Julia Ärzte zum Verlieben Band 201 (eBook)
384 Seiten
CORA Verlag
978-3-7515-3346-1 (ISBN)
SCHWESTER PIPPAS HEIMLICHER SCHWARM von CAROL MARINELLI
Ist das etwa ihr heimlicher Jugendschwarm? Schwester Pippa stockt der Atem, als sie den Vertretungsarzt Dr. Luke Harris trifft. Aber in einem Monat wird er London wieder verlassen. Wenn sie sich nicht das Herz brechen lassen will, muss sie seinem Sex-Appeal widerstehen!
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<p>Carol Marinelli wurde in England geboren. Gemeinsam mit ihren schottischen Eltern und den beiden Schwestern verbrachte sie viele glückliche Sommermonate in den Highlands. Nach der Schule besuchte Carol einen Sekretärinnenkurs und lernte dabei vor allem eines: Dass sie nie im Leben Sekretärin werden wollte! Also machte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester und arbeitete fünf Jahre lang in der Notaufnahme. Doch obwohl Carol ihren Job liebte, zog es sie irgendwann unwiderstehlich in die Ferne. Gemeinsam mit ihrer Schwester reiste sie ein Jahr lang quer durch Australien - und traf dort sechs Wochen vor dem Heimflug auf den Mann ihres Lebens ... Eine sehr kostspielige Verlobungszeit folgte: Lange Briefe, lange Telefonanrufe und noch längere Flüge von England nach Australien. Bis Carol endlich den heiß ersehnten Heiratsantrag bekam und gemeinsam mit ihrem Mann nach Melbourne in Australien zog. Beflügelt von ihrer eigenen Liebesgeschichte, beschloss Carol, mit dem Schreiben romantischer Romane zu beginnen. Doch das erwies sich als gar nicht so einfach. Nacht für Nacht saß sie an ihrer Schreibmaschine und tippte eine Version nach der nächsten, wenn sie sich nicht gerade um ihr neugeborenes Baby kümmern musste. Tagsüber arbeitete sie weiterhin als Krankenschwester, kümmerte sich um den Haushalt und verschickte ihr Manuskript an verschiedene Verlage. Doch niemand schien sich für Carols romantische Geschichten zu interessieren. Bis sich eines Tages eine Lektorin von Harlequin bei ihr meldete: Ihr Roman war akzeptiert worden! Inzwischen ist Carol glückliche Mutter von drei wundervollen Kindern. Ihre Tätigkeit als Krankenschwester hat sie aufgegeben, um sich ganz dem Schreiben widmen zu können. Dafür arbeiten ihre weltweit sehr beliebten ihre Heldinnen häufig im Krankenhaus. Und immer wieder findet sich unter Carols Helden ein höchst anziehender Australier, der eine junge Engländerin mitnimmt - in das Land der Liebe ...</p>
PROLOG
Die Schulbibliothek war zu ihrem Zufluchtsort geworden.
Hier konnte Pippa Westford ihre Hausaufgaben erledigen oder ungestört lernen.
Sie schloss nicht leicht Freundschaften. Ihre Familie war so oft umgezogen, dass Pippa es gewohnt war, die Neue zu sein – und immer die Außenseiterin.
An Kindergarten- und Vorschulzeit in dem kleinen walisischen Dorf, wo sie geboren war, hatte sie nur vage Erinnerungen. Die Familie zog nach Cardiff, wo das nächstgrößere Krankenhaus lag. Als sich der Gesundheitszustand ihrer Schwester Julia verschlechterte, suchten sie sich eine neue Bleibe, um die endlosen Arzttermine in London besser wahrnehmen zu können. Dann wurde Julia auf die Transplantationsliste gesetzt, und der nächste Umzug stand an. In die Nähe des Krankenhauses, um das knappe Zeitfenster von vier Stunden nicht zu verpassen, sollten ein Herz und Lungen für Julia verfügbar sein.
Und nun, während Julias transplantiertes Herz zu versagen drohte, fühlte sich die Bibliothek wie ein Kraftort an. Der einzige, den sie hatte.
Die Stühle waren bequem, und überall gab es Nischen, in denen sie sich verstecken konnte. Das spärliche Tageslicht, das durch die hohen, kleinen Fenster hereinfiel, wurde von dunklen Mahagonimöbeln fast geschluckt. Obwohl auf den Tischen Lampen standen, hätte man meinen können, es sei mitten im Winter statt Mai, der den herannahenden Sommer einläutete.
Pippa saß in einem ruhigen Winkel und drehte sich gedankenverloren die dunklen Locken um den Finger, während sie die wenigen Notizen las, die sie sich beim Gespräch mit dem Berufsberater der Schule gemacht hatte.
Der dumpfe Laut verriet, dass eine Tasche abgestellt wurde. Jemand setzte sich ihr gegenüber. Pippa atmete tief durch, blickte jedoch nicht auf. Der Frieden, den sie hier zu finden gehofft hatte, war gestört.
Was will ich mit dem Rest meines Lebens anfangen?
Sie ließ die zerzausten Locken los und griff zum Stift, entschlossen, das leere Blatt, das sie seit Wochen plagte, endlich zu füllen. Als Erstes schrieb sie ihren vollen Namen – Philippa – hin und seufzte. Mit gerade mal sechzehn Jahren fühlte sie sich etwas überfordert, die Leistungskurse zu wählen, die ihre Zukunft formen sollten.
Berufsberater und Lehrer hatten ihr versichert, dass sie ihre – wenn auch wichtigen – Entscheidungen auch später noch ändern könnte, was allerdings von den Prüfungsnoten für ihren Realschulabschluss abhing.
Pippa war sich ziemlich sicher, dass diese Noten anders aussehen würden, als von ihr erhofft. Sie blätterte zur ersten Seite ihres Schultagebuchs und betrachtete den Lernplan, den sie sorgfältig zu Beginn des Schuljahrs erstellt hatte.
Den Kugelschreiber fest umklammert, unterdrückte sie den Impuls, wütend auf dem Geschriebenen zu kritzeln oder die Seite einfach herauszureißen. Sie hatte nicht einmal ein Viertel der veranschlagten Lernzeit geschafft!
Irgendetwas war immer …
Pippa, kannst du kurz einkaufen gehen …?
Kannst du ins Krankenhaus kommen und Julias Morgenmantel mitbringen …?
Geh und rede mit deiner Schwester, Pippa. Sie war den ganzen Tag allein zu Hause …
So erledigte sie Hausaufgaben und Lernen irgendwie nebenher, bis schließlich die erlösende Nachricht kam, auf die sie alle gewartet hatten.
„Wir haben einen Spender!“
War sie die schlechteste Schwester der Welt, weil sie sich in den endlosen Stunden mit ihren Eltern im Wartezimmer wünschte, sie hätte ihre Hausaufgaben mitgebracht?
Mrs. Blane würde Verständnis zeigen, wenn sie sie später abgab als die anderen. Pippa bekam keinen Ärger. Aber sie lag weit zurück …
Nun, da für ihre Schwester kaum noch Hoffnung bestand, war Pippa zumute, als müsste ihr eigenes Herz versagen. Weit davon entfernt, auf Julia eifersüchtig zu sein, liebte sie sie mehr als jeden anderen auf der Welt.
Sie verlor nicht nur ihre Schwester, sondern auch ihre beste Freundin.
„Schwierige Entscheidung?“
Pippa sah auf, und ihr Herz stolperte, als sie begriff, dass es Luke Harris war, der ihr gegenübersaß.
Leider fiel ihr keine geistreiche Antwort ein. „Ein bisschen“, war das Einzige, was sie von sich geben konnte, während sie den Blick seiner braunen Augen spürte.
Alle waren in Luke verknallt.
Nun ja, vielleicht war das übertrieben, doch in ihrer Clique galt er als der beliebteste Junge der Schule. Zwei Jahre älter als Pippa, jubelten ihm die Mädchen bei schulischen Sportwettkämpfen zu oder flüsterten bewundernde Kommentare, wenn er eine Rede hielt.
Er sah umwerfend aus, hatte glattes Haar, einen Ton heller als seine Augen. Und er war in allem gut.
„Wofür hast du dich entschieden?“, fragte sie, einerseits neugierig, andererseits, weil sie die Unterhaltung verlängern wollte.
Sie rechnete mit einer Zurückweisung oder höchstens vagen Antwort, doch Luke schien ernsthaft über ihre Frage nachzudenken.
„Ich glaube, man hat für mich entschieden, noch bevor ich geboren wurde“, meinte er schließlich mit einem hörbar angespannten Unterton.
„Du wirst Arzt?“ Zusammen mit Julia hatte sie sich online die Rednernacht der Oberstufe angesehen, bei der sein Vater die Auszeichnungen verlieh.
„Ja, Chirurg.“
Endlich traute sie sich, ihm in die Augen zu blicken, und sah im Lampenlicht, dass sie gerötet waren. Einen dummen Moment lang dachte sie, dass Luke – der lässige Luke – geweint hatte. Aber wahrscheinlich kam er gerade vom Schwimmen. Natürlich war er auch ein exzellenter Schwimmer.
Verlegen, weil sie ihn anstarrte, senkte sie den Blick. Dabei entdeckte sie an seinem Kinn einen kleinen Kratzer. Sie musste lächeln. Der perfekte Luke musste sich beim Rasieren geschnitten haben.
Er erwiderte ihr Lächeln, ein wenig fragend allerdings. Wahrscheinlich überlegte er, was sie so amüsant fand. „Ich heiße Luke“, stellte er sich vor. „Luke Harris.“
„Ich weiß, ich sehe mir die Rednerabende an. Na ja, manchmal …“
Sein Lächeln vertiefte sich, und ihr Herz schlug einen kleinen Purzelbaum. Luke warf einen Blick auf ihr Formular. „Philippa?“
„Ja …“ Beinahe hätte sie ihm gesagt, dass sie meistens Pippa gerufen wurde, überlegte es sich jedoch anders. Sie wollte nicht unbedingt über Namen reden.
Vor allem nicht über Nachnamen.
Westford war kein ungewöhnlicher Name, aber er kam an der Schule noch einmal vor.
In diesem Moment lag Pippa nicht viel daran, als Julias Schwester erkannt zu werden.
Sie sahen einander nicht ähnlich. Julia war zierlich und blond, mit großen blauen Augen. Pippa dagegen war kräftiger gebaut und hatte wilde dunkle Locken. Und was ihre Augen betraf … Nun, letzte Woche hatten sie in Kunst als Hausaufgabe bekommen, auf einer Farbkarte den Ton zu finden, der den eigenen Augen am nächsten kam. Sie hatte auf etwas Wundervolles wie Jade oder Malachit gehofft, nur um festzustellen, dass ihre Augen langweilig olivgrün waren.
Vom Äußeren her miteinander verglichen zu werden, war nicht einmal das Schlimmste. Immer, wenn jemand herausfand, wer sie war, entstand eine unbehagliche Pause, bevor ein mitfühlender Blick sie traf und dann die Frage, wie es Julia ging. Sie kannte auch das lastende Schweigen, wenn jemand nicht wusste, was er sagen sollte.
Luke war in derselben Stufe wie Julia, und er kannte sie bestimmt, obwohl sie wegen ihrer Krankheit selten am Unterricht teilnahm. Wie alle anderen wusste er wahrscheinlich auch, dass Julia zystische Fibrose hatte und die Herz-Lungen-Transplantation nicht so erfolgreich verlaufen war, wie sie gehofft hatten. Also würde er sich nach Julia erkundigen …
Pippa war klar, dass es das Schicksal mit ihr besser gemeint hatte. Oft genug fühlte sie sich jedoch … unsichtbar. Sie war diejenige, die sich um sich selbst kümmern konnte und deren Pro-bleme nicht wirklich eine Rolle spielten.
Was zählte schon eine zerbrochene Brille, wenn ihre Schwester am selben Tag ins Krankenhaus musste? Wen interessierte, dass sie zum ersten Mal ihre Regel bekommen hatte, wenn ihre Schwester gerade erfahren hatte, dass sie auf die Transplanta-tionsliste gesetzt worden war? Und warum heulst du wegen ein paar Pickel, ja, sogar einem Gesicht voller Pickel, wenn deine Schwester stirbt?
Geplagt von Schuldgefühlen, rieb sie sich die Anti-Akne-Salbe, die sie gekauft hatte, in die Haut. Benutzte zu viel davon, sodass das Peroxid die Spitzen ihrer braunen Locken zu einem seltsamen Orange bleichte.
Zwar mochte sie nicht zugeben, dass sie Julias kleine Schwester war, aber sie liebte sie von ganzem Herzen. Der Gedanke an eine Welt ohne sie war kaum zu ertragen. Und sie hatte niemanden, an den sie sich mit ihren Ängsten wenden konnte. Ihre Eltern waren selbst voller Kummer und Verzweiflung.
Deshalb tat es gut, in der stillen Bibliothek zu sitzen und von sich zu erzählen.
„Die Berufsberatung war keine große Hilfe“, gestand sie.
Sie hatte versucht, sich bei Julia Rat zu holen, die auch gern dazu bereit gewesen war, aber dann schritt ihre Mutter ein. Scheuchte sie in die Küche und tadelte sie streng.
„Wo bleibt...
| Erscheint lt. Verlag | 8.3.2025 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Julia Ärzte zum Verlieben |
| Übersetzer | Michaela Rabe, Christina Rodriguez, A. K. Jordan |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | Arztroman • bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora julia • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • cora romane julia • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook liebesroman • Frauenroman • Julia Ärzte zum Verlieben • Liebesgeschichte • Liebesroman • Romantische Bücher • Sammelband |
| ISBN-10 | 3-7515-3346-X / 375153346X |
| ISBN-13 | 978-3-7515-3346-1 / 9783751533461 |
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