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Verbotene Sehnsucht nach der Prinzessin (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
144 Seiten
CORA Verlag
978-3-7515-3471-0 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Verbotene Sehnsucht nach der Prinzessin - Clare Connelly
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'Bitte, finde meine Schwester!' Der Wunsch des Kronprinzen ist Benedetto di Vassi Befehl. Er spürt Amelia, die nach einem Skandal untergetaucht ist, in Valencia auf. Mit einer List bringt er die Prinzessin an Bord seiner Jacht und lenkt sie ab, als sie den Hafen in Richtung Catarno verlassen. Zu spät erkennt der italienische Milliardär, dass er Amelia falsch eingeschätzt hat. Er hielt sie immer für verwöhnt, aber tatsächlich ist sie bezaubernd! In Ben wächst die verbotene Sehnsucht, das letzte Tabu zu brechen - die Schwester seines besten Freundes sinnlich zu verführen ...



<p>Clare Connelly liebt Liebesromane - von Jane Austen bis E L James. Nachdem sie lange erfolgreich Selfpublisherin war, ging 2017 ihr Traum in Erfüllung, als ihr erstes Buch bei einem Verlag erschien. Seitdem ist sie nicht mehr zu stoppen. Clare liest und schreibt leidenschaftlich gerne, und lebt in einem kleinen Bungalow am Meer mit ihrem Traum-Ehemann, zwei kleinen Kindern und einem fleißigen Team von MacBooks.</p>

1. KAPITEL


Bevor sie die Jacht betrat, schaute Amelia über das funkelnde Meer, wie sie es jeden Tag tat – nach Osten, in Richtung Heimat. Sie war weit weg, getrennt von ihrem Zuhause durch Land, Meer, Meilen. Ihr Zuhause war mit zu viele Problemen behaftet, als dass Amelia auch nur in Betracht ziehen würde, diese Entfernung zu überbrücken. Doch das bedeutete nicht, dass ihr die Heimat nicht fehlte, dass sie sich nicht von ganzem Herzen danach sehnte. Aber sie würde niemals nach Hause zurückkehren können – dieses Risiko konnte sie einfach nicht eingehen.

Sie kniff die Augen ein wenig zusammen und stellte sich vor, was ihre Eltern gerade taten, ihre Brüder, dachte an den Palast, in dem sie aufgewachsen war und den sie immer geliebt hatte. Wie das Licht durch die Fenster aus dem vierzehnten Jahrhundert fiel. Wie der Garten zu den verschiedenen Jahreszeiten aussah. Sie fand ihn immer im Sommer am schönsten, wenn der Duft der Blüten schwer in der Luft lag und die Rosen im Überfluss wuchsen.

Was für ein Kontrast zu dem Geruch nach Meerwasser und Zitronenblüten, den sie hier einatmete.

Doch das hier war jetzt ihr Zuhause. Hier, am Rande von Valencia, hatte sie sich neu erfinden können, war aus ihrem Schmerz und ihrem Schock als jemand Neues aufgetaucht. Als jemand, der unabhängig war. Und wichtiger noch: als jemand, der nicht königlich war. Sie mochte sich verzweifelt nach einer Rückkehr zum Palast und ihrer Familie sehnen, aber das hieß nicht, dass sie sich nicht in ihr neues Leben verliebt hatte. Die meisten hätten es als ruhig und langweilig bezeichnet, aber Amelia war nicht die typische Vierundzwanzigjährige. Sie war auf so vielen Partys, Bällen und Urlauben in Übersee gewesen, dass es für ein ganzes Leben reichte. Jetzt war sie glücklich damit, einfach zu existieren.

Vielleicht brauchte sie diese Ruhe immer noch, um zu heilen, sich von dem Schock und dem gebrochenen Herzen zu erholen, von dem tiefen Gefühl des Verrats, das zu ihrem Rückzug von der Welt geführt hatte.

Eine Möwe flog über sie hinweg, und Amelia schaute ihr einen Moment lang sehnsüchtig hinterher, bevor sie ihren Rucksack schulterte und auf den Jachthafen zuging, in dem zwischen den schicken Privatjachten zum Glück auch noch ein paar Fischerboote ankerten.

Diese Gegend war immer mehr zu einem Viertel der Reichen geworden, was sich in dem kleinen Hafen spiegelte. Unter den beeindruckenden Jachten stach eine ganz besonders heraus. Ihr Bauchgefühl sagte Amelia, dass dieses hier das Boot war, nach dem sie suchte. Und richtig, im Näherkommen fiel ihr der Name Il Galassia ins Auge.

Bingo, dachte sie.

Ihre Erfahrungen im Bereich Immobilienfotografie waren noch begrenzt, doch von ihren Klienten hatte sie bisher gute Rückmeldungen erhalten, und ihr gefiel die Arbeit. Sie war von ihrer Agentur engagiert worden, um Luxusapartments und Häuser für den Verkauf zu fotografieren, und diese Aufgabe hatte sie aufblühen lassen. Eine Jacht hingegen war etwas Neues.

Sie hatte das Wasser schon immer geliebt. Als kleines Mädchen hatte sie ihre Sommer auf der königlichen Jacht verbracht, auf der attraktive Marineoffiziere als Crew gedient und Amelia alles über das Steuern eines solchen Bootes beigebracht hatten.

Nun fiel ihr auf, wie die nachmittäglichen Sonnenstrahlen auf der weißen Megajacht spielten, und ohne zu zögern blieb sie stehen, nahm ihren Rucksack ab und holte die Kamera heraus. Sie schaute durch den Sucher, veränderte die Position ein wenig, bis es aussah, als würden die Sonnenstrahlen den Bug durchschneiden, atmete einmal tief durch und drückte ab.

Das Fotografieren war für Amelia beinahe ein spiritueller Akt. Einen Moment einzufangen, eine Erinnerung, kam ihr magisch vor. Doch erst seitdem sie alles und jeden hinter sich gelassen hatte, die sie kannte und liebte, all die Orte, die ihr bis vor wenigen Jahren noch zutiefst vertraut gewesen waren, verstand sie wirklich, wie wichtig ihre Fotos waren, denn sie erinnerten sie daran, welche Opfer sie gebracht hatte.

Während sie das Foto auf dem Display der Kamera betrachtete und zufrieden lächelte, war sie sich nicht bewusst, dass hinter einer der vielen getönten Scheiben der Jacht ein Mann stand und sie unter missbilligend gerunzelter Stirn beobachtete.

Benedetto di Vassi fand, dass Prinzessin Amelia genauso aussah, wie er es erwartet hatte: wunderschön mit einer schlanken Figur und langen, welligen blonden Haaren, die zu einem losen Zopf geflochten waren, der ihr über die Schulter fiel. Ihre Haut war tief gebräunt, was davon zeugte, dass sie aus Eitelkeit viel Zeit in der Sonne verbrachte, und ihr fließendes Kleid wirkte wie aus den Siebzigerjahren – es fiel ihr bis auf die Knöchel, und unter dem Saum blitzten braune Ledersandalen hervor. Das einzige Zugeständnis an ihren Job war der Rucksack, aus dem sie gerade eine Kamera hervorgeholt hatte.

Benedetto presste die Lippen zusammen, wandte sich vom Fenster ab und rieb sich mit einer Hand übers Kinn.

Er hatte Anton versprochen, dass er ihm helfen würde, und das bereute er nicht. Aber er war auch kein totaler Neandertaler. Die Vorstellung, eine Frau zu entführen, behagte ihm gar nicht. Da er seine Mitarbeiter nicht in diese Sache mit hatte hineinziehen wollen, hatte er nur zwei seiner vertrauenswürdigsten Teammitglieder mitgenommen. Cassidy und Christopher. Die beiden würden die Jacht steuern, sich ums Kochen, Putzen und alles andere kümmern, das anfiel. Doch egal, wie komfortabel sie der Prinzessin die Reise auch machen würden, am Ende des Tages beraubte er sie ihrer Freiheit.

Er brachte sie nach Hause zurück.

Und angesichts dessen, dass sie die letzten Jahre absichtlich in der Versenkung verschwunden war, konnte er davon ausgehen, dass sie sich über diese Entwicklung nicht freuen würde.

„Cassidy haben Sie gesagt?“

„Ja.“ Die Frau hatte einen australischen Akzent. Ihr Haar war nur einen Hauch dunkler als ihre Haut, und ihre Augen waren faszinierend. Beim Lächeln enthüllte sie perlweiße Zähne. „Ben erwartete Sie schon.“

„Ist Ben der Agent des Verkäufers?“, fragte Amelia und folgte der anderen Frau.

„Nein, er ist der Besitzer.“

„Oh.“ Amelia runzelte die Stirn. Ihr Agent hatte ihr nicht gesagt, dass der Besitzer der Jacht an Bord sein würde. Normalerweise war sie allein, wenn sie die Objekte fotografierte, und konnte sich frei bewegen. Was einer der Gründe dafür war, dass sie sich für die Immobilienfotografie entschieden hatte. „Nun, ich werde versuchen, ihm nicht in die Quere zu kommen.“

„Das wird nicht nötig sein“, sagte eine tiefe, raue Männerstimme, die Amelia aus irgendeinem Grund erschauern ließ. Unwillkürlich drehte sie sich um und wappnete sich – wofür, konnte sie nicht sagen, doch es fühlte sich notwendig an.

Die Luft um sie herum war wie elektrisch aufgeladen.

Amelia hatte nicht damit gerechnet, hier an Bord überhaupt jemanden anzutreffen, und mit jemandem wie ihm hatte sie definitiv nicht gerechnet.

Sie versuchte, die Fassung zurückzugewinnen, zu verstehen, was an diesem Mann so verstörend, so bedrohlich war. Er war eindeutig sehr stark, was seine breiten Schultern und der flache Bauch unter dem weißen Hemd verrieten. Dazu trug er Chinos, doch seine Füße waren nackt. Amelia versuchte, den Kloß hinunterzuschlucken, der sich ihr in der Kehle gebildet hatte.

Schnell hob sie den Blick und musterte sein Gesicht mit, wie sie sich einredete, dem Interesse einer Fotografin: symmetrische Züge, die hart und scharf geschnitten wirkten, aber dennoch unglaublich anziehend waren. Er wirkte wie ein Mann, der Geheimnisse hatte, die sie auf einmal unbedingt erfahren wollte. Ein kantiger Kiefer, der eine innere Stärke verriet, die von dem harschen Zug um seine Lippen unterstrichen wurde. Doch es waren seine Augen, die drohten, ihr die Knie weich werden zu lassen. Sie waren beinahe pechschwarz und durchdringend. Es war das einzige Wort, das ihr dazu einfiel. Sie strahlten eine immense Wut aus, ein Gefühl, das keinen Sinn ergab, und doch war sie sich sicher, dass er sie ansah, als ob …

Doch dann blinzelte er und sein Blick wurde weicher – gerade ausreichend, um sie ihre erste, nun albern erscheinende Interpretation infrage stellen zu lassen.

„Das ist die Fotografin“, riss Cassidy sie aus ihren Gedanken. „Millie, richtig?“

Dankbar für die Ablenkung wandte Amelia kurz den Blick ab. Die verniedlichte Form ihres Namens zu hören, die sie seit dem Verlassen ihrer Heimat benutzte, war irgendwie beruhigend. „Ja, Millie.“

„Das ist Ben. Und dieses wunderschöne Gefährt gehört ihm.“ Cassie strich mit einer Hand über die Reling des Bootes, bevor sie sich Ben zuwandte. „Ich wollte Millie gerade eine Führung geben.“

Ben schüttelte den Kopf. „Das übernehme ich.“

Amelia zog sich der Magen zusammen. Sie war nicht sicher, ob diese Ankündigung sie erfreute oder mit Grauen erfüllte, doch ihr ganzer Körper schien auf alarmierende Weise auf diese Worte zu reagieren. Hitze schoss ihr durch die Adern, und ihre Finger zitterten, sodass sie ihre Hände vor dem Bauch verschränkte.

Cassidy warf Amelia einen letzten, beinahe entschuldigenden Blick zu und ging. Hatte sie den Zorn in Bens Miene ebenfalls gesehen? War er von Natur aus mürrisch, und Cassidy bedauerte, sie mit ihm allein lassen zu müssen?

...

Erscheint lt. Verlag 1.4.2025
Reihe/Serie Julia
Übersetzer Ivonne Senn
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora julia • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • cora romane julia • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook liebesroman • Frauenroman • Liebesgeschichte • Liebesroman • Romantische Bücher
ISBN-10 3-7515-3471-7 / 3751534717
ISBN-13 978-3-7515-3471-0 / 9783751534710
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