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Der Abgrund (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Aufl. 2025
639 Seiten
beTHRILLED (Verlag)
978-3-7517-8338-5 (ISBN)
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Er ist bereit, zu kämpfen. Doch der Preis ist hoch - verdammt hoch.

Web London gehört zu einer Eliteeinheit des FBI, die auf riskante Einsätze spezialisiert ist. Männer, die sich blind aufeinander verlassen können. Doch in nur zehn Sekunden verliert Web alles, was ihm im Leben wichtig ist: seine Freunde, sein Team und seinen guten Ruf.

Die Einheit hatte den Auftrag, ein Drogenversteck zu stürmen, doch sie liefen in eine Falle. Im Feuer der Selbstschussanlagen sind alle verblutet. Alle bis auf Web. Nun halten ihn seine Kollegen für einen Verräter, und die Witwen seiner Freunde geben ihm die Schuld. Ihn aber quält die eine Frage: Warum hat er überlebt? Die Antwort liegt tief in seiner Vergangenheit vergraben ...

Spannung pur von Bestseller-Autor David Baldacci! Der Roman erschien im Original unter dem Titel Last Man Standing.

eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung.



<p>David Baldacci, geboren 1960, war Strafverteidiger und Wirtschaftsanwalt, eher er 1996 mit<em>Der Präsident</em>(verfilmt als<em>Absolute Power</em>) seinen ersten Weltbesteller veröffentlichte. Mit jedem seiner bisherigen Romane war er auf der Bestsellerliste der <em>New York Times</em>vertreten und international gleichermaßen erfolgreich. Seine Bücher wurden in vierzig Sprachen übersetzt und erschienen in mehr als achtzig Ländern. Die Gesamtauflage seiner Romane liegt bei über 110 Millionen Exemplaren. Damit zählt er zu den Top-Autoren des Thriller-Genres. David Baldacci lebt mit seiner Familie in Virginia, nahe Washington, D.C.</p>

   KAPITEL 1   


Web London besaß ein halbautomatisches SR75-Gewehr, das ein legendärer Waffenschmied für ihn maßgeschneidert hatte. Web verließ sein Haus niemals ohne dieses durchschlagkräftige Spitzenprodukt der Waffenkunst, denn er war ein Mann, der mit der Gewalt lebte. Töten war sein Job, und das mit unfehlbarer Effizienz. Nicht auszudenken, wenn er jemals den Falschen tötete! In einem solchen Fall wäre es besser, wenn er sich gleich selbst erschoss, um den furchtbaren Selbstvorwürfen zu entgehen. Web hatte einfach nur einen schwierigen Beruf, mit dem er sein tägliches Brot verdiente. Er konnte nicht behaupten, dass er diesen Job liebte, aber er war sehr gut darin.

Auch wenn er praktisch jeden Augenblick seines wachen Lebens mit einers Waffe in der Hand verbrachte, neigte Web nicht dazu, sie zu verhätscheln. Eine Pistole bezeichnete er niemals als Freund, und er gab seinen Waffen auch keine Kosenamen. Trotzdem spielten sie eine wichtige Rolle in seinem Leben, wenngleich Waffen wie wilde Tiere waren und sich nicht ohne weiteres zähmen ließen. Selbst ausgebildete Gesetzeshüter verfehlten in acht von zehn Fällen das Ziel. Für Web war das nicht nur untragbar, es grenzte außerdem an Selbstmord. Er verfügte über zahlreiche ungewöhnliche Eigenschaften, aber Todessehnsucht gehörte nicht dazu. Es gab ohnehin genügend Leute, die immer wieder versuchten, ihn zu töten, und einmal hätten sie ihn fast erwischt.

Vor etwa fünf Jahren hatte er einen oder zwei Liter Blut verloren, bevor er auf dem Boden der Turnhalle einer Schule zusammenbrach, die bereits mit Toten und Sterbenden übersät war. Nachdem er seinen Verletzungen getrotzt und die Ärzte, die ihn behandelten, verblüfft hatte, tauschte Web die Maschinenpistole, die seine Waffenbrüder vorzogen, gegen die SR aus. Sie ähnelte einer M16, war mit großen Patronen vom Kaliber .308 geladen und hervorragend geeignet, Leuten Angst einzujagen. Wenn man eine SR besaß, wollte plötzlich jeder ein Freund sein. Dann war das Töten manchmal nicht einmal mehr nötig.

Durch die abgedunkelten Scheiben des Einsatzwagens, eines Suburban, beobachtete Web jede Menschenansammlung an den Ecken und jede verdächtige Gruppe in den dunkleren Seitenstraßen. Während sie weiter in feindliches Territorium vorstießen, kehrte Webs Blick zur Straße zurück. Er wusste, dass jedes Auto ein getarntes und schwer bewaffnetes Fahrzeug sein konnte. Er suchte nach wachsamen Blicken, einem Kopfnicken oder Fingern, die mit Handys spielten und in Wirklichkeit dem alten Web schweren Schaden zufügen wollten.

Der Suburban bog um eine Ecke und hielt an. Web sah sich zu den sechs anderen Männern um, die neben ihm kauerten. Er wusste, dass ihnen dieselben Gedanken wie ihm durch den Kopf gingen: schnell und ohne Schwierigkeiten nach draußen gelangen, Stellung beziehen und ein möglichst großes Schussfeld im Auge behalten. Angst war kein Faktor in dieser Gleichung. Es kam darauf an, die Nerven zu behalten. Hoch konzentriertes Adrenalin war ein gefährliches Gift, weil es sehr schnell töten konnte.

Web atmete tief durch, um sich zu beruhigen. Er musste seinen Puls auf sechzig bis siebzig runterkriegen. Bei fünfundachtzig Schlägen pro Minute zitterte die Waffe, selbst wenn man sie an den Körper presste; bei neunzig konnte man nicht mehr den Abzug betätigen, weil der Blutstau in den Adern und die Verspannung in Schultern und Armen das verhinderten. Bei über einhundert Schlägen pro Minute verlor man jede Feinmotorik und war nicht mehr in der Lage, einen Elefanten auf einen Meter Entfernung mit einer Kanone zu treffen. Wenn es so weit kam, konnte man sich genauso gut ein Schild mit der Aufschrift ERSCHIESST MICH auf die Stirn pappen, weil dieses Schicksal unausweichlich geworden war.

Web schob die Unruhe beiseite und destillierte Gelassenheit aus dem brodelnden Chaos.

Der Suburban setzte sich wieder in Bewegung, bog um eine weitere Ecke und hielt an. Web wusste, dass es das letzte Mal war. Die Funkstille wurde gebrochen, als Teddy Riner in sein Knochenmikrofon sprach, das auch als »Mic« bezeichnet wurde. »Charlie an TOC«, sagte Riner, »erbitten Einsatzfreigabe und Erlaubnis, auf Gelb zu gehen.«

Über sein Mic hörte Web die knappe Antwort des Tactical Operations Center, der Taktischen Einsatzzentrale. »Verstanden, Charlie Eins, halten Sie sich bereit.« Nach der in Webs Welt gültigen Farbenlehre bezeichnete »Gelb« die letzte Deckungsposition. »Grün« war die kritische Zone, der Augenblick der Wahrheit, der Durchbruch. Während sie sich auf dem heiligen Boden bewegten, der sich zwischen der relativen gelben Sicherheit und der grünen Wahrheit erstreckte, konnte sehr viel geschehen. »Einsatzfreigabe« – Web ließ sich das Wort auf der Zunge zergehen. Damit wurde die Erlaubnis eingeholt, notfalls Menschen erschießen zu dürfen, obwohl es klang, als würde man seinen Chef fragen, ob man eine Maurerkolonne auf die Baustelle schicken durfte. Wieder wurde die Funkstille gebrochen, als die Einsatzzentrale durchgab: »TOC an alle Einheiten, Sie haben Einsatzfreigabe und Erlaubnis, auf Gelb zu gehen.«

Allerherzlichsten Dank, liebes TOC. Web rückte ein Stück näher an die Hecktüren des Suburban heran. Er bildete die Vorhut, und Roger McCallam war die Nachhut. Jim Davies war der Pionier und Riner der Anführer der Gruppe. Big Cal Plummer und die zwei weiteren Kämpfer, Lou Patterson und Danny Garcia, standen bereit. Sie waren mit MP-5-Maschinengewehren, Blendgranaten, 45er-Pistolen und absoluter Ruhe ausgerüstet. Sobald sich die Tür öffnete, würden sie ausschwärmen und nach Bedrohungen aus jeder Richtung Ausschau halten. Sie würden sich gebückt und mit angewinkelten Knien vorwärts bewegen, um den Rückstoß aufzufangen, falls sie feuern mussten. Webs Gesichtsmaske schränkte sein Sichtfeld auf das absolut notwendige Maß ein. Das war sein Miniatur-Breitwandkino, auf dem sich das Chaos der realen Welt abspielen würde, Eintrittskarten inbegriffen.

Er sah, wie Danny Garcia sich bekreuzigte, was er vor jedem Einsatz tat. Und Web sagte darauf dasselbe, was er jedes Mal sagte, wenn Garcia sich bekreuzigte, kurz bevor die Türen des Chevys aufsprangen. »Gott weiß ganz genau, warum er sich hier nicht blicken lässt, Danny-Boy. Von ihm können wir keine Hilfe erwarten.« Er sagte es jedes Mal in scherzhaftem Tonfall, aber es war nicht als Scherz gemeint.

Von nun an mussten Handzeichen genügen. Wenn einem die Kugeln um die Ohren flogen, neigte man ohnehin nicht zur Geschwätzigkeit. Während der Arbeit sprach Web kaum ein Wort.

Fünf Sekunden später sprangen die Türen auf, und die Gruppe stürmte nach draußen in die Nacht.

Sie waren viel zu weit vom Einsatzort entfernt. Normalerweise fuhren sie direkt bis zum Ziel und sprengten sich den Weg frei, aber in diesem Fall war die Logistik etwas kom­­plizierter. Verlassene Autos, abgeladene Kühlschränke und andere sperrige Gegenstände blockierten den direkten Zugang.

Jetzt meldeten sich die Scharfschützen vom X-Ray-Team über Funk. Ein Stück weiter befanden sich Menschen auf der Straße, aber sie gehörten nicht zu der Gruppe, auf die Web Jagd machte. Zumindest machte es nicht den Eindruck. Aber man wusste ja nie.

Geduckt rannten Web und das Charlie-Team die Straße entlang. Die sieben Mitglieder des Hotel-Teams waren von einem Wagen auf der gegenüberliegenden Seite des Blocks abgesetzt worden, um das Ziel von links hinten anzugreifen. Der Plan sah vor, dass Charlie und Hotel sich irgendwo mitten in dieser Kampfzone trafen, die sich als Wohnviertel tarnte.

Webs Leute bewegten sich jetzt in östlicher Richtung, dicht gefolgt von einem aufziehenden Sturm. Blitz, Donner, Wind und horizontaler Regen waren ein erheblicher Störfaktor für die direkte Kommunikation, die taktische Positionierung und die Nerven der Männer, vor allem während des kritischen Zeitpunkts, wenn alles perfekt funktionieren musste. Die hochgezüchtete Technik nützte ihnen überhaupt nichts; sie konnten nur auf die schlechte Laune von Mutter Natur reagieren, indem sie schneller rannten. Sie liefen die Straße entlang, einen schmalen Asphaltstreifen voller Schlaglöcher und Müll. Links und rechts erhoben sich Gebäude, deren Verputz nach jahrzehntelangen Schießereien pockennarbig geworden war. Bei einigen Gefechten war es um die Guten gegen die Bösen gegangen, doch die meisten hatten zwischen jungen Männern stattgefunden, die um Drogenreviere, Frauen oder einfach so gekämpft hatten. Hier war jeder ein Mann, der eine Waffe hatte – auch wenn er eigentlich noch ein Kind war, das nach den Zeichentrickserien am Samstagmorgen nach draußen lief und fest daran glaubte, dass ein erschossener Spielkamerad anschließend wieder aufstehen und weiterspielen würde …

Sie erreichten die Gruppe, die die Scharfschützen beobachtet hatten. Es waren Schwarze, Latinos und Asiaten, alles Drogendealer, die sich nun erschrocken umdrehten. Offensichtlich überwand die Aussicht auf einen starken Kick und unkomplizierte Bargeschäfte alle Barrieren von Rasse, Hautfarbe, Religion oder politischen Tendenzen. Es war erstaunlich, dass dieser armselige Haufen von Verlierern überhaupt genügend Energie und Verstand aufbrachte, um die simple Transaktion geistig zu verarbeiten, kleine Päckchen mit Hirnverätzern, die notdürftig als Glücksbringer getarnt waren, gegen Bargeld zu tauschen und sich obendrein selbst daran zu vergiften.

Angesichts der Ehrfurcht gebietenden Front aus Waffen und Kevlar fielen alle Junkies bis auf einen auf die Knie und bettelten darum, nicht erschossen oder verhaftet zu werden. Web konzentrierte sich auf den einzigen jungen...

Erscheint lt. Verlag 1.6.2025
Übersetzer Uwe Anton
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Krimi / Thriller
Schlagworte absolute power • action • bethrilled • blutig • Chemie des Todes • Clint Eastwood • Cody Mcfadyen Bücher • danville • David Baldacci Camel Club • David Baldacci Das Versprechen • David Baldacci Der Killer • David Baldacci Der Präsident • David Baldacci escape • David Baldacci Hörbuch • David Baldacci King and Maxwell • David Baldacci zero day • detective • Detektiv • Ermittler • Fairfax • FBI • Fredericksburg • Gänsehaut • Geheimdienst • Kommissar • Krimi • Kriminalpolizei • Kriminalroman • Kriminalromane • Krimis • Krimiserie • Krimi USA • Leiche • Mord • Mörder • Politthriller • Polizei • Polizeithriller • Polizist • Polizistin • Privatdetektiv • Profiler • Psycho • Psychothriller • Psychothriller bücher • Richmond • Serienkiller • Serienmörder • Spannung • Spannungsroman • Tatort • Thriller • USA • Vatikan • Verbrechen • Verschwörung • Verschwörungssthriller • Verwesung • Virginia
ISBN-10 3-7517-8338-5 / 3751783385
ISBN-13 978-3-7517-8338-5 / 9783751783385
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