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Ein Baby für den Cowboy (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
144 Seiten
CORA Verlag
978-3-7515-3637-0 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Ein Baby für den Cowboy - Teri Wilson
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Eine heimliche Liebesnacht mit Folgen - Rancher Finn Crawford und die aparte Avery haben ein großes Problem! Denn seit Jahrzehnten entzweit eine Fehde ihre Familien. Vielleicht ist ein Baby für den Cowboy genau das kleine, süße Wunder, das alle versöhnt?



<p>Teri Wilson ist bekannt für ihre herzerwärmenden Romances mit Figuren, die oft auch eine kleines bisschen liebenswerte Schrulligkeit an den Tag legen. Die beliebte Autorin hat bereits am RITA Award teilgenommen und wurde als USA Today Bestselling Author ausgezeichnet.</p>

1. KAPITEL


Finn Crawford fand das Leben wunderbar.

Auch wenn sein Vater offenbar verrückt geworden war. Maximilian Crawford hatte tatsächlich eine Heiratsvermittlerin engagiert, die seine Söhne unter die Haube bringen sollte. Das hatte man vielleicht im 19. Jahrhundert noch so gemacht, aber doch heute nicht mehr.

Als ob Finn und seine Brüder die Unterstützung einer Agentur nötig hätten, um Frauen kennenzulernen. Sie waren reich und nicht gerade unansehnlich, und alle Frauenherzen flogen ihnen zu.

War sein Dad etwa deshalb samt seinen sechs Söhnen und einer mehr als tausendköpfigen Rinderherde von Dallas nach Montana gezogen, um seine Jungs besser unter Kontrolle zu haben?

Finn liebte die Frauen – mit Betonung auf der Mehrzahl. Sobald ihm eine charmante, verführerische Frau begegnete, war es um ihn geschehen. Mit Frauen kam er wesentlich besser klar als mit Männern. Er fand sie offener, freundlicher und authentischer, und er liebte ihre Sanftheit und die Art und Weise, wie sie sich für alles einsetzten, ob es nun darum ging, sich um einen streunenden Hund zu kümmern oder ein Geschäft zu führen.

Mit seinen neunundzwanzig Jahren hatte Finn sich schon so oft verliebt, dass er irgendwann mit dem Zählen aufgehört hatte. Und jetzt bezahlte sein Vater diese Viv Dalton dafür, dass sie ihm heiratswillige Frauen präsentierte. Dabei war das Wort Heirat so gänzlich außerhalb von Finns Gedankenwelt.

Aber Finn wäre nicht er selbst, wenn er sich diese Gelegenheit entgehen ließe. Mittlerweile war er schon mit fast allen Ehekandidatinnen in der Umgebung ausgegangen, und Viv verlor allmählich die Geduld.

Die Hochzeitsplanerin saß an ihrem mit Stoffen und Modemagazinen beladenen Arbeitstisch und warf ihm einen missbilligenden Blick zu. „Also ehrlich, Finn, in den letzten drei Monaten waren Sie jedes Wochenende mit einer anderen Frau unterwegs.“

„Und sie waren alle entzückend.“ Finn streckte die langen Beine entspannt von sich. „Ich habe absolut keine Beschwerden.“

Max, der neben ihm saß, seufzte tief. „Aber ich habe welche, mein Sohn. Ich will endlich was für mein Geld sehen.“

Dieser Vorwurf prallte an Finn ab. Wenn sein Vater dämlich genug war, eine Million Dollar für die Verheiratung seiner Söhne zu zahlen, war das nicht sein Problem.

Viv schob sich eine blonde Haarsträhne hinters Ohr und verschränkte die Hände auf der Tischplatte. „Glauben Sie mir, Mr. Crawford, ich tue mein Möglichstes, um eine geeignete Braut für Finn zu finden. Aber allmählich gehen mir die Interessenten aus. Wir sind hier schließlich nicht in der Großstadt.“

Leider, dachte Finn und erhob sich. „Sie brauchen nicht weiter zu suchen, Viv. Aber haben Sie vielen Dank für Ihre Bemühungen.“ Er würde diese Wochenend-Dates zwar vermissen, aber sein Vater musste endlich einsehen, dass es zwecklos war, ihn verheiraten zu wollen.

„Setz dich wieder hin, Junge.“ In Maximilians Stimme lag eine Schärfe, die Finn seit seiner Teenagerzeit nicht mehr gehört hatte.

Gehorsam nahm er wieder Platz. Auch wenn er inzwischen erwachsen war, wollte er seinen Vater nicht brüskieren. Er liebte seinen Dad, und außerdem waren die Crawfords nicht nur eine Familie, sondern auch Geschäftspartner. Und warum sollte man wegen einer derart nebensächlichen Angelegenheit die Harmonie stören?

Max sah Viv Dalton mit zusammengekniffenen Augen an. „Ich hoffe, Sie wissen, was auf dem Spiel steht.“

Viv räusperte sich. „Ja, Sir.“

Verflucht, dachte Finn, was geht hier eigentlich vor? Hatte sein Vater etwa den Einsatz erhöht? Das würde ihm ähnlich sehen. Bisher hatte Maximilian Crawford noch jedes Vorhaben mit einem dicken Scheck durchsetzen können.

Finn seufzte. „Ich habe keine Ahnung, worum es hier geht, aber ich finde, es ist Zeit, dieses Projekt zu beenden. Drei von uns sind ja schon verheiratet.“

Seine Brüder Logan, Xander und Knox hatten sich zur Ehe entschlossen, wenn auch mit keiner von Vivs Anwärterinnen. Der Crawford-Clan würde also weiter bestehen, auch ohne Finns Beitrag.

Max schüttelte den Kopf. „Kommt gar nicht infrage. Wir brauchen Vivs Unterstützung mehr denn je. Denn für dich, Hunter und Wilder scheint es besonders schwierig zu sein, passende Frauen zu finden. Bei Hunter kann ich es verstehen, er trauert noch immer um seine verstorbene Frau. Und Wilder – na ja, der ist der Jüngste. Aber du solltest dir bald überlegen, ob du irgendwann als alter, einsamer Mann enden willst. So wie ich.“

Finn brach in schallendes Gelächter aus. „Du und einsam, also bitte.“

Sein Vater war praktisch nie allein. In dem großen Ranchhaus und auf der weitläufigen Ambling A herrschte immer reger Betrieb, und seine sechs Söhne sah Max jeden Tag. Davon abgesehen war er trotz seines Alters kein Kostverächter und stand seinen Söhnen, was Liebschaften anbelangte, in nichts nach.

Seit vielen Jahren war er schon solo. Seine Frau hatte ihn verlassen, als die Söhne noch klein waren. Danach hatte er nie wieder geheiratet. Nun war er Mitte sechzig und sah mit seiner grauen Mähne und seinen auffallend blauen Augen noch immer blendend aus.

Max grinste schief. „Okay, das einsam kannst du weglassen. Aber es geht hier auch gar nicht um mich, sondern um dich.“

„Vielleicht sollte Ihr Sohn seine Ansprüche etwas zurückschrauben“, schlug Viv vor, als ob Finn nicht anwesend wäre. „Unter den vielen Frauen, die er bisher kennengelernt hat, war garantiert eine dabei, die zu ihm passt.“

„Leider nicht.“ Finn bedachte die Hochzeitsplanerin mit einem spöttischen Lächeln. Diese Frau ging ihm langsam auf die Nerven. Seine Ansprüche herunterschrauben. Was für eine Idee!

Viv seufzte resigniert. „Eine Adresse habe ich noch auf meiner Liste – das Strickland’s Boarding House.“

„Meinen Sie die alte Bruchbude neben der Feuerwache?“

Viv schürzte pikiert die Lippen. „Die viktorianische Villa ist ein Wahrzeichen unserer Stadt.“

„Weil sie lila gestrichen ist?“, fragte Finn spöttisch.

„Lavendel heißt die Farbe“, erwiderte Viv ebenso spöttisch. „Genau die Art von Domizil, die sich eine hübsche junge Frau aussuchen würde.“

„Rufen Sie doch gleich mal an“, schlug Max vor. „Wir warten solange.“

Finn hätte am liebsten seinen Stetson tief ins Gesicht gezogen und ein Nickerchen gemacht. Hier schien sich sowieso niemand um seine Meinung zu kümmern.

Viv wählte eine Nummer und stellte auf laut. Nach zwei Klingeltönen war eine ältere Männerstimme zu hören. „Hallo, Strickland’s Boarding House.“

Viv lächelte. „Hallo, Gene. Hier ist Viv Dalton.“

„Hi, mein Schatz. Was können Melba und ich für dich tun?“

Im Hintergrund war eine Frauenstimme zu hören, die fragte, wer dran sei. Nachdem Old Gene es ihr gesagt hatte, schickte Melba laut ihre Grüße durchs Telefon.

Viv und Old Gene wechselten ein paar belanglose Sätze. Gene erkundigte sich nach Vivs Mann, und Viv fragte, wie es dem Ziegenbaby erginge, um das Gene sich kümmerte.

Finn konnte ein Grinsen nicht unterdrücken, während Max sich ungeduldig räusperte und Viv wortlos zu verstehen gab, endlich zur Sache zu kommen.

„Weshalb ich anrufe, Gene – ich habe eine etwas seltsame Frage. Wohnt bei dir vielleicht eine alleinstehende junge Frau, die Interesse an einem Date hätte? Ich frage für einen gut aussehenden Cowboy namens Finn Crawford, der vor Kurzem hierhergezogen ist.“

„Komisch, dass du danach fragst. Tatsächlich wohnt hier seit ein paar Wochen eine ganz entzückende junge Frau. Ein bisschen schüchtern, aber äußerst liebreizend.“

Vivs Augen leuchteten auf. „Wirklich? Wie heißt sie denn?“

„Avery.“

Finn runzelte die Stirn. Avery?

Die einzige Avery, die er kannte, würde niemals in eine Kleinstadt wie Rust Creek Falls ziehen.

„Avery wer?“, knurrte Max. „Erzählen Sie mir bitte nicht, dass es sich um die Tochter von diesem verfluchten …“

„Dad“, unterbrach Finn ihn. „Reg dich ab.“

Der Name Ellington brachte seinen Vater regelmäßig in Rage, aber es konnte sich bei dieser Avery unmöglich um die Tochter seines Erzfeindes Oscar Ellington handeln. Avery Ellington lebte in Dallas, tausend Meilen von Rust Creek Falls entfernt, und mit ihren Bleistiftröcken, den rotbesohlten Stöckelschuhen und den Designerhandtaschen entsprach sie nicht gerade dem Bild einer schüchternen, liebreizenden jungen Frau.

Er wusste es, denn er kannte sie schon lange. Und er hatte eine unvergessliche Liebesnacht mit ihr verbracht. Leider war es bei einer Nacht geblieben, aber seitdem musste er ständig an sie denken.

„Gene, hör sofort damit auf!“, tönte Melbas Stimme aus dem Hintergrund.

Viv runzelte die Stirn. „Ist alles klar bei euch?“

„Alles super“, sagte Gene, während Melba von hinten „Nein, ist es nicht!“ schrie. Gleich darauf kam ihre Stimme direkt aus dem Hörer. „Gene hat anscheinend vergessen, dass wir keine privaten Informationen über unsere Gäste weitergeben.“

„Aber sie kommt mir ein wenig einsam vor“, verteidigte sich Gene.

Finns Erinnerung...

Erscheint lt. Verlag 23.1.2025
Reihe/Serie Bianca
Übersetzer Rita Hummel
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 2024 • 2025 • Alleinerziehender • Autor • Baby • Belletristik • beste • Buch • bücher für frauen • Chance • Cora • cora bianca • cora bücher • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • Cora Verlag • cora verlag kindle • Cowboy • Cowboys • Deutsch • eBook • ebook liebesroman • Erfolgsautor • erotische • Familiendrama • Familienfehde • Familienglück • Familienroman • Feinde • Frauenroman • Geschichte • Geschichten • Heimliches • Kleinstadtromanze • Ländliche • Liebe • liebenden • Liebesgeschichte • Liebesroman • Ranch • Rancher • Roman • Romantische Bücher • Romanze • schwangerschaftsromanze • Second Chance • second chance for love • Top • Top-Titel • Vater • verbotene • Western • Zeitgenössische • zu • Zweite
ISBN-10 3-7515-3637-X / 375153637X
ISBN-13 978-3-7515-3637-0 / 9783751536370
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