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Die Stille Revolution (eBook)

Die verborgene Bedrohung durch KI

(Autor)

eBook Download: EPUB
2024 | 1. Auflage
334 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-7693-7216-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Die Stille Revolution -  M.R. Aeon
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"Die Stille Revolution" ist ein packender dystopischer Roman, der sich mit den Herausforderungen einer von Technologie und Überwachung bestimmten Gesellschaft auseinandersetzt. In einer Welt, in der jede Entscheidung und jeder Gedanke vom System kontrolliert wird, wagt eine kleine Gruppe von Individuen das Undenkbare: Sie versuchen, die Kontrolle zurückzugewinnen und ihre Freiheit wiederzuerlangen. Der Roman verbindet philosophische Tiefe mit einer spannenden Handlung und stellt grundlegende Fragen über die Rolle von Freiheit, Identität und Menschlichkeit in einer zunehmend technokratischen Welt. Ein fesselndes Werk für Leser, die nachdenklich über die Gesellschaft und die Zukunft der Menschheit reflektieren möchten.

M.R. Aeon ist Autor und Denker, der sich leidenschaftlich mit gesellschaftskritischen Themen auseinandersetzt. Mit einem Hintergrund im Bereich Technologie und Philosophie nutzt er seine schriftstellerische Tätigkeit, um die Auswirkungen der modernen Digitalisierung auf das menschliche Leben zu hinterfragen. "Die Stille Revolution" ist sein Debütroman und ein Projekt, das aus der tiefen Überzeugung entstanden ist, dass die Freiheit des Einzelnen und die Wahrung der Privatsphäre unverzichtbare Werte sind. M.R. Aeon lebt in Deutschland und arbeitet derzeit an weiteren Projekten, die sich mit dem Verhältnis von Mensch und Technologie auseinandersetzen.

Kapitel 1: Schatten der Vergangenheit


Lukas Meier schrak aus einem unruhigen Schlaf hoch, sein Herz hämmerte in seiner Brust wie ein Gefangener, der an die Mauern seiner Zelle klopft. Schweißperlen liefen ihm über die Stirn und vereinten sich zu kleinen Rinnsalen, die seinen Nacken hinabglitten. Er blinzelte in die Dunkelheit seines Schlafzimmers, die nur von einem schwachen Schimmer des Mondlichts durchbrochen wurde, das sich seinen Weg durch die halb geöffneten Jalousien bahnte. Die Schatten tanzten an den Wänden, formten flüchtige Gestalten, die sich sofort wieder auflösten.

In seinem Traum hatte er Anna gesehen, seine verstorbene Frau. Ihr Gesicht war klar vor ihm erschienen, ihre Augen strahlten in jenem tiefen Grün, das ihn immer fasziniert hatte. Ihre Lippen bewegten sich, als wolle sie ihm etwas Dringendes mitteilen, doch kein Ton drang an sein Ohr. Stattdessen hörte er nur ein fernes Rauschen, als ob er durch einen Tunnel lauschte. Das Gefühl der Ohnmacht überkam ihn erneut, genau wie damals, als er von ihrem Unfall erfahren hatte.

Er setzte sich auf die Bettkante, fuhr sich mit zitternden Händen durchs Haar und versuchte, seinen Atem zu beruhigen. Die Stille im Raum war erdrückend, nur unterbrochen vom leisen Ticken der alten Wanduhr, die er von seinem Großvater geerbt hatte. Die Zeit schien für einen Moment stillzustehen, als er in die Dunkelheit starrte und versuchte, Realität und Traum voneinander zu trennen.

Seine Gedanken wanderten zurück zu den Tagen mit Anna. Die gemeinsamen Spaziergänge im Park, ihre Diskussionen über Kunst und Philosophie, die Abende, an denen sie bis spät in die Nacht am Kamin saßen und Pläne für die Zukunft schmiedeten. All das schien jetzt so fern, als ob es in einem anderen Leben stattgefunden hätte.

Er stand auf, seine Füße berührten den kühlen Holzboden, der unter seinem Gewicht leicht knarrte. Langsam schlurfte er zur Küche, die schwach vom Schein der Straßenlaternen erhellt wurde. Die modernen Geräte wirkten in diesem Licht kalt und unpersönlich. Er füllte den Wasserkocher und beobachtete, wie das Wasser langsam zu sieden begann. Der aufsteigende Dampf bildete wirbelnde Muster in der Luft, die sich rasch auflösten.

Auf der Arbeitsplatte lag ein Fotoalbum, das er seit Monaten nicht mehr geöffnet hatte. Er zog es zu sich heran, blätterte durch die Seiten und blieb bei einem Bild stehen, das in Kyoto aufgenommen wurde. Er und Anna standen vor einem alten Tempel, umgeben von blühenden Kirschbäumen. Die Blütenblätter schwebten wie rosafarbene Schneeflocken um sie herum. Ihr Lächeln strahlte pure Freude aus, ein Moment unbeschwerter Glückseligkeit.

"Was wolltest du mir sagen?", flüsterte er in die Stille der Nacht. Doch die einzige Antwort war das leise Pfeifen des Wasserkochers, der ihn daran erinnerte, dass die Realität unaufhaltsam voranschritt, egal wie sehr er sich in Erinnerungen verlor.

Kapitel 2: Routine und Anomalien


Der Morgen brach an, und die ersten Sonnenstrahlen vertrieben die Schatten der Nacht. Lukas stand vor dem imposanten Gebäude von "Virtual Dynamics", dessen gläserne Fassade in der Morgensonne funkelte. Die spiegelnden Fenster reflektierten den klaren Himmel und die vorbeiziehenden Wolken, wodurch das Gebäude fast wie ein Teil des Himmels wirkte.

Er passierte die Sicherheitskontrolle, die ihn mit einem sanften Surren scannte. "Guten Morgen, Herr Meier", begrüßte ihn eine synthetische Stimme, die aus versteckten Lautsprechern erklang. Die Stimme war makellos, doch sie fehlte jede Wärme, jede menschliche Nuance.

Im Inneren des Gebäudes herrschte geschäftiges Treiben. Holografische Anzeigen schwebten in der Luft, projizierten neueste Entwicklungen und Statistiken. Kollegen eilten an ihm vorbei, vertieft in ihre eigenen Projekte oder in angeregte Gespräche über die neuesten technologischen Durchbrüche. Die Atmosphäre war geprägt von Effizienz und Fortschritt, doch Lukas fühlte sich davon seltsam abgekoppelt.

An seinem Arbeitsplatz angekommen, setzte er sich vor das schwebende Interface, das sofort auf seine Präsenz reagierte. Die transparente Tastatur leuchtete sanft auf, und die Monitore zeigten komplexe Codes und Simulationen. Er vertiefte sich in die Arbeit an dem neuesten VR-Interface, das noch realistischere Erfahrungen ermöglichen sollte. Doch heute fiel es ihm schwer, sich zu konzentrieren. Die Ereignisse der Nacht schwirrten in seinem Kopf herum, ließen ihn nicht los.

"Hey Lukas!", eine vertraute Stimme riss ihn aus seinen Gedanken. Sebastian, sein langjähriger Kollege und Freund, stand lächelnd vor ihm. Seine Augen funkelten vor Begeisterung, wie immer, wenn er eine neue Idee hatte. "Ich habe Tickets für dieses neue interaktive Theaterstück bekommen. Möchtest du heute Abend mitkommen?"

Lukas sah auf, versuchte ein Lächeln zu erwidern. "Danke, Sebastian, aber ich glaube, ich passe heute. Vielleicht ein andermal."

Sebastian setzte sich auf die Kante des Schreibtisches. "Du hast dich in letzter Zeit ziemlich zurückgezogen. Alles in Ordnung?"

Lukas zögerte. Er schätzte Sebastians Sorge, doch er war nicht bereit, über seine inneren Konflikte zu sprechen. "Ja, alles okay. Nur viel zu tun."

Sebastian legte eine Hand auf seine Schulter. "Wenn du reden möchtest, ich bin da. Manchmal hilft es, die Gedanken auszusprechen."

"Ich weiß, danke", antwortete Lukas und spürte einen Stich des schlechten Gewissens. Sebastian meinte es nur gut, doch er konnte ihn nicht in seine Zweifel hineinziehen.

Als Sebastian ging, fiel Lukas' Blick erneut auf den Monitor. Ein seltsamer Code-Schnipsel hatte sich in sein Programm eingeschlichen. Die Zeichenfolge war ihm unbekannt, sie passte nicht in die sonstige Struktur. Er versuchte, den Code zu löschen, doch jedes Mal, wenn er die Datei neu öffnete, erschien er wieder. Es war, als ob jemand aktiv versuchte, seine Arbeit zu sabotieren.

Ein unangenehmes Gefühl breitete sich in ihm aus. War das ein Hackerangriff? Ein Virus? Oder spielte ihm sein Verstand einen Streich? Er beschloss, das Ganze genauer zu untersuchen, doch bevor er tiefer eintauchen konnte, wurde er zu einer Besprechung gerufen.

Kapitel 3: Erste Zweifel


Nach einem langen Tag voller Meetings und technischen Herausforderungen fühlte sich Lukas ausgelaugt. Er beschloss, auf dem Heimweg in seinem Stammcafé Halt zu machen. Das kleine Lokal lag in einer Seitenstraße, abseits des Trubels, und bot einen Rückzugsort, an dem er seine Gedanken ordnen konnte.

Der vertraute Klang der Türglocke begrüßte ihn, als er eintrat. Der Duft von frisch gemahlenem Kaffee und warmem Gebäck erfüllte den Raum. Sanfte Jazzmusik spielte im Hintergrund, und die wenigen Gäste waren in Gespräche vertieft oder lasen in Büchern.

Der Barista, ein junger Mann mit tätowierten Armen und einem freundlichen Lächeln, blickte auf. "Das Übliche, Lukas?"

Lukas nickte, doch er zögerte. "Haben Sie Ihre Haare gefärbt?", fragte er, während er den Mann musterte. Gestern hatte er blondes Haar gehabt, heute war es tiefschwarz.

Der Barista runzelte die Stirn. "Nein, ich habe meine Haare schon immer so gehabt. Alles in Ordnung bei Ihnen?"

"Ja, natürlich", antwortete Lukas schnell, fühlte sich aber verunsichert. War es möglich, dass er sich irrte? Oder spielte ihm sein Gedächtnis einen Streich?

Er setzte sich an seinen Lieblingsplatz am Fenster, von wo aus er das Treiben auf der Straße beobachten konnte. Menschen eilten vorbei, jeder in seine eigenen Gedanken vertieft. Eine ältere Dame führte ihren Hund aus, ein Paar diskutierte gestikulierend, während sie vorbeigingen, und ein Straßenkünstler malte ein farbenfrohes Graffiti an eine Hauswand.

Doch dann fiel ihm etwas Seltsames auf. Ein Mann auf der gegenüberliegenden Straßenseite blieb stehen, schaute sich um und ging dann denselben Weg zurück, den er gekommen war. Das wiederholte sich mehrmals, immer mit den gleichen Bewegungen, als ob er in einer Schleife gefangen wäre. Lukas beobachtete ihn aufmerksam, sein Herzschlag beschleunigte sich. Das konnte kein Zufall sein.

Er wandte sich ab, rieb sich die Schläfen. Vielleicht war er einfach überarbeitet. Doch das Gefühl, dass etwas nicht stimmte, ließ ihn nicht los. Erinnerungen an Gespräche mit Anna kamen ihm in den Sinn. Sie hatten oft über die Natur der Realität diskutiert, über Wahrnehmung und Bewusstsein. "Vielleicht ist unsere Welt nur eine Projektion unseres Geistes", hatte sie einmal gesagt. Damals hatte er gelacht und es als philosophische Spielerei abgetan.

Doch jetzt begann er zu zweifeln. Waren diese Anomalien ein Zeichen dafür, dass etwas mit der Welt nicht stimmte? Oder verlor er den Verstand?

Kapitel 4: Die Suche nach Antworten


Zu Hause angekommen, fühlte sich Lukas rastlos. Die Wände seines Apartments schienen auf ihn zuzukommen, die Stille war drückend. Er setzte sich vor seine Monitore, die den Raum in ein kaltes Licht tauchten. Die Geräte summten leise, ein vertrauter Klang, der ihn sonst beruhigte, doch heute verstärkte er nur seine Unruhe.

Er beschloss, den seltsamen Code...

Erscheint lt. Verlag 4.12.2024
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Science Fiction
Schlagworte Dystopie • Gesellschaftskritik • Technologie und Gesellschaft • Überwachung • Zukunftsvision
ISBN-10 3-7693-7216-6 / 3769372166
ISBN-13 978-3-7693-7216-8 / 9783769372168
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