Julia Ärzte zum Verlieben Band 199 (eBook)
384 Seiten
CORA Verlag
978-3-7515-3344-7 (ISBN)
UND PLÖTZLICH IST ES ... LIEBE von BECKY WICKS
Als Sadie auf einer einsamen schottischen Insel als medizinische Beraterin arbeiten muss, nimmt ihr bester Freund Dr. Owen Penner dort auch einen Job an. Natürlich nur, damit sie sich nicht so allein fühlt! Aber warum knistert es dann so ungeahnt sinnlich zwischen ihnen?
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<p>Scarlet Wilson hat sich mit dem Schreiben einen Kindheitstraum erfüllt, ihre erste Geschichte schrieb sie, als sie acht Jahre alt war. Ihre Familie erinnert sich noch immer gerne an diese erste Erzählung, die sich um die Hauptfigur Shirley, ein magisches Portemonnaie und eine Mäusearmee drehte - der Name jeder Maus begann mit dem Buchstaben 'M'. Heute kann Scarlet neben den Kindheitserinnerungen auf über 27 Jahre Berufserfahrung im Gesundheitswesen zurückblicken: Sie hat zum Beispiel als Krankenschwester und Gesundheitsbeauftragte gearbeitet. Ihr angeeignetes medizinisches Wissen nutzt sie jetzt für ihre romantischen Arztromane! Sie vermag es, ihre Figuren individuell anzulegen und durch viele persönliche Details zum Leben zu erwecken, nicht bloß in den Arztromanen, sondern auch in all ihren anderen, vielseitigen Geschichten! Mit ihrem Verlobten und ihren zwei Söhnen lebt sie glücklich an der Westküste Schottlands.</p>
1. KAPITEL
Nur anderthalb Stunden von Glasgow entfernt liegt die Isle of Bute – eine wunderschöne Insel im Firth of Clyde, auf der die Stille nur durch Vogelgezwitscher und das Summen der Bienen unterbrochen wird …
In der Küche rumorte es, und Sadie blickte von ihrem Laptop auf. Durch die geöffnete Tür sah sie, wie Owen Penner seine Nase neugierig in ihren Kühlschrank steckte. Sie waren seit zehn Jahren gut befreundet, er war oft bei ihr zu Besuch und würde schon etwas Passendes finden.
So vertiefte sie sich wieder in den Online-Reiseführer.
„Hier steht“, sagte sie laut, „dass die Insel fast unbekannt ist, obwohl sie so schön sein soll. Kannst du dir vorstellen, wie still es sein muss im Vergleich zu London? Oder Boston? Bist du sicher, dass du das aushältst?“
„Wo ist der Orangensaft?“, fragte Owen.
„Ich hab keinen.“
„Du hast immer Orangensaft.“
Sadie seufzte. „Den hat Callum sonst gekauft. Owen, du klingst nicht so, als ob du für unsere neue Stelle bereit bist. Es sind nur noch zwei Wochen.“
„Doch, doch.“ Sein Ton änderte sich abrupt, er schloss die Kühlschranktür und kam zu ihr ins Esszimmer marschiert. „Volle Aufmerksamkeit vorhanden.“
Er salutierte und ließ sich neben ihr auf den Stuhl fallen.
Sadie zog ihren Pferdeschwanz zurecht, in dem sie ihr honigfarbenes Haar zusammengefasst hatte. Sie musste ein Lächeln unterdrücken, als ihr Owens Duft in die Nase stieg. Den hatte sie die ganze Zeit vermisst, während er sich in Amerika in funktioneller Neurologie hatte weiterbilden lassen. Jetzt gehörte er zu den wichtigsten Neurologen Londons und besaß ohne Zweifel eines der beeindruckendsten Gehirne, die es auf diesem Planeten gab.
Während seiner Zeit in Boston hatte er nicht nur sein Gehirn trainiert, sondern auch seinen Körper: Mit seinen ebenso fitten amerikanischen Kollegen, die sie auf seinen Posts gesehen hatte, war er oft im Fitnessstudio gewesen. Und jetzt, da der Frühling vor der Tür stand, wusste er garantiert, wie gut er in diesem neuen grünen T-Shirt aussah.
Sie hatte ihm sogar ein Kompliment gemacht. Männer bekamen heutzutage einfach nicht genug Komplimente, was sich wohl, wie sie gelesen hatte, negativ auf ihre mentale Gesundheit auswirkte. Und für mentale Gesundheit interessierte sie sich sehr seit … nun ja, seit dem Tod ihres Bruders. Deshalb wollte sie generell mehr Komplimente machen.
Bei Callum war es jedoch schon zu spät gewesen.
Stolz bemerkte sie, dass sie endlich an ihren Ex denken konnte, ohne wütend zu werden oder sich vor lauter Angst verkriechen zu wollen. Vier Jahre ihres Lebens hatte sie mit Callum vergeudet. Vier ganze Jahre, nach denen er ihr einfach so gesagt hatte: Es funktioniert nicht mehr:
Und das kurz bevor sie ihre ersehnte Stelle im renommierten, hochwertigen Rothesay Recovery antreten sollte. Dort wurden gut betuchte Menschen mit psychischen und körperlichen Problemen behandelt, und sie sollte sich sechs Monate als medizinische Beraterin um sie kümmern.
Nach der Trennung hätte sie fast darauf verzichtet, weil die Einrichtung so abgelegen war, dass sie befürchtet hatte, all die Stille würde sie verrückt machen. Aber dann hatte Owen gesagt, er würde mitkommen.
„Also, lies vor.“
Sie schob ihm den Laptop hin und sah zu, wie er mit seinem T-Shirt die Brillengläser trocken wischte, um sich ein paar Bewertungen begeisterter Gäste durchzulesen. Auf der Website war dazu das riesige, schlossähnliche Gebäude zu sehen, in dem das luxuriöse Rothesay Recovery untergebracht war.
Sie konnte immer noch nicht glauben, dass sie dort zusammenarbeiten würden. Sie waren noch nie in derselben Institution tätig gewesen, und nun würden sie gemeinsam auf eine abgelegene Insel an der Westküste Schottlands reisen.
Ursprünglich hatte er einen ausgiebigen Urlaub in Thailand machen wollen – so schwer wie in den USA mit ihrem schrecklichen Gesundheitssystem hatte er noch nie gearbeitet.
„Die Isle of Bute“, sagte sie, „ist mit Kho Samui vermutlich nicht zu vergleichen. Und die Klinik ist kein Resort.“
Owen scrollte durch die Fotos der Website, die die schottischen Hügel zeigten. „Es klingt so, als wolltest du mich abschrecken“, sagte er und zog eine Grimasse. „Mach dir keine Sorgen, Sadie, ich bin mit ganzem Herzen dabei.“
„Das wäre aber das erste Mal“, sagte sie spöttisch. Von Herzensdingen wollte er nie etwas wissen, ihr bester Freund, ein überzeugter Junggeselle.
Owen setzte sich langsam die Brille wieder auf und wischte einen Augenblick auf seinem Telefon herum.
„Ich habe es nicht so gemeint“, sagte sie schnell.
Er zuckte nur mit den Schultern.
Wenn sie so darüber nachdachte: Er hatte schon lange nichts mehr von einer neuen Frau erzählt. Falls er in Amerika jemanden kennengelernt hatte, hatte er das nicht erwähnt. Sadie hatte längst aufgegeben, seine jeweils aktuelle Freundin kennenlernen zu wollen, weil sie doch nie länger als fünf Minuten blieben. Beziehungen waren nichts für ihn, und das konnte er ja so handhaben, wie er wollte. Nicht alle waren wie sie und bevorzugten serielle Monogamie.
Sadie betrachtete sein Profil, während er sich weiter durch die Website klickte.
„Warum lächelst du?“, fragte er plötzlich.
Sie wurde rot. Sie hatte nämlich gerade gedacht, dass seine Arme neuerdings wie die eines Superhelden aussahen. Aber vor allem war sie stolz darauf, einen der wichtigsten Neurologen Londons ihren besten Freund nennen zu dürfen. Im Privatleben war Owen vielleicht ein Playboy, aber im Berufsleben hatte er mehr Leben gerettet, als er jemals selbst zugeben würde.
In der herkömmlichen Neurologie ging es darum, Krankheiten zu finden. Oft konnte man ein Problem erst diagnostizieren, wenn die Krankheit bereits einigermaßen fortgeschritten war. Owen war jetzt aber in funktioneller Neurologie weitergebildet und wusste genau, wie er Menschen beraten und behandeln konnte, die alternative Methoden zur traditionellen Neurologie suchten. Er war in der Lage herauszufinden, welche Gehirnbereiche geschädigt waren und wie man sie heilen konnte.
Und all das mit seinem sprudelnden Charme, in den sich bereits zahllose Menschen verliebt hatten.
Sie war wahrscheinlich die einzige Frau in ihrem Freundeskreis, mit der er noch nie geflirtet hatte. Inzwischen war es ganze zehn Jahre her, dass sie sich während des Studiums über den Weg gelaufen waren. Einmal hatten sie mit den anderen in der Küche gesessen und gelernt. Er hatte sie gefragt, ob sie auch noch einen Kaffee wolle. Dabei warf er lässig seinen Füller auf den Tisch – der um sich spritzte und Sadies weiße Jeans von oben bis unten mit Tinte bekleckerte.
Sie hatte ihn angeschrien, er hatte sich entschuldigt und ihr am nächsten Tag ein Mittagessen ausgegeben. Dabei hatte er sie zugetextet und zum Lachen gebracht, sodass sie sich fragte, warum sie vorher noch nie viel miteinander gesprochen hatten. Schließlich waren sie schon im vierten von sieben Studienjahren.
Aber es war auch eine schwierige Zeit für Sadie gewesen. Sie hatte um ihren Bruder Chris getrauert, und schon damals hatte Owen ihr mit seinem sonnigen Gemüt geholfen, ihre Trauer zu überwinden. Zweiundzwanzig war sie gewesen, und selbst jetzt fühlte sie sich manchmal immer noch wie ein Schatten der Person, die sie vor Chris’ Tod gewesen war.
„Wie gesagt, ich glaube, es wird sehr still dort“, sagte sie nun und schob die traurigen Gedanken zur Seite.
„Vielleicht wird mir das auch guttun“, sagte Owen mit einem Schulterzucken.
Aber er sah sie neugierig an. Owen wusste nicht viel über Chris’ Tod – zumindest nicht, dass ihr Bruder sich das Leben genommen hatte. Sie hatte ihn damals in dem Glauben gelassen, dass es ein Unfall gewesen war. Ihre Trauer hatte sie damals noch so im Griff gehabt, dass sie nicht darüber sprechen konnte. Denn ihr Bruder hatte sich betrunken und sein Motorrad in einen Steinbruch gefahren.
Sie war froh gewesen, kurz danach mit dem Studium anfangen und sich in ihren Büchern vergraben zu können. Ihre Eltern hatten sich scheiden lassen, was irgendwie an ihr vorbeigegangen war. Sie hatte an nichts anderes denken können als an ihre Schuldgefühle. Sie hätte doch merken müssen, dass ihr lebensfroher, offenherziger Bruder sich geändert hatte!
Medizin und Psychologie hatte sie unter anderem deshalb studiert, um mit den ganzen Schuldgefühlen zurechtzukommen. Die Arbeit im Krankenhaus hatte ihr jedoch nicht gereicht, sodass sie noch eine Zusatzausbildung gemacht hatte. In ihrer Arbeit als Consultant spielte mentale Gesundheit immer noch eine wichtige Rolle.
Owen holte sie aus ihren Gedanken.
„Muss ich mir für Schottland etwa einen Kilt kaufen?“, fragte er.
Sie lachte schnaufend. Andererseits würde er heiß aussehen in einem Kilt.
Warum dachte sie plötzlich auf diese Weise über ihn?
Sie war wirklich nur drei Sekunden davon entfernt gewesen, ihre Bewerbung für das Rothesay Recovery abzusagen. Aber dann hatte Owen gesehen, dass an der Klinik für dieselben sechs Monate noch eine Stelle für eine neurologische Fachkraft ausgeschrieben war.
Ich kann doch mitkommen. Das hatte er wie nebenbei gesagt, während sie...
| Erscheint lt. Verlag | 11.1.2025 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Julia Ärzte zum Verlieben |
| Übersetzer | Karin Klas, Petra Pfänder, Susanne Albrecht |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | 2024 • 2025 • Alaska • ALS • Arbeitsplatzromanze • Aristokratie • Arzt • Ärzte • Ärztin • Arztroman • Arztromanze • Autor • Belletristik • beste • Buch • bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora julia • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • cora romane julia • Cora Verlag • cora verlag kindle • Deutsch • Drama • eBook • ebook liebesroman • Ehefrau • Erfolgsautor • Fiktion • Frauen • Frauenliteratur • Frauenroman • Freunde • Freundin • für • GEHEIME • Gemütlich • Geschichte • Geschichten • Heilung • Held • Heldin • herzerwärmend • Herzog • Inseln • Inselromanze • Julia Ärzte zum Verlieben • Kleinstadtromanze • Kollegen • Krankenhaus • Krankenschwester • Krankenschwestern • krankenschwesterromanze • Liebe • Liebende • Liebesgeschichte • Liebesroman • Mädchen • Mama • medizinische • Medizinisches • Mutter • Muttertag • Neuanfänge • Roman • romantisch • Romantische • Romantische Bücher • Romanze • Sammelband • schottische • Serie • SIE • Top • Top-Titel • Vergangenheit • Waisen • Waisenhaus • Werden • Zeitgenössische • zweite-chance-romanze |
| ISBN-10 | 3-7515-3344-3 / 3751533443 |
| ISBN-13 | 978-3-7515-3344-7 / 9783751533447 |
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