Riskante Wette um Liebe und Glück (eBook)
144 Seiten
CORA Verlag
978-3-7515-3472-7 (ISBN)
Drei Playboy-Milliardäre, eine verrückte Wette: Wer von ihnen den Sommer über nur eine einzige Frau datet, darf die vielversprechende Helberg Holding übernehmen! Zane deMarco ist entschlossen zu gewinnen. Allerdings will es das Schicksal, dass er auf einer Party seiner Erzrivalin Skylar Bennet begegnet - und mit ihr in einem übermächtigen Wirbel von Emotionen im Bett landet! Sie haben eine komplizierte gemeinsame Vergangenheit, die bisher immer im Streit endete. Doch zu spät: Durch diese Nacht ist Zane an Skylar gebunden, wenn er die pikante Wette gewinnen will ...
<p>Natalie Anderson nahm die endgültigen Korrekturen ihres ersten Buches ans Bett gefesselt im Krankenhaus vor. Direkt nach einem Notfall-Kaiserschnitt, bei dem gesunde Zwillinge das Licht der Welt erblickten, brachte ihr ihr Ehemann die E-Mail von ihrem Redakteur. Dem Verleger gefielen ihre früheren Korrekturen und da es gerade einen Mangel an guten Manuskripten gab, musste sie ihre Verbesserungen innerhalb von einer Woche anfertigen. Trotz dieses knappen Zeitfensters hatte ich längst angebissen. Unter starken Schmerzmitteln und ohne den ständigen Kontakt zu meinen frisch geborenen Zwillingen schaffte ich die Revisionen rechtzeitig, sagt sie. Auch ihr Ehemann dachte, dass es eine gute Idee sei, die Sache anzugehen. Darum brachte er ihr den Laptop seines Bruders und Natalie machte sich an die Arbeit. Sie verschickte die Revisionen am Freitag. Am Montag war sie bereits wieder Zuhause und bekam endlich den heiß ersehnten Anruf: Wir wollen ihr Buch kaufen. Ernsthaft schreibt Natalie nun schon seit einigen Jahren. Aber seit sie damit angefangen hat, schreibt sie jede Nacht, nachdem ihre zwei Kinder, und jetzt auch noch ihre Zwillinge, ins Bett gegangen sind. Für ihre Romane hofft sie in der Zukunft auf weitere gute Neuigkeiten und auf eine längere Abgabefrist.</p>
1. KAPITEL
Zane deMarco atmete die trockene Hitze der Sauna ein. Jeder seiner Sinne war aufs Äußerste geschärft. Das Squash-Match mit seinen beiden Erzrivalen stand nach neun Runden unentschieden. Selbst wenn sie bis in alle Ewigkeit weiterspielten – eine Entscheidung würde weder heute noch an einem anderen Tag fallen.
„Ein Match im Morgengrauen, und das am Feiertag! Wirst du uns endlich verraten, was du im Schilde führst?“, wandte Zane sich an Adam Courtney, der mit finsterer Miene neben ihm schwitzte. „Denn wenn du vorhattest, die Führung zu übernehmen, dann ist dieser Plan gründlich schiefgegangen.“
Adam warf ihm einen bitterbösen Blick zu, den Zane mit einem Grinsen quittierte. Sein alter Rivale war so wettkampforientiert, wie er ihn seit Studientagen kannte. Doch die düstere Stimmung des Dritten im Bunde gab ihm zu denken. Cade Landry war ein Einzelgänger, der nach ihren wöchentlichen Squash-Matches nie für eine gemeinsame Saunarunde blieb. Seine bloße Anwesenheit unterstrich die besondere Bedeutung der heutigen Zusammenkunft.
Natürlich ahnte Zane, warum Adam sie heute hier zusammengetrommelt hatte. Doch er wollte den Aufschlag zu diesem Match lieber seinem Rivalen überlassen. Dieser drückte einen Knopf, der die Temperatur in der Infrarotkabine weiter in die Höhe trieb.
„Helberg Holding.“
Bingo.
Helberg Holding stand für altes Geld. Das Unternehmen hielt seit jeher Aktien in Gold, im Medien- und Tourismusbereich sowie in mehreren Einzelhandelsbranchen. Im Grunde finanzierte Helberg einen guten Teil dessen, was das alltägliche Leben ausmachte. Doch das Unternehmen befand sich im freien Fall, seit Reed Helberg vor sieben Monaten überraschend verstorben war. Ohne ihren alles beherrschenden Kopf war die Holding verletzbar geworden. Jemand musste schnellstmöglich eingreifen. Zum Beispiel, indem er das marode Unternehmen aufkaufte, die Anteile mit Verlustgeschäft abstieß und die gewinnbringenden ausbaute. Zane hatte solche Prozesse schon unzählige Male gemanagt. Männer wie er hatten gemeinhin einen schlechten Ruf. Aber er hatte nicht nur beachtliche Erfolge erzielt, sondern auch ein ansehnliches Vermögen aufgebaut.
„Was ist mit Helberg?“ Er räkelte sich betont wohlig. Erst mal spielte er ein paar leichte Paraden, bevor er zum großen Schlag ausholte.
„Cade und du, ihr habt Anteile aufgekauft“, stieß Adam hervor.
Zane war also nicht der Einzige, der sich für die angeschlagene Holding interessierte. Das wunderte ihn nicht. Doch im Gegensatz zu seinen Rivalen betraf ihn das Schicksal des Unternehmens persönlich. Vor Jahren hatte Reed Helberg ihn buchstäblich gebrochen. Es war nur fair, dass Zane nun sein Lebenswerk zerbrach.
Dennoch tat er Adams Bemerkung schulterzuckend ab. „Die Holding hat einige Assets zu bieten. Warum sollte ich mir die entgehen lassen?“
Adams Augen wurden schmal. „Mit euren voreiligen Investitionen treibt ihr den Preis in die Höhe.“
„Hast du Angst, dich finanziell zu übernehmen?“, entgegnete Zane trocken. In der Tat konnten zu viele Kaufinteressenten auch seine Pläne zunichtemachen.
Cade hatte bislang geschwiegen. Jetzt huschte sein Blick über die Narben, die sich im Zickzack über Zanes Oberschenkel zogen. Demonstrativ lehnte Zane sich ein Stück weiter zurück. Er weigerte sich, die unansehnlichen lila Linien zu kaschieren. Sollten die anderen ruhig glauben, seine Narben seien ein Zeichen von Schwäche! Da täuschten sie sich. Aus dieser Verletzung zog er all seine Kraft.
„Ich möchte, dass ihr euch bei diesem Geschäft zurückhaltet“, forderte Adam nun deutlicher.
Mit einem Mal durchzog schneidende Kühle die aufgeheizte Sauna.
Normalerweise machte Zane keine Geschäfte mit Typen wie Adam oder Cade. Sie waren einander zu ähnlich. Also jagten sie in unterschiedlichen Gefilden und beschränkten ihre Rivalität auf den Squashcourt.
„Bei Helberg?“ Ein Muskel in Cades Kiefer zuckte. „Das kannst du nicht verlangen.“
Zane warf Adam einen gespielt bedauernden Blick zu. „Keine Chance.“
Helberg Holding war seine Sache. Er würde tun, was er tun musste, um seine Konkurrenten auszuschalten. Aber seine beiden Rivalen waren mit allen Wassern gewaschen. Es galt, eine kreative Lösung zu finden.
„Das ist eine einmalige Chance“, bemerkte Cade.
Wie wahr! Bei jeder anderen Firma hätte Zane zumindest über einen Rückzug nachgedacht. Aber wegen Reed Helberg trug er Narben auf der Haut und Metallschrauben in den Knochen. Was für eine Genugtuung wäre es, dem Alten endlich alles heimzuzahlen! Einst hatte dieser ihm eine faire Chance verwehrt. Nun würde Zane sich nehmen, was ihm seit jeher zustand.
Adam sog scharf die Luft ein. „Dann haben wir ein Problem.“
„Wir haben mehr als ein Problem.“ Offenbar wappnete Cade sich zum Kampf.
„Wovon zum Teufel sprichst du?“
„Du liest wohl keine Klatschpresse.“
Adam lachte ungläubig auf. „Du etwa?“
„Nein, aber mein PR-Berater. Wir drei kommen gerade ganz groß raus: Die One-Date-Wonder. Eine anrührende Reportage über drei Milliardäre, die angeblich Bindungsangst haben, weil sie sich nie länger als eine Nacht mit einer Frau einlassen. Auf der Homepage des Magazins wurde sogar ein Zähler für unsere Dates eingerichtet! Sie zählen alle Frauen, mit denen wir bis Labour Day ausgehen!“
One-Date-Wonder? Ungläubig legte Zane den Kopf schief. Natürlich ließ sich ab einem gewissen Vermögen und Bekanntheitsgrad nicht jeder Bereich des Privatlebens privat halten. Aber das ging zu weit!
„Wen ich date, geht niemanden etwas an.“ Er schüttelte den Kopf. „Und ich werde meinen Lebensstil sicher nicht wegen eines dummen Artikels ändern.“
Er arbeitete hart. Wenn er sich ein wenig freie Zeit gönnte, verbrachte er sie am liebsten mit einer schönen Frau im Arm. Es war ein Spiel! Seine Liebhaberinnen wussten, worauf sie sich einließen. Vergnügen, ohne Verpflichtungen und ohne Folgen. Mehr gab er nicht. Mehr brauchte er nicht.
„Ich auch nicht“, schnauzte Adam.
„Aber dieser Medienrummel ist geschäftsschädigend!“, brauste Cade auf.
Im Gegensatz zu seinen Rivalen war es Zane gleichgültig, ob sich die Klatschpresse auf sein Privatleben stürzte. Fasziniert musterte die tiefen Falten auf Adams Stirn. Bei Cade sah es auch nicht besser aus. Es überraschte ihn, wie heftig beide reagierten. Vielleicht konnte ihm das nützlich werden.
„Wie schlimm ist es?“, fragte er vorsichtig.
Cade wand sich. „Der Hashtag #onedatewonders ist innerhalb von Minuten viral gegangen. Scheinbar hat jede Frau in den USA etwas zu dem Thema beizutragen.“
Unwillkürlich zuckte Adam zusammen.
„Mein PR-Team bemüht sich um Schadensbegrenzung“, fügte Cade hinzu. „Ich persönlich schere mich nicht darum, ob ein paar Idioten über meine Dating-Gewohnheiten lästern. Trotzdem möchte ich auf keinen Fall wie ein Typ dastehen, der seine Hosen nicht anbehalten kann.“
„Wir müssen uns wehren“, murmelte Adam grimmig.
Zane rieb sich die Wangen. Die beiden waren drauf und dran, sich von ihrer Wut zu einer Dummheit hinreißen zu lassen. So etwas würde ihm nie passieren! Er hatte früh gelernt, seine Gefühle in Zaum zu halten. Sein Vater hatte die Familie verlassen, als Zane noch ein kleiner Junge gewesen war. Seine Mutter hatte sich zwischen ihrer Arbeit als Putzhilfe und ihren Verpflichtungen für ihren kleinen Sohn aufgerieben. So hatte er alles darangesetzt, ihr keine Umstände zu machen. Als er nach seinem schlimmen Unfall ans Haus gefesselt war, hatte er nie geklagt und seine Bedürfnisse stets hintangestellt, um ihr nicht noch mehr zur Last zu fallen. Als Reed Helberg ihn ein ums andere Mal demütigte, hatte er nicht einmal mit der Wimper gezuckt. Er war seinen eigenen Weg gegangen. Und als das einzige Mädchen, in das er sich je verliebt hatte, ihn vor ihrem Vater bloßgestellt hatte, hatte er gut zu verbergen gewusst, wie tief dieser Moment ihn verletzt hatte. Damals hatte er sich geschworen, dass nichts und niemand ihm je wieder nahekommen durfte.
Das war sein Vorteil.
Seine Chance!
Die Antwort auf die Unterstellungen der Klatschpresse lag auf der Hand: Sie mussten sich aus der Dating-Szene zurückziehen, bis sich die Lage beruhigt hatte. Doch würden Cade und Adam sich solchen Zwängen unterwerfen? Vielleicht! Wenn er sie ihnen als sportliche Challenge anpries.
Zane deMarco liebte es, sich mit anderen zu messen. Je härter das Spiel, desto süßer der Sieg!
„Wir könnten uns über den Sommer zurückhalten“, schlug er vor.
„Vergiss es!“ Cade klang empört. „Ich werde mich nicht zügeln. Und auf ewig binden schon gar nicht!“
„Absolut nicht. Kommt nicht infrage“, pflichtete Adam bei.
Zane verkniff sich ein Grinsen. Seine Rivalen waren Hitzköpfe, und das kam ihm gelegen. „Wer hat etwas vom Heiraten gesagt?“ Seine Stimme war zuckersüß. „Es geht lediglich darum, dass jeder von uns bis Labour Day nur eine einzige Frau datet. Ganz einfach.“
Cades Mund stand weit offen. „Du willst dich ernsthaft auf diesen Müll einlassen?“
„Nein, nicht wirklich. Aber ich...
| Erscheint lt. Verlag | 1.4.2025 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Julia |
| Übersetzer | Nora Teludes |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora julia • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • cora romane julia • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook liebesroman • Frauenroman • Liebesgeschichte • Liebesroman • Romantische Bücher |
| ISBN-10 | 3-7515-3472-5 / 3751534725 |
| ISBN-13 | 978-3-7515-3472-7 / 9783751534727 |
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