Träume, vielleicht auch Schwüre
Fierke, Barbara Galonska, Christa Heinrich, Barbara Hoffmann und Christine Räther. Seit dieser Zeit treffen sich die Frauen, die sichteilweise aus früheren Arbeitsbereichen wie aus der Werbegrafik kennen und arbeiten regelmäßig zusammen, einmal in der Woche, immer Mittwochs. Am Anfang stand das Erlernen des Papierschöpfens. Zuerst in einem Raum der damaligen Wohnung von
Christa Heinrich in Prenzlauer Berg. Nichts lag näher, als die selbst handgeschöpften Blätter zu bedrucken, zuerst mit der ältesten aller Drucktechniken, dem Hochdruck wie Linol- und Holzschnitt. Dabei wurden sie künstlerisch angeleitet vom Grafiker Klaus Storde. Es folgten weitere Techniken auf anderen Papieren, auf denen mit Kaltnadelradierung und Monotypie gearbeitet wurde. Somit war die FrauenDruckwerkstattPrenzlberg gegründet. Über die Jahre entstanden Grafiken, die so verschieden sind wie die sechs Persönlichkeiten, ihre Lebenswege und der Alltag der Druckgrafikfrauen. In jährlichen Ausstellungen wurden die entstandenen Arbeiten an verschiedenen Orten gezeigt, von Berlin bis an die Ostsee. Die erste Größere fand im Rathaus von Stadtmitte statt, mit Begrüßung durch den Bezirksbürgermeister. 2011 traf die Gruppe auf die Lyrikerin Christine Kahlau. Ende
des Jahres gab es die erste große gemeinsame Ausstellung. Hierfür schufen die Frauen druckgrafische Interpretationen zu ausgewählten Gedichten der Lyrikerin. Die grafischen Arbeiten sind geprägt von den persönlichen Erfahrungen, Sichtweisen und dem jeweils eigenen Stil. Das Buch „Zeit ist relativ“ (Arbeitstitel) steht für die jahrelange, fruchtbare und kreative Zusammenarbeit mit der Lyrikerin Christine Kahlau und präsentiert eine Auswahl aus Ausstellungen zu verschiedenen Themen wie „Ursprung“, „7 Frauen drücken etwas aus“ oder „Ode an die Liebe“. Das Buch zeigt zudem eine kleine Auswahl des Könnens der Druckgrafikfrauen und ihrer Arbeiten, die im Laufe des nun 25 jährigen Bestehens der Gruppe entstanden sind.
Geb. 1955 in Berlin, lebt in Berlin-Prenzlauer Berg, drei Kinder; 2000 Abschluss als Diplom-Soziologin. Schreibt Gedichte seit 1984; ab 1985 Lesungen mit musikalischer Begleitung, ab 2011 Lyrik & Grafik in Zusammenarbeit mit den DruckgrafikfrauenPrenzlberg; mit ihnen zusammen sechs Ausstellungen, seit 2015 Betreiberin des „Fotoarchiv(s) Gerda Schimpf“, Kuratorin bei mehreren Ausstellungen, Jurorin beim Hanns-Meinke-Preis für junge Lyrik. Letzte Veröffentlichung: "Dunkelhell" - Gedichte, 2022.
Geb. 1942 in Annaberg, Erzgebirge; Lehre als Gebrauchswerberin; 3 Jahre Fachschule für Angewandte Kunst Berlin; ab 1965 tätig als Werbegestalterin in verschiedenen Werbeabteilungen Berlins; ein Sohn; heiratete 1987 den Grafiker Ingo Arnold; 1993 Weiterbildung in Computergrafik; tätig in verschiedenen kreativen und sozialen Vereinen; von Beginn an aktives Mitglied der FrauenDruckwerkstattPrenzlberg. Barbara Arnold sucht und findet ihre Inspiration in der Natur, vor allem in der Farbigkeit und in der Struktur der Pflanzenwelt. Porträts sind ein weiterer Schwerpunkt ihrer gestalterischen Arbeit.
Geb. 1940 im Erzgebirge; 3 Jahre Berufsausbildung, danach Lehrausbilderin für Gebrauchswerbung in Annaberg; 3 Jahre Studium an der Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin; Heirat; ein Sohn; 7 Jahre freiberufliche Arbeit als Werbegrafikerin; 1972-1990 Arbeit als Werbegestalterin im staatlichen Handel (HO); nach der Wende u.a. tätig im Bereich Kunst am Bau und künstlerische Arbeit mit Schülern; Rente mit 60; von Anfang an aktives Mitglied der FrauenDruckwerkstattPrenzelberg. Tine Fierke bevorzugt den traditionellen Schwarz-Weiss-Druck. Mit dem Einsatz der Druckerschwärze erzielt sie die von ihr gewünschten Kontraste zwischen schwarz-weiss sowie hell-dunkel.
Geb. 1942 in Stettin; 1961 Abitur in Wolgast; bis 1963 Ausbildung an der Medizinischen Fachschule der Charité Berlin; bis 1980 klinische Kosmetikerin an der Hautklinik der Charité; ab 1975 berufsbegleitendes Fernstudium als Bibliothekarin; 1980-87 wissenschaftliche Mitarbeit beim Biblio- theksverband; bis 1990 tätig am DDR-Zentrum für Kinderliteratur; ein Sohn; ab 1992 Angestellte im Öffentlichen Dienst; ab 1997 erste Papierschöpf- und Druckarbeiten; seit 1998 aktives Mitglied der FrauenDruckwerkstattPrenzlberg; Barbara Galonska ließ sich von ihren Reisen auf vier Kontinenten inspirieren, Haupt- und Herzensbezugspunkt war für sie das afrikanische Land Ghana. Barbara Galonska verstarb am 06. Juli 2024 nach kurzer, schwerer Krankheit.
Geb. in Berlin-Lichterfelde. Nach Schulabschluss Studium für Werbegrafik am Lette-Haus Berlin (West). Anschließend drei Semester an der HfBK im Abendstudium. Nach dem Mauerbau (August 1961) weiterführende Abschlüsse an der Betriebsakademie der Polygrafischen Industrie und der Fachschule Werbung und Gestaltung Berlin (Ost); Bereichsleiterin (Grafik) Handelswerbung HO Berlin und dort Verantwortliche für die Plakatgestaltung, Werbeanzeigen, Flyer und Ausstellungen. Nach 1991 Computerlehrgang und Mitarbeit in einer renommierten PR-Agentur. 1998 Gründung der Frauen- DruckwerkstattPrenzlberg, der bis heute ihr besonderes Interesse gilt. Christa Heinrich arbeitet bevorzugt auf von ihr selbst geschöpftem Papier und setzt ihre Ideen mittels verschiedener Techniken wie Frottagen, Monotypien und Kaltnadelradierungen um.
Geb. 1943 in Berlin, verheiratet, eine Tochter; viele Jahre in einer Werbeabteilung als Schauwerbegestalterin tätig; nach Fernstudium, Wechsel zur inhaltlich-konzeptionellen Arbeit; ab 1991 beschäftigt in verschiedenen sozialen Projekten in Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit; 2001 krankheitsbedingt in Rente; in diversen Zirkeln lernte sie verschiedene grafische Techniken kennen; seit 1998 aktives Mitglied der FrauenDruckwerkstattPrenzlberg. Barbara Hoffmann reflektiert in ihren Arbeiten das Leben und seine verschiedenen Etappen, Stufen, wozu für sie neben Freude und Liebe ebenso Krisen, Krankheit und Verlust gehören.
Geb. 1942 an der Ostsee; 1961 Abitur in Wismar; Ausbildung zur medizinisch-technischen Assistentin; Heirat, zwei Söhne; 1966 Umzug nach Teltow; Studium und berufliche Neuorientierung als Ingenieurin für Elektronik; 1987 Übersiedlung nach Berlin-West; bis zur Rente tätig bei der BVG; Reisen nach Amerika, Afrika, Asien und innerhalb Europas, u.a. mehrmals nach Bulgarien; Besuch von Malkursen; seit langem aktives Mitglied der FrauenDruckwerkstattPrenzlberg. Tini Räther setzt sich in ihren Drucken und Monotypien auseinander mit Lebensthemen wie Trauer, Enttäuschung und Freude mittels symbolstarker grafischer Aussagen.
| Erscheinungsdatum | 19.12.2024 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Literatur im Quadrat ; 2 |
| Illustrationen | Barbara Arnold, Christine Fierke, Barbara Galonska, Christa J. Heinrich, Barbara Hoffmann, Christine Räther |
| Verlagsort | Berlin |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 180 x 180 mm |
| Gewicht | 350 g |
| Themenwelt | Literatur ► Lyrik / Dramatik ► Lyrik / Gedichte |
| Schlagworte | Grafik • Kunstbuch • Lyrik |
| ISBN-10 | 3-948999-90-2 / 3948999902 |
| ISBN-13 | 978-3-948999-90-2 / 9783948999902 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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