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Feeling Nothing (eBook)

Warmherzige Football-Romance mit He falls first-Trope. Perfekt für Sports-Romance-Fans.
eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
352 Seiten
Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
978-3-522-65601-6 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Feeling Nothing -  Ann-Kathrin Karschnick
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11,99 inkl. MwSt
(CHF 11,70)
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Gefühlvolle Football-Romance mit He Falls First-Trope Ein Jahr lang soll Robin die Michigan Wolverines, das Footballteam des Colleges, das ihr Dad trainiert, als Physiotherapeutin betreuen. Dabei wollte sie mit Football nichts mehr zu tun haben. Als sie ausgerechnet den ehrgeizigen Runningback Tyler aus einer misslichen Lage rettet, gehen sie spontan miteinander essen. Tyler ist fasziniert von der schlagfertigen Robin, doch Beziehungen zwischen Staff und Spielern sind absolut tabu. Auch Robin fühlt sich zu ihm hingezogen, kann ihre Gefühle nur nicht in Worte fassen. Haben Tyler und Robin eine Chance, obwohl er seine Karriere riskiert und sie ihre Gefühle nicht versteht? Intensiv und zum Mitfiebern. New Adult Sports Romance mit He-Falls-First-Trope und einer Prise Spice. 'Feeling Nothing' von Ann-Kathrin Karschnick ist ein in sich abgeschlossener Romance-Einzelband. Perfekt für Fans von Elle Kennedy und Bal Khabra.

Kapitel 1


Robin

»Deswegen muss ich Sie leider bitten, Ihren Praxisraum zu räumen. Es tut mir sehr leid, Robin.«

Die Worte meiner Chefin klangen mir auch zwei Tage nach meiner Kündigung noch in den Ohren. Zu wenig Aufträge in der Praxis, ein paar negative Bewertungen, und ich war die Angestellte, die am kürzesten dabei war. Alles gute Gründe, um mich rauszuschmeißen. Ich konnte es sogar verstehen. Nur die Konsequenzen machten mir Sorgen. Ich stand von der grün-weiß gemusterten Couch auf und ging zum Kühlschrank unserer Detroiter WG. Ratlos starrte ich hinein. Als ob mir der Couscousauflauf von letzter Woche einen Tipp geben könnte, wie mein Leben jetzt weitergehen sollte.

Wenn ich mir den grünen Flaum in der rechten Ecke des Auflaufs so ansah, würde er wohl wirklich bald antworten. Ich griff nach der Form. Wenn ich die Reste entsorgte, hatte ich wenigstens etwas zu tun.

»Das ist jetzt schon das dritte Mal, dass du in den Kühlschrank guckst«, sagte Hunter, der sich von hinten angeschlichen hatte. »Was glaubst du denn, darin zu finden, was vorhin noch nicht da war?«

Betont langsam drehte ich mich um und hielt ihm den schimmligen Auflauf hin. »Ein bombastisches Essen«, erklärte ich staubtrocken.

»Sag Bescheid, wenn der Einschlag auf dem Klo erfolgt, dann verlasse ich fluchtartig die Wohnung.« Hunter schnaubte und schob mich beiseite, um sich ein Bier aus dem Seitenfach zu nehmen.

»Keine Sorge, ich werde das nur endlich mal entsorgen, wenn es sonst niemand tut«, rief ich laut genug, dass Mary es auch im Nebenzimmer hören konnte.

Seit meinem Studium lebte ich mit den beiden zusammen und wir hatten in den letzten vier Jahren viel miteinander durchgemacht. Hunters erfolglose Suche nach einer Beziehung, Marys Schritt in die Selbstständigkeit, mein Studienabschluss. Allerdings hatte ich keine Ahnung, wie ich in den nächsten Monaten die Miete zahlen sollte. Reserven hatte ich keine, weil ich jeden übrig gebliebenen Cent in meinen Studienkredit oder streunende, bedürftige Tiere gesteckt hatte. Und die zwei konnten mich nicht mitfinanzieren, da sie selbst schon Schwierigkeiten hatten, ihren Teil aufzubringen.

Während ich die Auflaufform säuberte, warf Hunter sich auf meinen Platz auf der Couch und Mary kam mit ihrem Laptop dazu. Der hochgewachsene IT-Student mit der Keanu-Reeves-Gedächtnisfrisur und die Brettspieleentwicklerin mit der großen weißen Brille, die perfekt zu ihrer rötlichbraunen Haut passte, waren zwar kein Paar, aber sie tanzten, seit ich sie kannte, umeinander herum. Sie wollten keine Beziehung riskieren, um die perfekte WG nicht zu zerstören. Es war nervig und am liebsten würde ich sie so lange in ihrem Zimmer einsperren, bis sie endlich miteinander geschlafen hatten. Aber es war ihre Entscheidung und nicht meine. Außerdem konnte ich von ihrem Ringelreihen wenigstens lernen, wie man flirtete, ohne dass es aussah wie Flirten.

Mary setzte sich wie jeden Abend neben Hunter und legte ihre Füße auf seinen Schoß. Wie aus einem Reflex heraus nahm er sein Bier in die linke Hand und begann mit der rechten zu massieren. Wenn ich mir die beiden so ansah, fragte ich mich, ob ich mir auch so eine Beziehung wünschen würde. Eine, in der der andere genau wusste, was ich wollte. Kurz schnaubte ich und wischte die letzten Krümel aus der Auflaufform, ehe ich sie auf das Abtropfgitter stellte. Dazu müsste ich erst mal selbst wissen, was ich wollte.

»Und wie war dein Tag heute, Robin?« Mary breitete mehrere Zettel auf ihren Oberschenkeln und der Rückenlehne neben sich aus. »Wo bleiben die täglichen Nörgelstorys über deine Kundschaft?«

Ich war mir nicht sicher, ob ich schon bereit war, ihnen die Wahrheit zu sagen. Schließlich wussten sie um meine finanzielle Lage. Wie würden sie wohl reagieren, wenn ich ihnen gestand, dass ich heute den ganzen Tag Praxen in der Umgebung abgeklappert hatte, um nach Jobs zu fragen? Ohne Erfolg, wohlgemerkt. Ich versuchte, mir die Situation vorzustellen, aber in meinem Kopf herrschte gähnende Unsicherheit. Obwohl ich sie so lange kannte, war ich mir nicht sicher, was sie dazu sagen würden. Also zuckte ich mit den Schultern und beschloss, es vorerst für mich zu behalten. »Wie immer, ganz normal.«

Mary ließ die Mundwinkel herabhängen, was bei ihr meistens bedeutete, dass sie enttäuscht war. »Dabei hatte ich mich so auf eine ordentliche Lästerei gefreut.«

»Tut mir leid.« Ich trocknete meine Hände und griff mir mein Handy vom Küchentresen. »Will noch jemand was von Feng?«

Hunter hob seine Bierhand, ohne Marys Fuß loszulassen. »Einmal die 17, bitte. Aber diesmal ohne Wasabi. Der verträgt sich nicht mit dem Bier.«

»Für mich ein Dutzend kleine Frühlingsrollen.« Mary sortierte weiter ihre Kärtchen.

»In Ordnung. See you later, Alligator«, rief ich im Hinausgehen und zog hastig die Tür zu, damit Hunter nicht reagieren konnte.

Doch noch bevor ich im Treppenhaus unten ankam, vibrierte mein Handy.

Hunter. Ciao, Kakao. Natürlich konnte er es nicht auf sich sitzen lassen. Dieses Spiel zwischen uns hatte sich über die Jahre etabliert. Das würde ich definitiv vermissen, wenn ich ausziehen musste. Wer wusste schon, wo ich dann landete.

Ich betrat die Straße und sofort empfing mich der Bienenstock, der Detroit war. Wild rasende Lieferanten auf Fahrrädern, die ohne Rücksicht auf Verluste den Bürgersteig runterbretterten, weil auf der Hauptstraße mal wieder alles verstopft war. Es war ein windstiller Apriltag und erstaunlich schwül. Ich kam keine zehn Schritte weit, da klebte mein Shirt bereits an meinem Rücken.

»Ey, haste mal 'nen Dollar?«, fragte mich eine junge Frau, die den abgetragenen Klamotten und den fettigen Haaren nach zu urteilen keine gute Zeit hinter sich hatte.

»Nee, sorry, bin selbst gerade gekündigt worden«, erwiderte ich und winkte ab. »Aber viel Glück dir«, schob ich nach.

»Ähm«, sagte sie nur, aber da ich schon weiterlief, hörte ich den Rest nicht mehr.

Ich seufzte, während ich zwischen hupenden Autos die Straße überquerte. Eigentlich hatte ich mir geschworen, nach dem Studium endlich auf eigenen Füßen zu stehen. Raus aus dem Elternhaus und rein in die Welt der Erwachsenen. Aber die mickrige Summe auf meinem Konto reichte gerade mal für diesen Monat. Danach war ich pleite as fuck.

Fengs Laden lag in der ersten Querstraße, versteckt zwischen einem Blumenladen mit viel zu weit auf dem Bürgersteig stehenden Blumentöpfen und einem Tattoostudio, dessen Neonbeleuchtung sogar am Tage die Umgebung erhellte. Hierher verirrten sich keine Touristen. Fengs Fenster war abgeklebt und erlaubte keinen Blick ins Innere. Abgesehen von einem unscheinbaren Schild mit chinesischen Schriftzeichen deutete nichts darauf hin, dass es hier Essen to go gab.

»Ah, Robin, das Übliche?«, begrüßte mich die alte Besitzerin, die ihre Kundschaft stets mit Namen ansprach.

»Mary möchte diesmal nur ein Dutzend Frühlingsrollen, sonst wie immer«, erwiderte ich und setzte mich an den Tisch neben dem Tresen, wo ein paar Wasabinüsse und Modezeitschriften lagen, die ich lustlos durchblätterte. Nichts daraus würde ich mir jemals leisten können.

Es sei denn, ich frage Dad um Hilfe.

Auf keinen Fall, antwortete ich mir selbst. Wir waren beide froh gewesen, als ich ausgezogen war. Der Abstand tat uns gut. Und so kamen wir viel besser miteinander aus.

Zumindest hatte sich unser Verhältnis in den letzten vier Jahren entspannt. Während meiner Highschoolzeit, nachdem Mom gegangen war, hatten wir zu oft gestritten. Wir waren beide Dickschädel und wollten unseren Willen durchsetzen. Ich wusste genau, woher ich meine Hartnäckigkeit hatte, was es nicht leichter gemacht hatte, unsere unterschiedlichen Vorstellungen von einem gemeinsamen Leben miteinander zu vereinbaren.

»Deine Bestellung ist fertig, Robin«, rief die Besitzerin und reichte mir die weiße Plastiktüte über den Tresen. Ich zahlte rasch und rechnete im Kopf mit, wie viel mir noch blieb. Hunter gab mir das Geld für sein Essen bestimmt wieder, aber Mary war ein Freigeist und hatte es nicht so mit banalen Dingen wie Geld. Sie würde ich also daran erinnern müssen.

»Danke. Bis zum nächsten Mal«, verabschiedete ich mich und trat auf die Straße. Während ich den Weg zurückmarschierte, wog ich meine verbliebenen Optionen ab. Zurück zu Dad ziehen, um Geld zu sparen, sollte hoffentlich die letzte sein. Mir einen anderen Job suchen? Auch wenn ich gerne über meinen Berufsalltag und die Kundschaft lästerte, liebte ich meinen Job als Physiotherapeutin. Den Kontakt mit den ungewöhnlichen Menschen, denen ich helfen konnte. Den Dank, sobald sie eine Therapie erfolgreich beendet hatten und endlich ihr Leben wieder normal angehen konnten. Dafür hatte ich studiert. Etwas anderes konnte ich mir nicht vorstellen. Aber scheinbar hatte mein Leben jetzt andere Pläne für mich.

Ob es bei Feng einen Platz für mich gab? Zumindest hatte ich mich am Anfang durch die gesamte Karte gefressen, um...

Erscheint lt. Verlag 27.3.2025
Mitarbeit Designer: Christin Giessel
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Kinder- / Jugendbuch
Schlagworte Booktok • College Romance • Das Rosie-Projekt • Football • football romance • Gefühlsblindheit • he falls first • new adult liebesroman deutsch • New adult Romance • Romance Highlight 2025 • spicy romance • Sports Romance • Urlaub Buch
ISBN-10 3-522-65601-6 / 3522656016
ISBN-13 978-3-522-65601-6 / 9783522656016
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