Royal Ruin (eBook)
350 Seiten
MORE by Aufbau Digital (Verlag)
978-3-96797-384-6 (ISBN)
Emily Kilpatrick hat nach einer schmerzhaften Scheidung das Vertrauen in Männer verloren und steht am Rande des Ruins mit ihrer Firma für Innenarchitektur. Als sie in London für ein neues Projekt vorspricht, trifft sie auf jemanden aus ihrer Vergangenheit - einen Mann, den sie nie ganz vergessen konnte. Und dieser Mann ist ein echter Royal.
Kit Thorne, der als 'Eisprinz' bekannt ist, hat nach dem tragischen Tod seiner Eltern sein Leben der Kunststiftung gewidmet, die ihnen so am Herzen lag. Bei einem Jobinterview trifft er auf Emily, was Erinnerungen in ihm weckt, die er seit Jahren unterdrückt hat. Als das Königshaus dringend positive Schlagzeilen benötigt, entsteht eine gewagte Idee: eine Fake-Verlobung zwischen Kit und Emily. Diese könnte nicht nur ihre Firma retten, sondern auch das öffentliche Interesse an der Monarchie neu entfachen ...
Doch während sie sich in diese riskante Sache stürzen, müssen sie sich fragen: wird die Nähe zueinander alte Wunden heilen oder neue verursachen?
Jessica Peterson schreibt Romane, die voller Leidenschaft, Humor und Herz sind. IWenn sie nicht gerade an ihren Geschichten arbeitet, findet man sie oft in den besten Restaurants des Südens, wo sie mit ihrem Ehemann Ben an der Bar sitzt. Außerdem genießt sie es, Bücher mit ihrerTochter Gracie zu lesen oder sich mit ihrem 70-Pfund schweren Schoßhund Martha gemütlich einzukuscheln.
Als wahres Carolina-Girl träumt Jessica davon, ihre Zeit zwischen Charleston und Asheville aufzuteilen. Momentan lebt sie jedoch in Charlotte, North Carolina.
Erstes Kapitel
EMILY
Ich hasse es, die Überbringerin schlechter Nachrichten zu sein, aber ich finde, du solltest es wissen. Dein Freund betrügt dich. Ich bin ziemlich sicher, dass ich nicht die Einzige bin, mit der er geschlafen hat. Tut mir echt leid.
Wie benommen starrte ich die E-Mail an und las sie zum tausendsten Mal. Ein Teil von mir konnte immer noch nicht glauben, dass die Liebe meines Lebens mich betrogen hatte. Klar, das letzte halbe Jahr war hart für Luke und mich gewesen. Fünftausend Meilen hatten uns getrennt. Ich verbrachte ein Auslandssemester in London, während er zurück an der Meryton University in North Carolina war.
Als ich Luke vor drei Tagen zur Rede gestellt hatte, hatte er zugegeben, Mist gebaut zu haben. Das Mädchen, das mir die E-Mail geschickt hatte, war »eine alte Freundin« von ihm. Sie waren mit ein paar Freunden ausgegangen. Das eine hatte zum anderen geführt.
Luke erklärte mir, es sei ein Fehler gewesen. Schwor, es habe nur einen einzigen Ausrutscher gegeben. Er hatte geweint – wirklich geweint –, während ich ihn am Telefon anschrie. Er bereute es ehrlich. Aber ich war zu fertig, um ihm zu verzeihen. Luke war mein Ein und Alles, hatte immer an erster Stelle gestanden. Erster Freund. Erster Mann, mit dem ich jemals geschlafen hatte. Manchmal musste ich mir immer noch in die Wange kneifen beim Gedanken daran, dass ein derart süßer und charismatischer Typ einen nerdigen Bücherwurm wie mich wollen könnte.
Ich vermisste ihn wie verrückt. Vermisste es, wie er die Finger um meine schlang, wenn wir Händchen hielten. Er hatte diese Angewohnheit, unsere Hände aufeinanderzupressen, Handfläche an Handfläche, und wenn ich dann zu ihm aufblickte, ertappte ich ihn dabei, dass er mich anlächelte. Es war albern, aber es machte mich verdammt glücklich.
Eigentlich hatte ich nicht so lange von ihm getrennt sein wollen. Doch seit der Highschool war es mein erklärter Traum gewesen, im Ausland zu studieren. Meine Mum, selbst Architektin, hatte die Leidenschaft für alles, was mit Design zu tun hatte, von klein auf in mir geweckt. Ich wollte meine eigene Interior-Design-Firma eröffnen, sobald ich den Abschluss in der Tasche hatte, und war der Meinung, sich das Wissen darum, wie man ein eigenes Unternehmen gründete und führte, bei einer der besten Wirtschaftsunis anzueignen – der London School of Economics –, wäre eine kluge Idee.
Und hier stand ich nun und kämpfte mit den Tränen, während ich vor Mr Thornes Büro wartete. Er war mein TA – kurz für Teacher’s Assistant – und hatte dieses Treffen anberaumt, nachdem ich Anfang der Woche eine Prüfung in den Sand gesetzt hatte. Bei keinem einzigen Test in seinem Kurs hatte ich bisher weniger als 98 Prozentpunkte erreicht, weshalb das Ganze hier definitiv neu für mich war.
Ich verstand, warum er mich zu sich zitierte. Mr Thorne und ich hatten uns im Lauf des Semesters angefreundet, und wegen unserer merkwürdigen Leidenschaft für Bilanzen und Marketingstrategien hatte es irgendwie zwischen uns gefunkt. Dennoch grauste mir vor diesem Treffen. Ich hatte seit Tagen nicht geschlafen. Und allmählich bereute ich die Dinge, die ich Luke am Telefon an den Kopf geworfen hatte. Ich wusste nicht, ob wir uns nun getrennt hatten oder nicht. Wutentbrannt hatte ich irgendwann einfach aufgelegt – und seitdem nichts mehr von ihm gehört. Doch jetzt konnte ich an nichts anderes denken als daran, seine Stimme wiederzuhören. Und zu versuchen, die Sache zwischen uns zurechtzubiegen.
Einerseits hasste ich Luke für das, was er getan hatte. Andererseits war ich so schrecklich verliebt in ihn. Diese Art Liebe konnte man nicht einfach mit einem Fingerschnippen verschwinden lassen. Ich zumindest nicht. Menschen begehen Fehler. Wir konnten von vorn anfangen. Ganz bestimmt.
»Miss Kilpatrick.«
Erschrocken fuhr ich zusammen und klappte meinen Laptop zu. Als ich aufblickte, sah ich Mr Thorne im Türrahmen seines Büros stehen. Etwas an seinem geschliffenen britischen Akzent verlieh seiner Stimme einen tiefen, respekteinflößenden Ton.
Oder es lag einfach daran, dass er ein Prinz war.
In der London School of Economics mochte Mr Thorne nur ein x-beliebiger wissenschaftlicher Mitarbeiter sein, der meinen Marketingkurs am Freitagmorgen unterrichtete. Doch außerhalb unserer kleinen Uni-Blase war er Prinz Christopher Louis James Henry Thorne (landläufig bekannt als Prinz Kit), Enkel der Königin von England und Dritter in der Thronfolge.
Vielleicht war es die Amerikanerin in mir, aber ich ließ mich von seinem königlichen Status nicht so beeindrucken wie die anderen an der Uni. Sein Security-Team war natürlich gelegentlich im Kurs, und er stellte seine maßgeschneiderten Anzüge auf eine Art zur Schau, wie es wahrscheinlich nur ein Prinz konnte. Aber für mich war er nur ein wissenschaftlicher Mitarbeiter – wenngleich ein sehr attraktiver.
Mr Thorne war wie immer makellos gekleidet, mit Anzug und Krawatte, seine dichten blonden Haare waren sorgsam gescheitelt und gestylt. Makellos in jeglicher Hinsicht. Er schob die Hände unter sein Jackett und steckte sie dann in seine Hosentaschen. Seine leuchtend blauen Augen wurden groß vor Besorgnis, als sie über mein Gesicht glitten.
Mit einem Nicken gab er mir zu verstehen, dass ich in sein Büro treten sollte. Als er die Stimme wieder erhob, war sie sanfter. »Bitte, kommen Sie herein.«
Meine Kehle zog sich zusammen. Mist. Warum war mein Drang zu weinen immer dann besonders groß, wenn Menschen nett zu mir waren?
Ich holte tief Atem. In diesem Moment wünschte ich mich ganz weit weg. Aber ich musste mit Mr Thorne über die Prüfung sprechen. Ihm eine Erklärung liefern. Ich war nicht sicher, ob Liebeskummer als glaubhafte Entschuldigung durchgehen würde, aber es musste einen Weg geben, zu verhindern, dass mir ein einziger Test die gesamte Semesternote vermasselte.
Am besten das Pflaster einfach schnell abreißen. Ich stopfte den Laptop in meine Tasche, stand auf und trat in Mr Thornes Büro. Als ich an ihm vorbeiging, stieg mir sein vertrauter Geruch in die Nase – eine Mischung aus Zitrone und Gewürzen. Der Duft war zu sauber, um von einem Eau de Cologne zu stammen. Eine Weile zuvor war ich zu dem Schluss gelangt, dass es sich um eine Art Aftershave handeln musste. Ein überaus köstliches und wahrscheinlich sehr kostspieliges Aftershave.
Ein winziges Kribbeln setzte zwischen meinen Beinen ein, so wie immer, wenn ich in seiner Nähe war. Ich war wirklich gut darin geworden, es zu ignorieren. Natürlich hätte ich der Begierde niemals nachgegeben. Immerhin hatte ich einen Freund. Doch die Anziehung war da. Und aus irgendeinem Grund fiel es mir heute noch schwerer, sie auszublenden. Vielleicht wollte mein Körper es Luke auf diese Art heimzahlen.
Trotzdem, ich wollte diese Sprechstunde einfach nur hinter mich bringen. Maximal zehn Minuten, dann konnte ich von hier verschwinden und meinen Kummer in einer Riesenportion Schoko-Minze-Eis ertränken.
Kit
Ich schloss die Tür hinter mir und beobachtete, wie Miss Kilpatrick auf den Stuhl vor meinem Schreibtisch sank. Ihre Tasche glitt von ihrer Schulter zu Boden. Sie wirkte abgespannt. War blass. Ihre Augen, die normalerweise leuchteten, waren geschwollen.
Meine Hände ballten sich in meinen Hosentaschen zu Fäusten. In dem Moment, als ich angefangen hatte, ihren Test zu korrigieren, hatte ich gewusst, dass etwas nicht stimmte. Doch nichts hätte mich darauf vorbereiten können, wie mitgenommen sie heute aussah. Wie anders als üblich.
Ihren Schmerz zu sehen, tat mir am eigenen Leib weh. Was ein verdammt schlechtes Zeichen war.
Ich trat vor meinen Schreibtisch, lehnte mich dagegen und kreuzte die Beine. »Ich komme gleich zur Sache. Sie haben die Prüfung nicht bestanden, Miss Kilpatrick. Eingedenk dessen, dass Sie bei dem letzten Test jede einzelne Frage richtig beantwortet haben, ...
| Erscheint lt. Verlag | 1.3.2025 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Thorne Monarchs Series |
| Übersetzer | Beate Brookes |
| Sprache | deutsch |
| Original-Titel | Royal Ruin |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | adult romance • billionaire • billionaire romance • Contemporary Romance • fake fiancé • Liebe • Romance • royal romance • Samantha Young • Second Chance • second chance romance |
| ISBN-10 | 3-96797-384-0 / 3967973840 |
| ISBN-13 | 978-3-96797-384-6 / 9783967973846 |
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