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Heaven Official's Blessing - Light Novel, Band 06 (eBook)

Der Segen des Himmelsbeamten
eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
500 Seiten
Tokyopop Verlag
978-3-7593-1368-3 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Heaven Official's Blessing - Light Novel, Band 06 -  Mo Xiang Tong Xiu
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Nachdem Jun Wu sein wahres Gesicht gezeigt und die himmlische Hauptstadt als Geisel genommen hat, herrscht heller Aufruhr. Doch dankt eines cleveren Tricks gelingt es Hua Cheng, sich in den Himmel zu schleichen, um Xie Lian zu Hilfe zu eilen. Eine Schlacht der Riesen entbrennt, als der dreimal aufgestiegene Kriegsgott und der mächtigste aller Geisterkönige gemeinsam dem Himmelskaiser im Kampf gegenübertreten ... Der Abschlussband der beliebten Reihe!

Da plötzlich traf Xie Lian die Erkenntnis. Er legte Yu Yin hin und stand auf. »Die Fluchfessel … Er hat die Fluchfessel mitgenommen.«

Hätte sie keine Bedeutung, hätte »Jun Wu« sich ganz bestimmt nicht die Mühe gemacht, die geschwollene, prall mit Blut gefüllte Fluchfessel mitzunehmen. Vielleicht hatte das Ding Yin Yu nicht nur das Blut ausgesaugt – sondern auch seine Seele gefangen genommen.

Als Xie Lian das bewusst wurde, ließ er den verwundeten Quan Yizhen zurück und hastete eilig in den hinteren Teil des Qiying-Palasts. Aber »Jun Wu« war nicht mehr da. Xie Lian wandte sich um und stürmte nach draußen.

Die Hauptstraße der himmlischen Hauptstadt lag einsam und verlassen da. Niemand war zu sehen außer den ausdruckslosen Wachen, die die sonst so lebhaften Paläste der Götter bewachten. Keiner von ihnen interessierte sich für Xie Lian und auch er würdigte sie keines Blickes, während er direkt auf den Shenwu-Palast zulief.

Wie Xie Lian vermutet hatte, war »Jun Wu« hierher zurückgekehrt. Er saß auf seinem Thron und betrachtete Yin Yus Fluchfessel.

Als Xie Lian in den Saal platzte, hörte er ein sonderbares knurrendes Geräusch. Er sah nach oben und erblickte den Fötusgeist, der sich mit allen vieren an der Decke festkrallte. Er kroch hin und her und wirkte dabei wie ein kaltblütiges Tier. Er bot einen verstörenden Anblick.

Selbst dieses niederträchtige Wesen konnte nun in den Shenwu-Palast gelangen. Was würden wohl die Himmelsbeamten, die seit Jahrhunderten vergeblich darum kämpften, hier Zutritt zu erhalten, denken, wenn sie das sehen würden?

Xie Lian lief zielstrebig auf den Thron zu.

»Was willst du?«, fragte »Jun Wu«.

Ohne ein Wort der Erklärung griff Xie Lian nach der Fluchfessel, doch »Jun Wu« ließ ihn selbstverständlich nicht gewähren.

Nachdem Xie Lian es mehrmals vergeblich versucht hatte, rief er zornig aus: »Was für eine Verwendung hast du dafür? Yin Yu stellte keine Bedrohung dar. Er war vollkommen unbedeutend. Warum hast du das alles zu ihm gesagt? Und ist es nicht zwecklos, dieses Ding zu behalten?«

»Wer sagt, dass es zwecklos ist? Es hat dich aufgebracht – beweist das allein nicht schon, dass es sehr nützlich sein kann?«

Wie ein Erwachsener, der eine Schale mit Obst so auf den Tisch gestellt hatte, dass ein Kind sie nicht erreichen konnte, lächelte er belustigt, während er dabei zusah, wie das Kind sich auf die Zehenspitzen stellte und immer wieder versuchte, an die Früchte zu gelangen. Dabei erfreute er sich an dem Zorn, der wachsenden Verzweiflung und dem lauten Heulen des Kindes.

Xie Lian wurde schier verrückt vor Wut. »Bist du wahnsinnig?«

»Xianle, dein Ton ist wirklich respektlos«, tadelte »Jun Wu«.

Xie Lian konnte es nicht mehr aushalten und fluchte lauthals: »Ich geb dir gleich deinen verdammten Respekt …«

Er begann zu schimpfen. Jeder Fluch, den er je ausgesprochen hatte, hätte gegen den Mann gerichtet sein sollen, der jetzt vor ihm saß. Doch seine wüste Schimpftirade fand ein jähes Ende, als sich seine Kehle zuschnürte und er keine Luft mehr bekam.

Xie Lian wurde schwarz vor Augen. Er griff sich mit beiden Händen an den Hals, seine Beine gaben nach und er sank vornüber, sodass er vor »Jun Wu« auf dem Boden kniete.

Dieser blieb ruhig sitzen und tätschelte mit ruhigem Ausdruck den Fötusgeist. Er ließ seine Finger durch dessen spärliches Haar gleiten und streichelte seinen glatten, runden Kopf. Der Fötusgeist schien diese Zuwendung zu genießen. Er gab eigenartige Laute von sich, während dunkle Energie aus seinen Handflächen quoll.

»Jun Wu« betrachtete Xie Lians fassungsloses Gesicht und lauschte seinem heftigen Husten. »Xianle, ich rate dir dringend, dich so zu benehmen wie zuvor. Etwas gehorsamer und mit mehr Respekt. Nur so kannst du meinem Zorn entgehen. Vergiss nicht, dass auch du eine Fluchfessel trägst, nein, tatsächlich trägst du ja sogar zwei.«

Xie Lian brachte vor Husten kaum ein Wort heraus. »Du …!« Er sprang auf und funkelte »Jun Wu« aus rot geränderten Augen an.

»Was ist mit mir? Bin ich verachtenswert?«, hakte »Jun Wu« nach. »Xianle, vergiss nicht, dass du selbst darum gebeten hast.«

Das war doch ein schlechter Scherz. Wie hätte er damals wissen sollen, was für ein Objekt der Niedertracht sie in Wirklichkeit waren?

Eines fragte er sich nun: Hatte der Staatspräzeptor, als er ihm in der Hauptstadt begegnet war und sich auf ihn gestürzt hatte, ihn womöglich gar nicht hatte angreifen, sondern von der Fluchfessel befreien wollen?

Erst nach einer ganzen Weile lockerte sich die Fluchfessel um seinen Hals endlich und er konnte wieder atmen. Er schnappte nach Luft und griff unwillkürlich an seinen Hals. Doch da spürten seine Finger plötzlich etwas ganz anderes.

Es war eine sehr dünne silberne Kette. Sein Körper hatte das ursprünglich eiskalte Metall längst angewärmt, schließlich trug er die Kette nun schon seit langer Zeit. An dem Silberkettchen hing ein kristallklarer Ring.

Xie Lians Schultern versteiften sich augenblicklich und er hielt den Ring fest umklammert. Aus irgendeinem Grund schlug sein Herz immer schneller und schneller, als habe er gerade ein unerhörtes Geheimnis erfahren.

Hinter sich hörte er »Jun Wu« sprechen. »Ich bin es. Was gibt es?«

Was? Was hatte das zu bedeuten? Xie Lian steckte die Silberkette rasch wieder unter sein Gewand und wandte sich mit gerunzelter Stirn um, nur um festzustellen, dass »Jun Wus« Worte nicht an ihn gerichtet waren.

Er hielt zwei ausgestreckte Finger an seine Schläfe. Diese Haltung – er redete mit jemand anders. Zwar konnte kein anderer Himmelsbeamter in der Hauptstadt den Kommunikationskanal benutzen, aber für ihn selbst galt diese Einschränkung nicht.

Nach einer kurzen Pause fuhr er fort: »Es ist nichts. Seit dem Vorfall mit dem falschen Erdmeister haben wir noch viele weitere Spione enttarnt, die er in die himmlische Hauptstadt eingeschmuggelt hatte. Angesichts der aktuellen Vorfälle können wir es uns nicht erlauben, aus Unachtsamkeit Fehler zu machen. Alle Himmelsbeamten werden genauestens untersucht. Die ganze himmlische Hauptstadt ist abgeriegelt und die Kommunikationswege sind blockiert. Deshalb konntet Ihr auch mit niemandem Kontakt aufnehmen.«

Xie Lian atmete schwer, dann hielt er die Luft an. Es klang so, als wüsste »Jun Wus« Gesprächspartner noch nichts von der Lage in der himmlischen Hauptstadt. »Jun Wu« log und tat so, als sei alles in bester Ordnung. Und der Vorwand, den er nannte, war absolut glaubwürdig. Die Entdeckung, dass das Schwarze Wasser sich als Erdmeister ausgegeben hatte, hatte schwere Folgen gehabt, die den ganzen Himmel in ein heilloses Durcheinander gestürzt hatten. Nun erst einmal gründlich aufzuräumen, ergab Sinn, und zu diesem Zweck die himmlische Hauptstadt abzuriegeln, war eine vernünftige Maßnahme.

Xie Lian mochte noch so schreien und rufen, die Person am anderen Ende würde ihn nicht hören können, also beschloss er, abzuwarten und zuzusehen.

Nach einer Weile veränderte sich »Jun Wus« Miene plötzlich kaum merklich. »Ach? Ihr möchtet in die himmlische Hauptstadt kommen? Aber selbstverständlich«, sagte er freundlich. »Es ist ja auch eine wirklich wichtige Angelegenheit. Ihr seid höchst willkommen, wenn Ihr bereit seid, etwas zur Klärung der Verhältnisse beizutragen.«

Die andere Person wollte in die himmlische Hauptstadt kommen? Es wäre hilfreicher gewesen, wenn sie ihre Hilfe Stunden zuvor angeboten hätte, als alle dringend Unterstützung gebraucht hätten. Aber so? Die himmlische Hauptstadt war bereits gefallen und zu einem Dämonennest geworden.
Jetzt herzukommen, war, wie in einen brennenden Abgrund zu springen.

Nach ein paar weiteren belanglosen Sätzen beendete »Jun Wu« das Gespräch.

Xie Lian fragte ihn sofort: »Wer wird kommen?«

Der Fötusgeist wusste, dass er kein Geschöpf des Lichts war, und verkroch sich, um sich in den Schatten zu verstecken.

»Jun Wu« tat nichts, er lächelte nur. »Nicht so ungeduldig. Du wirst es schon noch sehen.«

Das hatte Xie Lian nicht erwartet. »Ich werde es sehen?«, stutzte er ungläubig.

»Hast du demjenigen nicht gerade gesagt, dass die himmlische Hauptstadt abgeriegelt sei und alle Himmelsbeamten untersucht würden?«

»Natürlich«, antwortete »Jun Wu«. »Aber ich sollte eine zuverlässige linke und rechte Hand haben.«

Lingwen war offiziell noch auf der Flucht, also konnte sie nicht öffentlich an »Jun Wus« Seite stehen. So fiel diese Aufgabe Xie Lian zu.

»Jun Wu« musterte ihn einen Augenblick nachdenklich. Sein Tonfall wurde sanft. »Xianle, sei artig und spiel mit. Komm nicht auf dumme Gedanken. Ich kenne dich zu gut. Ich weiß genau, was du denkst.«

Xie Lian schwieg.

Gedankenverloren spielte...

Erscheint lt. Verlag 12.3.2025
Reihe/Serie Heaven Official's Blessing - Light Novel
Verlagsort Hamburg
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Fantasy
Schlagworte action • Adventure • Boys Love • China • Drama • Fantasy • Historical • Movie &amp • Mystery • Romance • TV
ISBN-10 3-7593-1368-X / 375931368X
ISBN-13 978-3-7593-1368-3 / 9783759313683
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