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G. F. Unger Western-Bestseller Sammelband 80 (eBook)

3 Western in einem Band

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Aufl. 2025
192 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-7517-8038-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

G. F. Unger Western-Bestseller Sammelband 80 - G. F. Unger
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3 spannende Westernromane lesen und sparen!

G.F. Unger ist der erfolgreichste deutschsprachige Western-Autor. Mit einer Rekordauflage von über 250 Millionen Exemplaren gehört er zur internationalen Spitzenklasse der Spannungsliteratur. Und das zu Recht!

Niemand vermag es wie er, die unermesslichen Weiten des amerikanischen Westens und die Stärke der unerschrockenen Männer, die sie erschlossen, zu beschreiben. Erleben Sie den amerikanischen 'Wilden Westen', wie nur G.F. Unger ihn schildern kann: hart, authentisch, leidenschaftlich.

Dieser Sammelband enthält die Folgen 2587 bis 2589:

2587: Das Gold der Schwarzen Berge
2588: Sioux River
2589: Hunter

Der Inhalt dieses Sammelbands entspricht ca. 192 Taschenbuchseiten.
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Zuerst kommt Oldman Shannahan herein, die Tasche in der Rechten. Er trägt seinen Revolver links. Und er würde niemals den Fehler begehen, die wertvolle Tasche in die Linke zu nehmen.

Oldman Shannahan erinnert an einen alten Wolf, der schon voller Narben ist – und der dennoch mit seiner Klugheit und Erfahrung jedes Rudel bei der Jagd führen kann.

Sein Blick gleitet scharf in die Runde. Doch er kann Jones Gall in der Ecke nicht erkennen. Das Licht der Lampe blendet ihn und seine beiden Söhne noch zu sehr. Denn sie kommen aus der dunklen Postkutsche herein. Und die Beleuchtung draußen vor der Tür ist schwach.

Oldman Shannahan entscheidet sich für den Tisch neben der Tür.

Seine Söhne Ollie und Rowdy setzen sich gleichfalls. Sie wirken wachsam und misstrauisch. Vielleicht wittern sie instinktiv eine Gefahr, die sie nur noch nicht erkennen.

Dann werden sie von der Serviererin abgelenkt, die ihnen schon die Suppe bringt.

Als sie schlürfend löffeln, da geschieht es plötzlich.

Ihre Augen haben sich an das Licht gewöhnt.

Und überdies hat sich Jones Gall an seinem Ecktisch vorgebeugt. Sein Kopf ist nun in den Schein des Lampenlichts geraten.

Oldman Shannahan lässt plötzlich den Löffel fallen. Er zischt den Söhnen seine Befehle zu und will sich erheben.

Doch Jones Gall sagt laut in den Raum: »Zu spät, Oldman Lobo, zu spät, Amigos!«

Die drei erstarren.

»Da ist ja Jones Gall«, murmelt Ollie Shannahan staunend. »Hat der denn Flügel wie eine Fledermaus?«

»Ja, wie kommt er denn hierher?«, staunt sein Bruder Rowdy. »Oder ist das am Ende gar nicht Jones Gall, sondern ein anderer Knabe, der ihm ähnlichsieht wie ein Wildkater dem anderen?«

Es ist nun still im Raum. Das Klappern des Bestecks und das Klirren des Geschirrs verstummen.

Oldman Shannahan sagt in die Stille: »Jones Gall, hast du dich wegen uns so mächtig beeilt? Du hast den kürzeren Weg durch die Sawatch-Kette genommen und dabei gewiss fast das Pferd zuschanden geritten, nicht wahr? Und auch du musst halb tot sein!«

Oldman Shannahan bekommt keine Antwort darauf. Jones Gall sagt vielmehr pulvertrocken: »Bring es mir, Oldman Shannahan! Bring mir, was du Nick Barton abgenommen hast!«

Einige der Gäste, die der Tür nahe sind, verlassen den Raum. Andere, darunter auch das so ungleiche Paar am Nebentisch, das mit den Shannahans gekommen ist, ziehen sich in die andere Ecke zurück.

»Du bist ja verrückt, mein Junge«, sagt Oldman Pierce Shannahan endlich kalt. »Nick Barton ist tot. Es war ein ehrlicher Zweikampf. Ich bin sein Erbe, denn wir haben um den Erlös seines Wagenzuges gekämpft. Du hast Barton nicht schützen können. Du warst noch nicht mal die paar Dollar wert. Und was willst du denn noch?«

Jones Gall nickt.

»Richtig«, sagt er. »Nick Barton hat mich angeworben. Er hatte mein Wort. Das gilt noch immer! Ich hatte den Auftrag, das Geld sicher ans Ziel zu bringen. Sein Tod ändert nichts an meinem Auftrag. Deine Jungs hätten mich im Mietstall von Grand Junction nicht mit der Radspeiche niederschlagen dürfen, sondern töten müssen. Und jetzt her damit!«

»Du bist ja verrückt, Jones Gall!«, erwidert Oldman Shannahan. Seine Stimme klingt nun gepresst. »Du wirst dabei draufgehen, Jones, mein Junge. Ich will dir etwas geben – ja? Fünftausend Dollar? Und dann trennen wir uns als Freunde. Denn sonst – oha, Junge, sonst gibt es hier ein bitteres Sterben! Du gehst drauf – vielleicht auch ich oder einer meiner prächtigen Jungs. Warum wollen wir uns gegenseitig ...«

»Du redest zu viel, Oldman Shannahan«, unterbricht ihn Jones Gall. Dabei entgeht ihm nicht, dass Ollie Shannahan, der sich neben seinem Bruder Rowdy zumindest halb gegen Galls Sicht gedeckt glaubt, inzwischen seinen Revolver gezogen hat.

Rowdy wirft sich plötzlich mitsamt seinem Stuhl nach hinten. Und Ollie schießt auch wirklich unter dem Tisch hindurch.

Doch im selben Moment wird er getroffen. Er sieht nicht mal mehr, dass seine Kugel Gall verfehlt.

Er erlebt auch nicht mehr, wie sein brüllender Bruder Rowdy am Boden die Waffe freibekommt – und wie auch sein Vater die Waffe herausschnappt.

Dieser Oldman Shannahan ist noch immer ein gefährlicher Revolvermann.

Die Schüsse krachen dumpf. Der Pulverdampf breitet sich aus, beißt in den Augen.

Als Jones Gall seinen Revolver leer geschossen hat, verharrt er unter dem Tisch, unter den er sich hat fallen lassen. Und er kann nichts anderes tun als warten.

Er hört die stöhnenden Atemzüge der Gegner. Und dann hört er Oldman Shannahan mühsam sagen: »Hölle, warum musstest du ihm die Treue halten? Ich hätte dir auch zehntausend Dollar gegeben. Denn jetzt – oh, jetzt hat keiner mehr etwas von dem Geld – keiner ...«

Jones Gall hört das noch.

Dann wird er selbst bewusstlos.

Er hat gegen drei der gefährlichsten Banditen und Revolvermänner auf tausend Meilen in der Runde gekämpft.

Gegen die Shannahans hat noch nie ein einzelner Mann bestehen können.

✰✰✰

Als er erwacht, da weiß Jones Gall, dass er gewonnen hat.

Er begreift, dass er in einem Bett liegt. Jemand hat ihn entkleidet und seine Wunden versorgt.

Jones Gall seufzt erleichtert. Denn jetzt endlich spürt er die Freude, am Leben zu sein, atmen zu können.

Jones Gall bemerkt plötzlich, dass er nicht allein ist.

Am Fußende seines Bettes steht ein Mann. Jones erkennt ihn wieder. Es ist der wie ein ehemaliger Colonel aussehende Reisende aus der Postkutsche.

Der Mann betrachtet Jones ernst.

»Die Wunden sind nicht schlimm«, sagt er dann. »Es war wohl mehr die Erschöpfung, die Sie umgeworfen hat. Und diese alte Platzwunde am Kopf sieht mir so aus, als ob Sie mit einer Gehirnerschütterung jenen Ritt durch die Sawatch-Kette geschafft haben, den die meisten Männer im gesunden Zustand nicht vollbringen. Sie brauchen nur zwei oder drei Tage Ruhe. Kann ich noch etwas für Sie tun, Gall?«

Dieser schließt einen Moment die Augen. Er kann so besser nachdenken.

»Das Geld in der Reisetasche von Oldman Shannahan«, murmelt er schließlich. »Wo ist die Reisetasche?«

»Unter Ihrem Bett«, erwidert der Fremde. »Ich habe mir gedacht, dass Sie großen Wert darauf legen werden, nicht umsonst gekämpft zu haben. Ich habe schon alles geregelt. Ich bin Colonel T.B. Brennan.«

»Wenn Sie ein Pater wären, würde ich Sie wahrhaftig für einen Menschenfreund halten«, grinst Jones Gall verzerrt. »Aber Sie sind nicht mal Reverend. Also warum helfen Sie mir? In der Reisetasche sind fünfzigtausend Dollar. Und ich liege angeschossen in einem Bett. In dieser Siedlung gibt es kein Gesetz! Sind Sie wahrhaftig ein ehrenwerter Wohltäter? Gibt es das in diesem Land, wenn fünfzigtausend Dollar so leicht zu bekommen sind?«

Colonel T.B. Brennan lächelt seltsam. Es ist eine Mischung aus Weisheit, Bitterkeit und Nachsicht in diesem Lächeln. Er zeigt zwei gesunde Zahnreihen und wirkt dabei einige Jahre jünger. Wahrscheinlich ist er trotz seines grauen Haars nicht älter als fünfzig Jahre. Auch seine Bewegungen sind noch vital und voller Spannkraft.

»Gall«, sagt er, »man darf von Menschen nicht zu viel erwarten. Jeder ist sich mehr oder weniger selbst der Nächste und achtet darauf, dass man ihn nicht betrügt. Vielleicht wäre ich mit Ihren fünfzigtausend Dollar auf und davon – wenn ich nicht mit Ihnen ein Geschäft machen wollte, das mehr einbringt – viel mehr. Aber darüber reden wir in ein oder zwei Tagen. Ich hole Ihnen etwas zu essen, nicht wahr?«

Mit diesen Worten verlässt er das Zimmer.

Jones Gall staunt.

Was kann das für ein Geschäft sein, das mehr einbringt als fünfzigtausend Dollar?

Übrigens gehören ihm diese fünfzigtausend Dollar gar nicht! Die muss er an die Familie eines Toten schicken, dem er sein Wort gegeben hat. Er konnte nicht verhindern, dass dieser Mann getötet wurde. Aber er konnte ihm treu bleiben.

Als die Tür sich öffnet, da glaubt er, dass Colonel Brennan zurückkommt. Doch es ist nicht Brennan.

Die junge Frau aus der Postkutsche tritt ein. Sie hat sich umgekleidet. Sie setzt sich an den Bettrand.

»Hallo, Engel!«, sagt Jones Gall. »Sie habe ich doch vor einiger Zeit in einem Restaurant beim Abendessen gesehen. Wieso sind Sie mit mir im Himmel? Sind Sie ein richtiger Engel?«

»Bestimmt nicht«, lächelt sie. Dann beugt sie sich vor und holt die Reisetasche unter dem Bett hervor. Sie öffnet sie ohne Zögern und sieht hinein.

»Ist noch alles in der Tasche?«, fragt er. »Es müssen fünfzigtausend Dollar sein.«

Sie zuckt nur mit den Schultern. Aber sie greift hinein und wühlt in den Geldbündeln, betastet auch die ledernen Beutel mit den Goldstücken.

»Es kann schon stimmen«, sagt sie. »Die Shannahans jedenfalls hatten nur wenige Dollars in den Taschen. Diese fünfzigtausend Dollar bedeuten Ihnen wohl sehr viel, ja?«

»Nicht mir. Aber der Mann, dem sie gehörten, hinterlässt eine große Familie und hat, um dieser Familie eine sichere Existenz zu schaffen, eine Menge Schulden gemacht. Doch das ist eine lange Geschichte, Ma'am Grünauge. Sind Sie auch an den...

Erscheint lt. Verlag 10.5.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 2017 • 2018 • Abenteuer-Roman • alfred-bekker • Anthologie • Bestseller • Box • bud-spencer • buffalo-bill • Bundle • Cassidy • Chaco • clint-eastwood • Collection • Country • Cowboy • Deutsch • eBook • E-Book • eBooks • e-bundle • eBundle • Erwachsene • Exklusiv • für • GF • g f barner • Großband • Indianer • jack-slade • Jugend • Karl May • kelter-verlag • Kindle • Klassiker • Krimi • Laredo • larry-lash • Lassiter • lucky-luke • Männer • martin-wachter • Paket • pete-hackett • peter-dubina • Reihe • Ringo • Roman-Heft • Sammelband • Sammlung • Serie • sonder-edition • Staffel • Western-roman • Wilder Westen • Wilder-Westen • Winnetou • Wyatt Earp • Wyatt-Earp
ISBN-10 3-7517-8038-6 / 3751780386
ISBN-13 978-3-7517-8038-4 / 9783751780384
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