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G. F. Unger Western-Bestseller Sammelband 77 (eBook)

3 Western in einem Band

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Aufl. 2025
192 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-7517-7798-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

G. F. Unger Western-Bestseller Sammelband 77 - G. F. Unger
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3 spannende Westernromane lesen und sparen!

G.F. Unger ist der erfolgreichste deutschsprachige Western-Autor. Mit einer Rekordauflage von über 250 Millionen Exemplaren gehört er zur internationalen Spitzenklasse der Spannungsliteratur. Und das zu Recht!

Niemand vermag es wie er, die unermesslichen Weiten des amerikanischen Westens und die Stärke der unerschrockenen Männer, die sie erschlossen, zu beschreiben. Erleben Sie den amerikanischen 'Wilden Westen', wie nur G.F. Unger ihn schildern kann: hart, authentisch, leidenschaftlich.

Dieser Sammelband enthält die Folgen 2578 bis 2580:

2578: Golden Gulch
2579: Die Chancenlosen
2580: Mit dem Teufel verbündet

Der Inhalt dieses Sammelbands entspricht ca. 192 Taschenbuchseiten.
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Plötzlich schnaubt Wild Bill leise und warnend. Terry erhebt sich sofort, seine Rechte fühlt wie beiläufig nach dem Colt, und er rückt sich die schwere, tief geschnallte Waffe besser zurecht.

Dann wartet er ruhig, hört bald darauf die Hufschläge einiger Reiter und richtet nun seine Aufmerksamkeit auf die Mündung eines Canyons, der von Westen her die Schulter des Berges durchbricht und hier auf der Wasserscheide des Passes endet.

Fünf Reiter tauchen auf.

Und sie wirken wie fünf grimmige Winterriesen. Das Unwahrscheinliche an ihnen ist jedoch, dass sie überdies noch fünf zottige Riesengäule reiten. Gäule, von denen man meint, dass es allerhöchstens einen auf tausend Meilen im Umkreis von dieser Sorte geben könnte.

Aber es ist dennoch so: Fünf Riesen kommen auf fünf Riesengäulen angeritten. Sie wirken grimmig und böse. Eine wilde Kraft und Urwüchsigkeit geht von ihnen aus.

Der Riese an ihrer Spitze ist grauhaarig. Sein Vollbart flattert im leichten Wind, und seine scharfe Adlernase hackt im Rhythmus des Reitens auf und nieder.

Terry McRay ist fremd in diesem Land. Er ist davon überzeugt, dass er sonst gewiss über diese fünf Muskelberge Bescheid wüsste. Fünf solche Männer müssen einfach so bekannt sein wie zum Beispiel fünf rote Elefanten, wenn es solche und in diesem Land gäbe.

Indes er auf das Näherkommen der Reiter wartet, schiebt sich sein Pinto neben ihn und verhält sich vollkommen ruhig. Nur die Augen des Pferdes funkeln. Wie ein Wachhund steht das scheckige Tier neben seinem Herrn.

Und dann hält der riesige Graubart auf dem Weg sein mächtiges Tier an, wendet sich im Sattel um und sieht McRay mit einem wilden Blick an.

»Mann«, sagt er mit tiefer und harter Stimme, »Mann, haben Sie ein gelbhaariges Mittelgewicht gesehen, mit einem Bärtchen unter der Babynase und einer Gitarre hinterm Sattel? Haben Sie solch einen verdammten Dandy hier in der Gegend herumreiten sehen, Mister?«

»Ich hatte nicht das Vergnügen, Mister«, erwidert Terry sanft und sieht die anderen vier Männer an, die hinter dem riesigen Anführer eine finstere Gruppe bilden und ganz so wirken, als hielten sie sich für eine unüberwindliche Armee.

Es sind Brüder, wahrscheinlich sogar Vierlinge. Und wenn sie früher gewiss auch sehr winzig waren, so hat eine wunderbare Laune der Natur aus ihnen mächtige Riesen werden lassen.

Sie sind rothaarig, sommersprossig und mit Muskeln bepackt, die jeden Moment ihre Hemden zu sprengen drohen. Ihre wasserhellen Augen verraten eine Menge Sturheit, und ganz offensichtlich ist in ihren großen Köpfen nicht allzu viel Verstand enthalten. Terry fragt sich unwillkürlich, was diese vier Ungetüme anstellen werden, wenn der Alte nicht mehr das Kommando hat und nicht mehr für sie denken kann. Er sieht den Graubart wieder an.

»Hat Ihnen der Gelbkopf die Brieftasche geklaut, Mister?«, fragt er sanft und ruhig.

»Mehr als das! Oha! Schwarzes Schneegestöber und Höllenmist! Dieser gelbhaarige Hecht hat uns die Ehre gestohlen! Wir sind schon eine ganze Woche hinter ihm her, und er zeigte uns jeden Tag immer wieder neue Tricks! Aber wir erwischen ihn! Wir bekommen ihn so sicher, wie ich Brad Rocky heiße! Und wenn wir bis zum Nordpol reiten müssten! Aaaah ...«

Nach diesen Worten reitet er wieder an, und seine vier zweibeinigen Büffel folgen ihm wortlos.

Terry McRay blickt ihnen nach. Er hätte gerne gewusst, was diese fünf Rockys auf eine lange Fährte gelockt hat. Aber er ist gewöhnt, nur im äußersten Notfall Fragen zu stellen. Er schiebt wieder seinen Hut in den Nacken, kratzt sich hinter dem Ohr und murmelt schließlich: »Ich hätte sie vielleicht um eine Krume Tabak anhauen können. Sie hätten gewiss einen Mann gut verstanden, dem ein verdammter Gaul den Tabaksbeutel aufgefressen hat.«

Indes sind die fünf Reiter schon ziemlich weit entfernt. Sie reiten unten in einen abfallenden Canyon hinein und verschwinden bald hinter der Biegung.

»Nun, ich werde auch weiter ...«, beginnt Terry, doch da schnaubt sein Pinto abermals.

Zuerst hört Terry eine klangvolle Männerstimme und das melodische Klimpern einer Gitarre. Es ist eine schöne Baritonstimme, und sie singt das alte Lied vom armen Cowboy, der keine Heimat hat und sich überall in ein Mädchen verliebt und der, da er arm ist, nirgendwo eine Chance bekommt.

Der Gesang ist überdies auch noch dem Takt der Hufschläge angepasst.

Eine kleine Weile später kommt der Sänger aus dem Canyon geritten.

Weizenblonde Locken leuchten in der Sonne. Aber das Gesicht des Burschen ist sehr gebräunt. Weiße Zähne und blaue Augen blitzen. Seine Kleidung ist blitzblank und wie neu. Das Zaumzeug seines Pferdes ist prächtig herausgeputzt. Allein der silberbeschlagene Sattel muss einen Cowboy-Jahreslohn gekostet haben. Seine Stiefel sind feinste Maßarbeit, und der Coltkolben ist mit Silber und Elfenbein ausgelegt.

Im Damensitz hockt er auf einem prächtigen Rappen und verstummt erst mit seinem Gesang, als er dicht bei Terry anhält. Der erkennt jetzt auch, dass der hübsche Bursche ein kleines Bärtchen unter der Oberlippe trägt. Doch als er in die blauen Augen des Mannes sieht, erkennt er darin neben Sorglosigkeit und Leichtsinn auch eine Portion Männlichkeit und Stolz.

»Hallo, Kamerad«, lächelt der Blonde. »Geht es hier nach Silverhorn?«

Terry nickt kurz.

»Dann bin ich also wieder auf dem richtigen Weg! Nun, nach meiner Berechnung müssten vor nicht allzu langer Zeit fünf rothaarige Gentlemen hier vorbeigeritten sein.«

»Einer war grauhaarig«, verbessert Terry freundlich, denn der Blonde ist ihm sehr sympathisch.

»So? Nun, das wundert mich eigentlich, Kamerad! Vor einer Woche war Brad Rocky noch so rot wie seine Söhne. Sollte er sich wirklich so geärgert haben, dass sein Haar erbleichte? Hat er Ihnen vielleicht ...«

»Yeah, er hat mich nach einem gelbhaarigen Baby gefragt«, grinst Terry.

Die blauen Augen des Sängers leuchten plötzlich ärgerlich auf, und kalte Funken des Unwillens tanzen in ihnen. Aber dann bezwingt er seinen Ärger und lächelt wieder freundlich.

»Sie haben nicht zufällig etwas Tabak bei sich, Kamerad?«, fragt er höflich.

Terry schüttelt den Kopf und deutet mit dem Daumen auf seinen Pinto.

»Der Ziegenbock hat gestern meinen Tabaksbeutel gefressen. Es war noch genügend drin.«

Der Blonde schenkt dem Mustang einen interessierten Blick, greift dann in die Tasche und holt einen gefüllten Beutel heraus.

»Nun, wenn das so ist, so müssen wir uns eben mit meinem Tabak begnügen. Wissen Sie, Mister, ich nehme gern, wenn irgendwo Überfluss ist, aber ...«

Er verstummt und grinst wie ein beschämter Lausejunge. Und tatsächlich, er wird sogar rot. Langsam rutscht er aus dem Sattel. Und dann hocken sie sich beide nach Cowboyart auf die Absätze und drehen sich Zigaretten.

Es ist ein guter Tabak. Terry McRay zieht den Rauch ein und stößt ihn behaglich aus. Dann begegnen sich die Augen der beiden Männer mit einem festen Blick.

»Danke«, murmelt Terry. »Ich sehne mich seit gestern nach einer Zigarette. Sie haben deshalb etwas gut bei mir, Mister.«

Der Blonde macht eine wegwerfende Handbewegung. Er sieht nachdenklich den Passweg hinunter, wo die fünf Rockys vor einer Weile verschwunden sind.

»Waren sie sehr ärgerlich? Übrigens, mein Name ist Jim Pancake. Nein, ich will Sie nicht verulken, Mister, ich heiße wirklich so!«

Er sagt es besänftigend, denn er hatte bemerkt, wie Terrys rauchgraue Augen schmal und scharf wurden. Und das ist vielleicht kein Wunder, denn Pancake heißt Pfannkuchen!

»Schon in Ordnung, ich glaube es«, grinst Terry. Und als Jim Pancake dieses Grinsen erwidert und sie sich wieder in die Augen sehen, spüren sie eine warme Sympathie füreinander.

»Ja, sie waren so wütend wie gereizte Grizzlybären. Und der Graubart erzählte etwas von einer gestohlenen Ehre.«

Jim Pancake begann bitter zu lachen.

»Diese Narren! Diese verdammten Narren!«, ruft er, und in seinen sonst so freundlichen und hübschen Augen sind plötzlich wieder jene kalten Funken des Unwillens, den nur ein Mann versprüht, der kämpfen kann und der sich nie und nirgendwo herumstoßen lässt.

Er wirft die Zigarette weg und dreht sich zauberhaft schnell eine neue. Dabei sieht er Terry nachdenklich an.

»Hm«, knurrt er, und in seinen Augen leuchtet der Zorn. »Hm, Mister, ich möchte Sie nicht mit meinen Angelegenheiten belästigen. Aber jemand hat Ihnen erzählt, ich hätte seine Ehre gestohlen. Ah, ich will Ihnen erst einmal beschreiben, wie diese Ehre aussah! Hahaha, diese Ehre der Rockys wiegt über zwei Zentner, Mister! Und ...«

»Mein Name ist Terry McRay«, sagt Terry sanft dazwischen, und sofort sieht ihn Jim Pancake sehr interessiert an. Er spitzt die Lippen, pfeift kurz und nickt dann.

»Von Ihnen habe ich schon gehört, weiter im Süden haben Sie einen großen Namen. Ah, Sie sind also der ...«

»Wir waren zuletzt bei der Ehre der Rockys, die zwei Zentner wiegen soll«, erinnert Terry sanft.

Wieder grinsen sie sich an, und sie fühlen zwischen sich eine gewisse Gemeinsamkeit. Denn obwohl Jim Pancake ganz gewiss ein leichtsinniger und sorgloser Satteltramp ist, ist...

Erscheint lt. Verlag 15.2.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 2017 • 2018 • Abenteuer-Roman • alfred-bekker • Anthologie • Bestseller • Box • bud-spencer • buffalo-bill • Bundle • Cassidy • Chaco • clint-eastwood • Collection • Country • Cowboy • Deutsch • eBook • E-Book • eBooks • e-bundle • eBundle • Erwachsene • Exklusiv • für • GF • g f barner • Großband • Indianer • jack-slade • Jugend • Karl May • kelter-verlag • Kindle • Klassiker • Krimi • Laredo • larry-lash • Lassiter • lucky-luke • Männer • martin-wachter • Paket • pete-hackett • peter-dubina • Reihe • Ringo • Roman-Heft • Sammelband • Sammlung • Serie • sonder-edition • Staffel • Western-roman • Wilder Westen • Wilder-Westen • Winnetou • Wyatt Earp • Wyatt-Earp
ISBN-10 3-7517-7798-9 / 3751777989
ISBN-13 978-3-7517-7798-8 / 9783751777988
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