Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de

Pikantes Spiel mit der Liebe (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
144 Seiten
CORA Verlag
978-3-7515-3465-9 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Pikantes Spiel mit der Liebe - Abby Green
Systemvoraussetzungen
2,49 inkl. MwSt
(CHF 2,40)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
  • Download sofort lieferbar
  • Zahlungsarten anzeigen

Vor einem halben Jahr brach Floras Welt zusammen: Der mächtige Unternehmer Vittorio Vitale ließ sie vor dem Altar stehen. Aus Rache an ihrem Onkel, wie sie später herausfand! Sein raffinierter Plan zerstörte ihre Existenz, mühsam hält sie sich seitdem als Kellnerin über Wasser. Als Vittorio davon erfährt, macht er ihr einen Vorschlag: Er hilft ihr finanziell, wenn sie in der Öffentlichkeit vorgibt, wieder seine Freundin zu sein. Für seinen Ruf ist das gut, weiß Flora, aber soll sie sich wirklich auf dieses pikante Spiel einlassen? Und damit zum zweiten Mal ihr Seelenheil mit ihm riskieren?



<p>Abby Green wurde in London geboren, wuchs aber in Dublin auf, da ihre Mutter unbändiges Heimweh nach ihrer irischen Heimat verspürte. Schon früh entdeckte sie ihre Liebe zu Büchern: Von Enid Blyton bis zu George Orwell - sie las alles, was ihr gefiel. Ihre Sommerferien verbrachte sie oft bei ihrer Großmutter in Kerry, und hier bekam sie auch ihre erste Romance novel in die Finger. Doch bis sie ihre erste eigene Lovestory zu Papier brachte, vergingen einige Jahre: Sie studierte, begann in der Filmbranche zu arbeiten, aber vergaß nie ihren eigentlichen Traum: Irgendwann einmal selbst zu schreiben! Zweimal schickte sie ihre Manuskripte an Mills &amp; Boon, zweimal wurde sie abgelehnt. Doch 2006 war es endlich soweit: Ihre erste Romance wurde veröffentlicht. Abbys Tipp: Niemals seinen Traum aufgeben! Der einzige Unterschied zwischen einem unveröffentlichen und einem veröffentlichten Autor ist - Beharrlichkeit!</p>

1. KAPITEL


Vittorio Vitale schenkte sich einen äußerst edlen irischen Whiskey ein. Er hob sein Glas und ließ den Blick über Rom schweifen. Die Ewige Stadt lag ihm im goldenen Licht der Nachmittagssonne zu Füßen.

Sein Reich.

Er trank einen tiefen Schluck des honigfarbenen Drinks, der ihm mit einem feinen Brennen die Kehle hinunterlief. Ein warmes Triumphgefühl breitete sich in ihm aus.

Was für ein Tag. Endlich war er auf dem Gipfel seiner …

Das Summen der Gegensprechanlage auf seinem Schreibtisch unterbrach seine Gedanken. Ärgerlich drückte er eine Taste. „Tommaso, ich hatte doch darum gebeten …“

„Verzeihen Sie, signore, ich weiß. Aber … ähm … Ihre … Warten Sie! Sie können nicht einfach …“

Die Tür zu Vittorios Büro flog auf, und eine Frau erschien auf der Schwelle. Eine Frau im vollen Brautstaat. Sie trug ein aufwendiges weißes Kleid aus mehreren Lagen feinster Spitze, hochgeschlossen, mit langen Ärmeln. Der ausladende Rock nahm die gesamte Türöffnung ein.

Die Wangen der Frau leuchteten hochrot. Ihr Haar war zu einem strengen Dutt frisiert, darüber trug sie einen zarten weißen Schleier. In der einen Hand hielt sie einen kunstvoll gebundenen, förmlichen Brautstrauß. Die Frau umklammerte ihn wie ein Schwert.

Vito begegnete dem Blick seines Assistenten, der hinter der Frau auftauchte. „Schon gut, Tommaso.“

Er würde seine Feier einen Moment verschieben müssen. Flüchtig dachte er an die Frau, mit der er sich später treffen würde, eines der schönsten Models Italiens, eine atemberaubende Schönheit. Nichts würde ihn von seinen Plänen für diesen besonderen Abend abbringen.

Aber offensichtlich musste er sich zumindest kurz dieser Frau widmen, die er hätte heiraten sollen. Vor zwei Stunden.

Er warf einen Blick auf die Uhr und streckte eine Hand aus. „Signorina Gavia, kommen Sie doch herein.“

Signorina Gavia? Und: Hatte Vittorio Vitale wirklich gerade auf seine Armbanduhr gesehen, als wäre sie eine lästige Störung für ihn? Der Mann, auf den sie im Vorraum der Kirche soeben eine ganze Stunde gewartet hatte? So lange, bis sie zu der unvermeidlichen Einsicht gelangt war, dass er nicht kommen würde.

Das wutverzerrte Gesicht ihres Onkels stand ihr vor Augen. Er hatte sie angeschrien, es sei ihre Schuld, und alles sei zerstört. Und kurz bevor er zusammen mit seiner Frau, Floras Tante, davongestürmt war, hatte er Flora erklärt: „Der kleine Nutzen, den ich von dir hatte, ist aufgebraucht. Vierzehn Jahre lang warst du nur eine Last. Jetzt bist du für mich gestorben.“

Wie betäubt war Flora zurückgeblieben. Sie konnte es nicht begreifen, dass die Menschen, die sie als kaum achtjähriges Mädchen bei sich aufgenommen hatten, sie nun einfach im Stich ließen.

Doch dann, als die Hochzeitsgäste nach und an ihr vorbei nach draußen strömten und dabei die sitzengelassene Braut flüsternd mit neugierigen Blicken bedachten, war heißer Zorn in Flora aufgewallt. Zorn auf den Mann, der ihr das angetan hatte: Vittorio Vitale.

Jetzt war sie hier, um ihn zur Rede zu stellen.

Doch im ersten Moment war sie wieder geblendet von seiner männlichen Schönheit. Groß, breitschultrig, muskulös – bei seinem Anblick dachte man unwillkürlich an einen Modellathleten, nicht an einen Industriemagnaten, einen Milliardär. Kurzes, dunkles Haar, eine hohe Stirn, ein markantes Gesicht mit scharfer Nase und kantigem Kinn. Dazu ein so unerwartet sinnlicher Mund, so sexy, dass Flora bei ihrer ersten Begegnung mit Vittorio kaum den Blick davon wenden konnte. Sehr zu ihrem eigenen Entsetzen – schließlich war sie in sexuellen Dingen höchst unerfahren – hatte sie sich ausgemalt, wie es wohl wäre, von diesen Lippen geküsst zu werden. Kein Mann hatte zuvor derartige Gefühle in ihr geweckt. Aber beunruhigend war ihre heimliche Erregung auch deswegen gewesen, weil die Heirat zwischen ihr und Vittorio nicht im Entferntesten auf romantischen Gefühlen beruhte. Es sollte eine rein geschäftliche Allianz sein.

Nur, dass es jetzt gar keine Heirat gegeben hatte. Weil er sie versetzt hatte.

Floras Wut kehrte mit ganzer Macht zurück. Gewöhnlich war sie sehr ausgeglichen und positiv gestimmt. Sie glaubte grundsätzlich an das Gute in den Menschen und ihren Absichten. Doch im Falle von Vittorio Vitale war es leider offensichtlich, dass seine Absichten von Anfang an schändlich gewesen waren.

Er wirkte nicht im Geringsten schuldbewusst, eher gelangweilt. Vitale war zwanglos gekleidet, er trug eine dunkle Hose und ein weißes Hemd, die oberen Knöpfe aufgeknöpft, die Ärmel lässig hochgekrempelt.

Anklagend schüttelte Flora den Brautstrauß in seine Richtung, und Rosenblätter rieselten zu Boden. „Du bist nicht einmal für eine Hochzeit angezogen! Du hattest nie vor, mich zu heiraten, habe ich recht?“

Er kam um den Schreibtisch herum, lehnte sich gegen die Kante und schob ungerührt die Hände in die Hosentaschen. „Ehrlich gesagt? Nein.“

Erst jetzt wurde ihr bewusst, wo sie sich überhaupt befand. Das Büro von Vittorio Vitale lag im obersten Stock eines eleganten Neubaus mitten im historischen Zentrum von Rom. Das allein sagte schon sehr viel über die Macht und den Einfluss seines Inhabers aus. Panoramafenster zu zwei Seiten boten einen sensationellen Blick über Rom. In der Ferne war die Silhouette des Kolosseums zu erahnen.

Flora atmete bebend ein. In ihrem Kopf drehte sich alles. „Warum? Ich denke, ich habe ein Recht, es zu erfahren.“

Vittorio nahm die Hände aus den Hosentaschen und verschränkte die Arme vor der breiten Brust. „Das ist verständlich. Was hat dein Onkel dir erzählt?“

Sie schluckte und rief sich die Wuttirade ihres Onkels ins Gedächtnis. „Nicht viel.“ Im Grunde hatte er ihr nie irgendetwas gesagt.

Vittorio zögerte nachdenklich. „Ist dir klar, dass sich die Geschäfte deines Onkels, während wir hier miteinander reden, in rasanter Auflösung befinden?“

Tatsächlich hatte ihr Onkel in jüngster Zeit ungewöhnlich besorgt gewirkt. Ihre Tante war ihr weniger höflich begegnet. Gespräche wurden abgebrochen, wenn Flora den Raum betrat. „Nein, das war mir nicht klar. Ich bin nicht in seine Geschäfte eingeweiht.“

„Nun, immerhin warst du in diese Heiratsabsprache eingeweiht, oder nicht? Da kann es keine Illusionen für dich gegeben haben. Du wusstest, dass dir innerhalb von sechs Monaten eine Ausstiegsmöglichkeit blieb, wenn du es wolltest. Du hattest also nichts zu verlieren.“

Flora hatte in diese Heirat aus einer Vielzahl von Gründen eingewilligt. Nicht zuletzt wegen dieser Klausel, die ihr die Chance bot, nach sechs Monaten einen Schlussstrich zu ziehen.

Sie hatte sich immer in der Schuld ihres Onkels gefühlt, weil dieser die Vormundschaft für sie übernommen hatte, nachdem sie auf tragische Weise beide Eltern und ihren kleinen Bruder verloren hatte. Ihr Onkel und ihre Tante hatten sie bei sich aufgenommen. Es war kein perfektes Arrangement gewesen, aber immerhin war sie bei Familienangehörigen untergekommen, in einer der schönsten Städte auf der Welt. Schließlich hätte ihr Onkel sie auch in ein Heim oder in ein Internat abschieben können.

Nur, dass er dann keinen Zugang zu meinem Treuhandfonds gehabt hätte.

Er brauchte das Geld ja auch für meine Ausbildung und meinen Unterhalt, rief Flora sich sofort schuldbewusst ins Gedächtnis. Um die Hausbediensteten zu bezahlen, die sich in den Ferien um sie kümmerten, während Onkel und Tante um die Welt reisten. Die Tatsache, dass von ihrem Erbe laut ihrem Onkel inzwischen nichts mehr übrig war, zeigte nur, wie teuer es gewesen war, sie großzuziehen. Weshalb er nicht müde wurde, sie darauf hinzuweisen, dass die Heirat nicht nur zu seinem Vorteil sein würde, sondern auch ihrer eigenen Absicherung für die Zukunft diente.

Ja, sie hatte nie daran gezweifelt, dass sie ihrem Onkel die Einwilligung schuldete angesichts all dessen, was er für sie getan hatte. Aber heute hatte sich diese Schuld auf spektakuläre Weise in Rauch aufgelöst.

„Du hast doch ausdrücklich um die Ausstiegsklausel nach sechs Monaten gebeten“, sagte sie nun vorwurfsvoll.

„Meine Rückversicherung, falls es nicht wie geplant laufen würde. Dein Onkel war nicht begeistert, aber er hatte keine andere Wahl.“

Falls es nicht wie geplant laufen würde.

Flora war sich nicht sicher, was er damit meinte. Erneut wurde sie von Scham und Wut überwältigt. „Wie konntest du etwas so Herzloses und Grausames tun? Hast du eine Ahnung, was für ein Gefühl es war, in der Kirche zu stehen und zu warten? Wie demütigend?“

Vittorio sah die Frau an, die dort vor ihm stand, und spürte ein Ziehen in seinem Inneren. Sein Gewissen. Er hatte also doch eines.

Aber das Nächste, was er fühlte, beunruhigte ihn viel mehr. Diese Frau übte eine unmissverständliche Anziehungskraft auf ihn aus.

Bis heute hatte er sich nur wenig um Flora Gavia gekümmert, weil er wusste, was er mit ihr vorhatte. Warum sollte er sie umwerben? Zumal sie damit zufrieden zu sein schien, dass er Distanz wahrte, und auch, weil die Verlobungszeit von kurzer Dauer war. Gerade einmal ein Monat von der Ankündigung bis zum Hochzeitstermin.

Also hatte Vittorio sie bei ihren wenigen Begegnungen...

Erscheint lt. Verlag 4.3.2025
Reihe/Serie Julia
Übersetzer Irmgard Sander
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora julia • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • cora romane julia • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook liebesroman • Frauenroman • Liebesgeschichte • Liebesroman • Romantische Bücher
ISBN-10 3-7515-3465-2 / 3751534652
ISBN-13 978-3-7515-3465-9 / 9783751534659
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
EPUBEPUB (Wasserzeichen)

DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasser­zeichen und ist damit für Sie persona­lisiert. Bei einer missbräuch­lichen Weiter­gabe des eBooks an Dritte ist eine Rück­ver­folgung an die Quelle möglich.

Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belle­tristik und Sach­büchern. Der Fließ­text wird dynamisch an die Display- und Schrift­größe ange­passt. Auch für mobile Lese­geräte ist EPUB daher gut geeignet.

Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise

Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.

Mehr entdecken
aus dem Bereich
Roman

von Wolf Haas

eBook Download (2025)
Carl Hanser (Verlag)
CHF 18,55