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Die Besessenheit

(Autor)

Buch | Hardcover
66 Seiten
2025 | 1. Deutsche Erstausgabe
Suhrkamp (Verlag)
978-3-518-22562-2 (ISBN)
CHF 33,90 inkl. MwSt
Das dringlichste Buch der Nobelpreisträgerin
Über die perfide Wucht der Eifersucht
Sie hat keine großen Gefühle mehr für ihn und trennt sich. Doch als er Monate später von einer anderen spricht, ist sie völlig aus der Bahn geworfen. Jetzt leidet sie, fühlt sich verschmäht, zurückgewiesen. Vor allem aber treibt die Frau sie um, die ihren Platz eingenommen hat – wer ist die eigentlich und wie? Ist sie schöner, besser, ist der Sex mit ihr toller? Diese Fremde wird zu einer Obsession, einer Art Wahn. »Das Seltsamste an der Eifersucht ist, dass sie eine ganze Stadt – die ganze Welt – mit einer Person bevölkern kann, der man womöglich noch nie begegnet ist.« Und irgendwann ist diese Andere ein ständiger Albtraum, aus dem es womöglich gar kein Erwachen mehr gibt…

Wie fühlt es sich an, von einem Menschen besessen zu sein, den man nicht mal kennt? In klaren, fast klinischen Sätzen schreibt Annie Ernaux über die perfide Wucht von Eifersucht, über drohende Selbstauflösung und den aberwitzigen Versuch, in eigener Sache Gewissheit zu erlangen.

Annie Ernaux, geboren 1940, bezeichnet sich als »Ethnologin ihrer selbst«. Sie ist eine der bedeutendsten französischsprachigen Schriftstellerinnen unserer Zeit, ihre zwanzig Romane sind von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert worden. Annie Ernaux hat für ihr Werk zahlreiche Auszeichnungen erhalten, zuletzt den Nobelpreis für Literatur.

Sonja Finck übersetzt aus dem Französischen und Englischen, darunter Bücher von Jocelyne Saucier, Kamel Daoud, Chinelo Okparanta und Wajdi Mouawad. Für ihre Ernaux-Übersetzungen wurde sie mit dem Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis ausgezeichnet.

»[Es] gelingt Ernaux, alle Facetten des von ihr durchlebten Zustandes [der Besessenheit] sprachlich zu fassen, in ihrem knappen, präzisen
und zugleich unsentimentalen Stil. ... Mit dieser einzigartigen Verschränkung von Leben und Kunst hat Annie Ernaux das Genre der autofiktionalen Literatur ganz
neu belebt.«

»Ernaux bietet ein beeindruckendes Panorama an Gedanken und Gefühlen, vom rasenden Wahnsinn über die Mordlust zu Überlegungen erotischer Natur, bewahrt dabei aber einen selbstironischen Humor, sodass dieses kurze Buch die Leser lange beschäftigt.«

»Subtil und doch konsequent entfaltet Ernaux ihre persönliche Poetik.«

»Annie Ernaux macht Ernst mit Prousts Vermutung, dass Liebe nur ein seltener Sonderfall von Eifersucht ist.«

»Was Annie Ernaux wunderbar versteht, sie zeigt an sehr persönlichem Erleben, wie viel Privates im Allgemeinen steckt und umgekehrt. Und wie schnörkellos schlicht gute (auch unterhaltsame) Literatur sein kann.«

»Die französische Nobelpreisträgerin zerlegt in diesem schmalen, autofiktionalen Werk mit klinischer Präzision ein archaisches, übermächtiges Gefühl, das am Ende zur Selbstentfremdung, ja zur Selbstaufgabe führt.«

»[Es] ist selten so prägnant und klarsichtig erzählt worden, wie rasende Eifersucht auf eine fremde Frau zu einer beherrschenden raumgreifenden Obsession werden kann.«

»Wie immer zeigt Ernaux kein Erbarmen und richtet den Blick gnadenlos auf sich selbst.«

»Ernaux hat aus dem eigenen Leben Literatur gemacht, die bleibt – weil sie von uns allen erzählt.«

»Ernaux macht den Schmerz, der sich vor allem in ihrer Innenwelt abspielt, gekonnt spürbar.«

»Ein
Buch von großer Klarheit und bedrückender sprachlicher Schönheit.«

»In diesem starken Text über die Eifersucht, der die Leserin körperlich mitleiden lässt und sich bis in Stalking- und Gewaltfantasien steigert, öffnet Ernaux wie nebenbei die größere Dimension dieses Gefühls: Schreiben ist im Prinzip nichts anderes als eine Eifersucht auf die Wirklichkeit.«

»Ein funkelndes Stück brillanter Selbsterkundungsprosa.«

»[W]ie immer [wurde Ernaux] wunderbar übersetzt von
Sonja Finck ... Ohne Scham und moralisches Urteil schreibt Annie Ernaux darin über ihre Eifersucht. ... [Ein] Erlebnis ...«

»Eine quälende, ungemein aufschlussreiche Lektüre.«

»Schonungslos und selbstironisch exploriert Ernaux 2002 die Widersprüche ihrer Eifersucht und schreibt sich frei.«

Erscheinungsdatum
Reihe/Serie Bibliothek Suhrkamp ; 1562
Übersetzer Sonja Finck
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Original-Titel L’Occupation
Maße 142 x 218 mm
Gewicht 218 g
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte aktuelles Buch • Autofiktion • Bibliothek Suhrkamp 1562 • BS 1562 • BS1562 • Bücher Neuerscheinung • Didier Eribon • Eifersucht • Frankreich • Liebe • Liebeskummer • Liebhaber • Literaturnobelpreis • L’Occupation deutsch • Neid • Neuerscheinung 2025 • neues Buch • Nobelpreis • Nobelpreis für Literatur 2022 • Obsession • perfide • Rachel Cusk • Sexualität • Wahnhaft Züge • Westeuropa • Würth-Preis für Europäische Literatur 2021
ISBN-10 3-518-22562-6 / 3518225626
ISBN-13 978-3-518-22562-2 / 9783518225622
Zustand Neuware
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