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Just Deserts - Schattenspiele von Schikanen (eBook)

Ein packender Kriminalroman
eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
184 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-8192-8531-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Just Deserts - Schattenspiele von Schikanen -  Marie Bullock
Systemvoraussetzungen
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Gift, Flammen, Gerechtigkeit - ein Krimi, der unter die Haut geht. Ein verheerender Brandanschlag in einer privaten Garage bringt die Privatdetektivin Fumi Geiger und ihren Azubi Felix Rautenberg in höchste Alarmbereitschaft. Denn dieselbe DNA wird an einem anderen Tatort gefunden - ein Landschaftsgärtner kam durch Tollkirsche und Fliegenpilz zu Tode. Gemeinsam verstrickt sich das Ermittler-Duo immer tiefer in ein dunkles Netz aus Mobbing, Sucht und Racheaktionen. Wer ist das nächste Opfer, wer der Mörder? Können Fumi und Felix die Wahrheit ans Licht bringen oder zahlt eine Unschuldige den Preis?

Die Autorin Marie Bullock wurde in den 1970er Jahren in Süddeutschland geboren. Sie verbrachte einige Zeit in Japan. "Mobbing hat seinen Preis" ist ihr zweiter Roman. Ihr erster Roman "Irrgarten unter roter Sonne" ist ein Liebesroman mit überraschendem Ausgang.

Kapitel 2


Am Montagmorgen klingelte das Telefon in Fumi Geigers Büro in Aschfurt bei München. Sie hatte die Privatdetektei von ihrem Mann übernommen, als er einen Posten als Kriminalkommissar bei der Polizei gefunden und sich kurz nachher von ihr scheiden lassen hatte, weil er dem Charme einer Kollegin erlegen war. Da es in ihrer Ehe schon lange gekriselt hatte, war es für Fumi keine besondere Überraschung gewesen. Sie hatte schon vorher als Assistentin ihres Mannes in der Detektei mitgearbeitet und war mit dieser Arbeit bestens vertraut. Mittlerweile war sie zusammen mit zwei freien Mitarbeitern – nämlich einem ehemaligen Türsteher und einer jungen Studentin - seit drei Jahren erfolgreich auf dem Markt vertreten, ließ aber auf der Firmenwebseite ihren Vornamen weg, um durch den exotischen Klang keine potentiellen Kunden abzuschrecken. Da sie als Kind japanischer Eltern in Deutschland aufgewachsen war – ihr Vater war bei BMW Ansprechpartner für Gemeinschaftsprojekte mit japanischen Firmen gewesen -, sprach sie akzentfrei Deutsch. Im Moment beschäftigte sie auch einen Vollzeit-Praktikanten namens Felix, sehr gutaussehend, vielleicht zu gutaussehend, der gerade die Ausbildung für Privatermittler absolvierte. Den Türsteher Simon rief sie immer dann an, wenn der Einsatz gefährlich wurde und sie einen starken Mann brauchte. Die attraktive, junge Verena ließ sich gut als Venusfalle einsetzen. Da Fumi jedoch in letzter Zeit diese Qualität für ihre Fälle wenig gebraucht hatte, ließ sie Verena hin und wieder die Buchhaltung machen. Fumi klickte auf den Annehmen-Knopf.

„Grüß Gott, mein Name ist Silke Schepers. Ist hier das Detektivbüro Geiger?“ Die Stimme am anderen Ende war kaum zu hören.

„Ja, ich bin Fumi Geiger. Wie kann ich Ihnen helfen?“

„Sie sind der Privatdetektiv?“

„Ja, ich bin die Privatdetektivin.“ Viele Leute waren überrascht, dass sie eine weibliche Stimme hörten. Es gab noch nicht so viele Privatdetektivinnen. Und noch weniger Japanerinnen, die als Privatdetektivinnen arbeiteten.

„Ich … ich brauche Ihre Hilfe.“

„Worum geht es?“, fragte Fumi.

„Also, also … es ist so.“ Die Anruferin schien erst ihre Gedanken sammeln zu müssen. „Also, mein Mann liegt im Krankenhaus mit schweren Brandwunden. Er hat sich gerade in einem Holzhaus aufgehalten, also in unserer Garage, wo er ein Auto repariert hat.“ Sie stockte einen Moment, fasste sich aber gleich wieder und sprach mit tränenerstickter Stimme weiter: „Dann… dann hat es angefangen zu brennen und er konnte nicht raus, weil alle Türen abgesperrt waren. Ich war in der Küche und hab abgespült. Die Küche ist auf der anderen Seite vom Haus und ich hab es zuerst nicht mitbekommen. Dann hab ich was gerochen und bin zur Garage gerannt. Aber ich hab keine der beiden Türen aufmachen können.“

„Wissen Sie, wer die Türen abgesperrt hat?“, fragte Fumi.

„Nein. Deshalb rufe ich Sie ja an.“

„Haben Sie die Polizei gerufen?“

„Ja, gleich nachdem die Feuerwehr gerufen wurde, aber die tut nicht viel. Die glauben mir nicht, dass jemand Fremdes die Türen abgesperrt hat. Also, die meinen, entweder war er unaufmerksam oder … tja, das ist der Hauptgrund, warum ich mich an Sie wende: Sie verdächtigen mich oder meinen Sohn, der noch bei uns wohnt.“

„Verstehe.“

„Unglaublich. Ich bin echt verzweifelt, weil ich wirklich nichts gemacht habe. Mein Mann ist schwer verletzt im Krankenhaus – und mir und meinem Sohn wird noch mit Gefängnis gedroht. Meine Anwältin meinte nun, dass es sinnvoll wäre, einen Privatdetektiv hinzuzuziehen, weil sie nur darauf pochen kann, dass es nicht genügend Beweise für unsere Schuld gibt. Den Fall kann sie jedoch nicht lösen.“ „Dann kommen Sie bitte bei mir vorbei. Wann haben Sie Zeit?“ Fumi zog den Fotokalender, in den sie ihre Termine schrieb, näher zu sich heran. Natürlich trug sie diese auch in die Kalender-App ihres iPhones, doch schriftliche Aufzeichnungen stellten bessere Beweise dar, falls sie selbst im Trubel einer Untersuchung einmal wirklich verschwinden sollte. Dann hätte die Polizei einen Anhaltspunkt.

„Das ist egal. Ich kann auch schon heute Nachmittag zu Ihnen kommen“, erwiderte Frau Schepers.

„Morgen passt es mir besser. Haben Sie um zehn Uhr Zeit?“ „Ja, morgen Vormittag geht es. Ihre Adresse ist Gambacher Straße 42 in Aschfurt, oder?“ Man hörte ein Schniefen.

„Das ist richtig. Wir sehen uns morgen.“

Freitagvormittag um fünf vor zehn klingelte es. Fumi öffnete die Tür ihres Büros. Vor ihr stand eine Dame mit braunen Haaren, einer schlichten blauen Jacke und einem schwarzen Rock. Fumi schätzte sie auf ein paar Jahre älter als sie selbst, um Mitte 40.

„Grüß Gott. Mein Name ist Silke Schepers“, sagte die Frau, während sie sich ein zerknülltes Taschentuch vor den Mund hielt. Ihre Augen sahen geschwollen aus. Sie sah kurz auf, als sie Fumis Gesicht sah, das momentane Staunen der Kunden, während ihr Gehirn Fumis von pechschwarzen, schulterlangen Haaren umrahmtes Gesicht mit ihrem akzentfreien, perfekten Deutsch kombinierte – aha, wahrscheinlich zweite Generation in Deutschland oder adoptiert – dieses sekundenlange Schweigen war Fumi längst gewohnt.

„Guten Tag. Ich bin Fumi Geiger. Bitte kommen Sie doch rein.“ Mit einer Handgeste zeigte Fumi ihr, dass sie auf dem schwarzen Ledersofa Platz nehmen sollte.

„Tee oder Kaffee?“, fragte Fumi.

„Tee, bitte“, antwortete Frau Schepers leise. Sie setzte sich und strich ihren Rock zurecht. „Felix, bringst du mir bitte Tee?“, rief Fumi zum Nebenzimmer. „Ja, sofort“, ließ sich eine junge Männerstimme vernehmen.

„Dann erzählen Sie bitte.“ Sie setzte sich auf einen Sessel gegenüber ihrer potentiellen Kundin, und nahm ihr Notizheft, um sich die wichtigsten Informationen aufzuschreiben. Sie hatte es zwar einmal mit der Notiz-Apps ihres Handys versucht, was ihr jedoch zu unpraktisch war. So notierte sie alles noch immer auf die altmodische Weise. Felix dagegen tippte jegliche Informationen in sein Smartphone.

Dieser kam mit einem Tablett zur Tür herein, auf dem zwei blaue Teetassen und eine Teekanne standen. Vorsichtig stellte er es auf dem kleinen Couchtisch ab. „Das ist mein Assistent. Er absolviert gerade die Ausbildung zum Privatdetektiv und für drei Monate macht er bei mir ein Praktikum“, stellte Fumi Felix vor.

„Guten Tag“, sagte er und hielt Frau Schepers die Hand hin. Sie ergriff sie kurz und murmelte ebenfalls eine Begrüßung. Felix hatte braune leicht gewellte Haare, grün-braune Augen und ein schön geschnittenes Gesicht. Nur die Nase war etwas zu groß geraten, da er jedoch stolze ein Meter neunzig und einen athletischen Körperbau aufwies, tat dies seiner Attraktivität keinen Abbruch. Eigentlich war er gewöhnt, dass Frauen ihm bei der ersten Begegnung einen etwas längeren, bewundernden Blick zuwarfen, aber alle, die hier ankamen, hatten so viel Kummer auf dem Herzen, dass sie ihn regelrecht ignorierten.

„Wenn es Ihnen nichts ausmacht, wird Felix hierbleiben und sich ihre Geschichte ebenfalls anhören. Dann brauche ich ihm nicht alles zu erzählen.“

„Ja, schon gut. Es war so“, begann Frau Schepers und griff nach der angebotenen Teetasse. „Mein Mann – er heißt Hermann – ist Kfz-Mechatroniker. Normalerweise arbeitet er in Einbergen in einer Werkstatt. Aber am Wochenende repariert er Autos für Freunde und Bekannte zu Hause in Glatt felden. Das macht er in einer alten Holzgarage neben unserem Haus. Letzten Sonntagnachmittag hat er ein Auto für irgendwen repariert, ich weiß nicht für wen, wahrscheinlich für einen Bekannten. Wie gesagt, ich war gerade in der Küche weit weg davon.“ Während sie sprach, drückte sie das Taschentuch in ihrer Hand unablässig, als wollte sie eine Zitrone auspressen. Stockend sprach sie weiter. „Mein Küchenfenster war gekippt. Plötzlich hat es komisch gerochen – irgendwie verbrannt. Zuerst … zuerst dachte ich, der Herd wäre noch eingeschaltet und etwas brennt dort an, doch dann hab ich Hermann schreien hören. Ich bin - also - ich bin zur Garage gerannt und dann seh ich Flammen da … da rauskommen. Ich wollte die Tür aufmachen, also die zur Garage, aber die Tür war abgesperrt. Dann bin ich aus der Haustür zum Garagentor gelaufen, und das war wegen einer regelrechten Feuersbrunst kaum mehr zu sehen.“

„Ist da kein Fenster?“, fragte Fumi, während sie schnell in ihr Notizheft schrieb.

„Doch, aber dort am Fenster hat es auch schon total gebrannt. Ich hab die Feuerwehr gerufen und einen Hammer gesucht, um die Verbindungstür einzuschlagen. Währenddessen hat mein Nachbar, der Walter, versucht, die Tür aufzukriegen, indem er sich dagegen geworfen hat, aber es hat nicht funktioniert.“ Sie weinte leise in ihr Taschentuch, wischte sich dann mit der Hand über die Augen und sprach weiter. „Es war zu spät. Ich hab...

Erscheint lt. Verlag 24.4.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Krimi / Thriller
Schlagworte Detektivgeschichte mit japanischem Flair • Detektivroman aus Deutschland • Ermittlerduo Krimi • Ermittlerduo mit ungewöhnlicher Dynamik • forensischer Krimi • Intrigen und Rache • Japan • Krimi • Krimi Ermittlerteam • Krimi mit interkulturellem Ermittlerteam • Kriminalroman mit weiblicher Ermittlerin • Kriminalroman Mobbing • Kriminalthriller Ermittlerteam • Krimi über Serienkiller Serientäter • krimi weibliche ermittler • Mobbing • Privatdetektivin Thriller • Private Ermittler & Detekteien • Private Ermittler Geschichte • Privatermittler Thriller • Psychothriller über Serienmorde • Rache • Spannender Thriller mit Serienkiller • Suchtproblematik • Tatort Deutschland
ISBN-10 3-8192-8531-8 / 3819285318
ISBN-13 978-3-8192-8531-8 / 9783819285318
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