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Das Rätsel Andreas (eBook)

Die neue Praxis Dr. Norden 70 - Arztserie
eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
100 Seiten
Blattwerk Handel GmbH (Verlag)
978-3-69049-274-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Das Rätsel Andreas -  Carmen von Lindenau
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Die neue Praxis Dr. Norden - So war es nicht geplant, doch Dr. Danny Norden betrachtet es als Chance. Äußere Umstände zwingen ihn zu einem Neustart. Und diesen nimmt Danny tatkräftig in Angriff, auch, wenn er mit Abschied, Trennung, Wehmut verbunden ist. Dr. Danny Norden praktiziert jetzt in seiner neuen, modernen, bestens ausgestatteten Praxis. Mit Kompetenz, Feingefühl und Empathie geht er auf seine Patienten zu und schafft ein Klima, das die Genesung fördert: eben Dr. Danny Norden, wie er leibt und lebt, und er wird immer besser! »So viele Blume!«, rief Oda, die Olivia auf ihren Armen trug. »Ja, viele Blume«, stimmte Vincent seiner Schwester zu. Die beiden schauten auf die bunte Blütenpracht in den mit Holz eingerahmten Hochbeeten, die in dem Gewächshaus des Gartenvereins standen, der an diesem Samstag sein 100-jähriges Bestehen feierte. »Oda auch Blume hat«, erklärte das kleine Mädchen und deutete auf die weiße Strickjacke mit dem Veilchenmuster, das es zu seinem hellblauen Kleidchen und der weißen Strumpfhose trug. »Vince keine Blume«, stellte ihr Bruder, der von Daniel getragen wurde, enttäuscht fest, als er auf seine blaue Strickjacke und seine rote Hose blickte. »Vince auch Blume habe«, sagte Oda. Sie schaute auf die roten Blüten, die von einem Rosenstrauch, der im Hochbeet wuchs, abgefallen waren. Im Vorbeigehen nahm sie eine der Blüten und reichte sie ihrem Bruder. »Vince auch Blume hat«, verkündete der Junge mit einem strahlenden Lächeln. »Ja, ganz schöne Blume«, entgegnete Oda und nickte. »Es sind die kleinen Gesten, die uns wirklich glücklich machen«, stellte Olivia fest und hauchte ihrer Tochter einen Kuss auf ihre hellroten Löckchen. »So ist es«

»So viele Blume!«, rief Oda, die Olivia auf ihren Armen trug.

»Ja, viele Blume«, stimmte Vincent seiner Schwester zu.

Die beiden schauten auf die bunte Blütenpracht in den mit Holz eingerahmten Hochbeeten, die in dem Gewächshaus des Gartenvereins standen, der an diesem Samstag sein 100-jähriges Bestehen feierte.

»Oda auch Blume hat«, erklärte das kleine Mädchen und deutete auf die weiße Strickjacke mit dem Veilchenmuster, das es zu seinem hellblauen Kleidchen und der weißen Strumpfhose trug.

»Vince keine Blume«, stellte ihr Bruder, der von Daniel getragen wurde, enttäuscht fest, als er auf seine blaue Strickjacke und seine rote Hose blickte.

»Vince auch Blume habe«, sagte Oda. Sie schaute auf die roten Blüten, die von einem Rosenstrauch, der im Hochbeet wuchs, abgefallen waren. Im Vorbeigehen nahm sie eine der Blüten und reichte sie ihrem Bruder.

»Vince auch Blume hat«, verkündete der Junge mit einem strahlenden Lächeln.

»Ja, ganz schöne Blume«, entgegnete Oda und nickte.

»Es sind die kleinen Gesten, die uns wirklich glücklich machen«, stellte Olivia fest und hauchte ihrer Tochter einen Kuss auf ihre hellroten Löckchen.

»So ist es«, antwortete Daniel lächelnd und drückte seinen Sohn liebevoll an sich.

Anlässlich seines Jubiläums hatte der Verein die Nachbarschaft zu Kaffee und Kuchen eingeladen, auch das neue Vereinshaus sollte mit diesem Treffen offiziell eingeweiht werden. Vor einigen Jahren hatte der Verein beschlossen, das alte Steingebäude durch ein Gewächshaus zu ersetzen. Neben den Pflanzen, die dort das ganze Jahr wuchsen, gab es in dem neuen Haus genügend Raum für die Treffen der Vereinsmitglieder.

In der Mitte des mit roten Steinen gepflasterten Platzes stand ein rustikaler runder Holztisch mit zehn Stühlen, der Tisch des Vorstandes. Mehrere kleinere Tische waren um den großen herum platziert. Für die Gäste aus der Nachbarschaft hatten die Vereinsmitglieder Tapeziertische mit weißen Tischdecken und Partybänke aufgestellt. Hochgewachsene Palmen bedeckten einen Teil des Glasdaches, ließen aber noch genügend Licht in das Haus hinein, um es in jedem Winkel zu erhellen und die in dem Glas gespeicherte Energie als angenehme Wärme in dem Gewächshaus zu verteilen.

Fast alle Plätze waren schon belegt, die Gäste bestens gelaunt und in Feierlaune, wie das fröhliche Lachen, das Klappern der Teller und Tassen verriet. Daniel und Olivia wurden von allen Seiten freundlich begrüßt, als sie sich den Tischen näherten. Auch die Zwillinge wurden mit ihren Namen willkommen geheißen.

Gusti Meier, die zum Vorstand des Vereins gehörte, kam ihnen entgegen, um sie zu begrüßen. So wie die anderen fünf Damen am Tisch des Vorstandes trug sie ein moosgrünes Dirndl.

»Schön, dass Sie es einrichten konnten, wir freuen uns, Sie hier bei uns zu haben«, sagte Gusti, reichte zuerst Olivia und danach Daniel die Hand. »Bitte, kommen Sie, wir haben noch Platz an unserem Tisch«, bat sie Daniel und seine Familie, ihr zu folgen.

»Geh, der Herr Doktor, das ist aber schön«, sagte Frau Wachtelhuber, die mit ihrem Mann und dem Ehepaar Hausner am Tisch des Vorstandes saß. Nachdem Daniel und Olivia alle begrüßt hatten, trafen Valentina und Korbinian ein. Da die beiden zum Vorstand gehörten, trug auch Valentina ein moosgrünes Dirndl und Korbinian, genau wie die anderen Herren am Tisch, einen grauen Trachtenanzug mit moosgrüner Weste.

»Valentina, Korbinian«, riefen die Zwillinge und wackelten vor Freude mit den Beinchen, als sie die beiden sahen.

»Hallo, ihr Süßen«, sagte Valentina, streichelte zuerst Vincent, danach Oda über die Hand. Nachdem sie und Korbinian Daniel und Olivia begrüßt hatten, setzten sie sich zu ihnen an den Tisch.

»Andreas, geh mal her und mach ein Foto von unserem Tisch!«, rief Gusti einem jungen Mann zu, der mit einem Fotoapparat vor einem Hochbeet mit violetten und weißen Rhododendron Pflanzen stand und fotografierte.

»Ich bin gleich bei Ihnen«, antwortete Andreas, ein sportlicher junger Mann mit hellbraunem Haar, der Jeans und einen weißen Pullover trug.

»Ist er privat hier oder haben Sie ihn für Ihre Feier engagiert?«, wollte Daniel von Gusti wissen. Andreas Steiner, ein professioneller Fotograf, der sich auf Landschaftsaufnahmen für Reisemagazine spezialisiert hatte, gehörte zu seinen Patienten. Dass er sich beruflich für den örtlichen Gartenverein interessierte, erschien ihm unwahrscheinlich.

»Seine Patentante ist schon lange Mitglied in unserem Verein. Sie hat ihn um diesen Gefallen gebeten«, erklärte ihm Gusti. »Da ist ja die Bea, seine Verlobte!«, rief sie und winkte einer jungen Frau mit langem blondem Haar, die ein rosafarbenes Dirndl trug.

Daniel nickte Bea freundlich zu. Die junge Polizistin gehörte auch schon seit Längerem zu seinen Patientinnen, die bisher aber glücklicherweise nur wegen Kleinigkeiten wie einer Erkältung oder der einen oder anderen Blessur, die sie sich während des Dienstes zugezogen hatte, bei ihm war.

»Hallo, Doktor Norden«, begrüßte Bea ihren Hausarzt, als sie zu ihrem Tisch kam.

»Papa, Mann umfallt!«, rief Vincent in diesem Moment und fuchtelte vor Aufregung mit den Ärmchen.

»Ja, Bode liegt!«, stimmte Oda ihrem Bruder zu, die genau wie er auf das Hochbeet mit den Rhododendren schaute.

»Andreas!«, rief Bea erschrocken und eilte zu ihrem Freund, der mit geschlossenen Augen auf dem Boden lag.

»Ich sehe nach ihm«, sagte Daniel und übergab Vincent an Valentina, die neben ihm saß.

»Papa Mann gesund mache«, erklärte Vincent und sah Valentina an.

»So ist es, mein Kleiner, euer Papa sorgt dafür, dass er wieder gesund wird«, stimmte Valentina dem Jungen zu und zog ihn liebevoll an sich.

Inzwischen waren auch einige andere Besucher auf Andreas aufmerksam geworden und waren aufgestanden, um herauszufinden, was da vor sich ging. Sie traten aber sofort zur Seite, als Daniel sich dem jungen Mann näherte.

»Das ist nicht das erste Mal, dass ihm das passiert«, ließ Bea Daniel wissen. Sie war neben Andreas in die Hocke gegangen und hatte ihre Hand auf seine Stirn gelegt.

»Wie oft passiert es denn?«, fragte Daniel, während er seine Finger auf Andreas` Hals legte, um seinen Puls zu überprüfen.

»Immer mal wieder, so alle drei bis vier Tage. Vielleicht ist es eine verschleppte Grippe. Er hat auch oft Kopf- und Magenschmerzen.«

»Und seit wann?«

»Es fing vor etwa sechs Wochen an.«

»Hallo, Herr Steiner, wie geht es Ihnen?«, fragte Daniel Andreas, der in diesem Moment wieder zu sich kam und die Augen aufschlug.

»Alles wieder gut, ich habe wohl nur zu wenig getrunken«, sagte Andreas und richtete sich langsam auf.

»Das allein kann nicht der Grund sein, so oft, wie das passiert. Du solltest dich mal gründlich untersuchen lassen«, sagte Bea.

»Mir geht es gut, das war nichts«, versicherte Andreas ihr und sah Daniel an, der erneut seinen Puls überprüfte.

»Ein Blutbild und ein EKG wären schon eine gute Idee«, sagte Daniel. Auch wenn Andreas` erhöhter Pulsschlag sich wieder normalisiert hatte, war auch er der Meinung, dass der junge Fotograf, sich vorsichtshalber durchchecken lassen sollte.

»Ich denke darüber nach, Doktor Norden, vielen Dank, für Ihre Hilfe«, bedankte sich Andreas bei Daniel, der ihm die Hand reichte und ihm half, vom Boden aufzustehen.

»Du solltest nicht nur darüber nachdenken«, sagte Bea.

»Ich werde mich darum kümmern, versprochen«, antwortete Andreas, als auch Bea sich wieder aufgerichtet hatte.

»Ist Ihnen noch schwindlig?«, wollte Daniel von ihm wissen.

»Nein, es geht mir gut. Ich werde mich jetzt um die Aufnahmen kümmern, die ich dem Vorstand versprochen habe«, sagte Andreas und bedankte sich bei Bea, die die Kamera aufgehoben hatte, die ihm auf den Boden gerutscht war.

»Sollte noch etwas sein, ich bin noch eine Weile hier«, ließ Daniel den jungen Fotografen wissen.

»Ich hoffe, ich muss Sie und Ihre Familie nicht erneut stören.«

»Wenn jemand Hilfe braucht, dann empfinde ich das nicht als Störung. Ich hätte den falschen Beruf gewählt, wenn es so wäre.«

»Geht mir genauso«, sagte Bea.

»Richtig, niemand geht zur Polizei, wenn sie oder er nicht das Bedürfnis hätte, anderen in Not zu helfen«, stimmte Daniel Bea zu.

»Was dann wohl bedeutet, dass wir immer im Einsatz sind«, stellte Bea fest.

»Ja, ich denke, so ist es, also dann noch viel Spaß«, sagte Daniel und ging zurück zum Tisch des Vorstandes.

»Wie geht es unserem Fotografen?«, fragte Gusti, die, wie alle anderen auch, aufgestanden war, um nach Andreas zu sehen, inzwischen aber wieder auf ihrem Platz saß.

»Es geht ihm gut«, versicherte ihr Daniel, obwohl er nicht davon überzeugt war, dass es dem jungen Mann wirklich gut ging, aber darüber würde er, abgesehen von Olivia, mit niemandem sprechen.

»Mann gesund?«, fragte Vincent, als Daniel ihn wieder auf seinen Schoss setzte.

»Ja, alles gut, mein Schatz«, versicherte er seinem Sohn.

»Natürlich Mann wieder gesund, Papa da war«, erklärte Oda und sah ihren Vater voller Stolz an.

»Danke für dein Vertrauen, Schätzchen«, sagte Daniel lächelnd und streichelte seiner Tochter, die auf Olivias Schoss saß, liebevoll über das Haar.

»Wir alle vertrauen Ihnen, Herr Doktor«, erklärte Gusti und die anderen am Tisch stimmten ihr zu.

»Und ich vertraue meinem Team.«

»Freilich, die Lydia und die Sophia besitzen auch unser aller Vertrauen. Hoffentlich haben sie ein bissel Spaß in der Hauptstadt. Diese...

Erscheint lt. Verlag 27.5.2025
Reihe/Serie Die neue Praxis Dr. Norden
Verlagsort Hamburg
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Arzt • Chefarzt • Doktor • Dr. Daniel • Dr. Laurin • Fortsetzungsroman • Klinik • Krankenhaus • Krankenschwester • Landdoktor • Martin Kelter Verlag
ISBN-10 3-69049-274-2 / 3690492742
ISBN-13 978-3-69049-274-4 / 9783690492744
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