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Goddess of Fury 2: Deine Seele so golden (eBook)

Griechische Götter, Regency-Vibes und eine toughe Heldin

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1., Auflage
448 Seiten
Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
978-3-522-65583-5 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Goddess of Fury 2: Deine Seele so golden - Teresa Sporrer
Systemvoraussetzungen
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(CHF 6,80)
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**Nimm dich in Acht vor dem Zorn einer Furie** Gerade als Euryale sich für ihre Liebe zu Deacon und gegen die Ewigkeit als Furie entschieden hatte, wurde er ihr entrissen und in die Unterwelt entführt. Verbunden mit einem seltsamen roten Lebensfaden, bricht sie mit Callisto und Cecilia auf, um ihren Geliebten zurückzuholen. Dazu muss sie sich nicht nur ihren Tanten, sondern auch ihrer Herrin - der dunkelsten Göttin der Unterwelt - stellen. Doch Euryale ist fest entschlossen, Deacon zu retten. Und die Hölle hat noch nie eine Furie aus Liebe wüten sehen ... Urban Fantasy im viktorianischen London. //Dies ist der zweite Band der »Goddess of Fury«-Dilogie. Alle Romane der spicy New Adult Fantasy-Serie im Loomlight-Verlag:  - Goddess of Fury 1: Dein Herz so steinern - Goddess of Fury 2: Deine Seele so golden

2. Kapitel Die Furie schätzt Bücher zutiefst


In Deacons Schlafzimmer konnte man sehr gut an der hässlichen, aber teuren Tapete sparen, in die die englischen Lords und Ladys so vernarrt waren, die Wände waren sowieso über und über mit Bücherregalen verstellt. Es musste sich um Hunderte – ja, vielleicht sogar Tausende – Werke handeln, die er selbst mühsam und voller Hingabe zusammengetragen hatte. Es waren hauptsächlich Fachbücher zur griechischen Geografie, Geschichte und Mythologie. Hin und wieder entdeckte ich ein Buch über Architektur oder Wirtschaft, welche ich jedoch geflissentlich ignorierte. Die Unterscheidung zwischen dorischen und ionischen Säulen oder die Veränderung der Viehzucht nach der Revolution von 1821 würden mir bei meiner Mission nicht viel helfen.

Ich streichelte mit meinen Fingern über die Buchrücken, um so etwas wie Deacons Geist herbeizubeschwören. Diese Bücher hatten ihm Trost gespendet, als er nicht wusste, wer oder was er überhaupt war. Man musste kein Orakel oder Hellseher sein, um seine Liebe zum geschriebenen Wort zu spüren – sie war in seinem Zimmer allgegenwärtig. Seine persönliche Note – seine Essenz – steckte in diesen Werken.

Wenn er hier wäre, wüsste er mit Sicherheit augenblicklich, wonach ich suchte. Fast schon konnte ich seine kühlen Lederhandschuhe auf meinem Handrücken fühlen, die mich weisend über die Bücher führten. Ich benötigte kein Buch über den Trojanischen Krieg, keine Niederschrift über die Schlachten der Spartaner gegen die Perser und erst recht keine dicken Lexika über die bedeutendsten Dichter und Denker der Antike.

Doch Deacon war nicht hier.

Stattdessen glänzte sein Ring im Licht der elektrischen Glühbirnen und erinnerte mich daran, dass sein Verlobungsring gleichzeitig ein Abschiedsgeschenk gewesen war.

Ein scharfer Schmerz durchzuckte meinen Oberkörper, aber ich drängte ihn zurück. Wie den Dorn einer Rose schob ich ihn in meinen Brustkorb zurück, bis ich mich so daran gewöhnt hatte, dass ich mich taub und leer fühlte. Dann warf ich mein langes Haar zurück und kicherte hämisch.

Armer Deacon! Er war so intelligent und doch gleichzeitig so naiv. Er wusste, dass Furien unaufhörlich ihrer Beute nachjagten und trotzdem hatte er mich in sein Haus und sogar in sein Bett eingeladen. Er hatte mir einen Ring überreicht, obwohl ihm klar sein musste, dass die einzige Mitgift, die ich in unsere Beziehungen einzubringen vermochte, mein Zorn sein würde.

Meine linke Hand glitt nach vorne an meinen Bauch.

Ich wollte – und konnte – ihm auch keinen Erben schenken, die einzige Aufgabe einer Frau in dieser verrückten Gesellschaft.

Eine rachsüchtige Furie war wahrlich keine angemessene Frau für einen künftigen Earl – und doch wollte Deacon mich. Und nur mich, wie er nicht müde wurde zu betonen.

Oder hatte er gewusst, dass ich ihn selbst bis in die Tiefen der Unterwelt verfolgen würde? Vertraute er darauf, dass ich in den Hades hinabstieg, um ihn aus den Klauen meiner Tanten zu befreien? War es möglich, dass Deacon mich erwartete?

Wusste er … Wusste er eigentlich, wie sehr ich ihn liebte?

Diese Worte hatte ich erst ausgesprochen, nachdem meine Tanten ihn bereits in den Hades gezerrt hatten. Und was bedeutete »Ich liebe dich« schon? Hector und ich hatten diese Worte häufig ausgetauscht. Doch er fürchtete meine halbgöttlichen Kräfte und ich erkannte, dass das, was ich für richtige Liebe – Agape – hielt, womöglich nur impulsiver Eros war.

Ich wünschte, ich hätte mich mit Deacon nie wegen einer Kleinigkeit wie seiner göttlichen Herkunft so kurz vor unserer Trennung zerstritten. Ich hätte ihn als Mensch genau so geliebt wie als Halbgott. Ich konnte ihn als Halbgott genau so lieben wie als Mensch. Er war immerhin noch mein Deacon. Mein Deacon, der Bücher der Gesellschaft der anderen – außer mir – vorzog. Mein Deacon, der sich für mich unerschrocken in jeden Kampf stürzte. Mein Deacon, der mich küsste und liebte, obwohl ich mich als Monster zählte und meine Hände vom Kampf und Krieg gezeichnet waren.

Ich wünschte mir, ich wäre einfühlsamer und hätte seine Heimlichtuerei nicht gleich als Affront gegen mich verstanden.

Während ich immer noch von Hectors Geist verfolgt wurde und deshalb Deacon bewusst oder unbewusst von mir stieß, merkte man Deacon an, dass es in seinem Leben nie jemanden gegeben hatte, dem er sich anvertrauen konnte.

Wenn wir uns nur mehr vertraut hätten, dann wäre es nie so weit gekommen. Dann würden wir jetzt in seinem Bett liegen und über unsere gemeinsame Zukunft reden … doch nun war er fort …

»Nicht ablenken lassen, Euryale«, sagte ich und kniff meine Augen zusammen, als die Bücher vor mir einen Tanz aufführen wollten. »Du brauchst als Erstes ein Buch über die Unterwelt.«

Obwohl ich mit all diesen Erzählungen aufgewachsen war, einige Götter, Monster und sogar eine Handvoll verstorbene Helden kennenlernen durfte, war mir nur weniges im Gedächtnis geblieben.

Es hatte mich nie interessiert, wie – vor allem wo – Orpheus oder Theseus in die Unterwelt gestiegen waren. Meine Herrin verbot jegliches Wort über Letzteren und meine Tanten fingen nur mit der alten Leier an, wenn sie mit ihren Befehlen unzufrieden waren.

Dazu kam, dass ich den größten Teil meines Lebens in einer gewöhnlichen Höhle verbracht hatte, welche sich am Rande der sterblichen Welt befand. Hin und wieder kamen sogar närrische Sterbliche vorbei und flehten die Furien an, jemanden für sie zu bestrafen.

Wenn wir in die Unterwelt hinabstiegen, geschah das nur auf Befehl unserer Herrin. Sie war in der Lage, überall in Griechenland Eingänge in ihr Reich zu öffnen und auch meine Tanten konnten mühelos zwischen den Welten wandeln.

Aber sie konnte ich nicht um Hilfe bitten. Ich war mir sicher, dass sie mich nach unserer Auseinandersetzung nie wieder sehen wollten. In ihren Augen war ich wohl eine einzige Enttäuschung. Die Furie, die Macht und Unsterblichkeit für Liebe aufgegeben hatte.

Mein ganzes Leben lang würde ich mich an ihre Blicke erinnern, als sie erkannten, dass ich mich nicht ihnen anschließen würde.

Sie konnten nicht lieben, aber dennoch hatte es auf mich gewirkt, als hätte ich ihnen das Herz gebrochen.

Mein Herz war jedenfalls gebrochen.

Als ich mich aus meiner schmerzhaften Grübelei losriss, verharrten meine Finger über einem Werk, welches sich Klassisches Handbuch der griechischen Mythologie nannte. Ich zog es heraus und blätterte darin. Meine Augen huschten über die Götternamen: Aphrodite, Ares, Athena, Bia … Circe.

Eigentlich wollte ich den Namen meiner Mutter schnell überblättern, um zu meiner Herrin zu gelangen, doch etwas ließ mich innehalten.

Euryales Mutter stand dort in Deacons Handschrift. Man konnte es schwer lesen, weil Deacon nur leicht mit dem Bleistift geschrieben hatte, um keins seiner Heiligtümer zu verunstalten.

Meine Lippen formten sich zu einem winzigen Lächeln, welches meine Augen nicht erreichte.

Auch wenn er nicht bei mir war, so konnten wir doch diese Mission gemeinsam meistern.

Ich straffte die Schultern und las. Ich las, obwohl ich am liebsten aus dem Fenster gesprungen wäre.

Diesen Impuls unterdrückend, widmete ich mich Deacons Notizen.

Seine Stimme erklang beim Lesen in meinem Kopf.

Fragen: Welche Magie besitzt Euryale als Tochter der berühmten Zauberin?

»Das weiß ich doch selber nicht«, murmelte ich. »Ich benutze sie nie.«

Welche Verbindung hat Euryale als Tochter Circes zum Riss/der Unterwelt?

»Hm? Wie meint er das denn?«

Meine Mutter besaß keine Verbindung zur Unterwelt.

Oder?

Doch Deacon hatte keine Antwort notiert.

Und was wusste ich schon über meine Mutter? Im Gegensatz zu Callistos Mutter Hecate hatte sie sich noch nie gezeigt. Nicht einmal, als ich sie wirklich gebraucht hätte.

»Es reicht!«

Wut schoss heiß und glühend durch meine Adern. Wie im Wahn zog ich Buch für Buch heraus und warf es auf den Boden. So viele Bücher und für was?

Für nichts.

NICHTS!

Ein dicker Wälzer nach dem anderen wurde so unsanft aus dem Regal befördert, dass sogar der Boden bei jedem Aufprall leicht erbebte.

So viele nichtsnutzige Bücher, an denen Deacon keine Freude mehr haben konnte, weil er nicht mehr hier war. So viele teure Bücher und –

Gerade als ich ein weiteres Lexikon wegwerfen wollte, ergoss sich ein Schwall loser Blätter auf den Boden und verteilte sich dort.

Normalerweise hätte der Anblick von Deacons Unordnung mein Herz erweicht, aber ein Wort stach mir sofort ins Auge: Testament.

Ich ließ mich vorsichtig auf die Knie sinken. Meine Hand zitterte leicht, als ich das Blatt aufhob. Lang war das Schriftstück nicht, aber jedes einzelne Wort bohrte sich wie...

Erscheint lt. Verlag 28.2.2025
Reihe/Serie Goddess of Fury
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Fantasy
Literatur Romane / Erzählungen
Kinder- / Jugendbuch
Schlagworte Fantasy Neuerscheinungen 2025 • fantasy quest • Fantasy Romance • griechische Götter • New Adult Fantasy • Romantasy • Romantasy deutsch • Romantasy mit Spice • Romantasy Neuerscheinungen 2025 • romantasy spicy • Urban Fantasy • Viktorianisches Zeitalter
ISBN-10 3-522-65583-4 / 3522655834
ISBN-13 978-3-522-65583-5 / 9783522655835
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