Bad Boys Break Hearts (eBook)
411 Seiten
MORE by Aufbau Digital (Verlag)
978-3-96797-527-7 (ISBN)
Mascen Wade, der strahlende Star-Pitcher des Baseballteams der Aldridge University, ist vieles: wohlhabend, unwiderstehlich und der Inbegriff des Bad Boys. Unsere Wege haben sich schon oft gekreuzt, doch mein Ziel ist es, unauffällig zu bleiben, meinen Abschluss zu machen und diese Stadt endlich hinter mir zu lassen.
Als Mascen Wade mich eines Tages erkennt, ist es vorbei mit meinem Plan. Denn er hat sich vorgenommen, mein Leben auf den Kopf zu stellen und mir das Leben zur Hölle zu machen. Ich habe nicht vor, mich von seinen Spielchen einschüchtern zu lassen und ich bin fest entschlossen, seinem Charme nicht nachzugeben.
Doch wie lange kann ich diesem gefährlichen Spiel widerstehen?
Micalea Smeltzer lebt mit ihren beiden Hunden Ollie und Remy in Nord-Virginia. Wenn sie nicht gerade Bücher schreibt, liebt sie es, sich selbst in einem spannenden Buch zu vergraben.
Als Empfängerin einer Nierentransplantation setzt sie sich dafür ein, das Bewusstsein für die Auswirkungen von Nierenerkrankungen, Dialyse und Transplantation zu schärfen und die Menschen über Lebendspenden aufzuklären.
KAPITEL EINS
Rory
Beim Anblick des monströsen Backsteinbaus, der nahezu vollständig von Efeu überwuchert ist, kann ich mir ein Lächeln nicht verkneifen.
Ich habe es aus eigener Kraft hierhergeschafft. Lange Zeit dachte ich, dass ich niemals aufs College gehen könnte. Besonders nicht auf so ein renommiertes wie Aldridge, das sich fünfundvierzig Minuten außerhalb von Nashville in die endlosen, grünen Hügel schmiegt. Ich habe mir den Arsch aufgerissen, um ein Stipendium zu ergattern, und habe das bisher noch nicht einmal gefeiert. Vermutlich, weil es sich bis gerade eben nicht real anfühlte.
Ich bin frei.
Die Sonne strahlt vom wolkenlosen, blauen Himmel. Ein Bilderbuchtag heißt mich in meinem neuen Zuhause willkommen.
Ich schließe die Tür meines klapprigen alten Ford Pick-ups, den ich von meinem Großvater geerbt habe, und gehe über die Straße zum Hauptgebäude, um mir meinen Vorlesungsplan und die Wohnheimzuweisung abzuholen. Die habe ich nicht bekommen. Oder meine Mutter hat sie in der Post entdeckt und direkt Richtung Müll befördert. Sie würde alles tun, um mich aufzuhalten und genauso unglücklich zu machen, wie sie selbst es ist.
Ich habe es noch nicht mal halb über den Zebrastreifen geschafft, als ein paar Reifen neben mir scheußlich laut quietschen. Ich drehe mich nach links und starre auf eine Stoßstange.
Der riesige, bronzefarbene SUV kommt nur Zentimeter vor mir zum Stehen.
Mir bleibt die Luft weg, während ich weiter wie gelähmt auf die Stoßstange starre, auf der in Großbuchstaben DEFENDER steht. Ich habe keine Ahnung, was ein Defender ist, auch wenn ich gerade beinahe seine Motorhaube mit meinem Blut verziert hätte. Rot auf Bronze. Kein gutes farbliches Match.
Ich versuche, mich zu beruhigen, und fixiere die getönten Scheiben. Sie sind zu dunkel, um den Fahrer dahinter zu erkennen.
Bevor ich zu Atem kommen kann, hupt der Blödmann – oder die blöde Kuh – hinterm Steuer, so als hätte ich etwas falsch gemacht.
Wut wallt in mir auf und meine linke Hand schießt mit erhobenem Mittelfinger in die Luft und winkt dieser Knalltüte zu, die es für angemessen hält, jemanden anzuhupen, den sie fast überfahren hätte.
Die Person hupt noch einmal und ich schlage mit der Hand auf die Motorhaube. Es gibt keine Delle, nicht einmal einen Kratzer, aber ich fühle mich besser. Ich schaffe die letzten Meter unversehrt auf die andere Seite, auch wenn mein Herz immer noch unkontrolliert schlägt.
Das Arschloch steigt aufs Gas und hinterlässt den Gestank von verbranntem Gummi.
»Ganz ruhig, Rory.« Ich lege mir die Hand auf die Brust und atme tief durch, um mich etwas zu beruhigen. »Es geht dir gut. Du bist in Sicherheit.«
Aber vielleicht kannst du später die Reifen von diesem Defender aufschlitzen. Viele von diesen SUVs kann es nicht mal hier an dieser exklusiven Uni geben.
Als ich das Gebäude durch die massive Holztür betrete, klappt mir die Kinnlade runter. So hohe Decken habe ich noch nie zuvor gesehen. Dunkler Dielenboden zieht sich durch das gesamte Foyer. An den Steinwänden sind überall Leuchten angebracht, die dem Raum das Flair einer mittelalterlichen Burg verleihen.
An einer Wand entdecke ich eine Bank und setze mich, um kurz zur Ruhe zu kommen. Das Letzte, was ich will, ist mit einer Sekretärin oder einem Prof zu reden, solange ich aussehe wie … na ja, als wäre ich von einem Truck überrollt worden. Fast wäre es mir ergangen wie dem Opfer eines Wildunfalls. Ironischerweise würde man mich genauso wenig vermissen. Niemandem würde das arme Mädchen fehlen, das auf dem Campus überfahren wurde. Meine Mutter würde nicht einmal mit der Wimper zucken. Vielleicht wäre meine Schwester traurig, aber auch da bin ich mir nicht sicher, wir haben kaum Kontakt.
Ich streiche mir die Haare zurück und atme tief durch.
Als meine Hände nicht mehr zittern, stehe ich auf und durchquere die Halle, als wüsste ich genau, wohin ich will. Dabei habe ich natürlich keine Ahnung. Jemand zeigt mir den Weg und ein paar Minuten später stehe ich im Studierenden-Sekretariat.
Nachdem ich meine Situation erläutert habe, druckt mir die freundliche Dame dort alle wichtigen Infos aus. Zum Glück fragt sie nicht, warum ich nicht von meinem Computer aus darauf zugreifen konnte. Ich habe nämlich keinen. Und wenn ich einen gehabt hätte, hätte ihn mir meine Mutter längst geklaut, um ihn für ein paar schnelle Dollar zu verscherbeln. Ich benutze immer den Computer in einer alten, ein paar Meilen entfernten Bibliothek, und bevor ich den Truck von Grandpa bekommen habe, musste ich sogar dorthin laufen.
Jetzt brauche ich allerdings ein eigenen Laptop, um in den Vorlesungen mitzuschreiben und für meine Hausarbeiten. Ich habe den ganzen Sommer in dem Diner in der Nähe unseres Trailers gearbeitet und jeden Dollar gespart. Glücklicherweise muss ich mir über die Studiengebühren keine Gedanken machen und auch nicht über die Kosten für Verpflegung, solange ich in der Mensa esse.
»Vielen Dank.« Ich schenke der Sekretärin ein Lächeln und falte die Papiere zusammen.
Den Rückweg zum Parkplatz schaffe ich, ohne beinahe überfahren zu werden.
Mit meinem Truck kurve ich über das Gelände und suche das Studierendenwohnheim, das auf dem Formular genannt ist. Islebrook klingt eher wie der Name einer ganzen Universität, nicht wie der eines Wohnheims, aber vermutlich muss hier alles irgendwie nobel klingen. Das Gebäude ist sicher nach einem spendierfreudigen Alumnus benannt – aus einer dieser reichen, konservativen Familien, die eine lange Tradition mit der Universität verbindet.
Ich parke vor dem Wohnheim und stelle den Motor aus. Der Auspuff knallt und ein paar Studierende drehen sich kurz um und mustern kopfschüttelnd meine Rostlaube. Meine Wangen werden heiß. Keines der anderen Autos hier ist so alt wie meins.
Ich schiebe mir die Brille ins Haar, steige aus und ziehe meinen Seesack von der Ladefläche.
Alles, was ich besitze, mein ganzes Dasein, passt in diesen Sack. Ich weiß nicht, ob ich mir dafür auf die Schulter klopfen oder vielmehr traurig sein soll, weil ich nichts im Leben bekommen habe, das es wert war, aufgehoben zu werden.
Mit einem letzten Blick auf das Stück Papier in meiner Hand mache ich mich auf den Weg in das Gebäude und hinauf zu der Wohneinheit im dritten Stock, die ich mir mit zwei anderen Studentinnen teilen werde.
Es wäre schön gewesen, ein Einzelzimmer zu haben, denn ich bin gern für mich allein, aber vielleicht tut mir die Gesellschaft auch gut.
Mit der Schlüsselkarte, die mir die nette Sekretärin gegeben hat, öffne ich die Tür, und bin erstmal positiv überrascht. Der Gemeinschaftsraum ist ziemlich groß und bietet Platz für eine Couch, einen Sessel, einen Fernseher, ein Bücherregal und sogar eine Küchenzeile. Auf der anderen Seite des Wohnbereichs liegen das Bad und die drei Schlafzimmer. Nur eine Tür steht noch offen, also gehe ich hinein und stelle meine Tasche aufs Bett.
Es gibt weder Bettwäsche noch eine Bettdecke oder ein Kopfkissen. Das hätte ich mir denken können, aber in meiner Eile, aus unserem Trailer zu verschwinden, habe ich es schlicht vergessen.
Ich seufze, denn jetzt muss ich vor dem Schlafengehen noch zu Walmart. Aber egal, bis dahin liegt noch ein halber Tag vor mir.
Im Zimmer direkt nebenan ist Stimmengemurmel zu hören. Wahrscheinlich lernen sich meine Mitbewohnerinnen gerade kennen. Oder vielleicht kennen sie sich auch schon und ich bin bereits jetzt die Außenseiterin.
Ich zögere kurz, doch dann wische ich die Hände an meinen zerrissenen Jeans-Shorts ab und beschließe, mich vorzustellen, anstatt mich in meinem Zimmer zu verkriechen.
Ich klopfe an die Tür und warte, bis sie geöffnet wird. Vor mir steht ein asiatisches Mädchen mit makelloser Haut und lächelt mich an.
»Du musst unsere andere Mitbewohnerin sein. Ich bin Li.«
»Hi.« Ich winke unbeholfen. »Ich bin Aurora.«
»Wow, cooler Name.«
»Danke, ihr könnt mich einfach Rory nennen. Die meisten nennen mich so.« Schon als Kind fiel mir auf, dass Aurora für die meisten Leute schwer auszusprechen ist....
| Erscheint lt. Verlag | 1.1.2025 |
|---|---|
| Reihe/Serie | The Aldridge Boys | The Boys |
| Übersetzer | J. Evers |
| Sprache | deutsch |
| Original-Titel | Bad Boys Break Hearts |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | Baseball • baseball romance • College • College Romance • enemies to lovers • From Enemies to Lovers • New Adult • Sports Romance |
| ISBN-10 | 3-96797-527-4 / 3967975274 |
| ISBN-13 | 978-3-96797-527-7 / 9783967975277 |
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