allen Seiten bestürmt, nicht nur von den Studentinnen, die ihn mit verträumten Augen ansahen, auch einige seiner Freunde, die auf der Tanzfläche waren, wollten von ihm wissen, was er in den vergangenen Monaten erlebt hatte. Er versprach, sich in ein paar Minuten an der Bar mit ihnen zu treffen und wandte sich wieder Fiona zu.

»Du bist wunderschön«, raunte er ihr zu, als er sie während des Tanzes sanft umfasste.

»Dein Aussehen ist nicht minder beeindruckend«, entgegnete sie.

»Wenn du das sagst«, antwortete David lächelnd und zog sie zärtlich an...

Erscheint lt. Verlag 13.5.2025
Reihe/Serie Die neue Praxis Dr. Norden
Verlagsort Hamburg
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Arzt • Chefarzt • Doktor • Dr. Daniel • Dr. Laurin • Fortsetzungsroman • Klinik • Krankenhaus • Krankenschwester • Landdoktor • Martin Kelter Verlag
ISBN-10 3-69049-273-4 / 3690492734
ISBN-13 978-3-69049-273-7 / 9783690492737
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