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Stürmische Nacht mit dem Rivalen (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
144 Seiten
CORA Verlag
978-3-7515-3680-6 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Stürmische Nacht mit dem Rivalen - Maya Blake
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Wie kann es nur sein, dass sie ausgerechnet für den größten Rivalen ihrer Familie dieses Verlangen empfindet? Amelie sollte den arroganten Atu Quayson aus ihrem tropischen Luxus-Resort werfen. Stattdessen beginnt sie mit ihm eine heimliche Affäre - mit süßen Folgen!



<p>Mit dreizehn Jahren lieh sich Maya Blake zum ersten Mal heimlich einen Liebesroman von ihrer Schwester und sofort war sie in den Bann gezogen, verlor sich in den wunderbaren Liebesgeschichten und begab sich auf romantische Reisen in die Welt der Romanhelden. Schon bald träumte sie davon, ihre eigenen Charaktere zum Leben zu erwecken und ihnen Happy Ends zu schenken. Als es ihr gelang, einen Verlag von einer ihrer Geschichten zu überzeugen, wurde ihr Traum endlich Wirklichkeit. Heute lebt Maya Blake gemeinsam mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im Südosten Englands ein Leben zwischen Büchern. Wenn sie sich nicht gerade in eines davon vergräbt, genießt sie es, Zeit mit ihrer wunderbaren Familie zu verbringen, schwimmen zu gehen und durch die Welt zu reisen.</p>

1. KAPITEL


„Entschuldigen Sie bitte, Sir? Ihr Elf-Uhr-Termin ist hier.“

Atu Quayson hob den Blick von dem Bauplan, den er gerade prüfte, und richtete ihn auf seine zitternde Assistentin. Er würde sie entlassen müssen. Sie war viel zu ängstlich und schreckhaft, um für jemanden zu arbeiten, der so viel von seinen Angestellten forderte wie er.

Atu war ehrgeizig und anspruchsvoll. Und wenn manche Menschen ihn als arrogant und rücksichtslos beschrieben, dann konnte er ihnen auch nicht helfen. Er betrachtete sich als das konsequente Produkt seiner Erziehung und sah daher keinerlei Veranlassung, sich bei irgendwem zu entschuldigen.

Warum hatte er sich noch mal von seiner Mutter überreden lassen, die junge Frau einzustellen? Zynisch verzog er den Mund. Ach ja, richtig, sie war die Tochter der Freundin einer Freundin, deren Fähigkeiten ihm gegenüber hochgelobt worden waren. Dabei hatte er sich schon an ihrem ersten Arbeitstag vom Gegenteil überzeugen können.

Seine Mutter behauptete immer, dass Atus Unzufriedenheit mit vielen seiner Angestellten vor allem mit ihm selbst zu tun hatte. Und obwohl er das ihr gegenüber nie zugeben würde, musste sich Atu eingestehen, dass sie vielleicht recht hatte. Viele seiner unglückseligen Untergebenen hatten einfach Schwierigkeiten mit seiner nüchternen Art.

Aber dieses Problem musste warten.

„Ich habe keinen Elf-Uhr-Termin.“

Sein Tonfall ließ keinerlei Zweifel oder Widerspruch zu. Er hatte sich schon früh angewöhnt, seine beruflichen Termine im Kopf zu haben, damit er flexibel war, falls sich spontan neue Möglichkeiten boten. Oder falls etwas von außen dazwischenkam – wie seine sich ständig in sein Leben einmischende Mutter. Außerdem hielt er sich jeden zweiten Mittwochvormittag frei, um sich mit seinen Architekten zu treffen, was heute wieder der Fall war. Ein Blick auf seine Armbanduhr bestätigte ihm, dass das Meeting jedoch erst in einer Stunde begann.

Julies – oder Janets? – Augen weiteten sich panisch. „Ach … äh … tut mir leid, Sir, aber sie besteht darauf, dass Sie sie empfangen.“

Sein Ärger wuchs. „Sie?“ Allmählich kam ihm der Verdacht, dass seine Mutter auch diesmal ihre Hand im Spiel hatte. Obwohl Atu sie mindestens einmal im Monat wegen ihrer ständigen Verkupplungsversuche zusammenstauchte, musste er hinterher jedes Mal feststellen, dass sie schon wieder den nächsten Schachzug plante.

„Hat diese Person Ihnen zufällig ihren Namen oder einen Grund genannt, warum sie mich so unbedingt sehen will?“ Er gab sich keine Mühe, seinen Ärger zu verbergen.

Julies oder Janets Finger zuckten ein paar Mal nervös, bevor sie buchstäblich die Hände rang. „Sie hat gesagt, Sie wüssten, worum es geht. Und sie heißt …“ Sie räusperte sich nervös, offensichtlich aus Angst, den Namen laut auszusprechen. „Ihr Name ist Amelie Hayford, Sir.“

Atu richtete sich ruckartig auf. Seine böse Vorahnung verwandelte sich in blanken Hass, als er von jenen Erinnerungen eingeholt wurde, die er sonst immer erfolgreich verdrängte.

Das Herz hämmerte in seiner Brust. Bei jedem Schlag hallte jener Name in seinem Kopf wider, den niemand in seiner Familie je laut aussprach. Es sei denn, es ließ sich absolut nicht vermeiden. Es sei denn, er oder sein jüngerer Bruder sollten damit wieder auf Kurs gebracht werden.

Auf Rachekurs nämlich. Jenen unbedingten Willen zur Vergeltung, der seinen Vater sogar jetzt, da seine Tage fast gezählt waren, nicht losließ.

„Was haben Sie gesagt?!“ Seine Stimme war so scharf wie ein gezücktes Schwert, sodass seine Assistentin heftig zusammenzuckte und verstohlen hinter sich sah. „Amelie Hayford, Sir“, flüsterte sie, als verringere der gedämpfte Ton die Wirkung.

Was keineswegs der Fall war. Die Bestätigung verstärkte nur Atus inneren Aufruhr. Und warf gleich mehrere Fragen auf.

Würde sie es wirklich wagen?

Warum hat mein Wachpersonal sie nicht aufgehalten?

Wie hat sie es bis zu meinem Büro geschafft?

Er arbeitete nicht ohne Grund im obersten Stockwerk des Vorzeigehotels der Quayson Group hier im Zentrum von Accra. Und zwar, um zu verhindern, dass flüchtige Bekannte, unerwünschte Besucher oder irgendwelche Schleimer einfach bei ihm reinschneien konnten. Genau deshalb hatte er auch so gut ausgebildetes Wachpersonal.

Unwillkürlich ballte er die Hände zu Fäusten, zwang sich jedoch, sie wieder zu lockern. Er hatte sich längst angewöhnt, seine Emotionen zu zügeln und zu beherrschen.

Unbeherrschte Emotionen hatten seine Familie zerstört. Krankhafte Obsession und verbotene Liebe hatten den Quaysons beinahe alles genommen. Deshalb war Atu fest davon überzeugt, dass einen im Leben nur absolute Selbstbeherrschung, Nüchternheit und Zielstrebigkeit weiterbrachten.

Also riss er sich zusammen, atmete tief durch und richtete den Blick wieder auf die Baupläne auf seinem Schreibtisch. „Sagen Sie ihr, dass jeder Termin mit mir vorher abgestimmt werden muss. Ausnahmslos. Ich bin nicht irgendein Fast-Food-Drive-in, den sie aufsuchen kann, wann immer sie Lust auf einen Burger hat.“

„Ich schlage vor, du teilst mir das persönlich mit“, hörte er eine heisere weibliche Stimme hinter seiner Assistentin, die erschrocken zusammenzuckte.

Kurz darauf erschien die Eigentümerin dieser Stimme selbst in der Tür. Mit einer Selbstsicherheit, die Atu bewundert hätte, wäre er nicht gerade von schmerzlichen Erinnerungen überflutet worden, fegte die groß gewachsene kurvige Frau an seiner hilflosen Assistentin vorbei in sein persönliches Reich.

Als hätte sie jedes Recht dazu.

Als wollte sie ihm bewusst unter die Nase reiben, dass sie nicht mehr das scheue Mädchen war, mit dem er quasi zusammen aufgewachsen war und das bei seinen Eltern ein- und ausgegangen war. Damals, als ihre beiden Familien noch eng miteinander befreundet gewesen waren, statt wie jetzt in bitterer Feindschaft zu leben.

Aber hatte er nicht schon einmal einen Vorgeschmack auf diese selbstsichere und aufmüpfige Frau hier bekommen? Hatte sie nicht schon vor acht Jahren mühelos den Schutzpanzer durchdrungen, den er sich nach einer seiner zahlreichen Auseinandersetzungen mit seinem Vater zugelegt hatte?

Schon da hatte sie ihn aus dem Konzept gebracht und seinen Verdacht geweckt, dass hinter ihrer naiven, unschuldigen Fassade eine temperamentvolle, leidenschaftliche und selbstsichere Frau steckte. Eine Frau, die seine Selbstbeherrschung unterwandert und ihn zu wilden Küssen verführt hatte. Küsse, an die er in unaufmerksamen Momenten immer noch denken musste.

In einem Moment wie diesem zum Beispiel.

Sie kam mit einer Selbstverständlichkeit näher, als hätte sie jedes Recht, dieselbe Luft zu atmen wie er. Und vielleicht hatte sie das sogar, denn ihre Präsenz war so stark, dass ihm buchstäblich die Luft wegblieb. Vielleicht bekam er deshalb nur halb mit, dass seine Assistentin hastig die Tür schloss und sie miteinander allein ließ.

Amelies Bemerkung ignorierend konzentrierte Atu sich auf ihr Erscheinungsbild, um herauszufinden, was an ihr ihn eigentlich so aus der Fassung brachte.

Orangegoldener Lidschatten betonte ihre großen, schönen Augen und ihr makelloses Gesicht, das von einer Kopfbedeckung aus gelb-grün gemustertem Kente-Stoff und goldenen Ohrringen eingerahmt wurde. Ihr folkloristisches Halsband lenkte den Blick auf ihren schlanken anmutigen Hals und ihre grazilen Schultern, die bis auf die dünnen Träger ihres knielangen, hautengen gelben Kleides nackt waren. Ihre schönen langen Beine endeten in stylischen goldenen Pumps. Sie wusste anscheinend, welche Farben ihr gut standen.

Einen Arm grazil ausstreckend stellte Amelie ihre Handtasche auf einem Stuhl ab, bevor sie die Hände in die Hüften stützte und herausfordernd eine Augenbraue hob. Sie war offensichtlich auf Krawall gebürstet, und ihre Selbstsicherheit war ihre Rüstung. Genauso wie ihr Stolz und ihre Intelligenz. Vielleicht sogar ihre unfassbare Schönheit.

Schon die ersten drei Eigenschaften hätten einer weniger starken Persönlichkeit als ihm ganz schön zugesetzt. Er jedoch war nicht im Geringsten eingeschüchtert. Weil er keine Sekunde vergaß, was diese Frau und das Blut, das in ihren Adern floss, verkörperten.

Die Zerstörung seiner Familie.

Atu verschränkte die Arme vor der Brust und widerstand dem Impuls, den Blick ein zweites Mal über Amelies tolle Figur gleiten zu lassen. Dafür verweilte sein Blick einen Moment bei ihren vollen Lippen, die er vor acht Jahren in einem Anflug unentschuldbaren Irrsinns geküsst hatte.

Seine heftige Reaktion auf sie mochte daran liegen, dass er schon seit einer Weile auf Sex verzichtete. Erstens, um sich besser auf sein derzeitiges Projekt konzentrieren zu können und zweitens, um die Verkupplungsversuche seiner Mutter abzuwehren, die unweigerlich kamen, wenn er eine Frau auch nur ansah. Trotzdem ging es ihm gewaltig gegen den Strich, dass seine Libido ihn ausgerechnet jetzt an seine lange Enthaltsamkeit erinnerte. Und das auch noch bei dieser Frau!

„Du bist ganz schön mutig, das muss ich dir lassen. Allerdings auch ziemlich dumm. Ich rate dir daher schleunigst, aus meinem Büro zu verschwinden, solange du noch eine Chance dazu hast.“

Sie reckte das Kinn noch höher und sah ihn noch aufmüpfiger...

Erscheint lt. Verlag 6.2.2025
Übersetzer Valeska Schorling
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 2024 • 2025 • Affäre • Arbeitsplatzromanze • Autor • Belletristik • beste • Beziehung • Buch • bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • Cora Verlag • cora verlag kindle • Deutsch • eBook • ebook liebesroman • Erfolgsautor • Familiendrama • Familienrivalität • Feinde • Frauenroman • GEHEIME • Geschichte • Geschichten • Leidenschaft • Liebe • liebenden • Liebesgeschichte • Liebesroman • Luxusresort • milliardär-romanze • Prickelnde • resort-romanze • Rivalen • Roman • Romantische Bücher • Romanze • Schwangerschaft • schwangerschaftsromanze • Top • Top-Titel • Tropisch • tropische • unerwartete • Urlaubsromanze • verbotene • Zeitgenössische • zu
ISBN-10 3-7515-3680-9 / 3751536809
ISBN-13 978-3-7515-3680-6 / 9783751536806
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