Dr. Stefan Frank 2808 (eBook)
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-7517-7947-0 (ISBN)
Bea liebt ihren Job als Landschaftsgärtnerin über alles. Die Sechsunddreißigjährige darf da arbeiten, wo andere sich erholen: im Englischen Garten. Eines Tages trifft sie dort auf einen Mann, der sich für Botanik interessiert, und die beiden kommen ins Gespräch. Jeden Dienstag treffen sich die beiden fortan 'zufällig' dort und fachsimpeln über die Blumen- und Baumvielfalt. Gerade als die Gespräche intensiver und persönlicher werden, wird Bea krank. Sie ist sehr schwach, hat Erkältungssymptome und recht hohes Fieber. Dr. Frank tippt auf die Influenza und verordnet absolute Bettruhe. Weil sie mit Lorik keine Kontaktdaten ausgetauscht hat, schleppt sie sich mehr als einmal in den Englischen Garten, nur um ihn zu sehen. Längst hat sie sich in den charismatischen Mann verliebt. Doch Bea kann ihr Liebesglück vorerst nicht genießen, denn es geht ihr schlechter und schlechter. Das Fieber steigt weiter, der Zustand der Patientin wird kritischer, und Dr. Frank steht vor einem Rätsel. Warum hat Bea, eine gesunde, fitte Frau, so an einer Grippe zu knabbern?
Begegnung im Englischen Garten
Eine Gärtnerin, ein Fremder und ein medizinisches Rätsel
Bea liebt ihren Job als Landschaftsgärtnerin über alles. Die Sechsunddreißigjährige darf da arbeiten, wo andere sich erholen: im Englischen Garten. Eines Tages trifft sie dort auf einen Mann, der sich für Botanik interessiert, und die beiden kommen ins Gespräch. Jeden Dienstag treffen sich die beiden fortan »zufällig« dort und fachsimpeln über die Blumen- und Baumvielfalt. Gerade als die Gespräche intensiver und persönlicher werden, wird Bea krank. Sie ist sehr schwach, hat Erkältungssymptome und recht hohes Fieber. Dr. Frank tippt auf die Influenza und verordnet absolute Bettruhe. Weil sie mit Lorik keine Kontaktdaten ausgetauscht hat, schleppt sie sich mehr als einmal in den Englischen Garten, nur um ihn zu sehen. Längst hat sie sich in den charismatischen Mann verliebt. Doch Bea kann ihr Liebesglück vorerst nicht genießen, denn es geht ihr schlechter und schlechter. Das Fieber steigt weiter, der Zustand der Patientin wird kritischer, und Dr. Frank steht vor einem Rätsel. Warum hat Bea, eine gesunde, fitte Frau, so an einer Grippe zu knabbern?
»Benötigen Sie Hilfe?«, erkundigte sich Beas neuer Chef, als er die attraktive Landschaftsgärtnerin bei seinem morgendlichen Rundgang durch den Englischen Garten antraf.
Beschämt ließ Bea Hoppe ihr Handy in der Seitentasche ihrer Arbeitshose verschwinden.
»Entschuldigen Sie«, murmelte sie und wurde rot.
»Kommen Sie, geben Sie her!«, forderte der gut gelaunte Bayer und zwinkerte ihr zu. »Glauben Sie, Sie sind die Erste, die ein Selfie vor unserem Monopteros machen will?«
Der runde Ziertempel war eines der Wahrzeichen der weltbekannten Parkanlage, die mitten in München Einheimische und Touristen gleichermaßen anzog.
Immer noch peinlich berührt holte Bea ihr Handy hervor und versuchte, sich zu einem Lächeln zu zwingen.
»So wird das aber nix, Frau Hoppe«, tadelte der Leiter des Englischen Gartens seine neue Angestellte. »Jetzt lächeln Sie doch mal natürlich!«
Bea empfand die ganze Situation als höchst unangenehm. Jetzt, wo sie endlich ihren Traumjob hatte, wollte sie um jeden Preis einen guten Eindruck machen. Dass ihr Chef sie gleich am ersten Tag mit dem Handy in der Hand ertappte, war dabei nicht gerade hilfreich.
»Jetzt geben Sie sich doch mal ein bisschen Mühe!«, rief der Mann und lachte. Scheinbar fand er immer mehr Gefallen daran, seine Mitarbeiterin aufzuziehen. »Oder wollen Sie, dass die Leute denken, unsere Gärtner sind alle Miesepeter und Peterinnen?«
Bea musste lächeln, und ihr Vorgesetzter drückte auf den Auslöser.
»Schaut doch toll aus«, befand er, als er ihr das Foto zeigte. »Besser als jedes Selfie!«
Bea nickte zustimmend und nahm das Handy dankend entgegen.
»Ist für meine Eltern«, erklärte sie verlegen. »Meine Mutter wollte unbedingt ein Bild von mir an meinem ersten Arbeitstag.«
»Ist doch schön, dass Ihre Eltern sich so für Ihr Leben interessieren«, versicherte der Mann warmherzig.
»Die beiden wissen, wie viel mir diese Stelle bedeutet«, erzählte Bea. »Ich bin schon als Kind stundenlang hier herumgestreift. Als wir weggezogen sind, war ich untröstlich. Und der Englische Garten ist immer der Teil von München geblieben, den ich am meisten vermisst habe.«
»Sie haben lange auf diese Position hingearbeitet«, bemerkte der Mann, als er sich noch einmal an das Vorstellungsgespräch mit der motivierten und sympathischen Frau zurückerinnerte. »Und Sie haben sie von allen Kandidaten am meisten verdient. Für Sie ist die Landschaftsgärtnerei nicht nur ein Job, sondern eine Leidenschaft. Das hat man gemerkt.«
Bea freute sich, dass es ihr gelungen war, ihre Beweggründe so gut rüberzubringen. Denn er hatte recht: Die Gärtnerei war ihr Leben.
»Es gibt für mich keinen besseren Job auf der Welt«, erklärte sie noch einmal inbrünstig und ließ ihren Blick über die Wiesen des südlichen Englischen Gartens bis zu den Türmen der Münchner Innenstadt schweifen. Der Tempel im griechischen Stil, vor dem sie sich gerade befanden, saß auf einem grünen Hügel und erlaubte an klaren Tagen eine wunderschöne Aussicht. »Etwas so Schönes wie den Englischen Garten zu pflegen und für die Gemeinschaft zu erhalten, ist für mich eine Ehre.«
»Ich sehe, ich habe die goldrichtige Entscheidung getroffen, als ich Sie eingestellt habe«, sagte der Bayer zufrieden und wandte sich zum Gehen. »Richten Sie Ihren Eltern einen Gruß aus. Sagen Sie ihnen, Ihr Chef erwartet Großes.«
»Ich werde Sie nicht enttäuschen«, versprach Bea und wandte sich noch ein letztes Mal dem atemberaubenden Panorama zu, bevor sie sich an die Arbeit machte.
»Haben Sie nicht schon seit zwei Stunden Feierabend?«, fragte ihr Chef überrascht, als er Bea am Abend in der Nähe des Japanischen Teehauses über den Weg lief.
»Ich wollte nur schauen, was hier noch alles getan werden muss«, antwortete Bea. »In ein paar Wochen macht das Teehaus ja wieder auf, und es kann nicht schaden, vorher alles schick zu machen.«
»Das haben wir auf dem Plan«, erklärte der Leiter des Englischen Gartens. »Wir haben dieses Jahr allerdings wegen der schwierigen Personalsituation weniger Zeit für die Begrünung hier eingeplant.«
»Ja, das habe ich gesehen«, gab Bea zurück, die in ihrer Mittagspause den erwähnten Plan studiert hatte. »Mir ist aufgefallen, dass es ein paar Ecken gibt, für die zu wenig Arbeitsstunden eingeplant sind. Wenn es Sie nicht stört, würde ich gerne genau an diesen Stellen unterstützen.«
»Das geht leider nicht«, bedauerte der Leiter. »Ich brauche Sie auf der Freifläche. Nach meiner Erfahrung werden Sie mit der Wiesen- und Baumpflege schon alle Hände voll zu tun haben.«
»Mich stört es nicht, Überstunden zu machen«, bot Bea an.
»Das ist ein zuvorkommendes Angebot von Ihnen, aber ich glaube nicht, dass wir dafür genug Budget haben.«
»Das ist kein Problem«, versicherte Bea. »Ich würde es nicht wegen des Geldes machen. Wir bekommen das schon irgendwie hin.«
Verwundert zog ihr Chef die Augenbrauen nach oben.
»Die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen kann mir schlecht verbieten, mich privat im Englischen Garten aufzuhalten«, erwiderte sie grinsend. »Wenn ich in meiner Freizeit Freude daran habe, die Bepflanzung des Japanischen Teehauses zu studieren, um mögliche Grünkonzepte zu planen, dann ist das meine Sache.«
»Ganz allein Ihre Sache«, bestätigte ihr Chef beeindruckt und wandte sich zum Gehen. »Aber übertreiben Sie es nicht mit Ihren heimlichen Überstunden. Es gibt auch noch etwas anderes als Arbeit.«
Bea zuckte mit den Schultern. In ihrem Leben gab es nichts Wichtigeres als ihre Arbeit.
»Sie wissen schon, diese Work-Life-Balance, von der alle sprechen«, sagte er zum Abschied und ging seines Weges.
Bea zuckte zusammen. Sie mochte das Wort nicht. Jedes Mal, wenn sie es irgendwo hörte oder es in einem Zeitungsartikel las, wurde sie daran erinnert, dass sie gar kein Privatleben hatte, für das es sich lohnte, zeitig nach Hause zu kommen.
Die hübsche Zweiunddreißigjährige hatte keinen Partner, ihre Eltern wohnten am anderen Ende Deutschlands, und Freunde hatte sie seit ihrem Umzug in die bayerische Landeshauptstadt, der erst vor wenigen Wochen stattgefunden hatte, auch noch keine gefunden. Doch sie wollte sich davon nicht unterkriegen lassen. Statt traurig zu sein, konzentrierte sie sich voll und ganz auf ihre Lieblingsbeschäftigung. Und sie war dankbar dafür, dass diese zufällig genau dem entsprach, was sie beruflich machte. Wie viele Menschen wurden schon für das bezahlt, was sie am liebsten taten?
Als ihr Chef weg war, wandte Bea sich wieder dem Teehaus zu. Es lag auf einer kleinen Insel im Eisbach, der sich durch den Englischen Garten schlängelte und an manchen Stellen richtig rasant Wasser führte. An der Insel mit dem Teehaus floss das Wasser jedoch ganz friedlich, beinahe still vor sich her – es war die perfekte Location für das kleine Haus.
Bea sah sofort, dass die Anlage nach dem Winter dringend ein paar liebevolle Hände brauchte, die sie für die anstehenden traditionellen Teezeremonien auf Vordermann bringen konnten. Entschlossen holte sie ihre schwarze Kladde hervor und fing an, sich Notizen zu machen.
***
Am nächsten Mittag freute sich Bea auf ihren Feierabend, denn sie hatte einiges vor. Nachdem sie am Vortag, bis es dunkel wurde, überlegt hatte, was alles am Japanischen Teehaus gemacht werden musste, wollte sie heute gleich damit anfangen. Natürlich erst nach getaner Arbeit, die sie heute in den mittleren Teil des Englischen Gartens verschlagen hatte. Der Kleinhesseloher See lag 600 Meter östlich der Münchner Freiheit und erwachte so langsam aus seinem Winterschlaf.
Neugierig hielt Bea Ausschau nach dem Nachwuchs, der zu dieser Zeit zu erwarten war. Dass der Englische Garten...
| Erscheint lt. Verlag | 12.4.2025 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | 2017 • 2018 • Arzt • arzt deutsch • arzt kindle • arzt krimi • arzt-krimi • arzt liebe • Arzt Liebesroman • arzt liebesroman deutsch • Arzt Roman • arztroman buch • arzt romance • Arztromane • arztromane deutsch • arztromane e-books • arztromane e-books und liebesromane • arztromane hefte • arztromane kindle • arztromane kindle ebook • arztromane kindle ebooks deutsch • arzt roman familie • arzt romanhefte • arzt romantik • bastei hefte • bastei heftromane • bastei romane • bastei romane hefte • Bergdoktor • Bestseller • Bianca • Chefarzt • Cora • Deutsch • Doktor • dr daniel • dr laurin • dr norden • Dr Stefan Frank • eBook • E-Book • eBooks • Fortsetzungsroman • Frauen romane • Frauenromane • für Frauen • Großdruck • große-schrift • Happy End • Happy-End • Hedwig Courths Mahler • Heftchen • Heft-Roman • heftromane bastei • Julia • kaipurgay • Kelter • Kindle • Klinik • Krankenhaus • Krankenschwester • Landarzt • Liebe • Liebesroman • liebesroman arzt • Liebesromane • liebesroman kindle deutsch romantisch • Liebesroman Reihe • liebesroman serien • Medizin • Mira • Modern • Notarzt • Patient • Praxis • Romance • Romanheft • romantik deutsch • romantisch • Schicksal • Schicksalsroman • schöner roman • Serie • spannend • Wohlfühlroman |
| ISBN-10 | 3-7517-7947-7 / 3751779477 |
| ISBN-13 | 978-3-7517-7947-0 / 9783751779470 |
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