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Taxi, Tod und Teufel - Tagebuch eines Piraten (eBook)

Nordsee-Krimi

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Aufl. 2025
183 Seiten
beTHRILLED (Verlag)
978-3-7517-7588-5 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Taxi, Tod und Teufel - Tagebuch eines Piraten - Lena Karmann
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Auf dem Flohmarkt im Hafen von Palinghuus entdeckt Sarah das Tagebuch eines angeblichen Piraten aus dem 17. Jahrhundert. Doch kaum hat sie den Stand verlassen, lauert ihr ein unheimlicher Mann auf, der ihr das Buch für viel Geld abkaufen will. Sarah wird neugierig - befindet sich darin etwa eine Karte zu einem Schatz?

Trotz spannender Lektüre wird allerdings schnell klar, dass das Tagebuch gar nicht so alt ist, wie es aussieht. Und darin sind Mordfälle beschrieben, die vor 50 Jahren tatsächlich passiert sind! Enthält das Buch etwa Hinweise, mit denen Sarah den Täter von damals überführen kann?

Über die Serie: Palinghuus in Ostfriesland: Zwischen weitem Land und Wattenmeer lebt Sarah Teufel mit ihrem amerikanischen Ex-Mann James in einer Windmühle. Gemeinsam betreiben sie das einzige Taxiunternehmen weit und breit - mit einem Original New Yorker Yellow Cab! Bei ihren Fahrten bekommt Sarah so einiges mit. Und da die nächste Polizeistation weit weg ist, ist doch klar, dass Sarah selbst nachforscht, wenn etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Denn hier im hohen Norden wird nicht gesabbelt, sondern ermittelt!

eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung!



<p>Die gebürtige Schwäbin Lena Karmann lebt mit Mann und Kind in der Nähe von Bremen. Sie arbeitet als kaufmännische Angestellte, liest gern, vor allem Krimis, und geht mit ihrem Hund am Strand spazieren. Ihre Begeisterung für ihre neue Heimat Ostfriesland hat sie zu ihrer ersten eigenen Krimireihe »Taxi Tod &amp; Teufel« inspiriert.</p>


1. Kapitel


»Jetzt bin ich schon seit drei Stunden mit dir unterwegs, und es hat sich noch immer kein Verbrechen ereignet«, beklagte sich Britta Kerstenbach ironisch, während sie auf dem Deich vor Palinghuus gemeinsam mit ihrer besten Freundin Sarah Teufel unterwegs war. Es war der dritte Samstag im Mai, und auf dem Deich und im Hafen wurde traditionell Flohmarkt veranstaltet – auch wenn das nicht so ganz richtig war, denn traditionell fanden die Flohmärkte von April bis September immer am zweiten Samstag im Monat statt. In diesem Jahr hatte man von der Regel aber abweichen müssen, da am Wochenende zuvor das Festival Tausend Watt am Watt stattgefunden hatte.

Sarah blieb stehen und ließ den Blick über den Strand und das Meer wandern, das an diesem fast windstillen Tag so gut wie gar nicht in Bewegung zu sein schien. Die Möwen waren in Scharen inmitten der flachen Ausläufer der kaum vorhandenen Wellen unterwegs, um dort nach etwas Essbarem zu suchen, und stiegen nur kurz auf in die Lüfte, wenn ihnen die Badegäste in die Quere kamen, die auf dem Weg ins Wasser oder zurück an den Strand waren.

Der Flohmarkt war eine Mischung aus Ständen von Privatleuten und von Händlern, die von ihren Verkäufen lebten. Dementsprechend fanden sich auf dem Deich auch fast nur Profis, die für ihre Tische eine recht hohe Gebühr zahlen mussten, während die privaten Verkäufer im Hafen gar nichts zu bezahlen hatten.

An allen Ständen herrschte Gedränge, und das, obwohl der Strand auch ausgesprochen gut besucht war. Zweifellos hatte die Aussicht auf Sonnenschein und Temperaturen von über zwanzig Grad sowohl die Sonnenhungrigen als auch die Schnäppchenjäger nach Palinghuus gelockt.

»Der Tag is noch lang«, gab Sarah schmunzelnd zurück. »Es kann noch immer etwas passieren. Auch wenn es mir lieber wäre, wenn es gar nich erst dazu kommt. Mir steckt noch der letzte Mord in den Knochen, und Kommissar Scharrmann kann sicher auch darauf verzichten, die Statistik weiter in die Höhe zu treiben.«

»Na ja, mir ist es ja auch lieber, wenn sich das Verbrechen von uns fernhält«, sagte Britta, die ihre langen blonden Haare ausnahmsweise einmal offen trug, weil kein Wind sie ihr ständig ins Gesicht wehen konnte. Während Sarah wie üblich in Jeans und T-Shirt unterwegs war, trug ihre Freundin ein bunt gemustertes, langes und weit geschnittenes Leinenkleid, das sie selbstironisch auf den Namen Kartoffelsack getauft hatte. »Hier passiert schon genug, auch wenn es noch wenig ist im Vergleich zu Bremen oder Hamburg.«

»Dafür is unsere Aufklärungsquote viel, viel besser«, betonte Sarah, während sie beiläufig einen Blick auf den Stand warf, an dem sie gerade vorbeikamen. Sie stutzte. »Wer kauft denn heute noch alte Filme auf Video, und dann noch für ... hundert Euro?«, fragte sie verwundert und zeigte auf eine der klobigen Hüllen, auf der das Filmplakat von Das Imperium schlägt zurück zu sehen war.

»Sammler, die ihre alten Filme vor Jahren für eine Mark das Stück verkauft haben, als DVDs auf den Markt kamen«, antwortete der Händler, der ihre Frage mitbekommen hatte. »Irgendwann fällt den Leuten auf, wie sehr sie das vermissen, was sie für einen Spottpreis verscherbelt haben, um Platz für DVDs zu schaffen.«

»Und Sie nehmen solche Preise für alte Videokassetten, die Sie für eine Mark gekauft haben?«, fragte Britta ungläubig. »Ist das nicht schon Wucher?«

Der Händler strich sich über seinen Schnauzbart und entgegnete: »Der Markt regelt den Preis. Und Sie dürfen nicht vergessen, dass das alles hier zwanzig Jahre in einem Lagerraum gelegen hat, für den ich ziemlich viel Miete zahle. Und ich musste den Stand mieten und meinen Wagen betanken. Da kommt eine Menge zusammen.«

Sarah nickte verstehend. »Aber is das hier nich eigentlich der verkehrte Ort, um solche Sammlerstücke anzubieten? Wären Sie damit nich auf einer Filmbörse besser aufgehoben?«

»Sollte man meinen«, räumte er ein. »Aber auf eine Filmbörse gehen nur die Leute, die bereits wissen, was sie da wahrscheinlich finden werden. Die haben schon eine bestimmte Preisvorstellung, und außerdem sind da garantiert noch zehn andere Händler, die das meiste von diesen Filmen ebenfalls anbieten. Hier bin ich der Einzige, und hier kommen potenzielle Kunden vorbei, die nicht damit rechnen, solche alten Schätzchen noch mal wiederzusehen.«

Sarah zog eine Augenbraue hoch. »Das entbehrt nich einer gewissen Logik«, musste sie zugeben.

»Danke«, erwiderte der Verkäufer.

»Das wäre doch was für deinen Mann, oder?«, überlegte Britta.

»O ja«, bestätigte Sarah. »James wäre vermutlich kaum zu bremsen, zumal er das meiste nur aus seiner alten Heimat und damit in der Originalfassung kennt. Aber wir haben kein Abspielgerät, und ich weiß genau, dass er sich später ohrfeigen wird, weil er nicht weiß, wieso er sich dazu hat verleiten lassen, für viel Geld ein halbes Dutzend Filme zu kaufen, die er sich gar nich ansehen kann.«

»Dann sollten wir ihn besser vor diesem Schicksal bewahren und nichts sagen«, entschied ihre Freundin.

Sie gingen weiter, während sich der Händler einem älteren Ehepaar widmete, das auf das ungewöhnliche Angebot aufmerksam geworden war.

»Eigentlich dürfte man überhaupt nichts wegwerfen und stattdessen alles horten«, meinte Sarah, während sie an einem Stand mit einer riesigen Auswahl an Wolle und allem möglichen Handarbeitszubehör vorbeigingen, an dem großes Gedränge herrschte. »Wenn ich manchmal auf Ebay nach etwas suche und sehe, welche Preise da für Fernsehzeitungen aus den Siebzigern oder Achtzigern oder manchmal auch für reine Werbeprospekte verlangt werden ... Da denke ich immer, dass ich in zwanzig oder dreißig Jahren ein Vermögen damit machen könnte, wenn ich alles aufbewahre und am besten auch noch in Schutzhüllen einschweißen lasse.«

»Vergiss nicht, dass du das aber auch dreißig Jahre lang in einem Lagerraum liegen lassen musst, der dich eine Menge Geld kosten würde«, gab Britta zu bedenken. »Du hast es ja eben von diesem Händler gehört.«

Sarah zuckte betont lässig mit den Schultern. »Ich kann das doch alles wunderbar in deinem Yoga-Studio lagern. Da is Platz genug ...«

»... wenn gerade mal kein Kurs läuft«, warf Britta lachend ein. »Also kannst du deine imaginäre Sammlung für exakt eine Woche bei mir lagern, bis die Dachdecker fertig sind und es nicht mehr auf die Yoga-Matten regnet. Und auf deine wertvolle Sammlung künftiger Schätze.«

»Ach, bei meinem Glück in solchen Dingen würde ich am Ende ja doch niemanden finden, der solche Horrorpreise bezahlen will«, sagte Sarah und winkte ab.

»Apropos Horrorpreise«, erwiderte ihre Freundin und zeigte auf die Anlegestelle für die Fähre nach Baltrum, während sie die Treppe nahmen, die vom Deich nach unten in den Hafen führten. »Der neue Betreiber hat die Preise für die Überfahrten aber kräftig angezogen.«

»Ja, is mir auch aufgefallen«, musste Sarah ihr zustimmen. »Ich hatte zuerst gedacht, dass diese neue Firma nur den Festivalbesuchern das Geld aus der Tasche ziehen wollte, aber die Preise sind seitdem nich wieder nach unten korrigiert worden.«

»Damit tut er sich aber bestimmt keinen Gefallen«, fand Britta.

Sarah verzog den Mund. »Ich würde eher sagen, dass er nur sich einen Gefallen tut. Wer von der Insel auf das Festland muss, egal ob es Touristen oder Einheimische sind, der hat ja keine andere Wahl, wenn er den kürzesten Weg nehmen will. Natürlich kann man über Norden oder Bensersiel ausweichen, aber das dauert länger, auch wenn die Fahrten jetzt im Verhältnis günstiger sind, weil diese neue Firma hier so aufgeschlagen hat.« Nach einer kurzen Pause fügte sie skeptisch hinzu: »Und wenn ich diesen Parganini richtig verstanden habe, dann will seine Gesellschaft wohl auch andere Fähren übernehmen. Nich, dass die am Ende auch noch alle die Preise erhöhen.«

»Da kann man ja nur hoffen, dass unser Fährmann Fehrmann bald auftaucht und sich wieder selbst um seine Fähre kümmert«, sagte Britta. »Die Polizei hat noch keine Spur von ihm?«

»Nein, immer noch nichts«, musste Sarah bestätigen. »Der Mann is wie vom Erdboden verschluckt. Oder vom Wasser«, fügte sie betrübt hinzu. »Immerhin ist die Polizei im Hafenbecken schon mal nicht fündig geworden.«

»Immerhin ein kleiner Lichtblick«, fand Britta, während sie am ersten Stand der privaten Trödler vorbeigingen. Der Tisch war übersät mit Spielzeugautos in allen Größen und Farben. Ein paar Kinder liefen vor dem Tisch hin und her und nahmen mal das eine, mal das andere Modell in die Hand. Eine Mutter und zwei Elternpaare beobachteten das aufgeregte Treiben.

Der nächste meterlange Tisch war für Sieben- oder Achtjährige schon deutlich uninteressanter, da das Paar hinter dem Tisch anscheinend einen oder...

Erscheint lt. Verlag 1.8.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Krimi / Thriller
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte bethrilled • Gisa Pauly • Klaus Peter Wolf • Krimis • Küstenkrimi • Leer • Ostfriesland • Ostfriesland-Krimi
ISBN-10 3-7517-7588-9 / 3751775889
ISBN-13 978-3-7517-7588-5 / 9783751775885
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