Julia Ärzte Spezial Band 30 (eBook)
384 Seiten
CORA Verlag
978-3-7515-3333-1 (ISBN)
WENN TAUSEND SCHMETTERLINGE TANZEN von KATE HARDY
Nach einer schlimmen Nacht in der Notaufnahme sucht Becky Vergessen - und landet in den Armen eines attraktiven Fremden. Sie weiß nur, dass er Leandro heißt und zärtlich küsst. Bis sie am nächsten Tag schockiert sieht, wer ihr neuer Chef ist: Dr. Leandro Herrera!
WAS IST IHR GEHEIMNIS, DR. BENYON? von JOANNA NEIL
Liebe, eine Familie? Das brauche ich nicht, glaubt Megan. Sie lebt nur für ihre Arbeit als Ärztin in der Notaufnahme! Bis ihr Dr. Benyon begegnet. Sein zärtlicher Kuss macht Megan klar, auf was sie bis jetzt verzichtet hat. Und keinen Tag länger verzichten will ...
EIN KRONPRINZ FÜR GINA von JESSICA MATTHEWS
Niemand in der Notaufnahme ahnt, dass die schöne Ärztin Gina Sutton eine Gräfin ist - bis Dr. Ruark Thomas, Kronprinz von Marestonia, auftaucht und mit ihr Hochzeit feiern will. Wie gerne würde sie Ja sagen - spräche er von Liebe statt von Staatsräson ...
Kate Hardy wuchs in einem viktorianischen Haus in Norfolk, England, auf und ist bis heute fest davon überzeugt, dass es darin gespukt hat. Vielleicht ist das der Grund, dass sie am liebsten Liebesromane schreibt, in denen es vor Leidenschaft, Dramatik und Gefahr knistert? Bereits vor ihrem ersten Schultag konnte Kate Hardy fließend lesen. Mit blühender Fantasie dachte sie sich Geschichten aus und schrieb sie auf einer Schreibmaschine nieder, die sie zu ihrem sechsten Geburtstag bekommen hatte. Ihren ersten Liebesroman, der niemals veröffentlicht wurde, schrieb sie mit dreizehn Jahren. Kate Hardy studierte englische Literatur des Mittelalters, heiratete und bekam zwei Kinder. Sie arbeitete freiberuflich als Journalistin im Gesundheitsbereich, doch ihre wahre Berufung fand sie erst, als sie ihr Interesse für Medizin mit Romantik verband und ihren ersten Arztroman schrieb, der auf Anhieb das Lesepublikum begeisterte. Seitdem hat sie weitere 33 Arztromane, einige erotische Liebesromane und mehrere Sachbücher zum Thema Gesundheit geschrieben.
1. KAPITEL
„Rod Hawes, Alter vierundfünfzig!“, rief der Rettungssanitäter David und Becky zu, während er den Patienten eilig in die Notaufnahme schob. „Er war gerade beim Kegeln, als er plötzlich Schweißausbrüche und heftige Schmerzen in der Brust bekam. Medikation wurde eingeleitet und Sauerstoff verabreicht, aber bisher keine Besserung. Seine Familie ist schon auf dem Weg hierher.“
Klassische Symptome eines Herzinfarkts, ging es Becky durch den Sinn, und sie schaltete das EKG-Gerät ein, während David schon den Anamnesebogen ausfüllte. Die beiden waren ein eingespieltes Team, und Becky bedauerte es sehr, dass heute der letzte Arbeitstag des jungen Notfallarztes war. Morgen würde er nach Afrika fliegen, um in den nächsten sechs Monaten für „Ärzte ohne Grenzen“ zu arbeiten. David hatte Becky sogar angeboten, ihn zu begleiten, aber sie hatte dankend abgelehnt.
Nach dem Drama ihrer gescheiterten Ehe vor eineinhalb Jahren war sie froh, dass ihr Leben nun endlich wieder in ruhigen und geordneten Bahnen verlief und sie sich voll auf ihre Arbeit konzentrieren konnte. Ein Ersatz für David war bereits gefunden worden, und Becky hoffte sehr, dass dieser sowohl fachlich als auch menschlich ebenso kompetent und angenehm war wie David.
Nun galt es aber, sich auf den Notfall zu konzentrieren. Becky überprüfte das EKG. Es deutete auf eine ventrikuläre Tachykardie hin – eine lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung.
„Okay, fangen wir an“, sagte David und sah Becky und Mina, die junge Assistenzärztin, an. „Mina, mach ihn bitte frei, und du, Becky, überprüfst den Puls.“
„VT ohne Puls“, erklärte Becky.
David zögerte nicht lange und bereitete die elektrische Kardioversion vor. „Zweihundert – und jetzt Schock!“
„Keine Reaktion. Immer noch VT“, sagte Becky.
Sie warteten zehn Sekunden, dann fuhr David fort. „Noch mal auf zweihundert – Schock!“
Keine Reaktion.
„Dreihundertsechzig!“, rief David, und Becky wurde immer nervöser. Wenn jetzt keine Reaktion erfolgte, drohte der Patient zu sterben.
„Immer noch kein Puls!“, sagte sie aufgeregt, und Mina ergänzte: „Keine Veränderung im EKG!“
Noch mehrere Male applizierte David den Elektroschock, jedoch ohne Erfolg. Schließlich trat er zurück und atmete tief durch. „Es ist vorbei. Wir können nichts mehr für ihn tun.“ Er blickte in die Runde. „Sind alle einverstanden, dass wir aufhören?“
Becky und Mina nickten betroffen. „Okay. Todeszeit …“ David schaute auf die Uhr, „… sechzehn Uhr siebenundvierzig. Vielen Dank für eure Hilfe.“ Er fuhr sich durchs Haar. „Seine Familie ist schon da. Ich … werde es ihnen sagen.“
Becky berührte ihn am Arm, denn sie sah ihm deutlich an, wie sehr ihn der Tod des Patienten belastete. „Soll ich das für dich übernehmen?“
David schüttete den Kopf. „Danke, das ist nett von dir, aber das muss ich schon selbst erledigen.“
„Du hast dein Bestes gegeben, David“, sagte sie tröstend. „Aber wir müssen immer daran denken, dass wir niemals alle Patienten retten können.“
„Ist schon gut, Becky. Wir sehen uns nachher noch kurz, bevor ich meine Sachen hole.“
Becky blickte David traurig nach. Auch sie bedrückte es jedes Mal sehr, wenn ein Patient nicht überlebte, und so lastete Rod Hawes’ Tod noch den ganzen Tag auf ihrer Seele.
Tanya, ihre Mitbewohnerin, sah es ihr sofort an, als Becky abends nach Hause kam. „War kein guter Tag heute, stimmt’s?“, fragte sie mitfühlend.
Becky nickte. „Ist das so offensichtlich?“
„Ja. Habt ihr einen Patienten verloren?“
„Ja.“
Tanya nahm Becky in den Arm und drückte sie. „Ich bin froh, dass ich nicht in der Notaufnahme arbeite. Bei uns in der Pädiatrie stirbt zum Glück nur sehr selten ein Kind.“ Sie schaltete den Wasserkocher ein. „Komm, ich mache dir einen Tee.“
„Danke, das ist lieb von dir.“
„Ach, da fällt mir etwas ein“, sagte Tanya, während sie das Teegeschirr aus dem Schrank holte. „Joe, einer der neuen jungen Ärzte auf unserer Station, gibt heute Abend eine Party. Ich glaube, du hast ihn sogar schon mal gesehen.“
Becky zuckte teilnahmslos die Schultern. „Kann schon sein.“
„Er hat mich eingeladen und gemeint, ich solle ruhig noch jemanden mitbringen. Hättest du nicht Lust auf einen unbeschwerten Abend?“
„Mir ist heute nicht zum Feiern zumute.“
„Ach was. Das bringt dich auf andere Gedanken. Bei so vielen netten Leuten und toller Musik wirst du dich gleich besser fühlen.“
Vielleicht hat Tanya recht, und ein bisschen Ablenkung kann wirklich nicht schaden, dachte Becky. Sie hatte einen grässlichen Besuch bei ihren Eltern hinter sich, und nun war auch noch ein Patient gestorben. „Also gut“, stimmte sie schließlich zu. „Ich komme mit.“
Leandro fragte sich zum x-ten Mal, warum er überhaupt zu dieser Party gekommen war. Er fühlte sich hier völlig fehl am Platz. Die Musik war grauenhaft, das Essen ungenießbar, und der billige Wein floss in Strömen, sodass es kaum noch einen nüchternen Menschen in seiner Nähe gab.
Leandro wohnte erst seit Kurzem in Manchester und hatte die Wahl gehabt, das Wochenende allein in seiner neuen Wohnung zu verbringen oder auf diese Ärzteparty zu gehen. Er hatte vor zwei Wochen seinen neuen Job in der Klinik angetreten und gehofft, auf dieser Party einige seiner neuen Kollegen kennenzulernen.
Doch weit gefehlt – die Musik, wenn man sie überhaupt als solche bezeichnen konnte – war so laut, dass man sich nur schreiend unterhalten konnte, und die Luft im Raum war so stickig, dass Leandro es kaum noch drinnen aushielt.
Vielleicht bin ich einfach schon zu alt für solche Partys, dachte er missmutig und beschloss hinauszugehen, um im Garten etwas frische Luft zu schnappen.
Endlich Ruhe, dachte er, als er den schmalen Fußweg entlangschlenderte und sich immer weiter von dem ohrenbetäubenden Lärm im Haus entfernte. Und dann sah er plötzlich sie: Die junge Frau, die mit angezogenen Knien auf der weißen Bank saß und tief in Gedanken versunken schien.
Wie hübsch sie ist, dachte Leandro spontan, als er auf sie zutrat. „Guten Abend“, begrüßte er sie höflich. „Hier draußen ist es sehr viel angenehmer als drinnen, nicht wahr?“
Die junge Frau blickte zu ihm auf, und Leandros Herz schlug schneller. Sie hatte wunderschöne blaue Augen und die sinnlichsten Lippen, die er je gesehen hatte. „Das kann man wohl sagen.“
Leandro lächelte. „Darf ich mich zu Ihnen setzen?“
„Klar.“ Sie nahm die Füße von der Bank und rückte ein Stück zur Seite, um Leandro Platz zu machen.
„Gràcies.“ Er streckte ihr die Hand entgegen. „Ich heiße Leandro Herrera und komme aus Spanien.“ Die junge Frau schüttelte ihm die Hand, und die Berührung löste ein elektrisierendes Prickeln bei ihm aus.
„Und ich bin Rebecca Marston, aber alle nennen mich Becky“, sagte sie und erwiderte sein Lächeln. „Aus welcher Region in Spanien kommen Sie denn?“
„Aus Barcelona.“
„Oh, aus Katalonien.“
„Sie kennen Katalonien?“, fragte er überrascht.
„Ich war noch nie dort, aber als Schülerin hatte ich eine Brieffreundin aus Katalonien, und dadurch habe ich viel über Spanien erfahren.“
„Sprechen Sie auch Katalanisch?“
„Leider nicht. Ich kann ein bisschen Spanisch, aber das ist mittlerweile ziemlich eingerostet.“ Wieder lächelte sie, und Leandro spürte, wie dieses prickelnde Gefühl im Bauch sich verstärkte. „Aber Sie sprechen dafür umso besser Englisch. Leben Sie schon lange hier?“
„Nein, ich habe in der Schule und während meines Studiums Englisch gelernt. Und was tun Sie hier im dunklen Garten? Verstecken Sie sich gern, wenn Sie auf Partys eingeladen sind?“
Becky zog die Nase kraus. „Normalerweise nicht, aber diese Party ist der reinste Horror. Ich bin nur hier, weil meine Freundin Tanya mich dazu überredet hat. Wenn ich gewusst hätte, was mich hier erwartet, wäre ich lieber zu Hause geblieben.“
Leandro musste herzlich lachen. „Das geht mir genauso. Ich habe gehört, dass es nachher auch noch ein Karaoke-Singen geben soll.“
„Um Gottes willen!“, rief Becky entsetzt. „Der Radau hier ist schon unerträglich, und wenn ich dann auch noch einer Horde sturzbetrunkener Leute zuhören soll …“
„Dann sollten Sie lieber gleich Reißaus nehmen“, ergänzte Leandro amüsiert.
„Stimmt“, bestätigte Becky lächelnd.
Leandro sah sie an, und wieder breitete sich dieses Prickeln in ihm aus. „Haben Sie heute Abend noch etwas vor?“, fragte er spontan, weil er Becky Marston einfach zu verlockend fand.
Sie überlegte kurz. „Ich weiß nicht, ich …“
„Wir könnten irgendwo essen gehen“, schlug Leandro vor. „Oder haben Sie schon etwas gegessen?“
Becky schüttelte den Kopf. „Hier gibt’s ja nichts Gescheites. Ich habe nur ein bisschen Knabberzeug gegessen.“
„Na, dann lassen Sie uns doch ein schönes Restaurant aufsuchen, wo man auch einen guten Wein bekommt.“
Becky...
| Erscheint lt. Verlag | 15.3.2025 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Julia Ärzte Spezial |
| Übersetzer | Lydia Roeder |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | Arztroman • bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • cora romane julia • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook liebesroman • Frauenroman • Julia Ärzte Spezial • Liebesgeschichte • Liebesroman • Romantische Bücher • Sammelband |
| ISBN-10 | 3-7515-3333-8 / 3751533338 |
| ISBN-13 | 978-3-7515-3333-1 / 9783751533331 |
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