Look But Don't Touch (eBook)
302 Seiten
MORE by Aufbau Digital (Verlag)
978-3-96797-456-0 (ISBN)
Es gab nur eine Regel: Verliebe dich nicht in die Praktikantin.
Grant Wood, Selfmade-Millionär und CEO des Hathaway Auktionshauses, ist wenig begeistert, als er gezwungen wird, die Tochter des Firmeninhabers als Praktikantin einzustellen. Für ihn ist Ada Hathaway die typische verwöhnte Erbin, die ihr Vermögen nie selbst verdienen musste. Doch mit der Zeit entdeckt Grant, dass Ada weit mehr ist, als er dachte. Sie bringt frische Ideen ein und lässt sich von seiner kühlen Fassade nicht abschrecken.
Bald knistert es zwischen ihnen, doch Grant weiß, dass er sich auf keinen Fall auf sie einlassen darf - nicht nur, weil sie die Tochter seines Chefs ist, sondern auch, weil er sie nicht so lieben kann, wie sie es verdient ...
Olivia Hayle ist eine hoffnungslose Romantikerin mit einer großen Vorliebe für Milliardäre. Da sie leider noch keinen in der der Realität getroffen hat, erschafft sie sie kurzerhand selbst - auf dem Papier. Ob sexy, charmant, cool oder verletzlich - bislang hat sie noch keinen (fiktiven) Milliardär getroffen, den sie nicht mochte.
Kapitel Zwei
Grant
Es war halb fünf am Nachmittag, und ich war gerade damit fertig, mit Linda die kommende Woche durchzusprechen, als mein ehemaliger Mentor an die Tür klopfte. Die nächste Vorstandssitzung war erst in einer Woche. Was machte er in der Stadt?
»Arthur?«
»Grant.« Er schenkte mir ein breites Lächeln. Er war schon immer freundlicher zu mir gewesen, als ich verdient hatte. »Tut mir leid, wenn ich Sie so unangekündigt belästige. Ich weiß, dass Sie viel zu tun haben.«
Er setzte sich auf den eleganten Stuhl vor meinem Schreibtisch und schlug die Beine übereinander.
»Für Sie habe ich immer Zeit.«
Der alte Mann war jahrelang eine Inspiration für mich gewesen – länger, als ich mich erinnern konnte – und bedeutete mir mehr, als ihm vermutlich klar war. Die letzten zwei Jahre waren schwer für ihn und seine Familie gewesen, und der Schmerz und Stress waren ihm anzusehen.
Er seufzte tief. »Ich hoffe, Sie wissen, dass ich respektiere, was Sie aus der Firma gemacht haben.«
»Danke.«
»Und ich möchte mich nicht einmischen oder stören.«
Ich klopfte mit den Fingern auf den Schreibtisch. »Sagen Sie mir, was Sie brauchen, Arthur.«
»Es geht um Ada.«
Ich versteifte mich und war sofort in Alarmbereitschaft. Ich hatte nur einige wenige Male mit seiner Tochter zu tun gehabt, bei Feiern und Wohltätigkeitsveranstaltungen, und um der Firma willen mit der ganzen Familie für ein paar Fotos posiert. Die perfekte Familie, die wundervollen Hathaways. Ich konnte nicht sagen, dass wir je lange miteinander gesprochen hätten, aber ich kannte sie gut genug, um sagen zu können, dass ich sie nicht mochte.
Nicht im Geringsten.
Sie war verzogen, schön und ichbezogen, und sie hatte mich nie vergessen lassen, dass ich zu Anfang der Lakai ihres Vaters gewesen war. Ihre privilegierte Stellung strahlte aus jeder Pore – nicht die Art, die ihr Vater durch lebenslange Arbeit erreicht hatte, sondern die Art, die daher kam, dass man einfach nur reich geboren worden war, ohne selbst etwas durch Leistung erreicht zu haben.
Oh ja. Ich konnte Ada Hathaway nicht leiden.
»Was ist mit ihr?«
»Ich will, dass sie einen Platz in der Firma findet. Nein, warten Sie, bevor Sie ablehnen«, bat Arthur mit erhobener Hand. »Ich sehe Ihren Gesichtsausdruck. Ich meine, als Praktikantin. Sie hat ihren Abschluss in Yale als Jahrgangsbeste gemacht, und Sie wissen, dass sie intelligent ist.«
Das wusste ich eigentlich nicht, aber ich nickte, als sei das unbestreitbar. »Natürlich, aber Arthur, was das Auktionsgeschäft angeht, hat sie nur sehr wenig Erfahrung, ganz zu schweigen von Business oder Marketing.«
»Sie hat in ihrem letzten Studienjahr ein Sommerpraktikum bei Architectural Digest gemacht«, argumentierte er. »Und sie hatte überall glänzende Bewertungen.«
Ich sprach weder die ganzen Paparazzifotos noch die Schlagzeilen in der Boulevardpresse an, die sie seitdem produziert hatte. Die vielen Nächte, in denen ihr Vater von Polizei oder Sicherheitsleuten angerufen worden war, um sie irgendwo abzuholen.
Ihre Großtaten waren so berühmt geworden wie sie selbst. Ich konnte verstehen, warum Arthur so verzweifelt war.
»Ich bin nicht sicher, ob Hathaway’s so gut zu ihr passt«, erklärte ich aufrichtig.
Als ich die Verzweiflung in seinen Augen sah, empfand ich nichts als Abneigung gegen Ada. War ihr nicht klar, dass sie ihm mit ihren pubertären Eskapaden das Herz brach? Er hatte doch schon genug durchgemacht.
»In Ordnung, Arthur. Aber falls ich zustimme – falls« – ich hob warnend einen Finger – »dann muss sie rechtzeitig zur Arbeit erscheinen und den Beschäftigten hier Respekt entgegenbringen. Ich lese zwar keine Boulevardpresse, aber ich bin nicht blind.«
Arthurs Kiefer arbeitete, und ich sah Frustration und Gereiztheit in seinen Augen. Nicht meinetwegen, sondern wegen des verzogenen Geschöpfs, mit dem er verwandt war.
»Natürlich. Und ich wäre die ganze Zeit telefonisch erreichbar.«
»Haben Sie schon mit ihr darüber gesprochen? Was sagt Ada dazu?«
»Sie ist begeistert über die Chance.«
Ich widerstand dem Drang, sarkastisch zu schnauben. Das glaubte ich keine Sekunde lang, nachdem ich gesehen hatte, dass sie über die Jahre nur sehr wenig Interesse am Geschäft ihres Vaters gezeigt hatte.
»Ich bin sicher, dass wir einen Platz für sie finden werden. Vielleicht Griechische Artefakte? Oder die Orientalische Abteilung unten an der Madison Ecke Zweiundsechzigste?« Ich würde alles tun, um sie so weit weg wie möglich von der Firmenzentrale und aus dem Weg zu haben.
Arthur schüttelte den Kopf. »Idealerweise hätte ich sie gern hier, an Ihrer Seite. Ein Praktikum als Ihre Assistentin vielleicht?«
Ein grotesker Vorschlag. Ich würde es hassen, monatelang praktisch an der Hüfte eines It-Girls, das alles nur seinem Nachnamen verdankte, festgewachsen zu verbringen. So etwas machte ich nur gelegentlich und dann auch nur für eine Nacht – wenn wir am nächsten Morgen beide gehen konnten.
Aber diesmal? Bei dem Deal wäre nicht einmal Sex für mich drin.
»Ich habe schon eine Sekretärin. Linda. Sie ist sehr gut in ihrem Job.«
»Ich weiß. Sie war früher meine Sekretärin«, meinte Arthur mit einem kleinen Lächeln. »Aber ich bin mir sicher, dass es Dinge gibt, die sie an Ada weitergeben könnte, und Dinge, die Sie erledigt bekommen müssen.«
Ich rutschte in meinem Sessel herum und fühlte mich höchst unbehaglich. Keine Chance, dass Ada wochenlang hier sein konnte, bei mir. Das würde nicht nur die Leistungsfähigkeit meiner Abteilung beeinträchtigen, sondern das Arbeiten hier auch schwieriger machen.
Und auf keinen verdammten Fall würde ich zulassen, dass die Tochter des Firmengründers hier eine ruhige Kugel schob, nicht einmal Arthur zuliebe.
»Ich werde nicht …«
»Bitte.« Arthur beugte sich vor. »Denken Sie wenigstens darüber nach. Ich bitte Sie nicht darum, sie bevorzugt zu behandeln. Natürlich muss sie gemäß Ihren Vorgaben Leistung erbringen. Und Sie haben das Recht, sie zu feuern, falls sie sich danebenbenimmt oder aus der Reihe tanzt. Schonen Sie sie nicht, nur weil sie meine Tochter ist, in Ordnung? Ich bitte Sie nur darum, dafür zu sorgen, dass sie einen Fuß in die Tür bekommt.«
Für all das, was Arthur für mich getan hatte, war das nicht zu viel verlangt. Er hatte früher dafür gesorgt, dass ich einen Fuß in die Tür bekam, und nun war ich CEO der Firma, die er sein Leben lang aufgebaut hatte. Schuldgefühle stiegen in mir auf, ätzend und ärgerlich.
Ich öffnete den Mund, um noch ein letztes Argument anzubringen, aber er kam mir zuvor.
»Bevor Sie Nein sagen, Grant, denken Sie einen Tag darüber nach. Lassen Sie mich und Ada heute Abend auf den Neujahrsball der Firma gehen und entscheiden Sie selbst. Wenn Sie einverstanden sind, kann sie am Montag anfangen.«
Ich schob einen silbernen Füller auf meinem Schreibtisch zurück an seinen Platz und mied seinen flehenden Blick. »Natürlich, Arthur. Dann sehe ich Sie beide heute Abend.«
»Ja. Und danke nochmals, dass Sie darüber nachdenken. Wirklich, Grant. Es ist immer eine Freude zu sehen, was Sie aus der Firma gemacht haben. Ich weiß, dass sie das auch sehen wird.«
Das bezweifelte ich, aber ich schenkte ihm trotzdem ein kurzes Lächeln. Wir gaben uns die Hände, und er ging mit einem fröhlichen Winken. Ich lehnte mich in meinem Sessel zurück und hörte noch undeutlich, wie er mit Linda vor meinem Büro ein paar Worte wechselte. In nur fünf Minuten war dieser Tag von toll zu furchtbar geworden, und mir war, als hätte er mir eine große Last auf die Schultern gelegt, vor der es kein Entrinnen gab.
Mir blieben etwa sieben Stunden, um einen Ausweg zu finden.
»Mr Wood. Haben Sie einen schönen Abend?«
Ich nickte dem Garderobenmenschen zu und marschierte in die Festhalle, die Hathaway’s für gewöhnlich für diese Firmenfeiern mietete. Klein, aber wichtig, um die Moral zu stärken – ein regelmäßiges Ereignis in der Firmengeschichte.
Ich...
| Erscheint lt. Verlag | 19.11.2024 |
|---|---|
| Übersetzer | Silvia Gleißner |
| Sprache | deutsch |
| Original-Titel | Look but dont touch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | All in • billionaire • Billionär • boss romance • Brittainy C. Cherry • forced proximity • happily ever after • Happy End • Jennifer Snow • KEEP • Kylie Scott • Lauren Layne • Liebe • L.J. Shen • Louise Bay • Meghan March • Office romance • Piper Rayne • Vi Keeland • Workplace Romance |
| ISBN-10 | 3-96797-456-1 / 3967974561 |
| ISBN-13 | 978-3-96797-456-0 / 9783967974560 |
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