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Miss Desirees gefährliches Geheimnis (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
384 Seiten
CORA Verlag
978-3-7515-3216-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Miss Desirees gefährliches Geheimnis - Candace Camp
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Endlich ein Hinweis auf ihren Vater! Nach einer schweren Kindheit in Armut und Schande hat Desiree Malone jetzt die Chance, etwas über ihre Vergangenheit und ihre Familie herauszufinden. Die Detektei Moreland & Quick hütet die Informationen, also verschafft sich die resolute Desiree kurzerhand Zutritt zu deren Büros. Dabei wird sie von einem der beiden Detektive ertappt. Desirees Herz pocht wie wild! Zuerst ist Tom Quick nicht bereit, einer Einbrecherin weiterzuhelfen. Doch schon bald entdecken Desiree und Tom ein Geheimnis, das sie beide in höchste Gefahr bringt. Um zu überleben, müssen sie zusammenarbeiten - und kommen einander dabei verlockend nahe ...



<p>Bereits seit über 20 Jahren schreibt die US-amerikanische Autorin Candace Camp Romane. Zudem veröffentlichte sie zahlreiche Romances unter Pseudonymen. Insgesamt sind bisher 43 Liebesromane unter vier Namen von Candace Camp erschienen. Ihren ersten Roman schrieb sie unter dem Pseudonym Lisa Gregory, er wurde im Jahr 1978 veröffentlicht. Weitere Pseudonyme sind Kristin James sowie Sharon Stephens, heute schreibt sie nur noch unter ihrem Mädchennamen Candace Camp. Seit sie denken kann, bereitete ihr das Ausdenken von Geschichten viel Freude. Ihre Mutter war Reporterin, ihr Vater Geschäftsführer einer Zeitung, bereits in jungen Jahren dachte sich Candace Camp Geschichten aus. Als Kind ließ sie ihrer Fantasie beim Spielen mit kleinen Figuren freien Lauf und erfand dabei Geschichten. Bereits im Alter von zehn Jahren schrieb sie erste Geschichten auf, schnell wurde das Schreiben zu ihrer liebsten Freizeitbeschäftigung. Allerdings blieb es ein Hobby, sie studierte an der Universität von Austin in Texas und wurde Lehrerin. Später zog sie nach North Caroline, arbeitete bei einer Bank und entdeckte ihre Vorliebe für Romances, es sind moderne Liebesromane. Während ihres Jura-Studiums an der Universität von North Carolina schrieb sie ihren ersten Liebesroman. Noch heute ist sie davon überzeugt, dass sie die Disziplin, die zum Schreiben eines Romans benötigt wird, durch ihr Jura-Studium erhielt. Nach den ersten Erfolgen gab sie ihre Arbeit in der Anwalts-Kanzlei auf, widmete sich ganz dem Schreiben von modernen Liebesromanen und denkt sich mit Begeisterung neue Geschichten aus. Geboren wurde Candace Camp am 23. Mai 1949 in Amarillo in Texas. Seit 1980 ist sie mit Pete Hopcus verheiratet, sie haben eine gemeinsame Tochter.</p>

2. KAPITEL


Einen langen Augenblick regte Tom sich nicht von der Stelle, den Blick voll Staunen auf die Stelle gerichtet, wo die Frau in der Dunkelheit und dem Nebel verschwunden war. Das Wirbeln ihres Umhangs hatte die Szene noch unwirklicher erscheinen lassen, wie der Abschluss eines Zaubertricks. Geheimnisvoll, fast unheimlich … und absolut faszinierend.

„Mein lieber Schwan“, flüsterte er nicht sehr angemessen und schüttelte den Kopf, als könnte das die Gedanken und Fragen verscheuchen, die wie verrückt von allen Seiten auf ihn einstürmten.

Das war kein Zaubertrick gewesen, sondern eine gut geplante und gelungene Flucht. Sie hatte ja sogar ihren Umhang zusammengelegt, damit sie ihn auf dem Rückweg an sich nehmen konnte. Sie brauchte weiß Gott etwas, um ihre Kleidung zu bedecken. Was war das nur für ein merkwürdiger Aufzug gewesen?

Der Stoff hatte sich weich angefühlt, und er hatte sich wie ein Strumpf an ihre Gestalt geschmiegt. Der Anzug hatte sie vom Hals bis zu den Knöcheln umschlossen, einschließlich ihrer Arme, war jedoch keineswegs züchtig und überließ der Fantasie keinerlei Spielraum. Oder vielleicht auch zu viel, was zu allen möglichen verwirrenden Gedanken führen könnte. Zu dem Anzug hatte ein äußerst kurzer Rock gehört, der nur ein paar Zoll über ihre Oberschenkel reichte und eher verlockte als bedeckte.

Das war natürlich nicht der Grund, warum sie ihn getragen hatte, er ermöglichte es ihr, ein Gebäude zu erklimmen und diese erstaunlichen akrobatischen Kunststücke auszuführen. Natürlich. Das war es. Kleidung wie ihre trugen auch die Artisten im Zirkus, zwar in Weiß und verziert mit glitzernden Perlen und Pailletten und dergleichen, aber im Wesentlichen war es dasselbe. Sie war Akrobatin, eine der Frauen, die durch die Luft flogen und darauf vertrauten, dass ein Mann, der kopfüber an einem Trapez hing, sie auffing.

Er fragte sich, ob sie in einem Zirkus oder einem Varietétheater auftrat und sich etwas durch Einbrüche hinzuverdiente. Vielleicht hatte sie auch den Flitterkram an den Nagel gehängt, um sich Vollzeit dem Diebstahl zu widmen. Fähigkeiten wie ihre wären einem Einbrecher sicher von Nutzen. Und ihre Fähigkeiten waren wahrhaftig eindrucksvoll.

Tom stieß ein angewidertes Knurren aus. Was fiel ihm ein, hier herumzustehen und die Fähigkeiten der Einbrecherin zu bewundern oder daran zu denken, wie sich ihre Brust unter seinen Fingern angefühlt hatte und dass ihr Duft ihn tief in seinem Innersten berührt hatte? Nein, er musste herausfinden, was hier vor sich ging. Er drehte die Gaslampen auf, bis der Raum in Licht getaucht war, und machte sich daran, den Schaden zu begutachten. Groß war er nicht.

Offenkundig war sie eine Professionelle, sie hatte rasch und sauber gearbeitet. Wenn er nicht aufgewacht wäre, wäre ihm vielleicht nicht einmal aufgefallen, dass das Büro durchsucht worden war. Das Geräusch war vermutlich von dem Schränkchen hinter Cons Schreibtisch gekommen – seit einiger Zeit gab die Tür beim Öffnen ein nervenaufreibendes Kreischen von sich. Er hatte vorgehabt, die Beschläge zu ölen, aber vielleicht sollte er es lieber bleiben lassen.

Hier und da waren ein paar Schubläden zu weit herausgezogen, die Dinge auf seinem Schreibtisch waren ein wenig anders angeordnet. Von einem Bücherstapel war das oberste Exemplar heruntergefallen – zweifellos der dumpfe Schlag, den er gehört hatte, als er die Treppe hinuntergeschlichen war. Doch die Geräusche zuzuordnen half ihm nicht dabei herauszufinden, worauf sie es abgesehen hatte. Was es auch war, sie hatte es nicht mitgenommen, dessen war er sich sicher. In ihren Anzug hatte sie es jedenfalls nicht gesteckt, und in den Händen hatte sie nichts gehabt. Was alles schön und gut war, aber er wusste immer noch nicht, worauf er nun speziell ein Auge haben musste.

Tom nahm an, dass sie es auf Geld abgesehen haben könnte, doch gab es keinen Grund, warum sie im Büro mehr als geringfügige Beträge verwahren sollten. Ihre Gewinne landeten auf der Bank, und es war nicht so, als nähmen sie riesige Summen an Bargeld ein. Nein, wenn man auf Geld aus war, würde man sein Glück beim Uhrmacher oder beim Apotheker versuchen, wo sehr viel wertvollere Objekte zu finden waren. Und auch mehr Bargeld in der Kasse durch ihre täglichen Einnahmen.

Höchstwahrscheinlich hatte sie es auf etwas Bestimmtes abgesehen, das auf andere Weise wertvoll war als auf finanzielle. Und da ein Berufseinbrecher normalerweise nur an Geld interessiert war, stand zu vermuten, dass man sie angeheuert hatte, um dieses bestimmte Objekt zu finden. Aber worum handelte es sich dabei? Wer hatte sie angeheuert? Und warum?

Die logische Antwort wäre, dass es mit einem ihrer Fälle zu tun hatte, und so ging er sie in Gedanken durch, während er im Raum umherging und all die kleinen Dinge zurechtrückte, die die Einbrecherin durcheinandergebracht hatte. Moreland & Quick war bekannt dafür, vermisste Personen und verloren gegangene oder gestohlene Objekte aufzuspüren. Wenn ein Objekt wertvoll war, bewahrten sie es im Safe im Büro auf, bis sie es dem Besitzer überreichen konnten, doch im Moment befand sich nichts darin. Im Moment hatten sie nur einen Diebstahl in Bearbeitung, doch sie mussten das Objekt erst noch finden.

Dann blieben nur noch Informationen übrig. Was erklärte, warum die Einbrecherin Schubladen und Schränke geöffnet hatte, statt sich am Safe zu schaffen zu machen. Die Agentur hatte nur ein paar offene Fälle. Eine Frau, die ihren Ehemann einer Affäre verdächtigte. Eine andere, die sich sicher war, dass ein Dienstbote Sachen stahl, und den Übeltäter identifizieren wollte. Ein Vermisstenfall, der nun schon seit Monaten ungelöst in den Akten lag; Tom hatte keinen einzigen Hinweis finden können, nicht einmal Alex’ und Cons spezielle Fähigkeiten hatten etwas bewirkt.

Also hatten sie im Vermisstenfall keinerlei nützliche Informationen. Was den missratenen Ehemann anging, so war Tom dem Mann mehrmals gefolgt und hatte sich Notizen gemacht, wo er sich herumtrieb. Da er den Eindruck gewonnen hatte, dass der Mann sich nicht nur eine Geliebte hielt, sondern hin und wieder auch eine gewisse verheiratete Dame aufsuchte, hätte der Ehemann, falls er von den Nachforschungen erfahren hatte, vielleicht Schritte unternehmen können, sie zu unterbinden. Doch Tom hatte die Informationen im Kopf, er brauchte die Notizen eigentlich gar nicht. Außerdem brauchte er dem Mann ja nur wieder zu folgen, solange der seine Affäre weiter verfolgte.

Dasselbe galt für den diebischen Dienstboten – das Interessante an diesem Fall war, dass Tom inzwischen keinen Dienstboten in Verdacht hatte, sondern eine Freundin der Frau, aber auch hier waren die Notizen nicht notwendig, sie bestanden aus Befragungen der Dienstboten, die jederzeit wiederholt werden konnten, und er hatte die Informationen im Kopf.

Es lag nicht mal einer von Cons merkwürdigen Fällen vor. Jetzt, da Cons Frau Lilah ein Kind erwartete, interessierte Con sich weitaus weniger für merkwürdige Phänomene und suchte das Büro nur hin und wieder auf. Stattdessen blieb er lieber zu Hause und machte viel Aufhebens um Lilah. Der Gedanke entlockte Tom ein Lächeln. Tom und Alex hatten eine Wette abgeschlossen, wann Lilah unter Cons überbordender Fürsorge zusammenbrechen und ihm mit Körperverletzung drohen würde.

Vielleicht dann einer ihrer alten Fälle? Er konnte sich keinen Grund denken, warum irgendwer versuchen sollte, sich eine ihrer alten Akten zu schnappen. Er trat an seinen Schreibtisch und zog den Stuhl heraus. Hier, wo sie miteinander gerungen hatten, lag immer noch eine Spur ihres Dufts in der Luft. Er war anders als alle Parfüms, die er bisher gerochen hatte – exotisch und üppig –, und er berührte ihn wie keines zuvor – unmittelbar, instinktiv.

Selbst die schwachen Spuren erregten ihn. Er schüttelte das Gefühl ab und nahm Platz. Dabei fiel ihm ein metallisches Glitzern unter dem Schreibtisch auf, das bisher vom Stuhl verdeckt worden war. Er griff nach unten und hob eine zarte Kette mit einer silbernen Scheibe auf.

Er erinnerte sich daran, während er mit der Einbrecherin gerungen hatte, hatte er an einem Punkt eine Kette an den Fingern gespürt. Das musste die Halskette gewesen sein, und sie war während des Kampfes gerissen und auf den Boden gefallen. Ihm gehörte sie jedenfalls nicht, und als er das Büro an diesem Abend verlassen hatte, hatte sie noch nicht dort gelegen.

Tom hielt sie hoch und betrachtete sie. Die Scheibe war rechteckig, mit einem kleinen Loch an einer Ecke, damit man die Kette durchfädeln konnte. Die Kette wirkte weitaus kostbarer als der Anhänger, der aussah, als wäre er aus Blech, und die Aufschrift war gedruckt statt graviert. Aber er wirkte stilvoll, und die Aufschrift war fließend und elegant: Farrington Club.

Tom schloss die Faust um die Spielmarke und lächelte grimmig. „Nun, wie es aussieht, hat man mir eine Visitenkarte dagelassen.“

Desiree Malone sprang aus der Droschke und lief mit flatterndem Umhang die Stufen zum Haus empor. In der Hoffnung, dass keiner mehr wach war, schlüpfte sie durch die Eingangstür und wandte sich Richtung Treppe, wobei sie auf ihren dünnen, flexiblen Sohlen lautlos über den Perserteppich huschte.

„Desiree?“

Verflixt. Natürlich war Brock noch auf. Sie drehte sich zu ihm und setzte ein Lächeln auf. „Was treibst du hier mitten in der Nacht?“

„Mich fragen, wo du bleibst“, lautete die trockene Antwort ihres Bruders. Brock Malone...

Erscheint lt. Verlag 1.3.2025
Reihe/Serie Historical Gold Extra
Übersetzer Petra Lingsminat, Carlotta Jakob
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Historische Romane
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora historical • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook liebesroman • Frauenroman • highlanderliebesromane • Historical Gold Extra • Historische Liebesromane • historisch roman • Liebesgeschichte • Liebesroman • Romantische Bücher
ISBN-10 3-7515-3216-1 / 3751532161
ISBN-13 978-3-7515-3216-7 / 9783751532167
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