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Dr. Stefan Frank 2811 (eBook)

Das Echo des Virus

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Aufl. 2025
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-7517-8005-6 (ISBN)

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Dr. Stefan Frank 2811 - Stefan Frank
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Valerie Neumann hat alles, was sie sich erträumt hat: einen liebevollen Ehemann, ein eigenes Haus und ihre eigene Fahrschule. Doch hinter der perfekten Fassade brodelt es. Die ständigen finanziellen Sorgen und der Druck, alles zu stemmen, belasten die junge Frau mehr, als sie zugeben möchte. Nach einer schweren Erkältung quält sie eine unerklärliche Erschöpfung, begleitet von unerträglichen Kopf- und Gliederschmerzen - aber aufgeben? Keine Option. Sie kann sich keine Krankheit leisten - nicht jetzt, wo Justin und die Fahrschule ihre ganze Energie verlangen. Valerie redet sich ein, dass es nur Stress ist. Aber je mehr sie kämpft, desto weniger Kraft bleibt ihr. Doch irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem sie nicht mehr weitermachen kann ...

Das Echo des Virus

Dr. Franks Patientin leidet unter dem Long Covid Syndrom

Valerie Neumann hat alles, was sie sich erträumt hat: einen liebevollen Ehemann, ein eigenes Haus und ihre eigene Fahrschule. Doch hinter der perfekten Fassade brodelt es. Die ständigen finanziellen Sorgen und der Druck, alles zu stemmen, belasten die junge Frau mehr, als sie zugeben möchte. Nach einer schweren Erkältung quält sie eine unerklärliche Erschöpfung, begleitet von unerträglichen Kopf- und Gliederschmerzen – aber aufgeben? Keine Option. Sie kann sich keine Krankheit leisten – nicht jetzt, wo Justin und die Fahrschule ihre ganze Energie verlangen. Valerie redet sich ein, dass es nur Stress ist. Aber je mehr sie kämpft, desto weniger Kraft bleibt ihr. Doch irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem sie nicht mehr weitermachen kann ...

»Selbstverständlich, Frau Schneeberg. Gerne buche ich Ihre Stunde um. Was für ein Termin wäre Ihnen denn in der nächsten Woche recht? Lieber am Vormittag oder eher später?«

Valerie Neumann unterdrückte ein Stöhnen und rief auf dem Computer-Bildschirm den Terminkalender der Fahrschule auf. Es kam ihr vor, als würden heute sämtliche Fahrschüler anrufen, um ihre Termine zu ändern. Auf ihrem Schreibtisch häufte sich die dringend zu erledigende Arbeit inzwischen turmhoch: von Anmeldungen zur Prüfung, die sie für Schüler organisieren musste, bis zur Durchsicht der neu geplanten Werbekampagne. Wenn es mit den ständigen Anrufen aber so weiterging, kam sie zu nichts.

Valerie und ihr Mann Justin hatten sich erst vor einem halben Jahr mit der Fahrschule Neumann selbstständig gemacht. Es war Justins Traum gewesen, nicht länger als Angestellter für eine andere Fahrschule zu arbeiten, sondern sein eigener Chef zu sein. Valerie, die als Grafikerin zwar ganz andere Pläne gehabt hatte, war glücklich, ihn darin unterstützen zu können, und hatte Büro und Verwaltung übernommen.

Wenn sie es sich eines Tages leisten konnten, für diese Arbeiten jemanden einzustellen, würde sie immer noch genug Zeit haben, in ihren geliebten eigenen Beruf zurückzukehren. Mit ihren neunundzwanzig und dreißig Jahren hatten sie und Justin schließlich noch ihr ganzes Leben vor sich.

Justin allerdings hatte es im letzten Jahr auf einmal mächtig eilig gehabt. Während er und Valerie noch ihre Traumhochzeit planten, hatte er darauf gedrängt, dass sie sich ein Haus kauften und außerdem mit der Eröffnung der Fahrschule nicht länger warteten.

»Ich weiß nicht, Liebling«, hatte Valerie ihre Bedenken geäußert. »Wir müssten dann eine Hypothek für das Haus und gleichzeitig ein Darlehen für die Firmengründung aufnehmen und verlieren auf einen Schlag auch noch unsere beiden sicheren Gehälter. Ist das nicht ein bisschen viel auf einmal?«

In ihrer Beziehung war schon immer sie die Langsamere, Vorsichtigere gewesen. Justin hingegen war spontan und wagemutig, und das war einer der vielen Gründe, weshalb Valerie ihn liebte.

»Ach was«, hatte er ihre Bedenken aus dem Weg geräumt. »Wenn ich meine eigene Fahrschule erst einmal zum Laufen gebracht habe, kann ich damit dreimal so viel verdienen wie als angestellter Fahrlehrer. Und warum soll ich das sauer verdiente Geld einem Vermieter in den Rachen werfen, wenn wir stattdessen unser eigenes Haus abzahlen können? Du sagst doch immer, dass du unbedingt ein Kind willst. Dann sollten wir ja wohl langsam damit anfangen, die Voraussetzungen dafür zu schaffen.«

Das war der eine Punkt, in dem Valerie die Ungeduldige war, während Justin lieber abwarten wollte. Sie liebte Kinder, wünschte sich wirklich sehnlichst, mit ihrem Liebsten eine Familie zu gründen, und hätte am liebsten sofort nach der Hochzeit damit begonnen.

Natürlich war es jedoch nur vernünftig von Justin, darauf zu bestehen, dass sie erst einmal ihr Leben allein genossen und sich außerdem die Grundlagen schufen, damit ihr Kind es rundum gut hatte.

Also hatte Valerie eingewilligt. Vier Wochen vor ihrer Hochzeit hatten sie den Kaufvertrag für einen eleganten Neubau mit kleinem Garten unterschrieben. Zwar hätte Valerie ein großes, verwildertes Grundstück, auf dem ihr Kind herumtollen konnte, vorgezogen, aber Justin wies zu Recht darauf hin, dass sie zu so viel Gartenarbeit gar keine Zeit hatten. Das Haus war deutlich teurer, als sie geplant hatten, doch Justin war völlig begeistert davon, und seine Freude wirkte ansteckend auf Valerie.

Außerdem versicherte er ihr, dass sie es sich spielend würden leisten können, wenn erst einmal die Fahrschule richtig lief.

Also hatten sie auf eine große Hochzeitsfeier ebenso wie auf spektakuläre Flitterwochen verzichtet und das Geld, das sie dafür gespart hatten, in die Ausstattung der Fahrschule gesteckt, die drei Tage nach der Hochzeit eröffnete.

Valerie war von Herzen dankbar. Es hatte alles geklappt, wie Justin es geplant hatte, und sie waren nun nicht nur ein Ehepaar, sondern stolze Hausbesitzer und Unternehmer. Tatsächlich war die Fahrschule nicht schlecht angelaufen. Justin hatte recht behalten mit seiner Vermutung, dass in ihrem Bezirk wirklich Bedarf bestand, und sie hatten bereits jede Menge Schüler.

Mehr konnten sie im Augenblick allerdings nicht aufnehmen, da ihnen das Geld fehlte, um einen zweiten Fahrlehrer einzustellen. Noch gab es so viele Ausgaben zu stemmen, mit denen sie zuvor nicht gerechnet hatten, dass sie kaum ihre laufenden Kosten decken konnten.

Manchmal hatte Valerie in der Nacht Albträume, in denen sie ihr Haus wieder verloren und auf der Straße standen. Und dann wieder lag sie mit quälenden Gewissensbissen stundenlang wach, weil das Haus immer noch voller Umzugskisten stand und sie einfach nie dazu zu kommen schien, diese auszupacken.

Hinzu kam, dass sie wohl durch diese gesammelten Schlafprobleme tagsüber ständig müde war. Es war eine bleierne Müdigkeit, wie Valerie sie nie zuvor gekannt hatte. Sie war immer gesund und aktiv gewesen und hatte sich fit gehalten. Sie und Justin hatten zusammen Tennis gespielt, und mit ihrer Freundin Eleonore war sie zweimal in der Woche joggen gegangen. Sie hatte ihr Leben genossen, war gern tanzen oder ins Kino gegangen und war, auch wenn es mal später wurde, am Morgen bereit für die Arbeit gewesen.

Jetzt aber war an all das überhaupt nicht mehr zu denken. Justin beklagte sich bereits, weil sie in der gerade eröffneten Tennissaison noch kein einziges Mal mit ihm gespielt hatte, und joggen war sie schon seit einer Ewigkeit nicht mehr gewesen. Auch nach Ausgehen stand ihr nicht der Sinn. Wenn sie abends nach Hause kamen und Justin noch unternehmungslustig war, wünschte sich Valerie nichts mehr, als sofort ins Bett zu fallen.

Das Schlimmste aber war, dass sie sich ihrer Arbeit nicht mehr gewachsen fühlte. Von dem ständig klingelnden Telefon bekam sie Kopfschmerzen, als wollte ihr der Schädel platzen. Auf die administrativen Aufgaben, die sie zu bewältigen hatte, konnte sie sich selbst mit äußerster Mühe kaum konzentrieren. Manchmal kam es ihr vor, als wäre ihr Kopf mit Nebel gefüllt, und ihr unterliefen Fehler, die einfach nicht passieren durften.

Neulich hatte sie sich bereits mit Justin gestritten, weil sie eine Rechnung falsch ausgestellt und der Kunde sich heftig beschwert hatte.

Valerie war ja selbst wütend auf sich. Justin saß von früh bis spät im Auto, brachte jungen Leuten das Fahren bei und beklagte sich nicht, und sie machte schlapp, weil sie an ihrem Schreibtisch ein bisschen Büroarbeit erledigen sollte!

Aber so sehr sie auch kämpfte, es wurde einfach nicht besser. Zu der Müdigkeit und den mörderischen Kopfschmerzen kamen nach der kleinsten körperlichen Anstrengung noch Schmerzen in den Gliedern.

»Du bewegst dich neuerdings wie eine alte Frau«, hatte Justin neulich bemerkt, als sie nach ein paar kurzen Besorgungen nach Hause gekommen waren. »Vielleicht wäre es ja an der Zeit, mal wieder ein bisschen Sport zu treiben.«

»Das will ich ja«, hatte Valerie ihm sofort zugestimmt. »Aber ich weiß auch nicht. Ich bin immer so fürchterlich müde, wenn wir abends nach Hause kommen, und kann mich zu nichts mehr aufraffen.«

»Das ist mir leider bewusst«, hatte er zurückgegeben. »Aber genau das ist das Ergebnis deines schlechten Trainingszustands. Mehr Sport und mehr frische Luft würden hier Wunder wirken, Valerie.«

Sicher hatte er recht. Trotzdem schien es ihr unmöglich, sich noch zusätzlich etwas vorzunehmen, wo sie doch schon das, was getan werden musste, nicht schaffte. Seit sie kurz nach Weihnachten diese heftige Erkältung gehabt hatte, fühlte Valerie sich irgendwie nicht mehr richtig gesund. Und das war nun schon mehr als vier Monate her!

Sie führte ein weiteres Telefongespräch, bei dem sie kaum richtig mitbekam, worum es der Kundin ging, und dann betraten ein Mann und ein Junge das Ladengeschäft, die Valerie noch nie gesehen hatte. Neue Kunden, dachte sie besorgt. In dieser Anfangsphase wäre es wichtiger denn je gewesen, möglichst viele Kunden anzuziehen und niemanden zu verprellen, doch im Augenblick war es praktisch unmöglich, noch einen Fahrschüler unterzubringen.

»Guten...

Erscheint lt. Verlag 3.5.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
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ISBN-10 3-7517-8005-X / 375178005X
ISBN-13 978-3-7517-8005-6 / 9783751780056
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