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Auf Bewährung (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Aufl. 2025
572 Seiten
beTHRILLED (Verlag)
978-3-7517-8336-1 (ISBN)

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Erst wenn du nichts mehr zu verlieren hast, bist du gefährlicher als deine Feinde.

Mace Perry war mit Herz und Seele Polizistin in Washington, D.C., bis sie durch einen missglückten Undercovereinsatz alles verlor: ihre Marke, ihre Karriere, ihre Freiheit. Jetzt ist die junge Frau zurück - und getrieben von dem Ziel, wieder in den Dienst aufgenommen zu werden. Um das zu erreichen, bleibt Mace nur eine Möglichkeit: Sie muss einen bedeutenden Fall lösen und dadurch beweisen, dass sie es verdient, die Polizeiuniform zu tragen. Als eine prominente Anwältin ermordet wird, wittert sie ihre Chance. Doch was zunächst wie ein normaler Mordfall aussieht, nimmt bald eine unerwartete Wendung und führt Mace in die Kreise des US-Geheimdienstes - und in tödliche Gefahr ...

»Spannung in Höchstgeschwindigkeit.« Kirkus Review

Auf Bewährung ist ein raffinierter Politthriller von Bestseller-Autor David Baldacci. Der Roman erschien im Original unter dem Titel True Blue.

eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung.



<p>David Baldacci, geboren 1960, war Strafverteidiger und Wirtschaftsanwalt, eher er 1996 mit<em>Der Präsident</em>(verfilmt als<em>Absolute Power</em>) seinen ersten Weltbesteller veröffentlichte. Mit jedem seiner bisherigen Romane war er auf der Bestsellerliste der <em>New York Times</em>vertreten und international gleichermaßen erfolgreich. Seine Bücher wurden in vierzig Sprachen übersetzt und erschienen in mehr als achtzig Ländern. Die Gesamtauflage seiner Romane liegt bei über 110 Millionen Exemplaren. Damit zählt er zu den Top-Autoren des Thriller-Genres. David Baldacci lebt mit seiner Familie in Virginia, nahe Washington, D.C.</p>

Kapitel 6


Die Sonne ging auf, als die Limousine in eine ruhige Sackgasse einbog, die in einem Wendehammer endete. Ein paar Sekunden später hielten sie vor der Einfahrt eines gemütlich aussehenden zweistöckigen Ziegelhauses mit großer, überdachter Veranda. Das Einzige, was darauf hindeutete, dass hier die ranghöchste Polizistin von D. C. wohnte, waren die Sicherheitsbeamten draußen und die Straßensperren, die man beiseitegeschoben hatte, als sie in die Straße gefahren waren.

»Wozu zum Teufel ist das denn, Beth?«, fragte Mace. »Du hattest doch noch nie Polizeischutz am Haus. Und normalerweise hattest du auch keinen Fahrer.«

»Leider haben die böse Welt und der Bürgermeister darauf bestanden.«

»Hat es Drohungen gegeben?«

»Ich bekomme jeden Tag Drohungen – egal ob im Präsidium oder daheim.«

»Ich weiß. Aber was hat sich geändert?«

»Darüber brauchst du dir nicht den Kopf zu zerbrechen.«

Der Wagen fuhr auf das Grundstück, und Beth Perry ließ das Fenster herunter, um ein paar Worte mit dem diensthabenden Beamten zu wechseln. Dann ging sie mit Mace ins Haus. Mace ließ die Tasche fallen, die alles enthielt, was sie mit ins Gefängnis gebracht hatte, und schaute sich um. »Willst du mir wirklich nicht die Wahrheit sagen, was diese ganzen Sicherheitsmaßnahmen betrifft?«

»Da gibt es nicht viel zu erzählen. Es gefällt mir nicht sonderlich, aber wie gesagt … Der Bürgermeister hat darauf bestanden.«

»Aber warum hat er …?«

»Lass es, Mace!«

Die Schwestern starrten einander an, und schließlich gab Mace nach.

»So … Wo ist Blind Man?«

Wie aufs Stichwort kam ein alter, fünfzig Pfund schwerer Köter mit grau-schwarzem Fell hereingetrottet. Als er die Luft schnüffelte, stieß er ein Jaulen aus und sprang zu Mace. Mace kniete sich hin, kraulte Blind Man hinter den Ohren, drückte den Hund an sich und vergrub die Nase in dem weichen Fell, während Blind Man ihr glücklich das Ohr leckte.

»Ich glaube, ich habe den Burschen genauso vermisst wie dich«, bemerkte Mace.

»Er hat sich förmlich nach dir verzehrt.«

»Hey, Blind Man, hast du mich vermisst? Ja, hast du mich vermisst?«

»Ich kann noch immer nicht glauben, dass wir ihn mal einschläfern lassen wollten, nur weil er nicht sehen kann. Dabei hat dieser Hund eine so gute Nase, dass er sich auch mit Adleraugen nicht besser orientieren könnte.«

Mace stand auf, streichelte Blind Man aber weiter den Kopf. »Du hast dir ja schon immer die schwierigen Fälle ins Haus geholt. Ich denke da nur an die taube Katze und Bill, den dreibeinigen Boxer.«

»Alles und jeder verdient eine Chance.«

»Gilt das auch für kleine Schwestern?«

»Du hast an Gewicht verloren«, bemerkte Beth. »Aber ansonsten scheinst du in guter Form zu sein.«

»Ich habe jeden Tag trainiert«, antwortete Mace. »Das ist das Einzige, was mich hat weitermachen lassen.«

Beth schaute sie seltsam an. Es dauerte ein wenig, bis Mace den Blick deuten konnte. »Ich bin clean, Beth. Ich war clean, als ich in den Knast gekommen bin, und auch drinnen habe ich nichts angefasst, obwohl es da mehr Drogen gab, als du dir in deinen kühnsten Träumen vorstellen kannst – das kann ich dir sagen. Ich habe Meth gegen Endorphine getauscht. Wenn du willst, kannst du eine Urinprobe haben.«

»Will ich nicht, aber dein Bewährungshelfer wird eine verlangen, um deinen Zustand nach der Entlassung zu ermitteln.«

Mace atmete tief durch. Sie hatte ganz vergessen, dass sie ja noch ein volles Jahr auf Bewährung war, weil es bei ihrer Verurteilung ein paar Komplikationen gegeben hatte. Wenn sie jetzt Mist baute, konnten sie sie noch einmal für weit mehr als vierundzwanzig Monate wegsperren.

»Ich kenne den Kerl«, sagte Beth. »Er ist okay. Spielt fair. Nächste Woche hast du deinen ersten Termin bei ihm.«

»Ich dachte, das ginge schneller.«

»Das stimmt normalerweise auch, aber ich habe ihm gesagt, dass du bei mir wohnen wirst.«

Mace schaute ihrer Schwester in die Augen. »Gibt es schon irgendetwas Neues darüber, wer mich in die Pfanne gehauen hat?«

»Lass uns später darüber reden. Aber ich habe da so ein paar Ideen.«

Da war ein Unterton in Beths Stimme, und Mace beschloss, ihr nicht zu widersprechen. »Ich verhungere«, sagte Beth. »Aber kann ich vorher noch duschen? Wenn man zwei Jahre lang nur zwei Minuten pro Tag kalt duschen kann, dann hat man einen gewissen Nachholbedarf.«

»Handtücher, Seife und Shampoo sind oben. Der Rest deiner Kleider ist im Gästezimmer.«

Dreißig Minuten später setzten sich die beiden Schwestern in die große, luftige Küche und aßen das Frühstück aus Rührei, Kaffee, Bacon und Toast, das Beth gemacht hatte. Die Polizeichefin hatte ihre Uniform gegen eine Jeans und ein Sweatshirt getauscht, auf dem »FBI Academy« stand. Das Haar hatte sie sich zu einem Pferdeschwanz zurückgebunden, und sie war barfuß. Mace trug ein weißes langärmeliges Hemd und eine Cordhose, die sie zuletzt vor über zwei Jahren getragen hatte. Doch während die Hose ihr früher zu eng gewesen war, schlotterte sie ihr nun um die Hüfte.

»Du wirst neue Sachen brauchen«, sagte ihre Schwester. »Was wiegst du jetzt? Hundertfünfzehn?«

»Etwas weniger.« Mace strich mit dem Daumen über den Hosenbund. »Mir war ja gar nicht bewusst, dass ich früher so dick war.«

»Ja, klar. Richtig dick. Du warst doch schon damals fitter als die meisten anderen. Donuts hat es für dich nie gegeben.«

Sonnenlicht fiel durch die Fenster, und Beth beobachtete, wie Mace sich bei jedem Bissen Zeit ließ und den Kaffee ganz langsam trank. Als Mace den Blick ihrer Schwester bemerkte, stellte sie den Becher beiseite und legte die Gabel auf den Tisch.

»Das ist erbärmlich. Ich weiß«, sagte Mace.

Beth beugte sich über den Tisch und legte die schlanken Finger um den Unterarm ihrer Schwester. »Ich kann dir gar nicht sagen, wie schön es ist, dich sicher wieder bei mir zu haben. Es ist so eine Erleichterung und …«

Beth versagte die Stimme, und Mace sah, wie ihrer großen Schwester plötzlich die Tränen in die Augen traten. Wie Mace, so hatte auch Beth als Streifenpolizistin in den übelsten Vierteln von D. C. angefangen, in die sich nie ein Tourist verirrte, es sei denn, er war seines Lebens überdrüssig.

Die Polizeichefin ging zur Arbeitsplatte, goss sich eine weitere Tasse Kaffee ein und schaute aus dem Fenster und in den kleinen Hinterhof, während sie um Fassung rang. Mace wandte sich wieder ihrer Mahlzeit zu. Zwischen zwei Bissen fragte sie: »Und? Was hast du nun für mich verwahrt?«

Erleichtert ob dieses Themenwechsels sagte Beth: »Komm mit, dann zeige ich es dir.«

Sie öffnete die Tür zur Garage und schaltete das Licht mit dem Ellbogen an. Es war eine Doppelgarage, und auf einem Stellplatz stand Beths schwarzer Jeep Cherokee. Und das Fahrzeug daneben zauberte Mace ein Grinsen aufs Gesicht.

Es war ein Motorrad, eine Ducati Sport 1000 S in Kirschrot. Es war das Einzige, wofür Mace jemals bereit gewesen war, richtig viel Geld in die Hand zu nehmen. Und trotzdem hatte sie es geradezu spottbillig bekommen. Sie hatte das Motorrad von einem untersetzten Cop gekauft, dem in der Midlifecrisis plötzlich klar geworden war, dass er schlicht Angst hatte, das verdammte Ding zu fahren.

Mace betrat die Garage und strich mit der Hand über die Hightechgabel von Marzocchi, die aus wunderbarem, poliertem Aluminium gefertigt war. Dann glitten ihre Finger über die Sachs-Stoßdämpfer, die selbst auf dem rauesten Terrain eine sichere Fahrt garantierten. Sie waren so gut, dass Mace früher oft ihre Privatmaschine benutzt hatte, wenn sie Kriminelle abseits der Straße hatte verfolgen müssen. Das abnehmbare Heck verlieh dem Bike ein sportliches, aerodynamisches Aussehen, und darunter verbarg sich ein zweiter Sitz, sodass man notfalls noch jemanden mitnehmen konnte. Mace hatte die Maschine jedoch stets allein gefahren. Sie hatte ein Sechsganggetriebe, eine elektronische Einspritzanlage, L-Twin-Zylinder, und der Motor brachte zweihundert Pferdestärken bei achttausend Umdrehungen auf die Straße. Mace hatte die Ducati schon länger, als sie je einen Mann gehabt hatte, denn sie liebte diese Maschine weit mehr, als sie je einen Kerl geliebt hatte, mit dem sie ausgegangen war.

»Wie haben meine Gläubiger das denn übersehen?«

»Ich habe die Maschine auf mich überschrieben. Also hatten sie keinen Zugriff mehr darauf. Begründet habe ich das als ›Bezahlung‹ dafür, dass ich deine finanziellen Angelegenheiten geregelt habe.« Sie hielt Mace den Schlüssel hin. »Gilt dein Führerschein noch?«

»Selbst wenn nicht, könntest du mich nicht vom Fahren abhalten.«

»Es ist wirklich clever, das ausgerechnet der Polizeichefin zu sagen«, neckte Beth sie.

»Ich bin gleich wieder zurück.«

Mace zog den Helm an.

»Warte mal eine Sekunde.«

Mace drehte sich noch einmal um, und Beth warf ihr die schwarze Lederjacke zu, die sie damals zusammen mit dem Bike gekauft hatte. Mace zog sie an. Die Jacke saß ein wenig eng an den inzwischen breiter gewordenen Schultern, aber das fühlte sich einfach wunderbar an, denn diese Schultern waren jetzt frei, genau wie der Rest auch.

Mace startete den Motor. Von der Küchentür war Kratzen zu hören, und Blind Man begann zu jaulen.

»Er hat es schon immer gehasst, wenn du das Ding angelassen hast«, brüllte Beth über das Brüllen des Motors hinweg.

»Aber Gott! Hört sich das geil an!«, schrie Mace zurück.

Beth hatte bereits auf den Knopf gedrückt, um das Garagentor hochzufahren. Und das war auch gut so, denn ein paar...

Erscheint lt. Verlag 1.6.2025
Reihe/Serie Thriller von Bestseller-Autor David Baldacci
Übersetzer Rainer Schumacher
Sprache deutsch
Original-Titel True Blue
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Krimi / Thriller
Schlagworte Asien • bethrilled • blutig • Blutlinie • Broward County • Das Schweigen der Lämmer • David Baldacci Bücher • David Baldacci Camel Club • David Baldacci Camel Club Reihenfolge • David Baldacci Das Versprechen • David Baldacci Der Killer • David Baldacci Der Präsident • David Baldacci escape • David Baldacci Hörbuch • David Baldacci King and Maxwell • David Baldacci Thriller • David Baldacci zero day • detective • Dexter • Dubai • Ermittlerin • Essex county • FBI • Florida • Gänsehaut • Geheimdienst • Georgetown • Hollywood • Kalte Asche • Killer • Krimi • Krimi USA • Leiche • Licking County • Newark • New Jersey • Politthriller • Polizei • Polizeiarbeit • Polizeithriller • Privatdetektiv • Psychopath • Psychothriller • Russell Blake • Serienkiller • Serienmörder • Spannung • Spannungsroman • Texas • Thriller • Vereinigte Arabische Emirate • Verschwörungssthriller • Verwesung • Vietnam • Williamson County
ISBN-10 3-7517-8336-9 / 3751783369
ISBN-13 978-3-7517-8336-1 / 9783751783361
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