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Prickelnder Deal mit dem Milliardär (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
144 Seiten
CORA Verlag
978-3-7515-3477-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Prickelnder Deal mit dem Milliardär - Emmy Grayson
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Reporterin Juliette Grey hätte tausend Gründe, den sexy Griechen Gavriil Drakos zu hassen. Immerhin ist sein korrupter und machtversessener Vater schuld am Tod ihres Vaters! Doch plötzlich steht sie dem Multimilliardär am Traualtar gegenüber. Obwohl Juliette ihr Herz vor dem Tycoon schützen will, kommen sie einander vor der traumhaften Kulisse von Malibu Beach näher. Heiße Nächte und feurige Küsse auf der Hochzeitsreise bringen ihre Vorsätze endgültig ins Wanken. Doch kann sie dem Herzensbrecher wirklich vertrauen?



<p>Emmys Begeisterung für Romances begann, als sie die legendären Nancy Drew Krimiromane las, in denen die gleichnamige Heldin allerhand mysteriösen Fällen auf die Spur ging. Dabei blätterte Emmy beim Lesen immer wieder zu den romantischen Kapiteln mit Ned Nickerson zurück. Mehr als 20 Jahre später machte Harlequin Presents ihren Traum wahr und bot ihr einen Autorenvertrag für ihr erstes Buch an. Wenn sie nicht gerade an einem Buch schreibt, verbringt sie gern Zeit mit ihrem Sohn, füttert ihre Fellnasen oder entspannt mit ihrem Mann, der als Feuerwehrmann tätig ist, gemütlich auf der Veranda.</p>

2. KAPITEL


Juliette

Zwei Tage später

Als ich vier Jahre alt war, ist meine Mutter mit mir in einen Schmetterlingsgarten gegangen. Es war der Sommer, bevor sie gestorben ist. Die Schmetterlinge sind um uns herumgeflogen, ihre zarten Körper haben meine Haut gestreift, ihre Flügel waren samtweich und ihre Bewegungen blitzschnell.

Dieses Flattern spüre ich auch jetzt, während ich beobachte, wie sich der Ballsaal mit Menschen füllt, allerdings flattert es jetzt nur in meinem Bauch. Vor Aufregung und Entschlossenheit, aber auch vor Zweifeln.

Aufregung, weil ich gleich wieder einem Drakos gegenüberstehen werde. Entschlossenheit, weil ich meine vermutlich letzte Chance nutzen will, das Erbe meiner Familie zurückzuerlangen.

Und Zweifel, die mich seit Texas plagen. Dort hat alles begonnen. Ich habe im entscheidendsten Moment meines Lebens gezögert und erkennen müssen, dass wir alle zu Unmenschen werden können.

Ein unangenehmes, nagendes Gefühl hat von mir Besitz ergriffen und zieht mich nach unten. Die Zweifel sind immer größer geworden und haben die Motivation verdrängt, die mich meine ganze Karriere über angetrieben hat. Als ich von Lucifers bevorstehendem Tod erfahren habe, wurde es noch schlimmer. Dass der Mann, den ich mehr als alles andere auf der Welt gehasst habe, die Grundlage meines Ehrgeizes gewesen ist, war eine bittere Tatsache, die …

Stopp! Meinen Befindlichkeiten werde ich mich später widmen. Jetzt muss ich mich nicht nur davon überzeugen, dass Lucifer Drakos’ Grausamkeit mit seinem Tod endet, sondern auch das zurückholen, was er meiner Familie vor vierzehn Jahren gestohlen hat. Ich möchte der Frau etwas zurückgeben, die dafür gesorgt hat, dass ich alles hatte, obwohl mein Leben aus den Fugen geraten war. Diese Möglichkeit ist durch Lucifers Tod in greifbare Nähe gerückt.

Während der Ballsaal sich füllt, stehe ich an eine Säule gelehnt da und beobachte die Menschen, die hier erschienen sind. Ursprünglich hatte ich Gavriil Drakos’ Pressekonferenz einfach nur beiwohnen wollen, um herauszufinden, ob seine Pläne auch einen ganz bestimmten Küstenabschnitt im Staat Washington beinhalten.

Insbesondere das Haus meiner Familie, das Lucifer meinem Vater praktisch gestohlen hat.

Das Schlimmste ist, dass Lucifer danach nur ein einziges Mal in Grey House gewesen ist. Ich habe gesehen, wie er mit einer kleinen, zierlichen Blondine aus einer Limousine gestiegen ist. Sie sind auf dem Grundstück umherspaziert, der Wind hat ihre Stimme den Hügel hinabgetragen, wo ich mich hinter einem Busch versteckt hatte. Ich konnte nicht alles verstehen, aber doch genug. Ein Haus an der Küste wollte sie schon, aber nicht in einer Kleinstadt, in der es nur zwei Cafés und wenige Restaurants gab. Dass Menschen aus der ganzen Welt nach Rêve Beach kommen, um die Stille und ruhige Eleganz der Stadt zu genießen oder zwei der Restaurants preisgekrönt waren, interessierte sie nicht.

Danach habe ich Lucifer nie wieder am Grey House gesehen. Das Haus wurde renoviert. Ich habe zugesehen, wie es ein neues Dach bekommen hat und die Wände gesandstrahlt und gestrichen wurden.

Und dann stand es da. Leer und verlassen, wie ein Hohn, während mein Vater und ich beengt im ehemaligen Cottage des Wildhüters gelebt haben, das noch aus der Zeit stammt, als das Anwesen über riesige Ländereien verfügte. Ich habe meinen Vater beobachtet, wie er Tag für Tag am Zaun von Grey House stand und dem nachtrauerte, was er verloren hatte. Seine Frau. Sein Geschäft. Und schließlich eine weitere Frau, die ihn geliebt hat, obwohl er sich selbst nicht lieben konnte.

Als ich schließlich nach Seattle gezogen bin, hatte er nichts mehr. Nichts als eine leere Hütte und einen schier endlosen Vorrat an Vodka, sein einziger Gefährte, bis er eines Tages in die kalten Fluten des Pazifischen Ozeans gegangen ist.

Plötzlich wird mir heiß. Die Versuchung, Gavriil Drakos ausfindig zu machen, ihn an seinem maßgeschneiderten Kragen zu packen und meinen Zorn an ihm auszulassen, ist groß.

Aber das würde wenig bringen, abgesehen von kurzfristiger Befriedigung. Dafür würde es mir jede Chance verbauen, herauszufinden, was für Pläne er mit Grey House hat oder ob er vielleicht bereit ist, das Unrecht, das seine Vater begangen hat, wiedergutzumachen. Nicht nur für meinen Vater und mich, sondern vor allem für die Frau, die meine zweite Mutter geworden ist. Damit ich ihr mehr geben kann als ein winziges Cottage, das, wenn sie einen ihrer Multiple-Sklerose-Schübe erleidet, für einen Rollstuhl viel zu eng ist.

Trauer mischt sich in meine Wut. Das Wort Stiefmutter ruft das Bild einer bösen Frau aus den Märchenbüchern hervor. Doch nachdem mein Vater Dessie drei Jahre nach dem Tod meiner Mutter kennengelernt hatte, habe ich festgestellt, dass ich meine Mutter immer lieben würde, aber eben auch einen anderen Menschen. Dessie hat sich mir in den ersten Monaten ihrer Beziehung zu meinem Vater weder aufgedrängt noch mich ignoriert. Sie ist mir so nahe gekommen, wie ich sie gelassen habe, hat mich getröstet, wenn ich traurig war und sich zurückgezogen, wenn ich Raum für mich brauchte.

Eine Frau wie sie hat etwas Besseres verdient als einen Mann, der sich aufgab, nachdem er einen kolossalen Fehler begangen hatte. Die beiden haben nie geheiratet, aber Dessie war da, ein Teil unseres Daseins, bis mein Vater sie in seiner Verzweiflung und seinem Stolz schließlich aus seinem Leben vertrieb. Aber nicht aus meinem. Jedes zweite Wochenende hat sie den weiten Weg von Seattle nach Rêve Beach auf sich genommen, um mich zu besuchen, und als mein Vater schließlich kaum noch in der Lage war, für sich selbst, geschweige denn für einen Teenager zu sorgen, hat sie mich zu sich geholt.

Sie hat es verdient, ein eigenes Haus zu haben. Nicht verdient hingegen hatte sie es, den Job zu verlieren, was sie vor drei Jahren gezwungen hat, zurück zu mir nach Rêve Beach zu ziehen. Auch die Krankheit, die sie regelmäßig und für ungewisse Zeit aus ihrem Alltag reißt, hat sie nicht verdient. Zurzeit befindet sie sich in einer Einrichtung für betreutes Wohnen, die ich kaum bezahlen kann.

Ich hole tief Luft, schürze die Lippen und atme langsam wieder aus. Es steht viel zu viel auf dem Spiel, als dass ich mich meinen Gefühlen hingeben darf. Das hier muss ich vorsichtig angehen. Lucifer hat nichts Illegales getan. Er hat das Anwesen gekauft. Allerdings für einen Bruchteil seines Marktwertes, weil er die Leichtgläubigkeit meines Vaters ausgenutzt hat und dessen Verzweiflung darüber, dass es mit seinem Geschäft bergab ging. Es war widerwärtig und grausam.

Aber nicht illegal.

Auf illegale Aktivitäten bin ich erst vor fünf Jahren gestoßen. Ein weiteres Opfer. Eines, das Zwang, Gewaltandrohung und Schutzgeldzahlungen ausgesetzt war. Ohne zu zögern habe ich einen Artikel darüber geschrieben, der, als er später veröffentlich wurde, der Grundstein für meine Karriere wurde und der Welt gezeigt hat, was für eine Monster Lucifer wirklich war.

Ein Raunen geht durch den Saal, als eine Gruppe Männer durch eine Tür tritt und auf das Podium steigt. Angeführt wird sie von Rafael Drakos. Er ist groß, und seine Gesichtszüge sind so scharf und kalt, als wären sie aus Gletschereis gemeißelt. Er sieht seinem Vater auffallend ähnlich, was mich zu dem Zeitpunkt zurückkatapultiert, an dem ich das letzte Mal mit Lucifer persönlich gesprochen habe. Ich hatte ihn aufgesucht, nachdem er wegen des ganzen Wirbels um ihn seinen Posten als CEO von Drakos Development abgegeben hatte. Ich habe ihm ein Foto meines Vaters über den Tisch zugeschoben. Er hat den Mann, den er betrogen hatte, sofort wiedererkannt.

Mir läuft ein eisiger Schauer über den Rücken, als ich daran denke, wie Lucifer mich mit seinen hellen Augen angesehen und grausam gelächelt hat, während er mir anbot, mir das Haus zum aktuellen Marktwert zu verkaufen, was natürlich völlig unmöglich ist.

Noch bevor ich ihm antworten konnte, hat er mich angegrinst. „Es wäre doch eine Schande, in dieser Sache gegen mich zu kämpfen. Wer weiß, was alles ans Licht kommen würde.“

Die Trinkerei meines Vaters. Seine Spielsucht. Grey House hat mir alles bedeutet. Aber das ohnehin schon beschädigte Ansehen meines Vaters wollte ich nicht gänzlich ruinieren. Ich wollte auch nicht vor Gericht ziehen und Tausende Dollar riskieren.

Heute jedoch habe ich keine andere Wahl. Es steht viel mehr auf dem Spiel als vor fünf Jahren noch. Dieser Krankheitsschub bei Dessie dauert jetzt schon länger als einen Monat. Es ist der längste, den wir je erlebt haben. Ohne es laut auszusprechen, fragen wir beide uns dasselbe. Ist die Multiple Sklerose fortgeschritten? Wird es ihr wirklich noch einmal besser gehen, sodass sie ohne Hilfe laufen kann?

Angst breitet sich in mir aus, als Rafael auf dem Podium Aufstellung nimmt. Ich brauche Grey House. Nicht um selber darin zu leben, wie ich es mir früher erträumt habe, sondern um es zu verkaufen. Ich brauche das Geld, damit Dessie und ich über die Runden kommen. Der Gedanke bricht mir das Herz. Aber Alternativen gibt es nicht. Als Journalistin verdiene ich ganz anständig, aber nicht genug, um die Pflege zu bezahlen, die Dessie braucht.

So wenig ich Rafael und seine grüblerische, arrogante Haltung mag, ist er doch nicht meine Zielperson heute.

Mein Blick wandert zu dem Mann neben ihm. In meinem Unterleib regt sich ein leises Kribbeln....

Erscheint lt. Verlag 29.4.2025
Reihe/Serie Julia
Übersetzer Anja Görgens
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora julia • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • cora romane julia • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook liebesroman • Frauenroman • Liebesgeschichte • Liebesroman • Romantische Bücher
ISBN-10 3-7515-3477-6 / 3751534776
ISBN-13 978-3-7515-3477-2 / 9783751534772
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