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Doctor Scandalous (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
437 Seiten
MORE by Aufbau Digital (Verlag)
978-3-96797-386-0 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Doctor Scandalous - Julie Saman
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Das Ehemaligentreffen der High School ist für Amelia ein wahrer Albtraum. Alte Erinnerungen kommen zurück, und als Single fühlt sie sich wie die letzte Wahl. Doch dann trifft sie auf Oliver, einstiger Mädchenschwarm, jetzt einer der erfolgreichsten und gutaussehendsten Ärzte Bostons. Als er Amelia überraschend einen verlockenden Deal anbietet, ist sie zunächst sprachlos: Sie sollen sich als verliebt und verlobt ausgeben. Für Amelia bedeutet das nicht nur ein Ende des Stigmas des ewigen Singles, sondern auch die Chance auf eine aufregende Zeit mit dem Mann, von dem sie einst träumte.

Was könnte da schon schiefgehen? Alles - und das könnte ihr beider Leben für immer verändern ...



Julie Saman ist USA-Today-Bestsellerautorin und süchtig nach Cola Light, sauren Bonbons und Indie-Rock. Sie flucht viel zu viel (vor allem nach einem Glas Wein) und hat eine Vorliebe für Sarkasmus (zumindest sagen das ihr Mann und ihre Kinder gerne).

 Sie ist vor allem bekannt für ihre witzigen und emotionalen Second Chance Romances mit intelligenten, starken Frauen und sexy Alpha Männern.

1


Oliver

Ich gehe direkt auf das Tor der Hölle zu. Und es kostet Eintritt.

»Oh, Oliver …« Christa Foreman begrüßt mich und betrachtet mich von Kopf bis Fuß, wobei sich ihre pastellrosa Lippen zu einem schelmischen Grinsen verziehen. Ihr Nachname passt zu ihr, denn unsere Jahrgangssprecherin war sehr gut darin, ihre Klassenkameraden unter Druck zu setzen und zu manipulieren, um das zu bekommen, was sie wollte. »Ich freue mich ja so, dich zu sehen. Wow. Ich sehe zwar immer mal wieder ein Foto von dir in einem Magazin oder auf Social-Media-Seiten, weil ich dir dort folge, aber in echt siehst du noch viel besser aus, als ich dich von der Highschool in Erinnerung hatte.«

»Ähm, danke?« Es klingt wie eine Frage, und ich neige den Kopf in ihre Richtung.

»Gern geschehen. Kein Problem.« Sie benetzt ihre Lippen und klimpert schneller mit ihren falschen Wimpern als ein Schmetterling mit seinen Flügeln. »Bist du heute Abend allein hier?« Sie kichert und errötet leicht. Sie ist verheiratet. Das möchte ich nur mal erwähnt haben. »Ich frage nur, weil ich wissen muss, wie viel Eintritt ich von dir verlangen kann. Diese Aufgabe muss ich übernehmen, bis die Eventmanagerin es endlich schafft.« Sie schnaubt genervt auf und verdreht die Augen. »Aber egal – es kostet hundert Dollar pro Person. Soll ich eine Person oder zwei Personen aufschreiben?«Ich zögere. Nicht wegen des Geldes. Das Geld ist kein Problem. »Gib mir eine Sekunde.«

Christa schaut mich verträumt an und fährt wieder mit ihrer Zunge über die Lippen. »Natürlich. Ich gebe dir die ganze Nacht.«

»Richtig«, sage ich, weil ich nicht weiß, was ich sonst sagen soll. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, dass Christa auf der Highschool so überaus interessiert an mir gewesen ist. Aber das ist auch schon zehn Jahre her, und ich war ja vergeben. Was gleichzeitig der Hauptgrund ist, warum ich nicht hier sein will – und der, aus dem ich gekommen bin. Aber jetzt stelle ich gerade alles infrage.

Ich muss niemandem etwas beweisen, indem ich hier bin.

Nicht ihr, nicht ihrem bescheuerten Ehemann – meinem ehemaligen Freund – oder irgendwem anders.

Ich sollte einfach gehen. Vielleicht treffe ich mich mit Carter, der in unserer Lieblingsbar ist, und habe einen lustigen Abend. In diesem Höllenloch hier werde ich definitiv keinen Spaß haben. Und ehrlich gesagt, könnte ich wirklich einen Drink vertragen. Einen ruhigen Abend. Es war eine schreckliche Woche. Viel zu viele Patienten, nicht genug Zeit. Ach, und wenn man herausfindet, dass der Krebs der eigenen Mutter zurück ist, ist das natürlich auch immer der Hit.

Ich ziehe mein Handy aus der Tasche und schreibe meiner besten Freundin Grace eine Nachricht.

Ich: Sorry, Sweetie, ich schaffe es nicht.

Sofort erscheinen die Pünktchen auf meinem Display, die anzeigen, dass sie etwas schreibt.

Grace: Du hast keine Wahl, Süßer. Alle fragen schon, wann du endlich hier sein wirst. Alle.

Sofort bin ich versucht nachzuhaken, ob sie auch fragt. Tatsächlich bewegen sich meine Daumen, die anscheinend ein Eigenleben entwickelt haben, schon über die Buchstaben, aber ich ziehe sie schnell weg und habe sie wieder unter Kontrolle. Natürlich fragt sie auch. So ist sie einfach. Sie versucht auch nach all den Jahren mich zu terrorisieren.

Wahrscheinlich freut sie sich schon darauf, mir ihr perfektes Leben unter die Nase reiben zu können, und es ist ihr egal, dass sie der letzte Mensch auf Erden ist, den ich heute Abend oder irgendwann anders sehen will. Deshalb sollte ich jetzt gehen.

Ich: Ist mir egal.

Grace: Ist es dir nicht. Komm schon. Ich weiß, dass du dich für heute Abend aufgebrezelt hast. Carter hat mir geschrieben.

Carter. Mein verräterischer Bruder.

Grace: Komm einfach her. Trink etwas mit mir, triff die Leute wieder, die du seit der Highschool nicht mehr gesehen hast, und die dir so zu Füßen liegen werden, wie sie es damals schon getan haben.

Ich: Deine Argumente sind nicht gerade überzeugend, Süße.

Grace: Alle werden dich für einen Feigling halten, wenn du nicht kommst.

Ich: Überredet.

Grace: Dachte ich es mir doch. Und jetzt beweg deinen Hintern hierher!

Ich fluche leise vor mich hin und denke immer noch ernsthaft darüber nach zu fliehen, als ich plötzlich eine kleine, kurvige Rothaarige in einem engen, rückenfreien schwarzen Kleid und Schuhen mit verdammt hohen Absätzen sehe, die auf Christa zugeht. Ihre feuerroten Lippen passen zu ihren Haaren. Sie ist genauso zu spät wie ich, und ehe ich weiß, wie mir geschieht, legt sich ein Grinsen auf mein Gesicht.

Ich erkenne sie sofort. Obwohl es zehn Jahre her ist, dass ich sie zum letzten Mal gesehen habe. Ein Kerl vergisst das Mädchen, wegen dem er seinen ersten Ständer bekommen hat, niemals. Meinen ersten Ständer im Unterricht, muss ich vielleicht hinzufügen. Wir waren zwölf, und sie hat sich nach unten gebückt, um einen heruntergefallenen Stift aufzuheben, als ich einen kurzen Blick auf ihren Trainings-BH erhaschen konnte. Sofort hatte ich eine Erektion.

Danach war ich ziemlich in sie verschossen, wie man sich vielleicht vorstellen kann.

»Amelia«, begrüßt Christa sie, und ihr Gesichtsausdruck ist nicht annähernd so erfreut wie bei meiner Ankunft. »Ich wusste ja gar nicht, dass du auch kommst.«

Amelias Gesicht wird noch roter als ihre Haare, und sie tritt einen kleinen Schritt zurück, bevor sie sich aufrichtet und ihre Schultern strafft. »Na ja, ich bin hier. Ich habe im selben Jahr meinen Abschluss gemacht wie du. Ich habe sogar eine Einladungsmail bekommen. Da muss dir ein Fehler unterlaufen sein«, beendet sie den Satz sarkastisch.

»Ähm, ja. Der Eintritt kostet hundert Dollar«, sagt Christa schnippisch, während sie ihre Mundwinkel verzieht und Amelia abfällig von Kopf bis Fuß betrachtet.

Amelia schnappt nach Luft. »Hundert Dollar?«, fragt sie leise.

»Ja. Sorry«, erwidert Christa mit zuckersüßer Stimme, die verrät, dass es ihr überhaupt nicht leidtut. »Keine Ausnahmen. Nicht einmal für die Kinder, die damals ein Stipendium hatten.«

Da reicht es mir. Bevor Christa noch etwas sagen kann, das in mir das Bedürfnis weckt, sie zu erwürgen, gehe ich zu Amelia und lege meine Hand an ihre Hüfte. »Süße«, sage ich. »Du hast es geschafft. Ich habe mir fast Sorgen gemacht.«

Amelia zuckt zusammen und zieht scharf die Luft ein, als sie sich zu mir umdreht. Dann blickt sie zu mir hinauf, weil sie selbst in ihren hohen Schuhen noch gut dreißig Zentimeter kleiner ist als ich. Plötzlich blinzeln mich zwei funkelnd graue Augen schnell an, mein Herz beginnt im Rhythmus mit ihrem Wimpernschlag zu pochen, und mein Mund ist so trocken, als hätte ich den ganzen Abend Sand gegessen.

»Entschuldige«, sagt sie verwirrt, und ihr Mund steht etwas zu weit offen, als dass uns das jemand abnehmen würde. »Ich denke, du musst …«

Ich beuge mich zu ihr vor, meine Nase berührt ihr seidiges, rotes Haar, das nach Klee oder etwas anderem Süßem riecht, und hauche ihr ins Ohr: »Spiel einfach mit.«

Sie schluckt hörbar, als ich mich zurückziehe und ihr in die Augen schaue. Ich wundere mich, dass es so eine Augenfarbe überhaupt gibt. Als sie mich anlächelt, stockt mir der Atem. Wow. Das kam unerwartet.

»Ich wollte dich nicht beunruhigen …« Sie stellt sich auf die Zehenspitzen und beißt sich auf die Unterlippe, als würde sie nach einem passenden Kosenamen suchen. Oder vielleicht überhaupt nach meinem Namen? Es könnte schon sein, dass sie keine Ahnung hat, wer ich bin. Wir haben damals nicht gerade in denselben Kreisen verkehrt, und ich bin soeben einfach auf sie zugegangen und habe meinen Arm um sie gelegt. »Oli«, beendet sie den Satz, und ich atme den Atem aus, von dem mir gar nicht klar war, dass ich ihn angehalten habe.

»Ist schon in Ordnung. Ich wollte nur nicht ohne das schönste Mädchen der Welt im Arm da...

Erscheint lt. Verlag 1.3.2025
Reihe/Serie Boston Billionaire Bachelors
Übersetzer Christina Kagerer
Sprache deutsch
Original-Titel Doctor Scandalous: A Fake Relationship Romance
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte All in • billionaire • Billionär • Boston • Boston Billionaires • Brittainy C. Cherry • doctor romance • fake boyfriend • fake dating • fake fiancé • forced proximity • happily ever after • Happy End • Jennifer Snow • KEEP • Kylie Scott • Lauren Layne • Liebe • L.J. Shen • Louise Bay • Meghan March • Piper Rayne • Vi Keeland
ISBN-10 3-96797-386-7 / 3967973867
ISBN-13 978-3-96797-386-0 / 9783967973860
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