Julia Ärzte zum Verlieben Band 204 (eBook)
384 Seiten
CORA Verlag
978-3-7515-3349-2 (ISBN)
NEUANFANG IN DER NOTAUFNAHME von LOUISA GEORGE
Rettungssanitäter Lewis hat nie verwunden, dass seine Ehe mit Notärztin Charlotte zerbrach. Als Charlotte jetzt überraschend in seinem Krankenhaus anfängt, ist Lewis bereit: Er will das Feuer zwischen ihnen neu entfachen - und um die Liebe seines Lebens kämpfen!
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VERLIEBT IN DEN GRIECHISCHEN CHIRURGEN von LUANA DAROSA
Ein Traumjob im Team von Dr. Nikolas Vassilis! Aber niemand darf wissen, dass die Kardiologin Camila mit ihm damals bei einer Konferenz eine sinnliche Nacht verbracht hat. Als ihr Boss ist der griechische Chirurg jetzt tabu für sie. Wenn sie bloß ihr Herz davon überzeugen könnte ...
2. KAPITEL
„Übrigens, Mias Freundinnen waren begeistert von dir. Ich soll dir sagen, wenn du noch mal Lust hast, uns zu besuchen, könnten wir jederzeit ein Doppel-Date organisieren und …“
„Nein danke“, fiel Lewis Parry seinem Kollegen mit einem Lachen ins Wort. Der zweiwöchige Urlaub mit Brin und seiner Familie auf Rāwhiti Island war fantastisch gewesen. Sie waren angeln, schwimmen und tauchen gegangen. Sie hatten ihre selbst gefangenen Fische gegessen und Craftbeer getrunken. „Es war ein großartiger Urlaub, und ich bin erfrischt und ausgeruht wieder zur Arbeit gekommen. Meiner Erfahrung nach würde eine Beziehung diesem Gefühl sehr schnell ein Ende bereiten.“
„Ich meine ja bloß …“ Beschwichtigend hob Brin die Hände. „Früher habe ich genauso gedacht. Aber wenn man die richtige Frau findet, fügt sich alles zusammen.“
Habe ich alles schon hinter mir, und es ist komplett schiefgegangen.
„Ich glaube, du hattest einfach Glück.“ Lewis beendete seine Eintragungen über den letzten Einsatz, bevor er das Tablet ins Handschuhfach zurücklegte. Manchmal wünschte er, er würde in weit offenem Gelände arbeiten, anstatt in einem engen Rettungswagen mit einem Partner, der allzu eifrig darauf bedacht war, ihn zu verkuppeln.
„Du musst dir eben dein eigenes Glück schmieden“, gab Brin grinsend zurück. „Hey, vielleicht triffst du ja jemanden bei der Spendenaktion am Samstagabend. Da werden jede Menge Kolleginnen aus dem Krankenhaus kommen.“ Augenzwinkernd knuffte er Lewis in den Arm.
Na toll. Nur weil Brin seine große Liebe gefunden hat, meint er, das müsste auch für alle anderen gelten.
Das Funkgerät knisterte. „Alarmstufe Rot. Autounfall. Fahrerin mit Baby als Passagier. Kreuzung Ponsonby Road und Picton Street.“
Lewis war dankbar für diese Ablenkung von seinem beklagenswerten Liebesleben.
„Zehn zwei. Wagen vier übernimmt. Ende“, antwortete er der Einsatzzentrale über Funk, ehe er sich an Brin wandte. „Ein Baby? Verdammt! Los, wir müssen uns beeilen.“
Als sie sich der Unfallstelle näherten, wurde klar, dass ein Truck seitlich in einen alten blauen Pkw gekracht war und diesen gegen eine Laterne geschoben hatte. Die hintere Seitentür auf der Fahrerseite war völlig zerstört und die Fahrertür so weit eingedrückt, dass sie sich nicht öffnen ließ. Die Türen auf der Beifahrerseite waren zwar verbeult, konnten aber noch geöffnet werden.
Lewis, der aus dem Rettungswagen sprang, überprüfte mit einem Blick die Sicherheitsverhältnisse. Kein ausgelaufenes Benzin oder Öl.
Der Truckfahrer hockte am Straßenrand, den Kopf in den Händen vergraben.
„Sind Sie in Ordnung?“, rief Lews ihm zu. „Brauchen Sie Hilfe?“
Mit blassem Gesicht schüttelte der Mann den Kopf. „Helfen Sie den andern. Mir geht es gut. Meine Bremsen … Ich habe die ganze Zeit gebremst, aber …“
„Danke, wir kommen später zu Ihnen, um Sie zu untersuchen.“ Der Truckfahrer konnte warten. Lewis wandte sich an Brin. „Ich kümmere mich um die Fahrerin, du um das Baby.“
„Mach ich.“ Brin eilte zur gegenüberliegenden Seite des demolierten Wagens.
Das Seitenfenster auf der Fahrerseite war zersplittert, und Lewis konnte die Frau auf dem Fahrersitz nur teilweise erkennen, während er an der zerbeulten Tür zerrte. Den Kopf abgewendet, schaute sie nach hinten zum Rücksitz. Ihre Schultern zitterten, und sie sagte irgendetwas für ihn Unverständliches. Das schöne rotbraune Haar hatte sie zu einem tief angesetzten Pferdeschwanz gebunden.
Rot …
Charlie?
Eine lang vergessene Sehnsucht traf ihn tief in die Magengrube und vermischte sich mit Erinnerungen, die er seit fünf Jahren zu verdrängen versuchte. Erinnerungen, die ihm durch den Kopf schossen: rotes Haar mit einem Blumenkranz und einem zarten Schleier. Auf dem Kopfkissen ausgebreitetes rotes Haar, während sie sich liebten. Ein straffer Pferdeschwanz und bebende Schultern, als sie mit dem Koffer in der Hand wegging. Das letzte Bild von ihr, wie sie ihn verlassen hatte.
Nein, das konnte nicht sein. Energisch rief Lewis sich zur Vernunft. Charlie lebte ihn London. Es war seltsam. Obwohl sie auf der anderen Seite der Welt war, glaubte er manchmal, sie am Strand zu sehen, auf einer belebten Straße oder in einem Einkaufszentrum.
Aber sie war es nie.
Konzentrier dich, Mann!
Ihre Schreie wurden deutlicher. „Das Baby! Geht es dem Baby gut? Bitte! Bitte holen Sie das Baby raus!“
Das war ganz sicher nicht Charlie. In ihrem Leben gab es keine Babys. Das war unmöglich. Doch als sie sich umdrehte, um ihn anzusehen, die blauen Augen rotgerändert und mit flehentlichem Blick, die Wangen von zerlaufener Mascara verschmiert, wurde ihm plötzlich flau zumute, und die ganze Welt schien stillzustehen. Sie war es, mit ihren wunderschönen Augen und dem perfekt geschwungenen Mund.
Seine Frau.
Ex-Frau.
„Charlie?“
„Lewis?“ Ihre Schultern sackten zusammen, und sie verzog unglücklich das Gesicht. „Oh, Lewis. Gott sei Dank bist du das. Du musst mir helfen. Bitte hol das Baby raus. Sie ist viel zu still.“
Verdammt. War das ihr Baby? Rasch schob er den schmerzlichen Stich beiseite. „Es ist alles gut, Charlie. Mein Kollege macht grade die Tür auf, und er wird dein Baby untersuchen. Wie heißt sie denn?“
„St.… Stella“, brachte Charlie gepresst hervor und rang nach Luft. „Geht es ihr gut? Bitte sorgt dafür, dass es ihr gut geht.“
„Schon gut, alles in Ordnung, Ich kann sie jammern hören.“ Lewis senkte die Stimme und ging in die Hocke, um mir ihr zu sprechen. Charlie war jetzt seine Patientin. Ihre gemeinsame Vergangenheit hatte hiermit nichts zu tun. Obwohl seine Hände zitterten, musste er seine Aufgabe als Sanitäter erfüllen. Verdammt. Schon immer hatte sie diese Wirkung auf ihn gehabt und ihm den Atem geraubt. „Sie sieht aus, als wäre sie überhaupt nicht verletzt. Der Sicherheitsgurt hat sie gerettet. Mein Kollege Brin kümmert sich um Stella. Ich bin für dich da. Sag mir, wo du Schmerzen hast.“
Der Fahrerairbag hatte sich nicht ausgelöst. Und weil es sich um ein altes Auto handelte, besaß es vermutlich noch nicht einmal Seitenairbags.
„Ich weiß nicht.“ Als sie auf ihre bebenden Hände hinunterschaute, folgte Lewis ihrem Blick. Kein Ring an der Stelle, wo früher ihre Platinringe gewesen waren. „Ich glaube, ich bin okay. Mein Brustkorb tut ein bisschen weh. Und meine Schulter. Aber es ist nicht schlimm. Wahrscheinlich vom Gurt.“
„Bestimmt. Soll ich es mir mal angucken?“
Charlie rutschte etwas zur Seite, um Platz für ihn zu schaffen. „Ich denke, es ist bloß eine Prellung. Ja, schau es dir an.“
Sie fing seinen Blick auf, und einen Moment lang wurde Lewis von einem beinahe übermächtigen Bedürfnis erfasst, auf sie aufzupassen. Sogar nach so vielen Jahren der Trennung. Obwohl sie ihn damals verlassen hatte.
Schnell wandte er den Blick ab. Auch wenn er Charlie nur ansah, zog sich sein Herz schmerzhaft zusammen. Er konnte es nicht ertragen, sie verletzt zu sehen. Behutsam schob er den weichen Stoff ihrer Bluse beiseite. Dabei nahm er den vertrauten Zitrus- und Rosenduft ihres Parfums wahr, was ihn sofort in die Vergangenheit zurückversetzte.
„Autsch, ja, die Stelle ist rot und aufgeschürft. Das wird einen großen blauen Fleck geben. Tun dir die Rippen weh?“ Rasch zog er seine Hände wieder zurück, um die Erinnerungen zu verbannen, die unvermittelt auf ihn einstürmten.
Charlie schaute zu ihm auf und versuchte zu lächeln. „Nur wenn ich mich bewege.“
„Dann halte still. Was ist mit deinen Beinen und Füßen?“ In der Nähe ihrer Knie konnte Lewis verbogenes Metall erkennen. Um ihre Füße herum schien jedoch alles frei zu sein. Es war ein Wunder, dass sie keine schweren Verletzungen davongetragen hatte.
„Die tun nicht weh. Ich bin bloß durch die Tür eingequetscht. Lewis, ich muss zur Arbeit. Aber ich kann Stella nicht allein lassen. Nach dem, was gerade passiert ist, kann ich sie jetzt nicht einfach in die Kinderkrippe bringen.“
Zur Arbeit? Wohnte sie wieder hier?
„Oh, nein. Auf gar keinen Fall.“ Er schaute in den Wagen, um einen besseren Blick auf Charlie zu bekommen und damit ihre Verletzungen besser zu beurteilen. „Wir müssen dich aus diesem Wrack rausholen und dich im Krankenhaus untersuchen lassen. Du stehst unter Schock. Es könnte sein, dass du verletzt bist und es nicht merkst. Zum Beispiel durch ein Schleudertrauma.“
„Hey.“ Brin kam mit dem Baby auf dem Arm zur Fahrerseite herüber. „Hier braucht jemand seine Mama.“
Mit einem Ausdruck voller Liebe und Panik zugleich fragte Charlie: „Ist sie …?“
Brin lächelte ihr beruhigend zu. „Sie scheint vollkommen in Ordnung zu sein. Ein bisschen verwirrt über die ganze Dramatik, aber ansonsten geht es ihr wunderbar. Ich werde sie gleich noch einmal gründlich untersuchen. Aber ich dachte, Sie möchten sie zuerst sehen.“
„Gott sei Dank.“ Zutiefst erleichtert streckte sie die Hand durch die zerbrochene Fensterscheibe und streichelte Stella über den Kopf. „Es tut mir leid,...
| Erscheint lt. Verlag | 31.5.2025 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Julia Ärzte zum Verlieben |
| Übersetzer | Susanne Albrecht, Dorothea Ghasemi, Melanie Koster |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | Arztroman • bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora julia • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • cora romane julia • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook liebesroman • Frauenroman • Julia Ärzte zum Verlieben • Liebesgeschichte • Liebesroman • Romantische Bücher • Sammelband |
| ISBN-10 | 3-7515-3349-4 / 3751533494 |
| ISBN-13 | 978-3-7515-3349-2 / 9783751533492 |
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