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Emda-Sturm der Magie (eBook)

eBook Download: EPUB
2024 | 5. Auflage
266 Seiten
epubli (Verlag)
978-3-8187-1958-6 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Emda-Sturm der Magie -  Sindy Schröter
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Emda - Sturm der Magie knüpft nahtlos an den ersten Teil, Emda - Brise der Magie an. Die Helden Aeris und Faryll stürzen sich gemeinsam mit ihren Freunden erneut in ein spannendes Abenteuer. Diesmal stehen sie einem neuen Feind gegenüber, der nicht nur außerordentlich gefährlich ist, sondern auch die düstere Absicht hegt, einen alten Rivalen wieder auferstehen zu lassen. Sollte ihm dieser verhängnisvolle Plan gelingen, wird Emda in eine Ära des Schreckens gestürzt. In diesem zweiten Teil, erwartet euch der Kampf um eine mysteriöse Blume, einen Feind, der für interne Unruhe sorgt und unerwartete Wendungen, die das Schicksal des Landes in die Hände weniger tapferer Helden legt. Erlebt die Reise von Aeris, Faryll und ihren Verbündeten, während sie gegen die wachsende Bedrohung kämpfen.

Sindy Schröter wurde 1984 in Wurzen/Sachsen geboren. Ihr Lebensmotto lautet: Wer nur von den Zielen des Lebens träumt, wird sie niemals erreichen. Mit Ihrer Familie lebt Sie im sächsischen Eilenburg.

Sindy Schröter wurde 1984 in Wurzen/Sachsen geboren. Ihr Lebensmotto lautet: Wer nur von den Zielen des Lebens träumt, wird sie niemals erreichen. Mit Ihrer Familie lebt Sie im sächsischen Eilenburg.

Es ist schwer nachzuvollziehen, wie sich jemand fühlen muss, einen geliebten Menschen zu verlieren und sich zeitgleich darüber zu freuen, dass die besten Freunde einen schmerzlich vermissten Menschen wieder bekommen haben. Es fühlt sich schrecklich an. Und doch versucht man dieses Gefühl auszublenden, welches einen gebrochen zurücklässt.

Seit Lesat seinem Tod, versuchte sich Cleo mit allen Mitteln abzulenken. Sie traf ihre Freunde, entdeckte eine Vorliebe für Klavier und trainierte gemeinsam mit Din ihre Schüler, in ihrer gemeinsam errichteten Kampfschule. Sie waren stolz auf ihr Werk, aber diese eine riesige Lücke in ihrem Herzen, ließ sich einfach nicht schließen. Sie versuchte es mit den verschiedensten Mitteln. Vergeblich. Es gelang ihr nicht. Also musste es eine andere Möglichkeit geben und sie erfuhr eines Tages von der Gläsernen-Schwertblume. Einer Blume, die dem Finder laut Mythos die Möglichkeit erlauben soll, einen schweren Verlust wiederzubeschaffen. Doch leider war sehr wenig über diese Blume bekannt und es gab niemanden, der jemals solch eine gefunden hatte. So kam es schließlich, dass man sie als Legende beschrieb, bis diese Geschichte auf Cleos Ohren traf und in ihr der Kampfgeist erwachte. Vielleicht mochte der ein- oder andere nicht daran glauben, dass es diese Blume wahrhaftig gab, aber für sie war es der letzte Strohhalm und sie wollte ihn unbedingt ergreifen. Seitdem trug sie sämtliche Informationen zusammen und sammelte sie in einem blauen Notizbuch. Ihr Wissen über diese Blume behielt sie allerdings für sich. Sie wollte nicht als Naiv dastehen, weil sie sich erhoffte, dadurch vielleicht Lesat wieder zurück ins Leben holen zu können. Und sie wollte keinesfalls in ihrem Vorhaben ausgebremst werden. Doch wie heißt es so schön: Man sollte den Tag niemals vor dem Abend loben.

 

Die Gläserne-Schwertblume

 

Cleo kramte genervt in ihrem Zimmer herum. Ihr Notizbuch war spurlos verschwunden und sie suchte es überall. „Wo kann es nur sein? Ich drehe noch durch!“, zischte sie ärgerlich und räumte Bücher, Kleider und andere Sachen zur Seite, aber nichts half. Ein paar Dinge polterten dabei zu Boden, aber auch das interessierte sie nicht. „Es muss doch irgendwo hier sein.“

„Kommst du?“, unterbrach eine bekannte Stimme sie bei ihrer Suche. Sie merkte, wie ihr dabei die Wut hochkam. „Kannst du nicht anklopfen?“

„Mmmh, ich weiß nicht, ich stehe allerdings hier draußen im Flur, während deine Tür mich offen anlächelt. Aber alles in Ordnung mit dir? Du wirkst so nervös.“

Cleo wandte sich zu Din und schloss die Augen. Sie hatte vergessen, die Tür zu schließen, was ihr sonst nie passierte. Kein Wunder, dass er neugierig wurde. Und das gerade jetzt. „Nein, nein, alles okay. Ich suche nur meine Jacke.“ „Du meinst aber nicht zufällig diese dort, die über dem Stuhl hängt?“

„Was?“, schaute sie erneut in seine Richtung und folgte seinem Blick. „Oh, ähm ja, genau die. Wie konnte ich die vergessen? Danke, du bist ein Engel“, griff sie danach und lief an ihm vorbei. Natürlich war es nicht die Jacke gewesen, die sie suchte, sondern ihr Notizbuch. Und dann fiel ihr ein, wo sie es hingelegt hatte: im Trainingsraum. Zum Glück wollten sie da sowieso gerade hin. Hoffentlich war es noch da.

„Cleo, du weißt aber schon, dass du immer mit mir reden kannst, wenn etwas nicht in Ordnung ist? Ganz egal, was dich belastet?“ „Ich weiß. Aber im Moment ist alles so stressig. Diese schreckliche Unruhe in mir, dann die Sache mit Lesat. Dann vermisse ich die anderen so sehr. Wir sehen uns fast gar nicht mehr und das ist irgendwie zu viel auf einmal zurzeit.“ „Und dann ist da auch noch unsere Schule. Das macht es auch nicht einfacher.“

„Nein, keinesfalls. Die ist sogar eine gute Ablenkung. Da brauchst du dir wirklich keine Sorgen zu machen.“ „Aber sonst gibt es nichts weiter, was dir auf der Seele liegt?“, fragte er leise und blieb stehen.

„Nein, wovon redest du?“

„Weil du so abwesend bist in letzter Zeit. Du weißt, dass es für unsere Schüler wichtig ist, mit klarem Kopf bei den Übungen zu sein, da es sonst zu gefährlichen Situationen kommen kann?“ Cleo fühlte sich bei diesen Worten kritisiert und zog die Augenbrauen hoch.

„Ich weiß, wann ich mich voll fokussieren muss. Da gebe ich auch alles. Aber was dazwischen passiert, geht nur mich etwas an“, kam es ihr überspitzt über die Lippen.

„Es tut mir leid. Ich wollte dich in keinster Weise irgendwie treffen. Ich mache mir einfach nur Sorgen um dich.“ „Das weiß ich. Aber nach allem was geschah, kann man nicht erwarten, dass ich jeden Tag glücklich und fröhlich durch die Welt spaziere. Das passt dann doch eher zu Aeris als zu mir“, lächelte sie schließlich und musste über sich selbst schmunzeln. „Lass sie das nur nicht hören. Aber jetzt komm, wir sollten los. Die anderen warten bestimmt schon.“

Und so war es auch. Vor der Trainingsschule standen Aiden und Liam, zwei dreizehnjährige Jungs. Sie konnten keinerlei Magie wirken, waren zwei gewöhnliche Jungen und interessierten sich nur für die Kampfkunst, die an dieser Schule gelehrt wurde. Hier lernten sie, mit wenigen Waffen zu kämpfen und sich ihrer Umgebung und ihrer Sinne bewusst zu sein.

„Hey, ihr zwei. Habt ihr lange gewartet?“, fragte Din und schloss die Tür auf. Din verpflichtete sich damals Cleo beizustehen und nahm sich mit ihr ein kleines, einfaches Häuschen am Stadtrand, um dem Trubel der Stadt Baribayl zu entgehen. Die Stadt lag nur ein paar Kilometer von Lako entfernt, dem Heimatort von Scarpo und Hank. Mit dem Pferd war man schnell bei allen, die man liebte. Auch bei Aeris, Faryll und den anderen.

„Nein. Wir sind auch erst vor wenigen Minuten angekommen. Wir dachten erst wir seien diejenigen, die zu spät seien, aber da haben wir ja noch mal Glück gehabt“, lachte Liam verschmitzt und schob sich an allen vorbei, um als Erstes hineinzulaufen. „Tobi und Lori kommen nach. Lori bringt noch ihren Bruder zu ihrer Großmutter und Tobi sucht nach seiner entlaufenen Katze. Könnte also auch sein das wir heute die einzigen hier sein werden“, erklärte Aiden das Fehlen der beiden anderen. „Kein Problem. Unser Training ist kein Muss. Es ist etwas um euch aus euren Alltag herauszuholen und euch zusätzlich etwas Nützliches zu lehren. Ihr müsst euch nicht verpflichtet sehen hierher zu kommen. Aber natürlich freuen wir uns über jeden einzelnen von euch. Nun zieht euch aber um und dann kann es losgehen.“ Beobachtete er dabei Cleo, die nervös nach etwas zu suchen schien.

„Kann ich dir behilflich sein?“

„Was?“, erschrak die junge Frau und errötete, als hätte man sie bei irgendwas

erwischt. „Nein. Alles in Ordnung. Ich dachte nur …“ „Du dachtest was?“

„Ich dachte, ich hätte meinen Dolch gestern hier vergessen. Aber da muss ich mich wohl geirrt haben.“

„Dolch? Aber, seit das mit deinem Bruder passiert ist, hast du keinen mehr angefasst. Du wolltest nicht mehr daran erinnert werden und hast sie seitdem kein einziges Mal mehr in den Händen gehabt.“

Cleo biss sich nervös auf die Lippen. Sie wollte nicht das Din erfuhr, das sie ein gravierendes Geheimnis hütete und sie nicht den Dolch, sondern ihr Notizbuch suchte. Würde er erfahren, das die Möglichkeit bestand Lesat wieder zurück ins Leben zu holen, würde er mit allen Mitteln versuchen ihr dies auszureden. Betrachtete man allerdings das ganze Vorhaben rational, würde er womöglich auch gar nicht so unrecht damit haben, ihr den Irrsinn ausreden zu wollen.

„Stimmt, du hast recht. Keine Ahnung wie ich jetzt darauf gekommen bin. Vielleicht liegt es auch daran das ich letzte Nacht kaum geschlafen habe. Da spielt mein Kopf gerne mal ein kleines bisschen verrückt“, versuchte sie sich herauszureden und ließ ihn anschließend einfach stehen, um der unangenehmen Situation zu entfliehen. Sie rechtfertigte ihren Abgang damit, mit Liam anzufangen zu trainieren, als er herbeigelaufen kam. So gaben sie wieder ihr Wissen zwei Stunden lang an ihre talentierten Schützlinge weiter, die anschließend mit stolzen Hauptes, die kleine Schule wieder verließen. Und obwohl alles vollkommen reibungslos verlief, war Din nicht entgangen, wie abwesend Cleo das Training absolvierte. Er wollte erneut das Gespräch mit ihr suchen, als die Eingangstür aufging und Nathan herbeikam. Ein kleiner, kräftiger junger Mann mit einer viel zu großen Brille auf der Nase, die immer wieder an die richtige Position geschoben werden musste. Was dazu führte, das man ihm nicht lange in die Augen schauen konnte, ohne lachen zu müssen. „Du schon wieder“, kam es Din entgeistert über die Lippen und er setzte ein gezwungenes Lächeln auf.

„Heeee, mein Freund. Wie geht’s? Ich bin auf der Suche nach Cleo. Ist sie da?“

„Erstens, ich bin nicht dein Freund. Zweitens geht dich nichts an und drittens, richte deine Brille, dreh deinen Kopf nach links, da steht sie“, knirschte er mit den Zähnen und schüttelte dabei den Kopf. Er konnte den Kerl einfach nicht leiden und ließ ihn das immer wieder aufs neue spüren.

„Nathan. Was machst du hier? Oder nein, antworte mir später. Ich muss erst mal was klären“, kam Cleo herbeigelaufen und zog Din etwas zur Seite. „Ich weiß, dass wir gemeinsam noch ins Brat-Häusschen wollten. Würde es dir etwas ausmachen, wenn du schon vorgehst? Sobald ich hier fertig bin, komme ich sofort nach.“ „Kein Thema. Ich bin sowieso froh, diesen Kerl nicht länger als nötig vor meiner Nase herumtänzeln zu sehen. Wir sehen uns nachher“, lief er an ihr vorbei und machte nur eine Handbewegung zum Abschied.

„Wieso kann er mich eigentlich nicht leiden?“, schob Nathan seine Brille wieder...

Erscheint lt. Verlag 15.11.2024
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Fantasy
Schlagworte Aeris • Emda • Faryll • Magie • Magier
ISBN-10 3-8187-1958-6 / 3818719586
ISBN-13 978-3-8187-1958-6 / 9783818719586
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