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Stunden Der Sehnsucht (eBook)

eBook Download: EPUB
2025
311 Seiten
Barbara Cartland eBooks Ltd (Verlag)
978-1-78867-805-6 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Stunden Der Sehnsucht -  Barbara Cartland
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Sir Harry Sinclair, ein junger Adeliger vom Land und seit kurzem nach dem Tod des Vaters das Oberhaupt der Familie, trifft sich im White's Club mit den Herren aus der gehobenen Gesellschaft. Dort wird auch viel gespielt und gewettet und er verliert am Spieltisch 600 Pfund, der er dem Marquis of Wayne in kurzer Zeit bezahlen muss. Seine Familie ist jedoch sehr mittellos und die Mutter seit dem Tod des Vaters etwas überfordert. Araminta, Harrys Schwester, versucht einen Ausweg zu finden und will das Geld, das für sie beiseitegelegt worden war, um in die Londoner Gesellschaft als Debütantin eingeführt zu werden, dazu verwenden, um Harry vor dem Gefängnis zu bewahren. Das dies nicht ausreicht, muss noch ein anderer Weg gefunden werden. Da ihr Vater ein Gourmet war und auf seinen Reisen Rezepte sammelte und da Araminta bei ihrem ehemaligen französischen Koch die Kunst des Kochens gelernt hatte, will sie ihre Dienste als Köchin anbieten. Ein Bekannter des Vaters hilft ihr, Interessenten zu finden, die sie für eine Abendgesellschaft anstellen werden - nicht wissend dass sie eine Frau ist.


Araminta muss ihr Können unter Beweis stellen. Wird ihr der Durchbruch in der Gesellschaft gelingen und alle von ihrer Kochkunst begeistern?  Werden sie es schaffen, Harrys Schulden zu begleichen und ihn aus seiner misslichen Lage zu befreien? Kann Araminta in all dem Durcheinander von Gefühlen und Verpflichtungen ihre große Liebe finden?


Lord Alistair, Sohn des schottischen Herzogs von Strathnairn, den man auch den 'Konig von Schottland' nennt, verliebt sich in eine Englanderin. Da sein Vater einen gluhenden Hass auf die Englander hatte, verstot er seinen Sohn aus seinem Clan, obwohl diesem die Stellung als Familienoberhaupt zusteht. Lord Alistair lebt mit seiner Frau und den beiden Kindern glucklich in einfachen Umstanden. Die Schwester seiner Frau, Pepita Linsford, zieht nach dem Tod ihres Vaters zu ihnen und hilft bei der Erziehung der Kinder. Lord Alistair und seine Frau kommen jedoch bei einem Bootsunfall ums Leben und Pepita, die noch sehr jung und sehr hubsch ist, muss sich nun um Rory und Jeanie kummern. Der Lord hatte jedoch betrachtliche Schulden hinterlassen und der ganze Besitz der Familie muss verkauft werden. Die einzige Moglichkeit, die Pepita sieht, um den Kindern eine Zukunft zu gewahren, ist sie zu ihrem Grovater nach Schottland zu bringen und ihn zu bitten sie aufzunehmen. Die Fahrt nach Schottland und dem Schloss des Herzogs ist sehr lange und anstrengend; auf dem Schloss selbst werden sie nicht sonderlich herzlich aufgenommen; vor allem die neue Frau des Herzogs ist ihnen nicht gut gesinnt. Nur der gut aussehende Torquil, ein Mitglied des McNairn Clans, versucht Pepita und den Kindern zu helfen.

1. Kapitel ~ 1884


Pepita Linford trat in den Salon und betrachtete die Kisten in dessen Mitte, den aufgerollten Teppich und die Bilder, die von der Wand genommen und aufgestapelt worden waren.

Dieser Anblick wirkte auf sie so deprimierend, dass sie zum Fenster ging und auf den Garten hinaussah, als ängstige sie sich vor dem, was nun zu tun war.

Obwohl es schon Anfang September war, blühten noch die Rosen, Dahlien und Gladiolen.

Hinter dem Garten lag Brachland, und jenseits davon war das Meer.

Sie konnte das Blau des Atlantiks sehen, fast so leuchtend wie das des Mittelmeers, und sie wusste, dass unten die Wellen an die Klippen brandeten, als wollten sie diese zerstören.

Bei dem Gedanken an das Meer musste sie an die beiden Menschen denken, die es ihr genommen hatte, und sie kämpfte mit einer ungeheuren Selbstbeherrschung gegen die Tränen an.

Als es an die Haustür klopfte, ging sie durch die kleine Halle und öffnete die Tür.

Draußen stand ein grauhaariger, kleiner, ordentlich gekleideter Herr, der bei ihrem Anblick lächelte.

»Guten Tag, Miss Linford.«

»Ich hatte Sie erwartet, Mr. Clarence«, antwortete sie. »Treten Sie doch bitte ein. Leider stehen die einzigen Stühle, auf die wir uns setzen können, im Speisezimmer.«

Er folgte ihr in den kleinen, quadratischen Raum, der zur Straße hinauslag und den Lord Alistair McNairn und seine Frau als Speisezimmer benutzt hatten.

Das Zimmer war ebenso ausgeräumt wie der Salon, und nur ein paar lederbezogene Stühle mit hohen Lehnen waren noch nicht eingepackt.

Pepita setzte sich auf einen davon, und als Mr. Clarence auf einem anderen Platz nahm, sah sie ihn ängstlich an, als wisse sie, was er ihr zu sagen hatte.

Er zog noch einen anderen Stuhl heran, legte eine lederne Aktentasche darauf, die er unter dem Arm getragen hatte, und öffnete sie.

»Leider bringe ich Ihnen keine gute Nachricht, Miss Linford«, sagte er.

»Das habe ich befürchtet, Mr. Clarence.«

Mr. Clarence zog ein Blatt Kanzleipapier aus seiner Aktentasche.

Er betrachtete es einige Zeit, als überrasche ihn das, was er las, oder als überlege er, wie er es dem wartenden Mädchen erklären sollte.

Dann räusperte er sich und sagte langsam, als müsse er sich dazu zwingen:

»Ich habe von den Käufern der Pferde und der Möbel dreihundertzweiundzwanzig Pfund erhalten.«

Pepita seufzte leise.

»Ist das alles?«

»Mehr konnte ich nicht bekommen, Miss Linford, und ich versichere Ihnen, ich habe mein Möglichstes getan.«

»Sie waren sehr freundlich, Mr. Clarence. Ich bin Ihnen sehr dankbar. Aber wie Sie wissen, kann ich mit dreihundertzweiundzwanzig Pfund die Schulden meines Schwagers nicht bezahlen.«

»Das ist mir klar, Miss Linford«, antwortete Mr. Clarence. »Ich hoffe, wir werden aus dem Verkauf der drei Gemälde, die ich zu Christie's in London geschickt habe, ein wenig mehr erlösen.«

Pepita schwieg und dachte, dass die Bilder trotz Mr. Clarences Optimismus bei einer Auktion kaum einen hohen Preis erzielen würden, denn ihr Schwager hatte sie eher wegen der Motive als wegen der Künstler gekauft.

Trotzdem sagte sie sich, dass jeder kleine Betrag eine Hilfe war.

Sie musste jedoch an die Kinder denken, und im Augenblick war ihr so, als schwimme sie in rauer See, so dass sie kaum den Kopf über Wasser halten konnte.

Als wisse er, wie ihr zumute war, sagte Mr. Clarence freundlich:

»Ich habe mit Mr. Healey, dem Käufer der Möbel, ausgemacht, dass er die Betten frühestens am Freitag abholen lässt. Bis dahin werden Sie sich entschieden haben, wohin Sie mit den Kindern gehen.«

Pepita holte tief Luft.

»Ich kann nach Schottland gehen, Mr. Clarence.«

Einen Augenblick schien es so, als wäre Mr. Clarence sprachlos.

Er sah sie überrascht an, ehe er nach einer langen Pause sagte:

»Nach Schottland? Ich hätte nicht gedacht, dass...«

»Da Sie sich um die Angelegenheiten meines Schwagers gekümmert haben, seit er hierherkam, wissen Sie vermutlich, dass sein Vater, der Herzog, ihm nicht nur den sprichwörtlichen letzten Shilling entzog, sondern ihn auch aus seinem Clan ausstieß, als er meine Schwester heiratete.«

»Lord Alistair selbst hat es mir erzählt«, murmelte Mr. Clarence.

»Der Herzog war grausam und ungerecht, und obwohl ich selbst keine Schottin bin, weiß ich, wieviel der Clan für meinen Schwager bedeutet hat und wie sehr die Haltung seines Vaters ihn verletzte.«

Pepitas Stimme starb ab. Sie dachte daran, dass nur ein hartherziger, grausamer, unbeugsamer Mann sich seinem eigenen Sohn gegenüber so verhalten konnte, wie der Herzog es getan hatte.

Er hatte Alistair alles, was ihm teuer gewesen war, weggenommen, weil dieser sich in ihre Schwester verliebt und sie geheiratet hatte.

Alistair war grausam und erbarmungslos dafür bestraft worden, dass er sich aus Liebe statt aus Vernunftgründen vermählt hatte.

Sein Vater, der Herzog von Strathnairn, den man manchmal den ‚König von Schottland‘ nannte und der sich gewiss so benahm, als wäre er es, empfand einen glühenden Hass auf die Engländer.

Diese hatten nach der Schlacht bei Culloden den Zorn vieler Schotten erregt, und Lord Alistair hatte oft gesagt, dass die Schotten, wie die Elefanten, niemals vergaßen.

Euan, der älteste Sohn des Herzogs, sollte die Tochter des Oberhaupts des McDonavan-Clans heiraten, dessen Besitztum an das seine grenzte. Sie lagen seit Jahrhunderten miteinander in Fehde.

Vereint in ihrem beiderseitigen Hass auf die Engländer, hatte der Herzog zugestimmt, dass Euan, der Marquis, Jeanet McDonavan heiraten sollte. Die Clans wollten die Hochzeit mit einem Treffen der McNairns und McDonavans, die aus ganz Schottland anreisen wollten, feiern.

Aber bald nach der Verlobung war der Marquis bei einem Jagdunfall ums Leben gekommen.

Der Herzog wartete kaum die konventionelle kurze Trauerzeit ab und befahl seinem jüngeren Sohn, die Stelle des Bruders einzunehmen.

»Wenn ich sterbe, bist du das Oberhaupt des Clans«, sagte der Herzog. »Jetzt musst du die Verpflichtungen deiner Stellung übernehmen, wie es dein Bruder schon getan hat, und Jeanet McDonavan heiraten.«

Lord Alistair war über diese Idee entsetzt gewesen.

Er hatte keinen Augenblick daran gedacht, die Nachfolge seines Vaters als Oberhaupt der Familie anzutreten und hatte einen großen Teil seiner Zeit im Süden verbracht.

Lord Alistair war der Meinung, dass der Hass seines Vaters auf die Engländer in einer modernen Welt, in der es eine Königin von Großbritannien gab, die traditionellen Fehden und Feindseligkeiten zwischen Engländern und Schotten ebenso wie zwischen den Clans überholt und altmodisch wären.

Aber der Herzog beharrte auf seinem Willen und bedrängte seinen Sohn hart.

Alistair war hin und her gerissen zwischen seinen eigenen Wünschen und der Loyalität gegenüber seinem Vater.

Dann verliebte er sich ganz plötzlich in Denise.

Als Pepita jetzt zurückdachte, sah sie es genau vor sich, wie die beiden einander zum ersten Mal begegnet waren. Als sich ihre Blicke trafen, schienen sie wie durch einen magischen Zauber untrennbar miteinander verbunden zu sein.

Pepita und ihre Schwester Denise lebten damals bei ihrem Vater, der sich von seiner Stellung im Auswärtigen Amt zurückgezogen hatte, um ein Buch über die Länder zu schreiben, in die er während seiner Jahre als Diplomat gereist war.

Sie hatten in einem kleinen Dorf nördlich von London, in Hertfordshire, gewohnt.

An einem sonnigen Tag hatten die beiden Mädchen im Garten gesessen, als sich draußen auf der Straße ein Unfall ereignete.

Die Mädchen waren aufgesprungen und zum Tor gelaufen, um zu sehen, was geschehen war.

Ein eleganter Zweispänner, der von zwei Pferden gezogen wurde, war mit einem Dorfkarren zusammengestoßen. Er war ohne Vorwarnung aus einem Seitenweg herausgefahren.

Nur der hervorragenden Fahrkunst Lord Alistairs war es zu verdanken gewesen, dass die Pferde nicht schwer verletzt wurden, obwohl sie durch die Wucht des Zusammenstoßes zwischen den Deichseln eingeklemmt waren.

Eines der Räder des Zweispänners lag auf der Straße, und das Fahrzeug selbst versank halb im Morast.

Der Dorfkarren war durch seine kräftige Bauweise kaum beschädigt, aber der Junge, der ihn gelenkt hatte, schrie fürchterlich.

Erst als ein elegant gekleideter und äußerst attraktiver junger Mann aus dem Wrack des Zweispänners kletterte, war die Ordnung einigermaßen wiederhergestellt.

Die Pferde wurden in die Stallungen von Sir Robert Linford gebracht, und Pepita und ihre Schwester Denise führten den Herrn ins Haus, wo ihr Vater ihm ein Glas Wein anbot und sich vorstellte.

»Mein Name ist Alistair McNairn, und wie Sie sich vorstellen können, bin ich sehr zerknirscht, weil ich nicht daran dachte, dass die Leute auf dem Land glauben, jede Straße sei nur für sie allein reserviert.«

»Das ist wahr. Darf ich fragen, ob Sie mit dem Herzog von Strathnairn verwandt sind?«

»Ich bin sein Sohn«, erwiderte Lord Alistair. »Ich sollte morgen nach Hause aufbrechen. Dies ist für lange Zeit das letzte Mal, dass ich im Süden war.«

Er sprach so, als bedauere er dies, und als er Denise ansah, war Pepita sofort klar: Was immer auch vorher seine Gründe gewesen sein mochten, weshalb er den Süden ungern verließ, nun hatte ihre Schwester einen weiteren, sehr triftigen Grund hinzugefugt.

Es war kein Wunder, dass Lord Alistair sich in Denise verliebte, denn sie war außergewöhnlich schön, und obwohl die Schwestern einander in vieler Hinsicht ähnelten, war Denise die Auffallendere von...

Erscheint lt. Verlag 7.2.2025
Reihe/Serie Die zeitlose Romansammlung von Barbara Cartland
Verlagsort Hatfield
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Roman
ISBN-10 1-78867-805-2 / 1788678052
ISBN-13 978-1-78867-805-6 / 9781788678056
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